Frankfurt (Oder) (Galerie)

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Lieber Snork,

      herzlichen Dank, dass du uns an den Detailaufnahmen der spätmittelalterlichen Chorfenster der St. Marienkirche zu Frankfurt / Oder teilnehmen lässt. Für mich freue ich mich umsomehr darüber, da ich von unten gesehen, leider kaum Einzelheiten der Blei- bzw. Glasmalereien und Buntglasfenster erkennen konnte. Die Fensterscheiben sind wirklich großartig. Ist es nicht auch wie ein kleines Wunder, dass diese wunderschönen Fenster schließlich doch wieder an ihren angestammten Ort zurückkehren durften?

      Noch eine Anmerkung zum Thema Kulturkirche. Als wir am 07.09.2019 dort waren, las im Chor ein röm. kath. Priester die Hl. Messe in lateinischer Sprache, was mir noch aus meiner Kindheit vertraut ist. Verschiedne Gebete wurden vom Priester und den wenigen Gläubigen jedoch in akzentfreiem Deutsch gesprochen. Deshalb vermute ich an, dass der Pfarrer kein Pole war. Am folgenden Tag, dem 08.09. ist das Fest Mariä Namen, vielleicht hing die gottesdienstliche Feier in der Marienkirche am Vortag damit zusammen. Jedenfalls hat es uns gefreut. Deshalb nahmen wir auch an der Hl. Messe teil. Es schien uns jedenfalls so zu sein, dass die St. Marienkirche nicht ausschließlich als Kulturkirche verwendet wird.
    • Hier sehen wir einen Seitenflügel des Altbaues der Europa Universität Viadrina:




      Einige schöne Wohnhäuser aus dem beginnenden 19. Jahrhundert gegenüber dem Park der St. Gertrauden-kirche, der einst ein Kirchhof war:



      Ein vornehmes klassizistisches Haus in der Lindenstraße, die der Gubener Vorstadt in etwa südliche Richtung verläuft. Die Bäume, welche wir hier im Vordergrund sehen, gehören zu einer vierreihigen Lindenallee an die sich östlich der Anger, eine Art Grünfläche, anschließt. Das bewirkt eine schöne Wohnlage, erschwert aber mitunter das Fotografieren:



      Ein Gründerzeitler in der Lindenstraße:



      Das große Gebäude ist dem Klassizismus zuzurechnen:



      Dieses grüne Haus erfreute uns sehr. Das Haus stammt gleichfalls aus der Zeit des Klassizismus:



      Der loggiaartige Balkon im Zwerchgiebel mit reichlich Stuck und dem klassizistischen Dach ist geradezu bezaubernd:



      Ein weiteres klassizistisches Haus schließt sich an. Man beachte bitte auch das kleine Türmchen, das links zu sehen ist. Zu dem dazu gehörigen Haus kommen wir gleich:





      Das sog. "Türmchenhaus", Lindenstraße 28, ist das schönste der wenigen erhaltenen Barockhäuser Frankfurt /Oder. Das Haus ließ Universitätsprofessor Peter Imanuel Hartmann (1727–1791, Professor für Pathologie, Therapie, Chemie und Botanik) 1785 für 2.800 Taler errichten. Das Haus verdankt seinen Namen dem kleinen Belvedere-Turm auf dem Dach, den Hartmann für astronomische Beobachtungen nutzte. Das Haus stand zur Zeit seiner Erbauung 1785 noch frei da.



      Auf dem folgenden Bild ist zwar das kleine Belvederchen kaum zu sehen, dafür kommt die Architektur der Fassade dieses Barockhauses besser zur Geltung:

      The post was edited 1 time, last by Villa1895 ().

    • Ein großes Wohnhaus aus der Gründerzeit:





      Und zur Abwechslung mal ein frisch renoviertes Jugendstilhaus:



      Detail eines Hauses aus der Epoche des romantischen Historismus, geschätzt auf ca. 1840-1850er Jahre:



      Auf der anderen Seite des Angers ein Gebäude, das m. E, sowohl Merkmale des späten Klassizismus, als auch des romantischen Histtorismus aufweist:



      Hier Details:



      Blick vom Anger auf eine Baugruppe aus den 1920 er Jahren, im Hintergrund sind die St.-Gertrauden-Kirche sowie ein Hochhaus zu sehen:



      Im Park an der Gertraudenkirche das Denkmal für Heinrich von Kleist, einen Sohn der Stadt Frankfurt / Oder.



      Einige Grabdenkmäler sind noch erhalten, aus der Zeit als diese Anlage noch Friedhof war:








    • Der als Kaiserliche Oberpostdirektion im Stile der norddeutschen Backsteingotik 1899 bis 1902 errichtete Komplex:






      Das niedrigere Haus war, wenn ich mich nicht irre, das Paketpostamt:



      Ein reicher Schmuckgiebel:



      Um die Fenster wurden glasierte Klinker verwendet:



      Die Portale wurden mit Rosetten und schönen Formsteinen geschmückt. Die Türen sind immer noch dieselben wie 1902:



      Ein Briefkasten aus der Zeit der Kaiserlichen Post darf auch nicht fehlen. Man beachte bitte auch links die schönen schmiedeeisernen Türbeschläge:

      The post was edited 2 times, last by Villa1895 ().

    • Villa1895 wrote:

      Blick vom Anger auf eine Baugruppe aus den 1920 er Jahren, im Hintergrund sind die St.-Gertrauden-Kirche sowie ein Hochhaus zu sehen:

      Hochhäuser sind die Krebsgeschwüre eines jeden Stadtbildes. Zumindest jeden historischen Stadtbildes. Das Ding stört ebenso, wie das Hotel-Hochhaus in Potsdam.

      Weiter oben hatte ich bereits gefragt. - An der Großen Oderstraße sollte folgende Häuserreihe, anschließend an das Bolfrashaus, entstehen:

      moz.de/fileadmin/_processed_/3…1029052826_4cb3a888a4.jpg

      Die Pläne gibt es seit 2017. Ist da schon irgendeine Bautätigkeit zu erkennen?
    • Das Haus Paul-Feldner-Str. 13 wird heute allgemein als "Sauerhaus" bezeichnet. Es ist eines der letzten erhaltenen Barockhäuser Frankfurts/Oder. Eine Madame Damnitz ließ sich in den 1770er Jahren in der Gubener Vorstadt ein spätbarockes, elegantes "Landhaus" errichten. Das Anwesen wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von Wilhelm Sauer, dem Begründer der bekannten Orgelbaufirma erworben und zu seinem Wohn- und Geschäftshaus umgebaut. Die seinerzeit gleichfalls angebauten rückwärtigen Werkstattgebäude der Orgelmanufaktur wurden in den letzten Jahren abgerissen. Das barocke Hauptgebäude wurde mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz im Jahre 1997 renoviert.









      Häuserfassaden in der Lindenstraße:





      Ein Haus aus dem Klassizismus:





      Eines der letzten noch unrenoviertes Gebäude der Lindenstraße, wohl aus den 1840er bis 1860er Jahren, stellt uns sinnfällig vor Augen, wie in vermutlich alle Häuser der Lindenstraße zum Ende der DDR-Zeit aussahen:





      Detailaufnahme dieses Hauses:



      Ein etwa zeitgleich mit dem vorigen Haus entstandenes Gebäude, das sich jedoch schön renoviert präsentiert:





      Ein gegen Ende der Lindenstraße gelegenes kleines Haus, das offenbar behutsam renoviert, zu gefallen vermag. Hier bin ich mir, was die Entstehungszeit anbelangt, allerdings nicht sicher. Das Haus könnte entweder vom Beginn oder vom Ende des 18. bis Anfang des 19. Jahrhunderts stammen:

      The post was edited 2 times, last by Villa1895 ().

    • Villa1895 wrote:

      Am 07.09.2019 besuchten wir Frankfurt/Oder. Da es leider immer wieder geregnet hatte und der Himmel verhangen war, lassen die Bilder leider zu wünschen übig. Insoweit bitte ich um Nachsicht.


      Frankfurt/O. war einst Mitglied der Hanse, was man vor allem an den beiden Schauseiten des Rathauses und an der mächtigen Marienkirche noch heute, trotz sehr starker Kriegsverluste erkennen kann. Hier das Rathaus:










      Der Ratskeller von Frankfurt / Oder mit dem alten gotischen Kellergewölbe vermittelt eine schöne, urige und gemütliche Stimmung: