Berlin-Mitte

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    • Globalisierung und Kosmopolitismus, propagiert von den "Anywheres". Der Mensch soll keine Bindung an seine Umwelt mehr haben (Zitat: "Das „Heimatbedürfnis der einfachen Menschen“ ist ein ahistorisches Konstrukt" merkur-zeitschrift.de/2019/08/…-ahistorisches-konstrukt/).

      Das ist alles so gewollt. Und die Philosophie der architektonischen "Moderne", die sich weltweit gleicht, geht damit Hand in Hand. Daher gibt es uns und SD, die wir uns gegen diese Entwicklung wehren. Mit uns nicht.

      Dies nur kurz OffTopic
      In dubio pro reko
    • Maecenas wrote:

      Chipperfield wird derzeit überall rumgereicht, in Hamburg baut er in Kürze den Elbtower als östlichen Abschluss der Hafencity. Einmal zum Modephänomen geworden kann man eben so richtig schön überall Geld verdienen, mal sehen welche Stadt sich als nächste um ein Werk des großen Meisters reißt...
      Chipperfield war schlau genug ein Büro in Berlin zu eröffnen. Mit dem Anstrich ein internationaler Stararchitekt zu sein hat man in Deutschland einen guten Stand. Ich halte ihn für einen mittelprächtigen Architekten, der insbesondere beim Thema Stadtreparatur regelmäßig versagt.
    • Königsbau wrote:

      Globalisierung und Kosmopolitismus, propagiert von den "Anywheres". Der Mensch soll keine Bindung an seine Umwelt mehr haben (Zitat: "Das „Heimatbedürfnis der einfachen Menschen“ ist ein ahistorisches Konstrukt" merkur-zeitschrift.de/2019/08/…-ahistorisches-konstrukt/).
      Ein Irrweg im Architekturverständnis. Es entwurzelt die Menschen, macht Integration schwieriger und es bedeutet ja auch irgendwie, dass es Tourismus bald nicht mehr braucht. Ich bin heute schon müde geworden, mir Städte anzusehen, die von Hochhäusern geprägt sind. Vor 15 Jahren fand ich das noch spannend, aus Berlin kommend, einer Stadt ohne richtige Skyline, da hatte mich sogar Frankurt am Main beeindruckt. Doch nachdem ich diverse amerikanische Großstädte gesehen habe - die zugegebenermaßen qualitativ oft in einer anderen Liga spielen - sind sich eigentlich alle europäischen, arabischen und asiatischen Hochhauslandschaften sehr ähnlich und ermüdend. Nach Dubai, Shanghai oder Tokio zu reisen, das reizt mich wirklich wenig. Was kann diese Art von Architektur denn sonst transportieren, wenn nicht die Utopie eines "Metropolis", eines Stadtplaneten "Coruscant", in der der Einzelne in der Anonymität untertauchen kann, und die anonyme Stadtkulisse unterstützt ihn dabei. Ich bin noch nicht darauf gekommen, was den Reiz dieser Hochhauslandschaften auf viele Menschen ausmacht.
    • Einig, aber finde trotzdem New York und sehr urban und die Hochhäuser und Wolkenkratzer dort spannend und atemberaubend. Bin weniger von andere Städte beeindruckt mit vielen Hochhäuser oder Kratzer. Dubai hat sie aber wirkt sehr monoton und langweilig und wenig urban. Tokio (Jungle von Kratzer) und Shanghai sind mega Städten, unvergleichbar. London, Frankfurt und Paris haben einige aber nirgendwo sind diese mit New York zu vergleichen.
      Madrid, Wien, Budapest, Rom, Berlin, Mailand, Torino, Genua, Napoli, Valencia und Barcelona haben keine Hochhäuser aber sind herrlich urban und sehr schön!!
    • nothor wrote:

      Wahnsinn, wie die aktuelle Architekturpraxis scheinbar hilflos mit Formen und Farbe experimentiert...
      Wenn sie dann wenigstens mit Formen und Farben experimentieren würden. Tatsächlich sind es doch fast ausschließlich Kästen, ggf. werden noch kleine kantige Kästchen irgendwo angefügt. Eine Formensprache so harmonisch und vielfältig wie es ein Lego-Kasten zulässt.
      Und für die Fassade gibt es (zumindest in Berlin) weiss, manchmal inzwischen sogar schwarz, meistens jedoch fifty shades of grey. Tatsächlich werden gar keine Farben verwendet.
      So reichen wie bei dem Bau an der Janowitz Brücke schon wenige plumpe Terrassen mit etwas Gruen aus um sich abzuheben.