Cuxhaven

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Vielleicht hat ja jemand von Euch Lust, den Leuchtturm meiner Heimatstadt zu kaufen.

      EIN SCHNÄPPCHEN! 8)

      cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?V…294&rd=1#ebayphotohosting


      Dazu noch ein Artikel aus den Cuxhavener Nachrichten vom 30.11.2004


      Alter Leuchtturm wird beim Auktionshaus Ebay angeboten
      Mindestgebot für das historische Bauwerk liegt bei 80000 Euro


      Der historische Leuchtturm an der Alten Liebe ist nur einen Mausklick entfernt: Das unter Denkmalschutz stehende Bauwerk wird auf den Internet-Seiten des Auktionshauses Ebay (http://www.ebay.de">www.ebay.de) angeboten. Motto: "Ein Cuxhavener Wahrzeichen steht zum Verkauf." Noch bis zum 15. Dezember können Interessenten ihre Gebote abgeben. Das Mindestgebot liegt bei 80000 Euro.

      Was auf den ersten Blick wie eine normale Ebay-Auktion aussieht, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als reine Werbeanzeige. Verbindliche Gebote können nicht bei Ebay abgegeben werden, es besteht lediglich die Möglichkeit, sein Kaufinteresse per E-Mail oder Kontaktformular direkt beim Anbieter zu bekunden.

      (...)

      Mit Fotos, Bauzeichnungen und einem historischen Abriss macht der Anbieter die rund 200 Jahre alte Immobilie auf den Ebay-Seiten (Artikelnummer: 4337864923) Leuchtturm-Liebhabern schmackhaft.

      In knappen Worten geht er auch auf künftige Nutzungsmöglichkeiten ein: "Über die zukünftige Nutzung ist mit der Denkmalschutzbehörde zu verhandeln", heißt es auf der Internet-Seite. Und weiter: "Es gibt sicherlich viele Möglichkeiten. Die im Leuchtturm befindlichen leuchtfeuertechnischen Anlagen sind nicht mehr in Betrieb. Jedoch ist deren Erhaltung mit der Denkmalschutzbehörde abzustimmen."

      Der 23 Meter hohe Leuchtturm mit einem Durchmesser von fünf Metern wurde im Jahr 1803 erbaut und zwei Jahre später in Betrieb genommen. Der Leuchtturm war bis Mai 2001 in Betrieb. Da er seine Bedeutung als visuelles Schifffahrtszeichen verloren hatte, trennte sich das Wasser- und Schifffahrtsamt 2002 von dem Gebäude. Es wurde an das Bundesvermögensamt übertragen.

      Weil die Stadt Cuxhaven keine Möglichkeit sah, das denkmalgeschützte historische Bauwerk an der Alten Liebe zu erwerben und zu erhalten, wurde der Verkauf des Leuchtturms öffentlich ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt im März 2002 schließlich die Investorin Doris Kosch. Doch jetzt hat sich die Bremerin von dem Turm getrennt. Mit Spannung wird erwartet, an wen das Gebäude nunmehr verkauft wird.




    • Länger als ein Jahrhundert wurde das unter Denkmalschutz stehende Haus Deichstraße 13a mit der aufwendigen Wesersandsteinfassade intensiv als Verwaltungsgebäude genutzt. In Zukunft soll es privaten und geschäftlichen Zwecken dienen. Der Verwaltungsausschuss hat jetzt beschlossen, dieses markante Gebäude Deichstraße/Ecke Mittelstraße an ein Cuxhavener Ehepaar zu veräußern.
      Errichtet wurde es Ende des 19. Jahrhunderts als Polizeidienstgebäude. Schon seit Jahrzehnten ist es jetzt Domizil des Ordnungsamtes. Alle Initiativen, das Haus im erforderlichen Umfang zu sanieren, scheiterten in der Vergangenheit. Eine 2002 vorgenommene Bestandsaufnahme und Schadensermittlung kam zu dem Ergebnis, dass eine grundlegende Sanierung unter Einhaltung denkmalschutzrechtlicher Auflagen einen finanziellen Aufwand von rund 1,183 Millionen Euro verschlingen würde.
      Doch trotz erheblicher Investitionen könnten die heutigen rechtlichen, wirtschaftlichen und organisatorischen Anforderungen an ein Verwaltungsgebäude nicht erreicht werden. Unter anderem fehlt die vorgeschriebene Barrierefreiheit. Vor dem Hintergrund der angestrebten Verwaltungs-Zentralisierung auf dem Rathaus-Grundstück kann die Stadt auf das bisherige Ordnungsamts-Gebäude verzichten und spart damit die hohen Sanierungskosten.
      Nach Aufgabe der Verwaltungsnutzung im nächsten Frühsommer soll das marode Gebäude für 30000 Euro an die Cuxhavener Eheleute abgegeben werden. Die wollen sich vertraglich verpflichten, innerhalb von fünf Jahren eine denkmalschutzgerechte Grundsanierung im Volumen bis zu 500000 Euro vorzunehmen.
    • Ich bin gerade mal beim Stöbern / Surfen auf die Idee für ein lohnenswertes Rekonstruktionsprojekt in Cuxhaven gestoßen.

      Zitat wikipedia:
      Das Hauptportal der HAPAG-Halle wurde jahrelang von einer Plastik des Bildhauers Cäsar Scharff (1864-1902) geschmückt. Das Portal wurde rechts von einem älteren Seemann in Ölzeug und Südwester und links von einem jungen Matrosen in Uniform umrandet. Über dem Portal fand sich Albert Ballins Leitspruch: „Mein Feld ist die Welt", das Hamburger Wappen und zwei Walkiefer. Bei Modernisierungsarbeiten 1953 verschwand dieses Ensemble.


      Hier ein Bild:
      cuxpedia.de/images/b/bf/Hapag_Portal.JPG

      Das hat doch mal richtig Lokalkolorit und dürfte ein beliebtes Fotomotiv bei Touristen werden. Es bräuchte eben Leute vor Ort, die sich erkundigen, ob noch Fragmente des Portals vorhanden sind, die man wieder verwenden könnte. Und dann müsste eine Sammelaktion initiiert und öffentlich bekannt gegeben werden.
    • Seit einigen Jahren geht in der Stadt an der Elbmündung fast unbemerkt eine Abrisswelle hin und her. Durch den neuen Chefredakteur der Cuxhavener Nachrichten, Felix Weiper, erfolgt jetzt wohl eine kritischere Berichterstattung.

      Aktuell geht es um den Abriss der Annenstraße 3a in Alt-Cuxhaven durch die städtische Siedlungsgesellschaft.

      Photos und Zeitungsartikel folgen.

    • Quelle: Cuxhavener Nachrichten

      Erneuter Abriss bar jeder wirtschaftlichen Vernunft in Cuxhaven. Hier der Link zum einzigen Artikel der Cuxhavener Nachrichten, der nicht hinter der Bezahlschranke liegt:

      Thumann-Haus wird abgerissen

      Der nützliche Erfüllungsgehilfe heißt Baudezernent Martin Adamski. Dieser hatte bereits die Abrissgenehmigung mit praepubertärer Freude erteilt, bevor die Sache publik wurde. Am Ende wird eine Baulücke bleiben, denn die ganze Sache ist höchst unwirtschaftlich und die Neubebauung wahrscheinlich nur vorgeschoben. Durch den Abriss historischer Häuser in jüngster Vergangenheit ist bereits so manche Baulücke in zentralster Lage der Stadt entstanden, die nicht geschlossen wurde.

      Seit dem Wechsel auf dem Stuhl des Chefredakteurs berichten die Cuxhavener Nachrichten jedoch wesentlich kritischer über diese Vorgänge.
    • Da kann ich nur mutmaßen, zumal dieser Pseudo-Investor jeden Kontakt zur Presse verweigert. Selbst der Neubau-Entwurf wurde nur im Bauausschuss gezeigt und ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Der Neubau darf auch nur erdgeschossig mit Flachdachaufbau errichtet - wird also kleiner werden. Mehr gibt der fünfzig Jahre alte Bebauungsplan nicht her. Vielleicht geht es nur um Spekulation mit dem Grundstück und vorab will man die Grundsteuer reduzieren.

      Der Voreigentümer war ein englischer Immobilienfonds, der das Gebäude aufgrund zu hoher Pachtvorstellungen jahrelang leerstehen ließ. Es gab viele Gewerbetreibende, die anmieten wollten, aber nicht konnten.

      Bei den momentanen Baukosten rechne ich daher stark mit einem neuerlichen Brachgrundstück.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Philipp ()

    • Neu

      Philipp schrieb:

      Vielleicht geht es nur um Spekulation mit dem Grundstück und vorab will man die Grundsteuer reduzieren.
      Das könnte wohl sein. Solche Entwicklungen gibt es im Rhein-Main-Gebiet gelegentlich auch. Wenngleich eher punktuell. Ein zuvor vermietetes Häuschen wird abgerissen, das Gebäude dann Jahre lang mit einem Bauzaun abgesichert, ohne, dass etwas passiert. Vermutlich wird gewartet, bis die Preise noch weiter steigen, um das beräumte Grundstück dann weiter zu veräußern. Oder man wartet darauf, dass weitere Gebäude daneben irgendwann zum Verkauf stehen, damit man diese erwerben, auch abreissen und einen Großwohnblock errichten kann.

      Oft werden auch Grundstück bewusst brach liegen gelassen. Beispiel das Grundstück der Frankfurter Sparkasse an der Neuen Mainzer Straße/Ecke Junghofstraße in Frankfurt. Seit 2006 steht der Neorenaissance-Altbau leer. Daran schließen sich heruntergekommene Nachkriegsbauten an. (siehe hier)

      Ganz freimütig bekannte die Sprecherin der Sparkasse 2017:
      Bei der Frankfurter Sparkasse 1822 wollte man die Pläne nicht bestätigen. Sprecherin Julia Droege-Knaup erklärte nur: „Es gibt von unserer Seite nichts Neues zu dem Grundstück. Wir fühlen uns mit dem Grundstück in bester Innenstadtlage sehr wohl und gehen davon aus, dass es praktisch täglich weiter an Wert gewinnt.“

      Wohlgemerkt, das ist beste Innenstadtlage.

      Insofern könnte das auf den ersten Blick wirklich unwirtschaftliche Verhalten des Investors etwas mit solcher Bodenspekulation zu tun haben. In Cuxhaven steigen die Immobilienpreise ja offenbar auch. (siehe hier) Dass die Stadt aber so etwas mitträgt, ist bedenklich. Schließlich wird das Stadtbild der Kommune beschädigt, sogar Wohnraum vernichtet. Offenbar gibt es keine aktuelle Gestaltungssatzung, sondern einen scheinbar uralten, inhaltlich überholten Bebauungsplan, der Flachdachbuden vorschreibt (?). Sind die nur unfähig, dem einen Riegel vorzuschieben? Oder sind hier irgendwelche korrupten Seilschaften aktiv?
    • Neu

      Nicht mit Kisten zumüllen

      Ich habe mich natürlich bemüht, ein bißchen die Gemüter zu erhitzen, und mir erlaubt, auf die Aufgaben eines Baudezernenten zu verweisen, sowie auf die Möglichkeiten, die ihm das Baugesetzbuch zubilligt (z.B. § 172 "Erhaltungssatzung"). Dazu habe ich auch auf Stadtbild Deutschland e.V. verwiesen. Aus meinem Leserbrief haben die Cuxhavener Nachrichten dann ein Interview gemacht mit schöner Einleitung und Schluss beziehungsweise Bezugnahme auf den Verein mitsamt dem berühmten Hesse-Zitat. Da hinter der Bezahlschranke, muss ich mich nun selbst zitieren, allerdings ohne die Zutaten der Zeitung:

      Philipp schrieb:

      Die Bauverwaltung muss die Stadträte für ziemlich blöd halten, wenn sie behauptet, sie könne Abrisse wie nun wieder in der Nordersteinstraße nicht verhindern. Wozu braucht es dann die Leute in der Bauverwaltung? Dann könnte man die Stadt ja gleich den Investoren und Heuschrecken überlassen.

      Tatsächlich gibt das Baugesetzbuch den Kommunen eine Vielzahl von Werkzeuge an die Hand, Stadtbilder, -quartiere und/oder einzelne Häuser gegen Privatinteressen zu erhalten. Diese reichen von Erhaltungs- und Gestaltungssatzungen über Veränderungssperren sowie die Unter-Schutzstellung von stadtbildprägenden Bauten - auch jenseits des Denkmalschutzes. Zumal auch das wunderbare Tiedemann-Haus durch diesen neuerlichen Abriss-Frevel in seiner direkten Nachbarschaft so erheblich in seiner Ensemblewirkung beeinträchtigt werden wird, dass das an Wertminderung grenzt. Alleine der Abriss gefährdet hier die Bausubstanz des Nachbarn. Das könnte richterlich festgestellt werden (möglicherweise zunächst durch eine einstweilige Verfügung). Und natürlich sollten auch endlich die antiquierten Bebauungspläne der 60er und 70er Jahre für ganz Cuxhaven überarbeitet werden.

      Doch warum soll das Thumann-Haus überhaupt abgerissen werden? Die Bausubstanz scheint ausreichend gut zu sein, das Dach wurde erst vor wenigen Jahren neu eingedeckt. Es gab viele Einzelhändler, die in der 1a-Lage pachten wollten, allein die extrem hohe Pachtvorstellung des englischen Immobilienfonds hat das Gebäude leerstehen lassen. Und ein eingeschossiger Neubau mit Aufbau hätte weniger Nutzungsfläche für Wohnen und Handel als der Altbau. Was für eine Vernichtung von Vermögen!

      Besonders bedenklich erscheint in diesem Zusammenhang die Rolle von Baudezernent Martin Adamski. Während andere eine solche offenkundig negative Entwicklung wenigstens bedauern würden, findet Herr Adamski alles nur positiv. Gemäß der Konsequenz seiner Worthülsen könnte die ganze Nordersteinstraße abgerissen und mit Kisten, Kuben und Flachdächern zugemüllt werden. Er scheint sich kaum mit den historischen Bauwerken Cuxhavens identifizieren zu können. Doch wer das tradierte Bauerbe einer Stadt als Baudezernent so leichtfertig aufgeben mag, ist für den verantwortungsvollen Job ungeeignet. Während seiner Amtszeit ist trotz seines oft gegenteiligen Zungenschlages so viel Bewahrenswertes in Cuxhaven abgerissen worden, dass spätere Stadthistoriker ihn wohl mit Fug und Recht, aber ganz ohne Ruhm "Abriss-Adamski" nennen werden. Er steht ganz im Geiste derer, die einst Dölles Hotel wegrissen. Die hielten sich auch für modern, waren aber ebenfalls gestern schon von vorgestern.

      Zum Hintergrund: Herr Adamski wollte auch den Kopfbahnhof der Stadt wegreißen lassen. Nur durch die Gründung einer Bahnhofsgenossenschaft ließ sich das verhindern. Jetzt, bei der Eröffnung, schwallte er etwas von der Bewahrung des historischen Stadtbildes, da hatte er bereits neuerlich eine Abrissgenehmigung ausgeteilt.

      Der Vorsitzende des Bauausschusses, Bernd Jothe (Grüne), will das Thema zwar erneut auf die Tagesordnung setzen, aber wahrscheinlich nur um die Reputation des "armen" Baudezernenten zu retten, auf die ich es ausschließlich abgesehen gehabt hätte, wie er in einem Leserbrief zwischen den Jahren kundtat.

      Der Pseudo-Investor schafft jetzt Fakten, hat den Bauzaun bereits aufgestellt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Philipp ()