Berlin-Mitte

Im neuen Jahr bittet der Vorstand euch, frühzeitig nach neuen Bauprojektplänen in eurer Stadt Ausschau zu halten. Wo lässt sich durch traditionelle Architektur oder Rekonstruktionen euer Stadtbild verbessern? Teilt uns eure Ideen mit! Je eher wir mit Ideen an die Öffentlichkeit gehen, umso höher sind unsere Chancen, dass die Ideen von den Verantwortlichen ernstgenommen werden!
  • Neubau Torstraße N°103, vorher ein brachliegendes Grundstück.


    Ist ganz schön hässlich geworden...

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    Ganz woanders, der Eckbau Neustädt. Kirchstraße/Mittelstraße geht der Vollendung entgegen.


    Der ganze Dachaufbau in Beton, aber das dürfte einigermaßen ordentlich werden. Das gilt erst recht für die reich neustuckierte Fassade, welche so gut wie fertig ist.

    Der Dachaufbau beim anschließenden Bau in der Mittelstraße ist dagegen schon eher problematisch, ich denke nicht, dass dieser harmonisch mit dem Bestandsbau ausfallen wird.


    Die andere Seite des Projekts, Unter den Linden N°40 mit neuem, hohem Dachaufbau.

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Neubau Torstraße N°103, vorher ein brachliegendes Grundstück.

    Naja, nicht so ganz - das war mal n gemütlich kleiner schattiger Biergarten. Hier wurde für eine einfallslos langweilige und häßliche Kiste mal wieder ein Stück Urbanität geopfert ;-\

    Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.

    Horst Seehofer

  • Vor allem ist die Glaskiste völlig unsensibel in den Altbaubestand eingefügt worden.

    Edited once, last by Heimdall: Ein Beitrag von Heimdall mit diesem Beitrag zusammengefügt. ().

  • Diese Art von unspektakulären 0815 Lückenfüllern mit ihren ständigen Staffelgeschossen und uniformierten Glassfassaden auf den ersten zwei Bildern,die werden all zu gern zum Lückenfüllen in den Städten genommen.Wo ist heutzutage blos die Vielfalt von Formen der Architektur geblieben?:kopfschuetteln:

  • 90% der (individualistischen Architekten benehmen sich wie Autisten: immer denselben unsensibelen phantasielosen langweiligen Klotzen mit Staffelgeschoss. Grosse Fenster, viel Glas....Ein Bisschen besser sind die Kasten vom Backstein oder wird es ein unsensibeles "Lego" Haus wie in Dresden.

    Wenn es überhaupt es ein seltenes Steildach gibt: dann immer mit überdimensionierte Gauben oder Dachfenster. Die Nützung seht central, die Formgebung ist grauenhaft und misserabel.


    Dann waren die Fachmänner, Baumeister und Architekten von vor 1940 doch unendlich viel besser dran. Die haben herrliche Viertel geschaffen mit viel Grün und angenehme Strassen und Pläzte: alles ganz harmoniös und abwechslungsreich (vielen details) gestalltet, wo schön geformten Dächer die Horizont bestimmten.

  • Unter den Linden 40, eines der prächtigsten Häuser des Boulevards, muss natürlich unbedingt auch noch verschandelt werden. Oder wird's etwa ein traditionelles Dach?

    In dubio pro reko


    Die Deutschen sind ein Volk, das auf die Regierung hört. Die Franzosen sind ein Volk, auf das die Regierung hört.

  • Wird die leeren Fläche an der Mittelstraße auch bebaut, und wenn ja, gibt es dafür schon einen Entwurf?

  • Die Aufnahme von Spreetunnel zeigt, wie stimmig das damals alles war, von der Architektur über die Stadtmöblierung bis hin zu den Fahrzeugen und der Kleidung. Eine nahezu perfekte Szenerie des alten Berlin. Fehlt nur noch die passende musikalische Untermalung von Paul Lincke.

    In dubio pro reko


    Die Deutschen sind ein Volk, das auf die Regierung hört. Die Franzosen sind ein Volk, auf das die Regierung hört.

  • Ich wusste nicht genau, wo ich diese Fotos veröffentlichen sollte... auf jeden Fall, ein kleines Update zur Renovierung der Humboldt-Universität von Sonnabend...


    Dortheenstr./Hegelplatz


    img_3072byjaz.jpg


    img_3073u6ks1.jpg


    Ostfassade gegenüber vom Gorki Theater


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    und rückbau der Container neben StaBi UdL, Ecke Dortheenstr./Universitätsstr.


    img_e3071z9j1q.jpg


    und schliesslich die Renovierung der Rückseite des Admiralpalastes, Plankstr.


    img_30699rj7n.jpg


    img_3070gck8y.jpg


    Quelle: Dropdeaded209

  • Chausseestraße N°1/Torstraße

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    Endlich bin ich mal auf eine Vorkriegsaufnahme (1908) gestoßen:

    berlin-oranienburgert6okge.jpg

    Es ist also eine Anlehnung an die ursprüngliche Erscheinung; eine m. E. gute Lösung.


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    Mittelstraße/Neustädtische Kirchstraße eröffnet bereits einen Eindruck der massiven Aufwertung des Straßenbilds.

    img_11301wkxh.jpg


    img_11327aknx.jpg

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Wow, wie das vormals entstuckte Gebäude nun strahlt! O:
    Außerdem mal schön zu sehen, dass es mal keine billige "Pseudowiederbestuckung" wurde, sondern man hat sich hier offensichtlich (auch wenn ich es nicht kenne) ganz nah ans Original gehalten.

    wie sah das Gebäude Mittelstraße/Neustädtische Kirchstraße früher aus?

    So...

    678px-Berlin%2C_Mitte%2C_Mittelstrasse_41-42%2C_Mietshaus.jpg
    Quelle: Wikipedia

  • Und das jetzt so bei allen entstuckten Gründerzeitlern in Berlin machen (man wird ja wohl noch träumen dürfen).

    In dubio pro reko


    Die Deutschen sind ein Volk, das auf die Regierung hört. Die Franzosen sind ein Volk, auf das die Regierung hört.

  • Endlich dann eine Aufwertung einer bis kurz noch marode und Berlin unwürdige Strassenecke im Herzen der Stadt.

    Der lang ersehnte Wiedergeburt einer Perle.....

  • Bevor das Gebäude 1977 zur amerikanischen Botschaft umgebaut wurde, war es zu DDR Zeiten das Haus des Handwerks und vor dem Krieg das Warenhaus für Armee und der Marine


    Warenhaus für Armee und der Marine



    nach dem Krieg Haus des Deutschen Handwerks Weiss jemand wo die schönen Skulpturen geblieben sind ? Nach Umbau zur amerikanischen Botschaft waren sie nicht mehr vorhanden !



    Aufnahmen Ende der fünfziger Jahre



    Nach den Anschlägen in den USA von 2001 wurde die amerikanische Botschaft abgesperrt, im Jahr 2007 zog die Botschaft in ihr neues Domizil am Brandenburger Tor um



    An der nächsten Ecke Georgenstraße/ Mittelstraße/Dorotheenstraße entstand das Hotel Continental. Lage im Stadtplan



    1900 Strassenfront des Hotel Continental an der Neustädtischen Kirchstraße



    1900 Hauptportal an der Neustädtischen Kirchstraße



    einige Innenaufnahmen des Hotels Continental





    Unmittelbar dahinter in Richtung Friedrichstraße entstand das Central Hotel mit dem weltberühmten Wintergarten



    Blick in die urbane Friedrichstraße das Central Hotel rechts