Berlin-Mitte

  • Kleiner Nachtrag, auch die kunstvoll gestaltete Eingangstür vom Haus des Deutschen Handwerks ist beim Umbau zur amerikanischen Botschaft nicht wieder aufgetaucht.

    Detail der Eingangstür


  • Hatte nicht jemand nach dem Hotel Continental (ehem. US-Botschaft bei der DDR) gefragt? Bild von gestern.


    „Kreativität entsteht nicht durch Überfluß sondern durch Mangel.“
    Richard David Precht

  • Konstantindegeer


    Ich muss dich beim letzte Bild berichtigen, das Hotel Continental stand weiter links Strassenzug Neustädtische Kirchstraße/ Georgenstraße/ Dorotheenstraße also links von deiner Aufnahme der ehemaligen amerikanischen Botschaft !

  • Es ist schon erstaunlich, das es gerade im Bereich des S- Bahnhofs Friedrichstraße viele Hotels gab. Alleine in der Mittelstraße gab es erstaunlich viele obwohl die " Flaggschiffe" Hotel Continental und das Central Hotel alles dominierten.

    noch einige Hotels :


    Christliches Hospiz Mittelstraße 5-6



    Hotel Englischer Hof Mittelstraße 9-10



    Alexandra Hotel Mittelstraße 16-17



    Hotel Stadt Kiel Mittelstraße 22



    Hotel Westfalia Mittelstraße 36



    Hotel Stadt London Mittelstraße 55-56 siehe Beschriftung an der Fassade




    Außerdem gab es noch Hotels in unmittelbarer Nachbarschaft

    Hotel Russischer Hof Georgenstraße 21-22



    Hotel Prinz Wilhelm Dorotheenstraße 14



    Kaiser Hotel Friedrichstraße 176-177



    Hotel Monopol am S-Bahnhof Friedrichstraße



    eine unwahrscheinliche Dichte in diesem Bereich !

  • Und noch erstaunlicher ist es, dass in ganz Berlin kein einziges der historischen Grand Hotels mehr existiert, lediglich das Adlon imitiert seinen Vorgänger.

    In dubio pro reko

  • Königsbau: unglaublich aber wahr!! Kaiser Hotel könnte doch ein "schmuckreicher" Reko Kandidat sein!!! Und mit Kuppel dann bitte!!

  • Dann erstmal das russische Haus abreißen. Königsbau und Klassiker gehen ran wie Ulbricht...

    „Kreativität entsteht nicht durch Überfluß sondern durch Mangel.“
    Richard David Precht

  • Klassiker,Sie sind nicht Realistisch genug.Es wird in der Berliner Mitte so gut wie nichts weiter bis auf das Schloss,Komandantenhaus (wurde)und irgendwann mal die Bauakademie rekonstruiert.Alle anderen Rekovorstellungen sind und bleiben zumindest zu unseren Lebzeiten Visionen und Wunschträume.In Berlin wird weiterhin das moderne und zeitgenössische Bauen dominieren.Klassiker,die bauliche Entwicklung müssen wir nun leider nun so hinnehmen wie sie ist.Auch wenn wir eine völlig andere Sichtweise haben, müssen wir irgendwann einmal loslassen können.

  • Im Prinzip zwar richtig.

    In Einzelfällen aber kann man Investoren durchaus die Option einer Rekonstruktion nahelegen, wenn die Neubebauung eines Grundstücks ansteht. Dazu müssen Stadtbild-Freunde in Berlin eben Kenntnis von aktuellen Planungen haben und dann Kontakt aufnehmen. Es gibt ja Bauherren, denen durchaus Rekonstruktionen gefallen. Und die für dementsprechende Hinweise vielleicht dankbar sind. Mehr als "Nein" kann ein solcher nicht sagen.

  • Heimdall,in der alten Berliner Mitte,da wo traditionelles Bauen oder Rekos angebracht wären,diese Standorte sind inzwischen alle modern bebaut worden(Schinkelplatz,Pariser Platz,Westliche Linden,Neues Museum, Simongalerie..... Wo, also lohnt es sich eigentlich noch für welche Rekos sich stark zu machen?Übrig bliebe für mich nur noch das Karstadt am Herrmannplatz.Aber auch da gibt es genug Wiederstand.

  • Im Prinzip zwar richtig.

    In Einzelfällen aber kann man Investoren durchaus die Option einer Rekonstruktion nahelegen, wenn die Neubebauung eines Grundstücks ansteht.

    Na, dann schreibt doch mal ein Briefchen an Wladimir Putin: das russische Haus gehört der Auslandsvertretung der Föderalen Agentur für Angelegenheiten der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten, der im Ausland lebenden Landsleute und für internationale humanitäre kulturelle Zusammenarbeit (Rossotrudnitschestwo) und wird von der Botschaft verwaltet.

    „Kreativität entsteht nicht durch Überfluß sondern durch Mangel.“
    Richard David Precht

  • "Hermann", es kommt immer mal wieder zu Abrissen und Neuplanungen. Z.B. wurde am Hackeschen Markt ein Seniorenheim 2018 abgerissen, das erst 1998 erbaut worden ist. (Vgl. hier und hier) Bei solchen Vorgängen gilt es eben wachsam zu sein, Kenntnis über die Historie zu haben und schnell zu reagieren.


    P.S.: "Konstantin", ich bezog mich nicht auf ein konkretes Gebäude oder Bauvorhaben. Ich wollte nur ein bisschen Motivation vermitteln angesichts der gerade hier verbreiteten Stimmung, dass "der Käs eh´ gegessen ist" und "man nichts mehr machen kann". Wenn das so wäre, müssten wir hier doch gar nicht mehr lesen. Bringt doch eh nichts. Also, im Prinzip bin ich auch skeptisch. Ich bin aber auch kein "0 % Chance"-Typ. Ein Chance von 1:100 kann man schon haben. Aber dazu bedarf es eben auch ein wenig Engagement.

  • Heimdall,in der alten Berliner Mitte,da wo traditionelles Bauen oder Rekos angebracht wären,diese Standorte sind inzwischen alle modern bebaut worden(Schinkelplatz,Pariser Platz,Westliche Linden,Neues Museum, Simongalerie..... Wo, also lohnt es sich eigentlich noch für welche Rekos sich stark zu machen?Übrig bliebe für mich nur noch das Karstadt am Herrmannplatz.Aber auch da gibt es genug Wiederstand.

    Nein, an der Spree gegenüber der ARD ist z.B. noch was frei, der Molkenmarkt, die halbe Fischerinsel, die Breite Straße in Alt-Cölln, der Staatsratsgarten, der Spittelmarkt, die Grundstücke an der Klosterstraße, die Baufelder am Alexanderplatz usw. usf.

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    Richard David Precht

  • Ja, es gibt noch so einige Plätze in Berlins Mitte wo einst historische Bausubstanz vernichtet wurde, welche heute durchaus für Rekonstruktionen genutzt werden könnten - wenn die Bundeshauptstadt da nur Willens wäre.

    Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.

    Horst Seehofer

  • Da ist sicher kein Abrisskandidat. Die Platte, die man noch auf GoogleMaps sieht, wurde erst saniert (oder ist das sogar ein Neubau?) und wird nun vom Bundestag genutzt.

  • Einige historische Aufnahmen aus der Dorotheenstraße


    1883 Dorotheenstraße Ecke Wilhelmstraße, Erweiterungsbau der Kriegsakademie



    1920 Dorotheenstraße 29 Eingang zur Markthalle IV



    Markthalle lV



    Dorotheenstraße 5-6



    1909 Dorotheenstraße Universitätsgärten



    1913 Dorotheenstraße Universitätsgärten



    1910 Dorotheenstraße 6



    1896 Dorotheenstraße 11



    1904 Dorotheenstraße 32



    1907 Dorotheenstraße 18-21, Gebäude des Wintergartens

  • An dieser Stelle der Dorotheenstr. steht heute ein Abrißkandidat. Vorher stand dieser Prachtbau dort. Hier würde sich eine Rekonstruktion lohnen.

    So sehr unsereins sich das auch wünschen würde, im heutigen Berlin Unterstützung zu bekommen, die ehemalige königlich preußische Kriegsakademie zu rekonstruieren, halte ich doch für ein ziemlich gewagtes Unterfangen

    "Mens agitat molem!" "Der Geist bewegt die Materie!"

  • Für eine preußische Kriegsakademie würde man auch kaum Spendengelder bekommen. Und zwei Etagen bieten für die Gegend auch zuwenig Nutzfläche. Da stellt sich dann die Frage nach Nutzungskonzept und Sinn des Vorhabens.


    Aber hübsch anzusehen war der Bau. Ich mag diesen Neorenaissance-Rundbogenstil sehr.