Berlin - Grunewald

  • Danke; Palantir für div. Erläuterungen, inkl. Fotos. Die vielbeschäftigte Fa. Puhl & W. hat doch u. a. auch für den Berliner Dom gearbeitet.
    Hoffen wir, dass die Sicherungsmaßnahmen am Grunewaldturm Vandalismus verhindern können.

  • Das ist...ähm war eine wirklich sehr imposante Villa! Sehr schade!


    Fast Wiener Verhältnisse. Wenn Du wüsstet, was gerade in Wien für ehemals wunderschöne Gründerzeithäuser abgerissen werden, würde einem die Ullsteinvilla vielleicht nicht so sehr fehlen. Schuld an diesen Abrissen sind in erster Linie die Behörden, denen einfach nichts an der historischen Bausubstanz liegt. Den Investoren kann man es manchmal nicht einmal übel nehmen. Die Politik versagt hier (wieder einmal).

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Die Aufregung verstehe ich nicht. Denn nach der Denkmalschutz-Doktrin darf ja nur die Originalsubstanz nicht zerstört werden. Wir haben massenhaft modernistische Glasanbauten an denkmalgeschützte Häuser, die durchaus deren Optik beeinträchtigen, und das wird stets von den Denkmalbehörden so abgesegnet, wenn aber einer ein paar Löwenfiguren auf das Dach dieser Villa stellt, kommt es plötzlich zu Kritik...


    P.S.: Wenn das Bundesplatz 8 ist, stört mich das Ergebnis nicht sonderlich.
    http://www.palluth-dachbau.de/pix/Bundesplatz2.jpg

  • Gehört zwar nicht zum Thema 'Grunewald', aber als Antwort auf Heimdall:


    Ich finde bei dem Bau Bundesplatz 8, den ich jeden Tag das Vergnügen habe zu sehen, da ich hier wohne, stimmen einfach die Proportionen nicht mehr wegen des Dachausbaus, weder beim Turm noch beim Mittelrisalit mit geflügelter Figur, die hier während der Renovierung 1994 noch nicht drauf stand. Das Vorkriegsfoto findest Du sicher im Forum unter 'Kaiserplatz'



    Foto von mir, 1994, Dia gescannt,

  • Die Grunewaldvilla hat ein wenig was von Skopje... aber wird wohl nicht allzusehr auffallen im Villenmeer. Sowas sollte sich allerdings nicht ausbreiten. Gegen ergänzende Schmuckelemente ist aus meiner Sicht im Grunde nichts einzuwenden, besonders bei schlichteren Bauten; sie müssen sich aber eng an klassischen Maßstäben orientieren.

  • Einige Sachen, die ich bei der Durchfahrt für aufzeichnungswürdig hielt.


    Unweit vom Halensee ist neben der Bahnstrecke ein neues Wohngebiet errichtet worden. Wahrscheinlich waren dort früher Laubengrundstücke, vielleicht irre ich mich aber auch.


    Rosensteinweg


    Links anschließend in sehr ähnlicher Kubatur, aber u. a. mit Steinverkleidung, Fensterläden und Gesimsen.


    Der Rest der links weiterführenden, neu angelegten HIlde-Ephraim-Straße ist zu weit überwiegendem Anteil mit weißen Styropordämmkisten, im westlichen Teil als baugleiche Reihenhäuser ausgeführt, bebaut.


    Ein zumindest interessanter Neubau in der Gneiststraße N°7 - 'Villa M' nennt sich das Haus, obwohl es eher aussieht, als ob dort der Bösewicht eines James-Bond-Filmes wohnt.


    Die 1901/02 errichtete Villa Noelle in der Winkler Straße N°10 scheint schon seit längerem leer zu stehen.


    Bettinastraße N°4 am Dianasee - das große Neubauprojekt steht vor der Fertigstellung.



    Für dieses zumindest ganz ansehnliche Bauprojekt wurde leider die frühere (riesengroße) Villa des Verleger(sohn)s Hans Ullstein abgerissen.

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

    Edited once, last by Mantikor ().

  • Der Grunewaldturm aus der Ferne über die Wiesen bei Gatow gesehen.



    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Eine schöne Ecke und ein wirklich bemerkenswerter Turm, den wir hier im Forum nur selten thematisieren.


    Als Ergänzung noch ein Blick von einer Drohne: