Darmstadt

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    • Bisher konnte ich kein Thema entdecken, was sich allgemein mit Darmstadt beschäftigt. Das will ich hiermit nun ändern:

      "Saladin" Eck
      Gegenüber des Stadtschlosses wird aktuell das lange Zeit leerstehende ehemalige Elektrogeschäft „Saladin“ abgerissen. Wie das Gelände in Zukunft genutzt werden soll steht noch offen, Hotelpläne sind vom Tisch, im Gespräch ist der Bau des Sander-Museums. Aktuell sieht es auf dem Gelände wie folgt aus:



      Auf Echo-Online ist eine Bildergalerie zu finden, die unter anderem auch Vorkriegsansichten des Gebäudes zeigt:

      Das Saladin-Haus im Wandel der Zeit und ähnliche Kriegsnarben in Darmstadt


      Gründerzeitler am Viktoriaplatz
      Am Viktoriaplatz ist derzeit ein Gründerzeitler eingerüstet, der eine Fassadenauffrischung erhällt:



      Und im Kontext:

    • Die ans "Saladin-Eck" anschließende Marktplatzrandbebauung ist auch bis zum Rathaus hinauf äußerst schäbig und kein historischer Rest, sondern wohl ein 50er-Bau. Eigentlich ist der ganze Marktplatz bis auf das Rathaus, den historischen Teil des Kaufhauses und das Schloss billigster Schrott der Wiederaufbauzeit und der Zeit bis in die 70er Jahre.

      Ein Neubau in klassischer Formensprache wie er am "Saladin-Eck" angedacht wird, ist schon eine Besserung, obwohl die Rekonstruktion des Vorkriegsgebäudes natürlich noch besser wäre.
      VBI DOLOR IBI VIGILES
    • @ Brandmauer: In der Tat, Darmstadt besitzt einen der hässlichsten Marktplätze in Deutschland. Zwar war der Marktplatz auch vor dem Krieg nicht besonders sehenswert, aber was jetzt da steht - einschließlich Schleckermarkt und Döner im belanglosen Nachkriegsbau - ist schon bemerkenswert hässlich. Darmstadt hat es in wirtschaftlich guten Zeiten, als noch die Gewerbesteuern Wella und Merck kräftig gesprudelt sind, verpasst seine Innenstadt baulich aufzuwerten. Während z.B. in Elbing/Polen mittlerweile über 400 alstadtgerechte Häuser aufgebaut wurden, steht in Darmstadts Mitte kein einziger, im historischen Kontext stehender, verträglicher Nachkriegsbau. Für das abgerissene Saladin-Eck erwarte ich nicht alszu viel. Vermutlich wird jetzt über Jahre dort eine Baulücke klaffen. Danach darf sich dann ein Darmstädter Architekturbüro in der modernen Formensprache austoben...
    • Wenn man die baulische Situation aus der Vogelperspektive betrachtet, ist erkennbar dass aufgrund der unterschiedlichen Bauschluchten es sehr schwer gewesen wäre das rekonstruierte Gebäude in die Umgebungsbebauung einzufügen. Da würde ich einen historisierenden Neubau der direkt an Krone und die Marktbebauung anschließt bevorzugen.

      Die Marktplatzbebauung vom Dönerladen über Schlecker hin zum Café Extrablatt finde ich persönlich gar nicht so schlimm. Durch die Begrünung, die gastronomische Nutzung und die klare Struktur der Fassade ist die Seite des Marktplatzes eigentlich noch ganz ansehlich bzw. fällt sie nicht so negativ ins Auge wie die andere Seite des Platzes. Zwischen dem tollen historischen Kaufhaus und dem Ratskeller folgt ein schäbiges Gebäude auf das nächste. Auf der Seite müsste viel dringender etwas getan werden. Auch der "Ufo"-Anbau an das historische Henschel und Ropertz Kaufhaus gehört beseitigt. Dort steht zwar gerade ein Umbau an, doch es sieht alles danach aus, dass das "Ufo" bestehen bleibt :thumbdown:
    • Die Abrissarbeiten am Saladin-Gebäude (inzwischen komplett abgetragen) haben im Giebel der Goldenen Krone ein bisher unbekanntes Fenster freigelegt. Es handelt sich dabei um ein neungeteiltes Fenster aus mundgeblasenem Glas, was aus 1656, dem Baujahr der Goldenen Krone, stammen könnte. Das Fenster könnte unter Umständen nach Prüfung vom Amt für Denkmalschutz Einfluss auf die Höhe der Neubebauung haben.

      Anbei noch ein Artikel inklusive Bildergalerie zu dem Thema aus dem Darmstädter Echo:
      Altes Fenster beim Saladin-Abriss entdeckt
    • Unglaublich, wie das überleben konnte!
      Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
      14. Buch 9. Kapitel
      Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.
    • Die TU meldet dass im Zuge des Ausbaus einer Betreuungseinrichtung in der Magdalenenstraße 25 (bisher stehen hier Flachbau-Garagen), ein "Schweifgiebelhaus" nach historischem Vorbild des 17. Jh. entsteht: TU Darmstadt baut zweites Kinderhaus – Technische Universität Darmstadt

      Das ist seit Jahren die erste Rekonstruktion in Darmstadt, und ist in dem Umstand zu verdanken, dass das Gelände in einer Denkmalschutzzone mit einem Ensemble aus Schweifgiebelhäusern steht. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt trotzdem: Ein bisher als KFZ-Halle genutztes historisches Fabrik-Gebäude im Hinterhof wird im Zuge der Baumaßnahmen derzeit abgerissen.
    • Brandmauer wrote:

      Die ans "Saladin-Eck" anschließende Marktplatzrandbebauung ist auch bis zum Rathaus hinauf äußerst schäbig und kein historischer Rest, sondern wohl ein 50er-Bau.
      Da bin ich nicht so sicher. Der Gebäudeteil ganz links mit den stehenden Fensterformaten scheint mir ein Rest von einem Vorkriegsbau zu sein (der dann zum Nachkriegsprovisorium erweitert wurde). Da hätte man etwas draus machen können - nämlich nur den Nachkriegsteil abreißen und den alten Rest zu einer Rekonstruktion des früheres Gebäudes erweitern. Aber genau das wird nicht passieren. Als Begründung der zuständigen Stelle hieß es, eine Rekosntruktion könne im Innern nicht halten, was das Äußere verspricht. :augenrollengruen:
    • Ich meinte im ersten Bild des ersten Beitrages dieses Stranges (von shb) das Gebäude ganz rechts. Das geht genau in diesem Stil aus einem Stück weiter Rechts außerhalb des Bildes um die Ecke herum nach links und dann bis zum Alten Rathaus hinauf entlang des Marktplatzes. Das Gebäude ganz links auf diesem Bild ist die "Krone", das einzige erhaltene Althaus der ehemaligen Darmstädter Altstadt.
      VBI DOLOR IBI VIGILES
    • Gute Nachrichten aus Darmstadt. Am Wochenende wurde der sanierte Paulusplatz eingeweiht. Eine absolute Augenweide im schönen Paulusviertel - s. Artikel DA Echo, 31.08.12, "Paulusplatz: Arbeiten sind abgeschlossen, aber wie geht´s weiter?": Paulusplatz: Arbeiten sind abgeschlossen, aber wie geht’s weiter? | Echo Online - Nachrichten aus Südhessen
      Die evangelische Kirche von Hessen-Nassau, die ihren Sitz am Paulusplatz hat und viele andere spendeten und gaben Geld, für die 700.000 Euro teure Sanierung.
    • Wikos wrote:

      Die TU meldet dass im Zuge des Ausbaus einer Betreuungseinrichtung in der Magdalenenstraße 25 (bisher stehen hier Flachbau-Garagen), ein "Schweifgiebelhaus" nach historischem Vorbild des 17. Jh. entsteht: TU Darmstadt baut zweites Kinderhaus – Technische Universität Darmstadt

      Das ist seit Jahren die erste Rekonstruktion in Darmstadt, und ist in dem Umstand zu verdanken, dass das Gelände in einer Denkmalschutzzone mit einem Ensemble aus Schweifgiebelhäusern steht. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt trotzdem: Ein bisher als KFZ-Halle genutztes historisches Fabrik-Gebäude im Hinterhof wird im Zuge der Baumaßnahmen derzeit abgerissen.


      Inzwischen ist der Rohbau fertig und Fenster sind auch schon eingebaut:



      Passt sich hervorragend in die Umgebung ein, gefällt mir sehr gut!