Berlin-Mitte

Wir wünschen allen Nutzern ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2021
  • Werte Gemeinde!


    Anbei eine kleine Aktualisierung zur Fassadenrekonstruktion des Eckbaus an der Neustädtischen Kirchstraße 3 und Mittelstraße 41/42.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Abh%C3%B6rstation?wprov=sfti1


    https://maps.apple.com/?


    Ich denke, dass wir uns freuen dürfen. Hier kehrt ein kleines Juwel in die Berliner Stadtmitte zurück.

    Das was durch die Bauplanen zu sehen ist schaut sehr vielversprechend aus.


    Und in der Tat scheint es, dass der Erker eine Bekrönung erhält.

    Leider habe ich dazu keine weiteren Informationen gefunden.


    Schönen Sonntag!






    Als Bonus ein paar fotografische Leckerbissen meines Rundgangs.


    Staatsbibliothek Unter den Linden





    Staatsoper Unter den Linden




    Dom zu Berlin




    Die Krönung, das Berliner Schloss


    Alle Fotos von mir.




    Gruß aus Berlin.

  • Zu Bild 481. Man nennt Bauten sehr schnell "Palais". Hat bitter wenig mit früheren Palais zu tun.

    Dresden ist voll von neuen "Palais" und "Residenzen", die allerdings meistens den Charme eines Luftschutzbunkers haben.

  • Ich hab von dem Gebäude Neustädter Kirchstraße 3/Mittelstraße 41/42 am Sonnatg nochmal ein Foto gemacht. Die Fasade scheint schon größtenteils wiederhergestellt zu sein, jedoch kann man durch die Planen hindurch nicht viel erkennen. In der Mittelstraße jedoch war ein größeres Stück der Fassade unverhüllt, welches ich hier zeige:


    Das Bild ist von mir.


    Meine Handy-Kamera war nicht gut genug, um näher heran zu zoomen und aufgrund des Bauzauns konnte man leider nicht näher heran. Was man jedoch erkennt, macht Grund zur Hoffnung auf eine detailierte Fassadenreko. Hat jemand ein Bild von dem Gebäude, dass den Ursprungszustand zeigt?

  • Die Verordnung für das Erhaltungsgebiet "Wilhelmsstraße", d.h. die in den letzten Zügen der DDR entstandenen Plattenbauzeilen ist rechtens.

    Anbei ein Link zu einem Artikel im Tagesspiegel. https://www.tagesspiegel.de/wi…attenmuseum/26073862.html.


    Der Vertreter des Landes Berlin führte u.a. aus "Man muss die Plattenbauten an der Wilhelmstraße nicht schön finden. Sie stehen aber für eine gewisse Epoche und sind … erhaltungswürdig."

    Und weiter: „Unabhängig davon mutet es in Zeiten des Klimawandels und in einem angespannten Wohnungsmarkt doch recht merkwürdig an … bestehenden und funktionierenden preisgünstigen Wohnraum mit einer auskömmlichen Dichte abzureißen. Neubauflächen gibt es genug und Nachverdichtungspotenzial auch in der Wilhelmstraße, beispielsweise in den großzügigen Innenhöfen.“

  • Eine zeitgemäße Entscheidung.

    Es gibt einen Ort, der mich seit Jahren sehr nachdenklich gemacht hat und das ist der Standort des ersten Plattenbaus an der Wilhelmstraße, der für das "Band des Bundes" weichen musste. Dieser Unort ist eine schallende Ohrfeige für moderne Architektur. Alles nur mit Schrott zugeparkt. Baucontainer, Müll, Schutt, Elektroschrott. Die hässlichen Bauten, die dort entstanden sind, werden hoffentlich bald wieder abgerissen. Ben Wargins Parlament der Bäume sieht mittlerweile völlig verwahrlost aus, die Bundesbauten werden und werden nicht fertig. Ein einziges Totalversagen.

  • Wie schreibt Wolfgang Herles aktuell so treffend:


    "Dort steht die brutalistische tschechische Botschaft und wetteifert mit den grauenhaftesten DDR-Platten um den Preis der hässlichsten Gebäude Berlins, und dort wartet eben auch der verschmierte Eingang zur U-Bahnstation Mohrenstraße darauf, umbenannt zu werden. Ein Ort von ästhetisch unschlagbarer Bedeutungslosigkeit."


    "Aber so geht Berlin fast überall mit seiner Vergangenheit um. Warum stehen die unsäglichen Platten noch? Warum ist hier nicht die die alte Reichsmitte durch erstklassige heutige Gebäude markiert."


    "Die wahre Cancel Culture, die seit Jahrzehnten Berlin verwüstet, nimmt niemand wahr. Sie ist schuld daran, dass Berlin auch städtebaulich verkommt und sich den inoffiziellen Titel der hässlichsten Hauptstadt des Abendlands verdient. Die Ursache ist unbestreitbar: Berlin ignoriert die eigene Geschichte und schändet deren Hinterlassenschaft."

    In dubio pro reko


    Die Deutschen sind ein Volk, das auf die Regierung hört. Die Franzosen sind ein Volk, auf das die Regierung hört.

  • Könisbau: leider sind das die Tatsachen.....ignorieren der Vergangenheit und Städtebau wie ein Programma von Selbstbestraffung.

  • Grimminger,ich denke,wenn diese Häuser irgendwann einmal verputzt und unterschiedlich dezent gestichen werden,dann würde dieses Wohnviertel nicht so gleichförmig und grau aussehen.Dann ist es schon ok.Diese Gebäude finde ich, sind kein städtebauliches Problem.

  • Diese Plattenbauten sind wirklich wegen der vielen Rücksprünge, der roten Dächer und der abwechslungsreichen Gestaltung schöner als die meisten Neubauten mit ihren ewig gleichen Raster- oder Strichcodefassaden. Solange die Moderne nichts neues und angenehmeres zustande bringt, sollten diese Plattenbauten stehen bleiben.

  • Das sehe ich genauso, allerdings würde es der Wilhelmstraße durchaus helfen, wenn dort Gebäude rekonstruiert (man wird ja wohl noch träumen dürfen) oder zumindest in einem neuklassischen Stil a la Patzschke errichtet werden würden. Zwischen Halleschem Tor und UdL ist ja wirklich überhaupt nichts zu holen...

  • ,wenn diese Häuser irgendwann einmal verputzt und unterschiedlich dezent gestichen wer

    Dies wird nicht passieren, wenn die Gebäude unter Denkmalschutz stehen. Diese Unterschutzstellung ist ja erfolgt, weil man auch Plattenbauten in deren Aussehen erhalten will.

  • Dies wird nicht passieren, wenn die Gebäude unter Denkmalschutz stehen.

    Muss nicht sein, wie das Beispiel in Dresden-Gorbitz zeigt: https://www.saechsische.de/lan…ne-glyphosat-5076776.html Wie dort die Fassade "erhalten" wird, sieht man hier (direkter Bild-Link).


    Die Original-Fassade von wenigen solcher Plattenbauten zu erhalten, ist ja nicht verkehrt (immerhin verschwinden diese meist bei der ersten Sanierung völlig unter WDVS-Einerlei), wenn es nur wenige Gebäude betrifft, die dann als Solitäre ihre Zeitschicht authentisch sichtbar machen. Wenn, wie an der Wilhelmstraße, die zigfache Wiederholung unter Schutz gestellt wird, verfehlt das meiner Ansicht nach den Zweck (wobei das auf die Begründung in der Denkmalliste ankommt - es geht wohl nicht ausschließlich darum, Architektur zu erhalten).

  • Da es jetzt ein schräges Dach gibt, kam Chipperfield mit seinem Dachaufbau im Stil der 50er-Jahre offenbar nicht zum Zug. (Siehe hier)