Berlin-Prenzlauer Berg (Altbezirk)

  • Es ist ja bereits im Strang zum benachbarten Projekt auf dem Gelände der Bötzow-Brauerei erwähnt worden:
    Es bahnt sich ein riesiges Projekt im Winkel zwischen Saarbrücker Straße und Straßburger Straße an, welches den Namen "LaVie" tragen wird.
    Grundstücksfläche 17.800 qm
    Wohnfläche 31.000 qm
    Bruttogeschossfläche 49.000 qm
    5-7 Geschosse
    362 Wohnungen
    282 Tiefgaragenplätze
    Kindertagesstätte, Einzelhandel, Boarding House
    Baubeginn 2012
    Fertigstellung: Vier Bauabschnitte 2013–2014
    Projektvolumen 100 Mio. Euro


    So soll die Siedlung mal von der Straßburger Straße aus betrachtet aussehen:
    Quelle: Pressebild WGF AG


    Und hier ist bei BingMaps die heutige Situation zu sehen - das Baugelände umschließt somit das Quartier Mühlenberg samt angrenzenden Häusern.


    Projektblatt:
    http://www.wgfag.de/fileadmin/…_Prenzlauer_Berg_2011.pdf


    Projekt-Internetseite:
    WGF AG

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Ist eine eindeutige Verbesserung der Situation. Zwar sicherlich keine architektonische Meisterleistung, also nicht besonders verspielt oder kreativ, aber allemal besser als die vorherigen Gewerbehallen. Vielleicht könnte man an den Fassaden wenigstens noch ein wenig dezente Ornamentik nachbessern.

  • Mal wieder einiges aus Prenzlauer Berg.


    Das Eckgrundstück Sredzkistraße 59/Rykestraße 38 wird nun doch bebaut; zunächst wollte der Bezirk hier - trotz Baugenehmigung - einen Spielplatz einrichten.

    Ich bin nicht sehr euphorisch hinsichtlich der zu erwartenden Bebauung, welche ich künftig täglich betrachten darf.


    Danziger Straße 57


    Danziger Straße 59


    Die beiden Häuser am Eingang zur Senefelderstraße sind ursprünglich hinsichtlich ihres Äußeren Zwillingsgebäude gewesen...


    ...welches sich die nun erfolgende Sanierung von Nr. 59 nicht als Inspiration hat dienen lassen.


    Das große Eckgebäude Göhrener Straße 1/Senelderstraße 30-30a ist mittlerweile wohl fertiggestellt - ein ansprechender Farbton, finde ich.

    Diese Maßnahme war wegen der zugleich erfolgten Umwandlung in Eigentumswohnungen sehr umstritten: Wir bleiben alle!


    Der von mir stets kritisierte Neubau in der Immanuelkirchstraße 14 ist fertig und hat hinsichtlich Farbton und Fenstermaterial gegenüber den ursprünglichen (bereits erheblich überarbeiteten) Planungen deutlich gewonnen - es braucht manchmal gar nicht viel.

    Usprünglich: http://ziegert-immobilien.de/m…/1200x700/Unbenannt-1.jpg


    Die Rückseite zum großen offenen Hofbereich ist m. E. dagegen recht schäbig geraten.


    Die "Hutfabrik" in der Pappelallee 3-4 unmittelbar am U-Bahnhof Eberswalder Straße ist ebenfalls fertig.

    Grundstein | Hutfabrik, Pappelallee 3+4 | Aktuelle Projekte



    Sieht ordentlich aus; eine mehr der Visualisierung entsprechende, akzentuiertere Straßenfassade hätte mir ein wenig besser gefallen.


    Und schließlich, ebenfalls in der Pappelallee, die letzte "DDR-Fassade" der Straße (Nummer 80) und links daneben der schräge - für mich immer provisorisch wirkende - Bau Nummer 81, in welchem bis zuletzt der "Klub der Republik"untergebracht war.


    Die erfreuliche Wiederherstellung der Fassade von Nummer 80 wird aber mit dieser Gestaltung von Nummer 81 gleichsam erkauft.

    http://neubau-berlin.de/2012/0…in-berlin-prenzlauer-berg

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    (Immanuel Kant)

  • @Palantir: besten Dank für´s Update.
    Kleine Fortschritte sind doch bei den meisten Neubauten/ Sanierungen zu erkennen.
    Alleine die braune Sprossen(?)gestaltung der Fenster von Immanuelkirchstraße 14 hebt das Niveau dieses Neubaus doch durchaus an, finde ich auch.
    Die Sanierung Danziger Straße 59 hätten wir uns natürlich eher in Anlehnung an den Ursprungszustand gewünscht, aber zumindest wird es jetzt eine erträglichere Überarbeitung geben.
    Dieses unsägliche ... "nehmen wir ein paar Schlitzfenster und würfeln wir ansonsten per Zufall die Breite und Lage der Fenster aus"... ist heutzutage ja leider sehr in Mode und verunstaltet die Fassade des Projekts Pappelallee 81 schon ganz gravierend.

    Edited once, last by MunichFrank ().

  • nehmen wir ein paar Schlitzfenster und würfeln wir ansonsten per Zufall die Breite und Lage der Fenster aus


    Dass solche Trends immer bis zum Erbrechen ausgeschlachtet werden müssen... Ich finde es nur noch peinlich. Genau wie das ewige Schwarz-Weiß-Rot. Aber am Destruktivsten ist ja, dass die adäquate Modernistentrendundideologiebedienung der einzige Faktor ist, der bei der Beurteilung von Architektur noch in Betracht gezogen wird. Für das Erkennen regionaler Unterschiede scheint kein Platz mehr in den durchdogmatisierten Gehirnen. Und so bekommt man dann flächendeckend ein- und denselben Modernistenbrei und unsere Städte werden immer austauschbarer. Scheint unter den Verantwortlichen aber niemanden zu jucken.


    Danke für die immer interessanten Aktualisierungen, Palantir.

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • Seh ich das auf der Visualisierung von Nummer 80 richtig, dass man vorhat den Stuck in den Segmentbögen und Dreiecken über den Fenstern abzuschlagen? (Abgesehen davon, dass der Bau seine Krone verlieren wird.)
    Berlin...Berlin... Es lässt sich noch immer kein Hoffnungsschimmer am Horizont ausmachen, dass die Stadt aus den (kulturbarbarischen) Fehlern der Vergangenheit gelernt hat und sich vielleicht ein Besipiel an Leipzig nehmen würde.
    Danke für die Eindrücke Palantir! :)

  • Nun mal wieder zu den Choriner Höfen - the fine art of living! :blah:


    Die so gut wie fertiggestellte Straßenfront zu Zehdenicker Straße...


    ...gefällt mir kein bisschen.

    In der zunächst willkürlich erscheinenden Anordnung der Fenstererker-Kuben verbirgt sich übrigens eine verschlüsselte Botschaft an die unter uns befindlichen Außerirdischen.


    Hier ein Blick in den Hof.

    Choriner Höfe - Berlin Mitte | The fine art of living


    Die Seite zur Choriner Straße gegenüber der Lottumstraße hatte ich ja bereits letztes Jahr gezeigt.

    Ich bleibe dabei: Vom Material schön, jedoch zu klobig (eine Aufteilung auf zwei Fassaden wäre m. E. besser gewesen) und durch die Fensterbänder zwischen 2. und 5. OG an einen Bürobau im Gewerbegebiet erinnernd.


    Schließlich noch einige optische Erfreulichkeiten.


    Das Haus Kastanienallee 20 - frisch und gelungen renoviert.


    Der Blick Richtung Zentrum zeigt die weiteren Sanierungskandidaten.

    Im Vordergrund Kastanienallee Nr. 22: BWN-Münster
    Im Hintergrund Kastanienallee Nr. 25: EBS - Immobilien: Kastanienallee 25, Berlin Prenzlauer Berg


    Das nach Entwürfen von Ludwig Hoffmann und Otto Lessing von 1899-1902 errichtete Stadtbad Oderberger Straße wird nach langem Gezerre nun doch vom GLS Sprachenzentrum saniert und künftig (ab Ende 2014) als Hotel etc. mit öffentlichem Schwimmbad betrieben. Damit dürfte das vor allem im Inneren baufällige Gebäude endlich gesichert werden können.

    Stadtbad Oderberger


    Zum Abschluss: Das prächtige Portal hinauf zum mittleren Giebel geschaut(Sommer 2009):

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    (Immanuel Kant)

  • "Treverer" hat schon recht. Allerdings denke/hoffe ich, dass die Sache mit dem Stuck nur der schludrigen Fassadenzeichnung geschuldet ist. Andernfalls wäre es eine herbe Entwertung der Fassade. Schwerer wiegt für mich, dass die offenbar wirklich planen, ein Staffelgeschoss mit Terrasse auf das Dach zu setzen. Da geht es um ökonomische Ausnutzung, die wenig Wert auf bauliche Stimmigkeit legt.

  • Ich nehm an das Gebäude hat ebenso ein Flachdach wie der Nachbar neben dem Flachbau. Bevor man ein solches wieder aufsetzt kann man den Platz auch nutzen und ein Staffelgeschoss drauf setzen. Das macht die Wohnung um einiges attraktiver. Ein Giebeldach scheint es dort jedenfalls nie gegeben zu haben. Anders kann ich mir diese kleinen Fenster kurz unter der Traufe nicht erklären. Das letzte Vollgeschoss wird nicht bis da hoch reichen also war wohl eine Zwischendecke eingezogen.
    Insofern könnte ich es auch nachvollziehen wenn man des Gebäude wie von Treverer festgestellt in der Form verändert. Mit ausgebautem Staffelgeschoss würde diese Ebene dann genau dazwischen liegen.
    Zumal der Neubau auch mit einem solchen Dachabschluss aufwartet. Den find ich übrigens als Vertreter zeitgenössischen Bauens gar nicht übel. In einem durch und durch so gestalteten Stadtraum sicherlich passender als an dieser Stelle.

  • Hallo
    Angesichts der fast unüberschaubaren Fülle von Themen (viele Projekte bekommen ein eigenes Thema) schlage ich vor, auch einmal Stadtteil- bzw. Bezirks-bezogen zu posten und beginne mit dem Bezirk Pankow, in dem sich ja nun schon seit 20 Jahren Einiges tut und besonders mit Blick auf Pankow noch Vieles tun wird.
    Vielleicht sollte man (abgeschlossene) Projekte wie Kolle Belle oder Prenzlauer Bogen hierhin verschieben, so dass sich Besucher schneller ein Bild von den Aktivitäten in diesem bevölkerungsreichen Bezirk machen können? Auch einige Beiträge aus "sonstiges Berliner Baugeschehen" könnten hier Platz finden, die Bötzowbrauerei, das Geschehen am Pfefferberg u.v.m.


    Ich beginne mal mit dem Melden eines weiteren Lückenschlusses an der Südkante des Bezirks:


    In der Strasse am Friedrichshain (gegenüber der Park, der schon zu dem Stadtteil gehört, dem er den Namen gab) wurde in kurzer Zeit die letzte Baulücke geschlossen:

    Zur Orientierung: an der rechten Kante erscheint grade noch das Gebäude des Huss-Medien-Verlages (erbaut in den 30ern für die NSDAP),
    an der linken Kante die ersten Gebäude der Schweizer Gärten.




    weitere Lückenschlüsse im Bötzowviertel sind leider so hässlich, dass ich sie hier niemandem zumuten möchte.
    Aber es gibt eine mittelprächtige Stuck-Fassadenwiederherstellung an der Ecke Bötzowstrasse/ Hufelandstrasse:

    (war vorher komplett entstuckt und pechschwarz, habe leider kein Vorher-Bild)



    Heute in der Pasteurstrasse: Hier wird ein leerstehender Nebenflügel tatsächlich per Hand abgebrochen.
    Wo sieht man das sonst noch?


    Moderation (Palantir):
    Hallo WAM - ich habe den Strang auf Prenzlauer Berg begrenzt - für (Alt)-Pankow und Weißensee sollten ggf. eigene Unterstränge eingerichtet werden, falls erforderlich.
    Vielleicht werde ich künftig noch einzelne Beiträge aus den "Bausituationen" hierher verschieben, d. h . auch vor deinen Beitrag. Es ist hinsichtlich der Zuordnung nicht immer einfach und in Bezug auf die Notwendigkeit eigener Stränge (Marzahn, Zehlendorf, Schmargendorf, Schmöckwitz etc.) vom Umfang der zu erwartenden Berichterstattung gewiss nicht immer eine Untergliederung des Berliner Forums in alle Ortsteile erforderlich.

    Dem bald wieder aufgebauten Berlin stehen goldene Zeiten bevor .....

    Edited once, last by Wiederaufbaumelder ().

  • Der Neubau Stargarder Straße 35/36 (Kondor-Wessels, Architekt: Marc Kocher) ist fertiggestellt.


    Ich halte es für einen gelungenen Bau unserer Zeit.


    Am Ende der Pappelallee, rechts die N°43, ein genossenschaftliches Bauprojekt, welches im letzten Jahr fertiggestellt wurde.

    Zum Glück sieht nur die Rückseite so richtig schäbig aus...


    Links zum Bahnring anschließend, die N°44, ebenfalls ein Projekt einer Baugenossenschaft.

    Der Bau gefällt mir deutlich besser als das Nachbarhaus.


    Schönhauser Allee, am jüdischen Friedhof; der Neubau des Projektes "Haus Manheimer" geht der Fertigstellung entgegen.


    Und schließlich Metzer Straße 13, die nahezu geschlossene gründerzeitliche Bebauung der Straße wird mit diesem grobschlächtigen Ungeheuer durchbrochen werden.

    Da hilft auch der originelle Projektname nichts - das wird m. E. wieder mal ein städtebaulicher Tiefschlag.

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Also, ich möchte mich den Superlativen in der Bewertung nicht anschließen. So gewaltig empfinde ich die Spanne zwischen dem "gelungenen Bau unserer Zeit" (Stargarder Straße) auf der einen und dem "grobschlächtigen Ungeheuer" bzw. "städtebaulichem Tiefschlag" (Metzer Straße) auf der anderen Seite dann doch nicht. Für einen wirklich gelungenen Bau fehlt mir bei der Stargarder Straße bereits die ansprechende Fassadengliederung. Die Erker sind völlig wirr und ohne Struktur auf die Fassade geworfen, ähnlich die Simse, für deren Anordnung mir jedes Konzept fehlt. Von der Deckenhöhe, dem mikrigen Eingangsbereich, der fehlenden Ornamentik und dem Staffeldach mal ganz zu schweigen. Das ist ein akzeptabler Füllbau, mehr aber dann auch nicht. Der qualitative Unterschied zur Metzer Straße ist mir insofern auch nicht ganz klar. Der Bau ist ja nur auf einem Bauschild zu sehen. Der Bau ist zwar banal, darin aber wenigstens konsequent. Er verfügt immerhin über ein geneigtes Dach und möglichfalls fällt der Fassadenanstrich real etwas dezenter, angepasster aus, als auf dem um Aufmerksamkeit buhlenden Schild mit grellem Weiß. Dass sich dieser Bau für ein Gründerzeitensemble eher am unteren Rand der annehmbaren Füllbauten befindet, steht natürlich außer Frage. Aber wir leben nun einmal in einer Zeit, in der Architekten das Gefühl für Eleganz und Tradition in den Hochschulen ausgetrieben worden ist. Es wird weiter das geerntet, was Jahrzehnte lang gesäht wurde. Und dafür ist es sogar noch erstaunlich akzeptabel, wenn man die Ansprüche stark herunter schraubt.

  • Das sehe ich eher wie Palantir. Der Neubau in der Stargarder Straße weist eine klare, plastisch abgesetzte, horizontale Gliederung auf die trotz bodentiefer Fenster nicht mit den Nachbarn kollidiert. Die Fenster sind scheinbar hochwertig und nochmals unterteilt, selbst die Erker, was keinesfalls selbstverständlich ist. Ein recht zeitloser Bau, klassisch elegant. Was anderes braucht es für schlichte Wohnungen auch nicht.


    Die Metzer Straße 13 hingegen ist eine klare Kampfansage an seine Nachbarn. Viel zu heller Farbton, keinerlei plastische bzw horizontale Gliederung der Fassade. Ich schätze fast da entstehen Eigentumswohnungen, die man gerne durch ein mittig angelegtes Treppenhaus voneinander getrennt haben möchte.

  • ^ Meine Vermutung dazu:


    Das Gebäude ist nicht als Baudenkmal ausgewiesen, sondern liegt maximal in einem förmlich festgelegten Sanierungsgebiet.
    Wenn dies der Fall ist, so können in gleicher Höhe (Max. 8 Jhre*9% + 4 Jahre*7%) erhöhte Abschreibungen geltend gemacht werden, jedoch gilt dies für bloße Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen (Beseitigung von Missständen und Mängeln, Erneuerung und funktionsgerechte Verwendung).


    Bei Baudenkmalen sind die Herstellungskosten ansetzbar, die nach Art und Umfang zur Erhaltung des Gebäudes als Baudenkmal erforderlich sind, was zu einer erheblich höheren Bemessungsgrundlage führen kann wenn auch noch das letzte Stuckdetail wiederhergestellt wird.


    Ergo wird aus steuerlicher Perspektive niemand Türme, Bekrönungen und Balustraden wiederherstellen wenn dies nicht für die Anleger absetzbar ist oder von denen "so" bezahlt wird (Attraktivität, Rendite). In Leipzig steht ja alles unter Denkmalschutz (etwa bis 1920er?). Dann hat man durch das Sanierungsniveau dort natürlich eine gewisse Anspruchshaltung entwickelt, während man in Berlin eher mit ein bisschen flacher Bossierung zufrieden ist. Ist in den Erfurter Vorstädten ähnlich, keine Ausweisung als Baudenkmale und hohe Nachfrage. Da gibt es eben viel mehr Gründler mit dickem Wärmedämmverbundsystem und Baumarktfenstern.

    Falls nicht gesondert erwähnt: die Bilder sind selbst erstellt.

  • Stutzen hat Recht - so verhält es sich hier am Prenzlauer Berg und bei diesem Objekt. Zudem lehnen die Berliner Denkmalbehörden - wenn sie gefragt werden - die Wiederherstellung von verlorenem Stuck aus "Authentizitätsgründen" ab. Sic transit gloria mundi.

    „Ärzte können ihre Fehler begraben, aber ein Architekt kann seinen Kun­den nur raten, Efeu zu pflanzen.“
    George Sand

  • Das ist höchst aufschlussreich; denn gegen das Stuckabschlagen von einst gab es natürlich keine Vorbehalte von wegen Authentizitätsverlust und dergleichen - im Gegenteil! Wie in vielen deutschen Städten so besonders in Berlin hat sich die Verwaltung im Bund mit der Planerzunft durch Jahrzehnte hin darauf eingeschworen, das Zerstörende zu befördern und das Heilende zu behindern. Ohne Zweifel ist hier ein kollektiver seelischer Krankheitsbefund gegeben, eine destruktive Neurose.

  • Neues vom Pfefferberg: Das Architekturskizzenmuseum ist äußerlich fertiggestellt.







    Fassadendetail: (eigentlich werden nur einige wenige Motive mehrfach wiederholt)


    Das Theater der Wösner-Brüder wächst nun auch schon in die Höhe

    Dem bald wieder aufgebauten Berlin stehen goldene Zeiten bevor .....

  • Pfoa! Nicht schlecht. Während das gründerzeitliche Nachbargebäude noch mit 100.000 Ziegeln errichtet werden musste, findet das neue Architekturskizzenmuseum mit scheinbar 4 filigranen Blöckchen das Auslangen. Sehr einfühlsame und wohltuende Architektur, die sich vorzüglich in die bestehende Umgebung einfügt...steht vis-a-vis vielleicht auch noch ein Hochbunker aus dem 3. Reich? - das Ensemble wäre perfekt!

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)