Ferdinandplatz

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    • Chris1988 schrieb:

      Der Baubürgermeister stellt klar, dass der Entwurf für den Ferdinandplatz nur aus städtebaulicher Sicht zu betrachten ist.
      Über Art und Gestaltung von Fassaden ist noch nichts entschieden.

      dnn.de/Dresden/Lokales/Die-Gebaeude-sind-nur-Platzhalter

      Dabei würde ich mir wünschen, dass der Trakt am Karstadt und der Block an der "Petersburger" in der gezeigten Fassadengestaltung ausgeführt werden. Die gezeigte Architektur wirkt hier doch recht wertig und passt sich gleichzeitig gut in das modernistische Umfeld ein, schafft also einen ordentlichen Übergang zwischen der Seevor- und der Altstadt.
      Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe
    • Vorschläge von StadtbilDDresden zur Verbesserung des Gewinnerentwurfes von Barcode Architects


      Stadtbild Dresden hat ein Positionspapier mit Ideen zur Verbesserung des Entwurfes um das Neue Technische Rathaus und den Ferdinandplatz als solches rausgebracht. Abzurufen ist es hier. (detaillierte Ideen und Vorschläge, sowie Bildmaterial)



      (kreative Erweiterungszeichnung auf Grundlage des städtebaulichen Gewinnerentwurfes von Barcode Architects)

      Zusammengefasst enthält das Papier folgende Positionen und Vorschläge:


      Anbau Karstadt
      - eckbetonendes Bauwerk zur Waisenhausstraße
      - Aufteilung der Fassade in mehrere Einzelfassaden
      - Portalarchitektur zum Eingang/Durchgang Karstadt Ost
      - unterschiedliche Gebäudehöhen

      Neues Technisches Rathaus
      - Stilvorbild "House of Delft" von van Dongen-Koschuch
      - qualitativ gestalteter Turmbau auf Basis Fünfeck
      - Reminiszenzen von Centraltheater, Victoriahaus, etc.
      - KEINE glatten Glasflächen


      Neubau Verwaltungsbau
      - Westseite erweitern, um Platzgefüge zu schaffen
      - symmetrische, strukturierte Fassade gen St.Petersburger
      - Unterteilung in mehrere Fassaden
      - repräsentative Gestaltung zu den entstehenden Plätzen

      Ferdinandplatz (Süd)
      - Brunnenplatz - "natürliche" Teichgestaltung
      - Thema der Umsetzung: "Gänseteich vor dem Diebstahl"
      - Vorschlag Künstler: Malgorzata Chodakowska
      - Weiden und Pappeln als Bäume der Wahl


      namenloser Platz (Nord)
      - platzzentrale Pavillonarchitektur
      - integrierter Aufgang/Aufzug zur Tiefgarage
      - Gastronomie
      - direktdemokratische Abstimmung, welcher Entwurf gewinnt


      Platz-, Wege- und Straßenbereiche
      - abgesetzte Bordsteine
      - sicht- und erkennbare Fußwege
      - Platzpflaster im Unterschied zur Wegpflasterung
      - attraktive Laternen/Kandelaber
    • Aus mir unerfindlichen Gründen wurde der Erstbeitrag in den Papierkorb verschoben. Daher hier nochmal:

      dnn.de/Dresden/Lokales/Stadtbi…ligung-zum-Ferdinandplatz

      sz-online.de/nachrichten/buerg…rdinandplatz-3897444.html

      stadtbildd.de/pressemitteilung…den-neuen-ferdinandplatz/


      Würde der Patzschke-Architekten Entwurf so am Ferdinandplatz gebaut, könnte Dresdens Innenstadt endlich Anschluss an Leipzigs Innenstadt finden. Würde ein weiterer nichtssagender Glasbau oder belangsloser Rasterfassadenkram gebaut, wäre der Zug endgültig abgefahren.


      Quelle: Patzschke-Achitekten
      Leipzig ist auf der internationalen Immobilienmesse Mipim im französischen Cannes mit dem «European Cities of Future»-Preis ausgezeichnet. Wie die Stadt am Mittwoch mitteilte, nahm Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) die Auszeichnung für den siebten Platz in der Kategorie «Best Large City for Human Capital & Lifestyle» vor Ort entgegen. «Diese Auszeichnung ehrt uns und unterstreicht die positive Entwicklung der letzten Jahre», sagte das Stadtoberhaupt. Der Stadtverwaltung zufolge ist Leipzig als einzige ostdeutsche Stadt auf der bis Freitag andauernden Messe vertreten. Die Messestadt wirbt dort für die Region als starker und aufstrebender Wirtschaftsstandort mit geeigneten Immobilien, einer einzigartigen Verkehrsanbindung und begehrten Fachkräften. «Leipzig ist heute eine der dynamischsten Stadtregionen Europas. Diese Erfolgsgeschichte wollen wir im Rahmen dieser Messe erzählen, um unser internationales Profil weiter auszubauen», sagte OB Jung.
      welt.de/regionales/sachsen/art…ilienmesse-in-Cannes.html


      P.S. Danke an den löschenden Moderator, jetzt konnte ich den Beitrag noch sinnvoll ergänzen. :cool:
    • Toller Einsatz von StadtbilDD! Aber ich finde, dass in dieser Ecke zwischen Bahnhof und Postplatz und Pirnaischer Platz gute Architektur an dem Desaster dort nicht viel aendert. Man musste dort besser ganze Altstadt neu denken. Jetzt ist dort nur alles abstossend leider. Soll dieses Areal besser mit rekonstruierten Neustaedter Markt abgetauscht werden. Dort muss volle Fokus fur naechste Stadtrueckgewinn sein.
    • Benjamin89 schrieb:

      Die Fotomontage für den Ferdinandplatz habe ich übrigens erstellt :D Es wäre sehr erfreulich, wenn man sich an diesem modernen klassischen Stiel orientieren würde. In Berlin werden schon lange solche Entwürfe umgesetzt. Davon muss sich Dresden endlich mal eine Scheibe abschneiden.
      Ich wollte grade sagen, die Fotomontage des Patzschke-Entwurfs (vermutlich ein Berliner Projekt?) einfach ganz frech an den Dresdner Karstadt dranheften, fand ich genial! Kurz danach lese ich, ist von dir - Glückwunsch! :daumenoben:
      Das mit Berlin kann ich übrigens bestätigen, bin wirkich überrascht wie viel richtig Gutes hier entstand, ich bin öfter am Potsdamer und Leipziger Platz, hier gibt es eine Menge gute Gebäude - modern und trotzdem elegant und fast schon klassisch. Seltsamerweise wird dieser offenkundig existente (!) Zeitgeist von Dresdner Architektenschaft völlig ignoriert, die huldigen immer noch 100 Jahre alten Bauhaus-Dogmen und merken gar nicht, dass eine 100 Jahre alte Architekt nicht modern ist sondern total veraltet....Ja, die Herren Dresdner "Baukünstler" sollten ruhig mal einen Blick in die Hauptstadt werfen, dort wird wirklich modern gebaut, und gerade Dresden braucht eine Ent-Müllung von Kuben-Schrott Architektur.

      Einiges vom Leipziger Platz/Leipziger Strasse in Berlin, oder auch einige andere hervorragende Berliner Neubauten - die zum Teil fast so schön und Elegant wie Altbauten sind - würde Dresden sehr gut tun....!
      Wie würden Sie ein schönes Haus definieren? - Kollhoff : Ein schönes Haus ist ein schönes Haus. Es nimmt im Äußeren nicht nur Rücksicht auf die Umgebung, sondern ist dem Gemeinwesen verpflichtet, indem es dank seiner Konventionalität zur räumlichen und atmosphärischen Eigenart des Quartiers beiträgt.

      LobbyControl. Initiative für Transparenz und Demokratie
    • Gardone schrieb:

      Aber ich finde, dass in dieser Ecke zwischen Bahnhof und Postplatz und Pirnaischer Platz gute Architektur an dem Desaster dort nicht viel aendert. Man musste dort besser ganze Altstadt neu denken. Jetzt ist dort nur alles abstossend leider. Soll dieses Areal besser mit rekonstruierten Neustaedter Markt abgetauscht werden. Dort muss volle Fokus fur naechste Stadtrueckgewinn sein.
      Ich finde gerade dort muss moderne Architektur wie z.B. von Patzschke gebaut werden. In Sachsen wird immer gern von Leuchttürmen gesprochen - das wäre einer, welcher auf seine Umgebung ausstrahlen würde. Die Kombination mit dem Karstadt wäre ok und verhielte sich ähnlich wie der Anbau am Bankgebäude Waisenhausstraße:


      Quelle: tresor-dresden.com/ (mit Bildern vom schönen Inneren des Bankgebäudes)



      Und während man in Dresden davon fantasiert:


      © Büro Barcode Architects, Stadtplanungsamt, Visualisierungsentwurf

      (Glasfassaden-Behördenbauten, in denen die Belegschaft über zu warme Räume im Sommer klagt, siehe Finanzamt Chemnitz)


      werden in Leipzig weiter Tatsachen geschaffen und Neubauten wie das Hotel am Burgplatz mit weltstädtischem Flair gebaut:


      © Visualisierung: Büro Christoph Kohl / KK Architekten GmbH, Berlin





      Zeitnah zum Neubau am Ferdinandplatz müsste dann auch endlich die dringend notwendige Sanierung des dahinterliegenden Plattenbaus erfolgen. Beide Maßnahmen würden die Dresdner Innenstadt enorm aufwerten.



      Hier noch ein Beitrag aus dem Jahr 2014:
      Klassischer Stil, traditionelle Bauweise, bewährte Materialien: Wer es sich leisten kann, setzt beim Hausbau jetzt wieder auf Althergebrachtes. Architekten können sich vor Anfragen kaum retten.
      welt.de/finanzen/immobilien/ar…heit-wieder-aufleben.html



      In Dresden hat man (mal wieder) den Trend verpennt, sich im gegenseitigen Schulterklopfen auf Provinzmief-Ebene ergangen, von "transparenter Verwaltung und Bürgern die keinen Einlass in irgendwelche Burgen begehren sollen", gelabert und trostlose weiße oder wahlweiße graue Gebäude ohne jeden Sinn für Fassadengestaltung wie z.B.am Straßburger Platz fabriziert. Leipzig ist derweil weit voraus und längst auf dem Weg zur weltstädtischen Metropole Sachsens.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Henry ()

    • Henry schrieb:

      und trostlose weiße oder wahlweiße graue Gebäude ohne jeden Sinn für Fassadengestaltung wie z.B.am Straßburger Platz fabriziert. Leipzig ist derweil weit voraus und längst auf dem Weg zur weltstädtischen Metropole Sachsens.
      Wollen wir mal nicht übertreiben. Leipzig hat schliesslich die Jahrhundertchance verpasst, die Paulinerkirche und das Paulinum in historischer Gestalt wieder aufleben zu lassen und stattdessen ein windschiefes Glasufo direkt in sein Zentrum gebaut. Ganz zu schweigen vom Museum der bildenden Künste, das doch auch nur ein riesiger Kubus in der Innenstadt ist. Also, die Träume beider Stadtverwaltungen sind nicht immer soweit auseinander.
      Leipzig hat den großen Altstadtbestand auf seiner Habenseite, aber bei Neubauten waren sie dort in den letzten 20 Jahren nicht gerade die Vorreiter im historischen Bauen.
      " Dem Wahren, Schönen, Guten "

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Der Münchner ()

    • Das ist es nicht. Es die unterschiedliche Denke. In Leipzig denkt man groß und pragmatisch. "Was? Der Gründerzeitler ist gut fürs Stadtbild? - Ok. Dann bauen wird das kriegszerstörte Dachgeschoss originalgetreu wieder drauf."

      In Dresden ist alles so lähmend ideologisch und kleingeistig. Neuestes Possenspiel - das Narrenhäusel:

      Historische Aufnahmen zeigen, wie es vor der Zerstörung im Krieg etwa ein bis zwei Meter auf den Brückenfußweg geragt hat. „Dass Häuser auch mal etwas herausstehen, ist ein Merkmal schöner alter Städte“, meint Wießner. Doch das kollidiert mit der Meinung der Behörden, den Gehweg möglichst frei zu halten. Hinzu kommt, dass genau an jener Stelle der Brücke eine behindertengerechte Straßenbahnhaltestelle für die Linie 8 gebaut werden soll...

      ...Am liebsten würde er in wenigen Wochen den Kaufvertrag unterschreiben, hätte noch in diesem Jahr die Baugenehmigung und könnte Anfang 2019 beginnen.Die erneute SZ-Nachfrage bei Baubürgermeister Schmidt-Lamontain lässt vermuten, dass es ganz so schnell nicht klappen wird. Zwar glaubt er, dass die historische Fassade wieder aufgebaut wird. Allerdings müsse diese angepasst werden. Etwa seien größere Öffnungen für eine Gastronomie oder Normen für ein Belichtungskonzept zu beachten. „Außerdem muss die Nordfassade neu interpretiert werden, denn in der ursprünglichen städtebaulichen Konstellation schlossen an das Narrenhäusel in Teilen andere Gebäude beziehungsweise Gebäudeteile und eine Treppenanlage an“, sagt er. Die Stadt habe durchaus Interesse an einem zügigen Verfahren. „Gleichermaßen achten wir darauf, dass die Bedingungen aus der Ausschreibung eingehalten werden“, sagt er...
      neumarkt-dresden.de/wie-schnell-steht-das-narrenhaeusel/

      Der Wießner weiß wie man Häuser baut. Dem braucht man nichts von großen Öffnungen für Gastronomie zu erzählen und auch die Nordfassade bekommt der ganz ohne behördliche Genehmigung prächtig hin.

      Wetten das in Leipzig die behindertengerechte Haltestelle zu Gunsten des Narrenhäusels verschoben worden wäre?
      In Dresden regiert der Provinzmief.
    • Wodurch kommt das? Was ist in Dresden so anders hinsichtlich der Bevölkerungszusammensetzung und der Entscheider?
      Liegts zT auch daran, dass Dresden den Status als Landeshauptstadt innehat und daher (auch kleingeistige) Leute aus ganz Sachsen auf sich vereint?
    • Bis 2025 soll dort, wo jetzt neben Karstadt geparkt wird, ein Verwaltungszentrum stehen. Die Stadtverwaltung plant am neuen Technischen Rathaus, das besonders bürgernah werden soll. Der Stadtrat beschloss am Donnerstag die Grundsatzentscheidung dazu. Dabei ging es aber noch nicht darum, wie das Gebäude mal aussehen soll. In die Gestaltung sollen die Dresdner mit einbezogen werden.
      FDP-Fraktionschef Holger Zastrow forderte bei der Gestaltung am Ferdinandplatz Mut ein. „Wir müssen einen modernen Akzent setzen, wollen keinen Profanbau, der mit Sandstein verkleidet ist.“ CDU-Stadtrat Hans-Joachim Brauns sprach von einem „Hingucker“, auch wenn das viel Geld kosten werde.
      sz-online.de/nachrichten/stadt…ml?CommentPage=5#Comments

      Wer ist eigentlich "wir"? Und warum "müssen" "wir"?

      Aber stimmt schon. Der Holger hat recht.In dem Meer von traditionellen Bauten rund um den Ferninandplatz muss ein moderner Akzent gesetzt werden. Am besten ein Glasbau. So etwas gibt es in ganz Dresden nicht. :lachen:
    • Spendet jemand mit für ne neue Rathausfigur? Auf dem Glasbetonturm wär das doch super. Ich hätt auch schon nen Vorschlag: Die Paragraphenreiterin - als Pendent zum goldnen Rathausmann wird sie in Beton ausgeführt und stellt sogar eine gendergerechte Gleichheit auf den Dächern der Türme der Dresdner "Regierung" her.

      Jetzt müsst sie nur noch einer gestalten. :D