Darmstadt

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    Die Abstimmung für das Gebäude des Jahres 2018 ist geöffnet! Abstimmungsende ist am 15. November 2018. Bitte gebt bis dahin Eure Stimme ab.

    • Stimmne Kaorus Beitrag #56 vollinhaltlich zu. Genauso ist es mir auch gegangen.
      Darmstadt assoziiert man mit der Mathildenhöhe und der Zerstörung. Dass da noch so etwas Schönes und Wertvolles übriggeblieben ist - ein richtiges Suburbium. Wenn man bedenkt, was Augsburg mit seiner vergleichsweise mickrigen Fuggerei aufführt...
      Schade, dass es keinen geschlossenen Stadtraum bildet, dh wohl nie gebildet hat.

      PS: den Plan versteh ich nicht ganz? Was heißt "schraffiert"? es gibt 2 Arten von Schraffierung. Und die Häuser sind doch erhalten bzw rekonstruiert, wie wir auf den Bildern gesehen haben?
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Ja, es stehen noch die 5 Häuser auf der Südseite des Ballonplatzes (auf dem Plan mit Nr. 4 bis 7 bezeichnet; heute Alexanderstraße) sowie die Häuser auf der Nordostseite der Magdalenenstraße Nr. 3 bis Nr. 21. Die Nr. 17 ist wohl eines der beiden, das rekonstruiert wurde. An der Stelle des Ballonplatzes steht heute ein älteres Gebäude der TU. Der heutige Ballonplatz ist dort, wo die Häuser Nr. 8 bis 11 standen. Dort gibt es einen Neubau mit zwei Flügeln, der den neuen Platz umrahmt.
      Die südliche im Plan eingezeichnete Stadtmauer ist übrigens auch noch größtenteils vorhanden. Die Rundung steht noch, der gerade Teil weiter westlich wurde in den Neubau des Darmstadtiums integriert. Davon steht etwa noch die Hälfte.
    • Blick vom Marktplatz zum Schloss (der rechte Teil wegen der laufenden Sanierung leider eingerüstet). Links das alte, 1908 erbaute (1912/1913 erweiterte) Rothschild-Kaufhaus:



      Die Schloss-Front zum Ernst-Ludwig-Platz:



      Der Weiße Turm:



      Marktplatz mit Rathaus und Stadtkirche:



      Stadtkirche, hier auf dem ersten Bild mit sehr gelungenem 50er-Jahresbau, wie ich finde:





      Das Pädagog:

    • Im gut erhaltenen Darmstädter Stadtteil Bessungen wurde die 1883 erbaute Gründerzeitvilla "Elisabeth" im Neorenaissancestil von einem privaten Investor saniert. Auch der historische Gartenpavillon wird in die Planung miteinbezogen. Hingegen wird das Parkgelände mit einem Neubau überbaut.

      Beim Gang durch die „Villa Elisabeth“ gerät Michael Goll ins Schwärmen. Die breiten Treppen und die geschwungenen Handläufe haben es dem Investor aus Groß-Umstadt angetan, auch die Bodenbeläge und die ausgefallenen Kassettendecken. Am tollsten aber findet er die Ausblicke in alle Himmelsrichtungen – vor allem aus dem weithin sichtbaren Turmbau mit Galerie.

      Michael Goll hat nicht lange gezögert, als die 1883 erbaute Villa an der Ecke Moosberg- und Klappacher Straße mit dem insgesamt rund 2000 Quadratmeter großen Grundstück vor gut einem Jahr zum Verkauf stand. Zwar sei schnell klar gewesen: „Das wird ein Riesenprojekt, und die Villa zu sanieren, ist Liebhaberei“, sagt der Geschäftsführer der FG Hausbau. „Aber sie ist so besonders, dass ich das Risiko wage.“

      Villa Elisabeth: Sanierung als „Liebhaberei“
      In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

      Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.
    • Ein Vision für Darmstadt wäre die Wiederherstellung des Luisenplatzes als Stadtraum, der eine solche Bezeichnung verdient. In der konsequenten Nichtnutzung derartiger Potentiale liegt das Hauptversagen des dt. Wiederaufbaus. So schlimm die Zerstörung auch war und so wenig man an eine Wiederherstellung verwinkelter Altstadtgassen denken konnte - so einen Schrott in eine Stadtmitte zu stellen, ist ein anderer Kaffee.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Die Ruine der neugotischen Stadtkapelle am Kapellplatz:



      Blick von der "Krone" zum Schloss/Theater:



      Das Kollegienhaus am Luisenplatz und der "Lange Ludwig":






      Das alte Kraftwerk (sehr schön modern ergänzt, wie ich finde):



      Am Ende der Wilhelminenstraße die Ludwigskirche:



      Benachbart das Logenhaus der Freimaurer:



      Das Stadtbad (Jugendstilbad), direkt bei der Stadtmauer gelegen:





      Die Stadtmauer (Kommentare zum Dachaufbau des Hinkelsturms spare ich mir) beim Stadtbad:



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    • Wie angekündigt geht es nochmal detailreicher in die alte Vorstadt.

      Stadtmauer an der Alexanderstraße:



      Alexanderstraße aus Richtung Karolinenplatz, links die alte Infanterie-Kaserne:



      Das denkmalgeschützte Objekt wäre ein lohnenswertester Teil-Rekonstruktionskanditat, wie man hier sieht:



      Der Anbau an die Kaserne aus den 30igern:



      Die Erbauungszeit lässt sich nicht verleugnen ;) :



      Aus entgegengesetzter Richtung, vorn das alte Lazarett:



      Von der Alexanderstraße geht es in die Magdalenenstraße, rechts, Nr. 3, die Reko aus den 90igern:



      Detailansichten der Magdalenenstraße:







      Morgen geht es weiter....
    • Dann mache ich mal weiter mit der Magdalenenstraße 27, diese ausführlich mit Rückansicht, bzw. ehemaligem, jetzt ausgebauten Stall-/Scheunentrakt:



      (rechts vom Gebäude übrigens Nr. 25, die Reko von 2012/13)





      Wir biegen nach rechts ab, in die Lauteschlägerstraße:





      Von dort geht es in die Mauerstraße (diese verläuft parallel zur Magdalenenstraße):



      Knaller -der von spätklassizistischer Bebauung geprägten Straße- das Achteckige Haus aus dem 16. Jahrhundert:





      Umgebende Straßen (beschrifte ich im Nachgang):





    • Die Idioten sterben nie aus. Zum Glück ist der Schaden geringer, als ursprünglich angenommen.

      Glockenbau Schloss Darmstadt
      100.000 Euro Sachschäden durch Einbrecher
      Ein Einbrecher verursacht durch Vandalismus im Glockenbau des Schlosses in Darmstadt 100.000 Euro Sachschaden.
      fr.de/rhein-main/kriminalitaet…urch-einbrecher-a-1477351

      Täter dreht Wasserhähne auf
      Nach Einbruch in Schloss: Schaden geringer als befürchtet
      da-imnetz.de/lokales/darmstadt…-befuerchtet-9746212.html
    • Hässliches in Hessen Teil 2
      Holger Weinert hat ein weiteres dieser Bauwerke gefunden und das in Darmstadt, der Stadt, die international eigentlich für ihre beeindruckende Architektur im Jugendstil bekannt ist.
      Quelle: hessenschau.de/tv-sendung/haes…n-teil-2,video-68400.html




      Hochschullehrerin Astrid Schmeing, TU Darmstadt:
      WIR müssen nicht IMMER auf alt machen...
      Für wen spricht sie, wer ist denn "wir" und wo wird "immer" auf alt gemacht? In Deutschland sehe ich zumindest keine Flut an Rekonstruktionen oder meint sie mit letzterem vielleicht die verstaubte Moderne mit all ihren Auswüchse bis in unsere Gegenwart?


      Jeder, der sich die
      Fähigkeit erhält Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.

      www.archicultura.ch

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von zeitlos ()

    • Solche Aussagen sind sicher repräsentativ für das Denken an unseren Hochschulen. Solange da keine neue Generation mit einer aufgeklärteren Sichtweise nachfolgt, können wir keine grundsätzliche Änderung im Städtebau erwarten. Immerhin habe ich den Eindruck, dass sich diese Verteidiger der Moderne zunehmend in der Defensive befinden und immer öfter in Erklärungsnot geraten. Aber sie müssen erstmal abtreten, dass sich wirklich etwas ändert.
      In dubio pro reko
    • Dass die Frau von der Hochschule die uns bekannten Thesen vertritt, sollte keine Überraschung sein. Was ich aber interessant finde, ist der Tenor des Beitrags. Aussagen wie "Könnte hier nicht wieder was Altes hin wie in Berlin oder Frankfurt statt des ollen Klotzes?" hat man so noch nicht so oft gehört in den Medien. Wir halten fest: Die Rekonstruktion des Berliner Stadtschlosses und die neue Frankfurter Altstadt kommt durchaus positiv an in der Öffentlichkeit, auch im hessischen Lokalfernsehen.

      Und der Schlusssatz des Beitrags: "Viellicht hat die Professorin ja Recht... Aber Altes war fast immer schöner." In meinen Augen ist das bemerkenswert!

      Stuegert hat schon Recht, wenn solche Sätze im Fernsehen fallen, dann sehen Architekten mit ihrem zeitgenössischen Ideen zunehmend alt aus.

      Ich denke, wenn das Berliner Stadtschloss erstmal von außen fertig ist mit der Kuppel und ohne Gerüste, dann wird der Aha-Effekt noch größer ausfallen als jetzt und die Begeisterung für Rekonstruktionen immer größer.
    • Typischer Fall äußerst schwerer, intokrinierter Ideologitis. Ist zwar eine Art von Geisteskrankheit, aber irgendwann sicher gänzlich ausheil- und behandelbar! In Dresden, Frankfurt, Potsdam und Berlin gibt es bereits erste Erfolge! Die Therapie nennt sich Rekonstruktion und die damit behandelten „Patienten“ fühlen sich nachweislich schon viel besser! Diese Therapie ist für Darm und Stadt wohligst zu empfehlen ;-).
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Merkel, Krieg und Denkmalschutz“!

      Treffendes Lied über deutsche Architektur!