Berlin-Mitte

  • Gegenüber dem Holocaust-Mahnmal scheint es loszugehen.


    Am Freitag soll mit der Grundsteinlegung das Projekt
    „Palais am Brandenburger Tor“



    starten für das der Leipziger Architekt Fuchshuber den Entwurf lieferte.


    Tsp

  • Alles wird "Palais" genannt und dann recht erst bekomme ich ärger, denn mit einen Palais hat es gar nichts zu tun. Üblicche langweilige Kiste ohne richtiges Dach.

  • Viele Palais haben kein "richtiges" Dach ;).


    Aber ja, der Namenszusatz wird ziemlich inflationär verwendet.


    Alles in allem nicht spektakuläres, aber auch keine Katastrophe. Finde eher doof, dass es wieder eine große Fassade wird, statt drei kleiner.

  • So ein Kasterl kann man wegen meiner nach Marzahn/Hellersdorf oder ins merkwürdige Viertel dahersetzen - aber im Herzen der Stadt ist das schon eine peinliche Nummer.

    Jeder hat das Recht auf meine Meinung.

  • Dabei waren die ursprüngliche Entwürfe, unter anderem von Patzschke, gar nicht so schlecht. Der Baukörper war zwar auch da schon gewaltig, aber die Fassaden waren detailierter und feiner gegliedert. Man hat diese Entwürfe immer weiter vereinfacht und verkastet, bis schließlich dieser unansehnliche, grobschlächtige Kasten übrig blieb. :/

  • Es steht im letzten Absatz geschrieben, dass am Äußeren noch immer gefeilt wird.


    Ich bewerte das mal positiv.



    Gruß aus Berlin.

  • Wenn wir uns den bisherigen Werdegang des Projektes anschauen, dann bedeutet "noch immer gefeilt" eher, dass noch weiter vergröbert/vereinfacht wird.

  • Schade dass es (Edit: beim benachbarten Luxusprojekt The Wilhelm) nicht zur Realisierung der "unverbindlichen Entwurfsplanung" kam.



    Jetzige Planung:


    Quote from Treverer

    an ihrer Stelle entsteht das optisch ganz gefällige The Wilhelm (Diese Namen immer...): pss-gp.de/wp-content/uploads/2016/02/1The-Wilhelm.jpg


    Dem Vorgängerbau trauere ich aus ästhetischen Gesichtspunkten (also vorbehaltlich der Gentrifizierungsproblematik) allerdings auch keine Träne hinterher



    Bildquellen und Artikel: https://www.tagesspiegel.de/be…tatt-platte/11335828.html

  • Es handelt sich hierbei nicht um den Bau an der Wilhelmstraße, es kommt leider hier wie im anderen Forum immer wieder zu Verwechslungen, sondern um einen Neubau anstelle der Kioske am Holocaust-Mahnmal.

  • Ja, die beiden Projekte werden in der Tat oft verwechselt. Beim von Spreetunnel erwähnten "Palais am Brandenburger Tor" von Fuchshuber-Architekten wurde letztes Wochenende bereits fleißig an den Untergeschossen gearbeitet:



    Während beim nur 200 m östlich gelegenen "The Wilhelm" seit dem Abriss des Plattenbau-Vorgängers vor mehreren Jahren bisher so gut wie nichts passiert ist - anscheinend auf Grund spekulativen Verkaufs bei Baufreiheit:


    Eingestellte Bilder sind, falls nicht anders angegeben, von mir

  • Oh je, merci fürs Aufklären meines Missverständnisses, habe oben entsprechend korrigiert. Das kommt davon, wenn man sich in Forumsbereichen bzgl Gebieten nördlich des Weißwurstäquators herumtreibt ;)

  • Das neue Axel-Springer-Monstrum von der Lindenstraße; das Bild stammt aus dem Sommer.


    Aufnahmen aus der letzten Woche, rechts die Schützenstraße.
    Falls es nicht noch alles baustellenbedingt schmutzig ist (was ich nicht glaube), haben die dunkelgetönten Scheiben eine seltsame Musterung, die so aussieht, als hätte man sie mit einem schmierigen Toilettenlappen geputzt und es dann festtrocknen lassen.


    Über die Zimmerstraße vom alten Springer-Grundstück gesehen.


    Die Ecke Jerusalemer Straße mit dem glaszelligen Walfischmaul.

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Ein parade beispiel für den zukünftigen Satz: "Bausünden aus den 70ern ähhh... 2020ern" zumindest in 30 oder 40 jahren.