Stuttgart - Historische Architektur (Galerie)

  • In dieser Galerie sollen die schönen Seiten Stuttgarts und die historische Architektur aufgezeigt werden.



    Olgastraße 11
    Ehemalige Villa "Bohnenberger"
    erbaut 1869-72
    Arch. Carl Beisbarth



    Reinsburgstraße 08
    Villa Haueisen
    erbaut 1863
    Arch. Eugen Haueisen



    Calwer Straße 45
    Palais Gültlingen
    Gaststätte "Zum Paulaner"
    erbaut 1747
    Arch. unbekannt



    Oberer Schloßgarten 6
    Staatstheater Großes Haus
    erbaut 1909-1912
    Umbau 1956, 1970, 1983-1984
    Arch. Max Littmann



    Schillerplatz 6
    Altes Schloß
    erbaut 0900-1000, 1320, 1553, 1558-1562
    Arch. Walther, Baumeister (Dürnitzbau), Aberlin Tretsch (1553) Renaissance, Schlosskirche Neogotik



    Rosenbergplatz 02
    Wohn- und Geschäftshaus
    erbaut zwischen 1903-1910
    Arch. k. A.



    Geißstraße 07
    Geschäfts- und Mietshaus
    erbaut 1907
    Arch. Karl Hengerer



    Haußmannstraße 01
    Mietshaus mit Ladenlokal
    erbaut 1891
    Arch. Prof. Paul Lauser



    Hauptstätter Straße 43
    Mietshaus mit Ladenlokal
    erbaut 1700-1800, 1800-1900



    Tübinger Straße 1
    Geschäfts- und Mietshaus
    erbaut 1893-1894
    Arch. Wittmann und Stahl
    Historismus - Neorenaissance, Neobarock



    Alexanderstraße 3
    Ehemalige Villa Augusta
    erbaut 1876
    Arch. Heinrich Eberbach
    Klassizismus (Spätklassizismus)



    Schickhardtstraße 45
    Mietshaus
    erbaut 1902-1903
    Arch. Emil und Paul Kärn
    Jugendstil



    Kienestraße 41
    Ehemaliges königliches Steuerkollegium und Hauptsteueramt
    erbaut 1897
    Arch. Albert von Berger, Baudirektor/43



    Schloßstraße 23/25
    Haus der Wirtschaft
    Ehemaliges Landesgewerbemuseum und -amt
    erbaut 1889 - 1896
    Arch. Prof Skjold Neckelmann, August Hartel
    Formen des französischen und italienischen Barock



    Danneckerstraße 27
    Doppel-Mehrfamilienhaus
    erbaut 1898
    Arch. Karl Hengerer



    Calwer Straße 52
    Wohn- und Geschäftshaus
    erbaut unbekannt
    Arch. unbekannt



    Breite Straße 02
    Geschäftshaus "Hugendubel"
    erbaut unbekannt
    Arch. unbekannt



    Silberburgstraße 189
    Geschäfts- und Wohnhaus Engelhorn
    erbaut 1891-1892
    Arch. André Lambert und Eduard Stahl



    Silberburgstraße 172
    Haus "Schnabel"
    erbaut 1867
    Arch. Prof. C. Walter



    Konrad-Adenauer-Straße 32
    Alte Staatsgalerie
    erbaut 1838 - 1843
    Arch. Gottlob Georg Barthals
    Erweiterung 1881 - 1884 durch Albert von Bok



    Friedrichstraße 39
    Wohn- und Geschäftshaus
    erbaut 1899
    Arch. Carl Heim, Heinz Sipple
    Gliederungen der Spätgotik und deutschen Renaissance



    Eugensplatz
    Galatea-Brunnen
    erbaut 1889-1890
    Otto Rieth und Paul Stotz, Bildhauer



    Wilhelmsplatz 10
    Mietshaus mit Ladenlokalen
    erbaut 1820, 1846, 1891
    Arch. Schweitzer, Zimmermeister (Erweiterung 1846), Heinrich Storz (Aufstockung 1891)



    Olgastraße 3
    Mehrfamilienhaus
    erbaut 1865
    Arch. Wilhelm Brenner



    Keplerstraße 7
    Teil des ehemaligen Polytechnikums
    Ursprünglicher Hauptbau
    erbaut 1860-1864, 1875-1879
    Arch. Josef von Egle(1860-1864), Christian Friedrich von Leins, Alexander Tritschler(1875-1879)



    Eberhardstraße 10
    Geschäftshaus "Graf-Eberhard-Bau"
    erbaut 1907-1908
    Arch. Karl Hengerer



    Rotebühlstraße 80
    Wohn- und Geschäftshaus
    erbaut 1884-1886
    Arch. G. Widmann, Bauunternehmer
    Historismus - deutsche Neorenaissance



    Hasenbergsteige 3
    Ehemaliger Enke-Verlag
    erbaut 1878-1879
    Arch. Johann Wendelin Braunwald
    Historismus - italienische Neorenaissance



    Schloßstraße 20
    Ehemaliges Geschäftshaus "Carl-Eugen-Bau" der Dresdner Bank
    erbaut 1915/16
    Arch. Schütte
    Bildhauer Gustaf Adolf von Bredow




    Rotebühlplatz 18
    Wohnhaus mit Gaststätte
    erbaut (unbekannt)
    Arch. (unbekannt)




    Paulinenstraße 44
    Geschäftshaus "Hansabau"
    erbaut 1909
    Arch. Heinrich und Alfred Storz




    Filderstraße 47
    Alter Zahnradbahnhof
    erbaut 1907
    Arch. Lambert und Stahl




    Eberhardstraße 43
    Mietshaus mit Ladenlokal
    erbaut 1700-1800
    Arch. (unbekannt)




    Paulusstraße 4/6
    Mietshaus
    erbaut 1902
    Arch. Schmohl und Staehelin
    Historismus, Jugendstil




    Bismarckstraße 45 Rötestraße 56
    Wohn- und Geschäftshaus
    erbaut 1892
    Arch. Ludwig Blankenhorn, Werkmeister
    Historismus - Neobarock




    Wilhelmsplatz 5
    Wohnhaus mit Gaststätte




    Gutenbergstraße 11
    Evangelische Johanneskirche
    erbaut 1864-1876
    Arch. Christian Friedrich Leins
    Historismus - Neogotik




    Urbanstraße 33
    Mietshaus
    erbaut 1871
    Arch. Carl Werner




    Silberburgstraße 174 A
    Ehemaliges Gebäude der
    Lebensversicherungs- und Ersparnisbank
    Gebäudetrakt Ecke Silberburg-/Reinsburgstraße
    erbaut 1899
    Arch. Ludwig Eisenlohr und Carl Weigle




    Olgastraße 15
    Wohnhaus
    erbaut 1862
    Arch. Carl Eckert




    Alexanderstraße 105
    Wohnhaus




    Kanalstraße 2
    Wohnhaus mit Gaststätte "Zur Kiste"




    Alexanderstraße 27
    Mietshaus
    erbaut 1869
    Arch. Georg Schöttle, Bauunternehmer



    Marienplatz 11/12/14 Hauptstätter Straße 152/154 Tübinger Straße 111
    Geschäfts- und Wohnhaus "Kaiserbau"
    erbaut 1911
    Arch. Georg Friedrich Bihl und Alfred Woltz
    Neoklassizismus




    Mörikestraße 24
    Villa
    erbaut 1886-1888
    Arch. André Lambert und Eduard Stahl
    Historismus - Neobarock, Jugendstil




    Katharinenstraße 35
    Mietshaus mit Ladenlokal
    erbaut 1870
    Arch. Gustav Steinhausen



    Bolzstraße 4/6 Königstraße 22
    Marquardt-Bau (Hotel und Geschäftshaus)
    erbaut 1872-1874, 1895, 1947-1948, 1956-1958
    Arch. Prof. August Beyer (1872-1874), Ludwig Eisenlohr und Carl Weigle (1895)



    Geißstraße 12
    Mietshaus mit Gaststätte
    erbaut 1906
    Arch. Karl Hengerer
    Historismus - deutsche Neorenaissance (Portal)



    Wilhelmsplatz 1
    Mietshaus mit Ladenlokal
    erbaut 1870
    Arch. Johann Wendelin Braunwald



    Calwer Straße
    Wohn- und Geschäftshäuser



    Augustenstraße 36
    Mietshaus
    erbaut 1896
    Arch. André Lambert und Eduard Stahl
    Historismus - Neobarock



    Schellingstraße 24
    Ehemalige Königlich - Württembergische Baugewerkschule
    erbaut 1867 - 1870
    Arch. Josef von Egle
    Gliederung in Formen der deutschen
    und italienischen Renaissance



    Königstraße 28
    Geschäfts- und Passagengebäude "Königsbau"
    Ehemaliges Konzertgebäude
    erbaut 1855 - 1859
    Arch. Christian Friedrich Leins



    Reinsburgstraße 6
    Ehemaliges Bank- und Wohnhaus
    erbaut 1860
    Arch. Lang, Haueisen



    Sophienstraße 6
    Doppelmietshaus
    erbaut 1831, 1889
    Arch. Unbekannt (1831); August Schiller (1889)



    Calwer Straße 27
    Wohn- und Geschäftshaus
    erbaut unbekannt
    Arch. unbekannt



    Schwabstraße 82
    Wohn- und Geschäftshaus
    erbaut zwischen 1901-1902
    Arch. k. A.



    Reinsburgstraße 47
    Wohnhaus
    erbaut 1872
    Arch. Eberbach, Werkmeister

  • Vielen Dank für die wunderschönen Bilder. Stuttgart hat doch mehr zu bieten, als ich gedacht hatte... :-) Man muss wahrscheinlich einfach auf die Suche gehen.

  • Dirk, hab` herzlichen Dank für diese wunderbare Galerie aus meiner Heimatstadt. Erinnert mich am meine Streifzüge durch die Stadt in den 80igern.
    Interessant auch die Detailangaben für Baujahr ect. ! Auffallend die frühen Baudaten der 1860er und 70iger Jahre. Spätes Biedermeier und frühe Gründerzeit! Der beigen Sandsteinfassaden scheinen mir ortstypisch für Stuttgart zu sein. Ist doch lokaler Sandstein!?

  • Aufmerksamkeit für architektonische Kostbarkeiten, an denen der Stadtbewohner gewöhnlich achtlos vorübergeht, fotographisches Geschick und gute Besonnung - so lässt sich auch aus dem Stuttgarter Stadtbild eine Menge Beachtliches zusammentragen. Ich kenne die meisten dieser Bauten und könnte noch einiges mehr beisteuern. Allerdings - eine solche Schönheitengalerie lässt sich über jede Stadt zusammenstellen, das ist das Prinzip der touristischen Werbebroschüren. Der Doppelaspekt ist offensichtlich: einerseits schult solches Zusammensuchen attraktiver Gebäude das Sehvermögen, andererseits verfälscht es natürlich das Gesamtbild der Stadt. Was Dirk zusammengetragen hat, das ist Stuttgart, und es ist es doch auch nicht, denn alle diese Schönheiten finden sich irgendwo verborgen im peripheren Bereich, und das was dazwischen liegt, was die Stadt charakterisiert, was einen vor allem im Innenstadtbereich unausweichlich umfängt, wird einfach ausgeblendet. Darum ein Dankeschön an Dirk, darum aber auch der Appell eines Stuttgart-Kenners: Ohne einen stadtbaukulturellen Neuanfang und eine Besinnung auf die Stadtbaugeschichte wird die Schwabenmetropole ihre Inferiorität nicht loswerden.

  • Mir ist wohl bewußt, daß eine solche Galerie die städtebauliche Realität nicht wahrheitsgemäß beschreibt. Ich bin jedoch der Meinung, es muß auch mal Gelegenheit sein, die noch vorhandenen Schätze unserer geschundenen Städte in den Mittelpunkt zu stellen und sich an ihnen zu erfreuen. Die hässlichen Seiten erschließen sich ohnehin auf den ersten Blick, sie prägen unsere primäre Wahrnehmung in Deutschland. Umso wichtiger ist es, auch aufzuzeigen, was noch an liebenswerten und bewahrenswerten Teilen vorhanden ist. Ich leide oft an dem Erscheinungsbild meiner Heimatstadt Stuttgart, zumindest was das Zentrum betrifft, umso wichtiger sind für mich derartige Bauwerke wie sie in der Galerie aufgeführt werden. Sie lassen mein Herz wieder schlagen und erhalten meine Leidenschaft für die Stadt, auch wenn ich mir darüber hinaus nichts mehr wünschen würde als den stadtbaukulturellen Neuanfang, von dem du sprichst. Dieser ist bisher leider nur in Einzelfällen erkennbar.

  • Vielen Dank für die aufwändige & schöne Zusammenstellung dieser gefälligen Stuttgarter Bauten.
    Ich habe die Ortsangaben jetzt nicht im Einzelnen nachvollzogen und frage mich nun, welcher Anteil der Aufnahmen in den Hanglagen Stuttgarts entstanden ist und wie weit verstreut die abgebildeten Häuser im Stadtgebiet verteilt sind. Ich kenne ja (leider?) nur die überwiegend gruselige Innenstadt sowie die recht angenehme Uhlandshöhe und das Kernerviertel, wo ich mal entlanggestreift bin.


    Die Stuttgarter Zeitung hat übrigens ganz eindeutige Einschätzungen zu Stuttgart:

    Quote

    Stuttgart ist eine schöne Stadt. Aber früher war sie noch viel schöner.

    Stadtansichten: Oh, wie schön war Stuttgart - Stuttgart - Stuttgarter Nachrichten


    Quote

    Der Krieg hat vieles von Stuttgarts alter Bausubstanz zerstört, eine manches mal unglückliche Stadtplanung hat ein Weiteres dazu getan - doch trotz Bombenhagels und Bausünden ist Stuttgart schön.

    Architektur in Stuttgart: Bausünden und Altbauschätzchen - Fotostrecken - Stuttgarter Zeitung


    Letzterer Artikel enthält dann wohl auch Bilder von dir, nehme ich an. Das bedeutet wohl, dass du hier noch nachlegen kannst... :foto: Sehr schön!

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • ...so könnte man diese Galerie auch benennen.


    Vielen Dank an Dirk für die Fülle an Einzelgebäuden, die in ihrer Kompaktheit ein gutes Bild von Stuttgart abgeben.

  • Danke für das Aufbereiten und Zeigen Deiner Sammlung. Hast Du auch mal hinter den Fassaden geschaut, ob da noch alles vorhanden ist ? Ich bin vor vielen Jahren in Stuttgart zu Besuch gewesen und war schon derbe vom Alten Schloß enttäuscht. Hinter der Fassade nur 60er Jahre Büroarchitektur.

  • Ich muss einmal eine Lanze für Stuttgart brechen: Ich kenne die Stadt recht gut. Und es ist mir auch klar, dass es keine Liebe auf den ersten Blick ist. Aber wenn man der Stadt eine Chance gibt und die Innenstadt mal aussen vor lässt, dann bekommt man eine Stadt zu Gesicht, die jung, innovativ ist und den ein oder anderen verborgenen Schatz beherbergt. Welche grössere deutsche Stadt kann Weinberge in seinem Stadtgebiet vorweisen oder die heimeligen Stäffele oder eine so schöne Lage im Talkessel wie Stuttgart? Umfragen haben gezeigt, dass die Lebensqualität in der Schwabenmetropole überdurchschnittlich hoch ist (Lebensqualität - Stadt Stuttgart). Und es gibt sie ja noch, die schönen Viertel in Stuttgart.


    Dazu zählen das bereits häufig erwähnte Bohnen- und Leonhardsviertel, das Heusteigviertel, derzeit das "In-Viertel" der Stadt, wo sich Kreative niedergelassen haben sowie zahlreiche regionale Designerläden. Auch das Lehenviertel im Stuttgarter Süden weist noch beachtliche Altbauten auf und erlebt derzeit einen Boom. Und einige Neubauten der letzen Jahre sind doch sehr gelungene Bauwerke der Moderne, wie das spektakuläre Mercedes-Benz Museum, das Porsche-Museum oder die Stadtbibliothek am Mailänder Platz, welche abends blau illuminiert wird.




    Kopfsteinpflaster im Bohnenviertel


    http://www.stuttgart-connectio…oads/2010/10/AMO_2312.jpg






    Galateabrunnen



    Jugendstil-Krematorium auf dem Pragfriedhof



    Die Holzseilbahn zum Waldfriedhof von 1929 ist ein einzigartiges Technikdenkmal.




    Mercedes-Benz Museum



    Grabkapelle auf dem Württemberg


    Und wer mit Stuttgart trotzdem nicht warm wird, der findet in der Umgebung gut erhaltene Fachwerkstädte wie Herrenberg, Esslingen oder Bad Cannstatt.

    In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.


    Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.

    Edited once, last by Löbenichter ().

  • Absicht, dass du die Stadtbibliothek bei Nacht gezeigt hast?^^
    Tagsüber sieht selbige nämlich wahrhaftig aus wie ein Flakbunker.

  • Ich kenne ja fast jeden Altbau in Stuttgart, aber wo dieses Haus genau steht weiß ich jetzt auf Anhieb nicht. Aber jedenfalls ein schönes Sanierungsprojekt. :applaus:
    Stuttgart ist ja sehr reich an Gründerzeitbauten, von denen die meisten erfreulicherweise in gutem Zustand sind. Anders als z.B. in Leipzig fallen Sanierungen deshalb nicht sofort ins Auge, weil der Kontrast nicht so groß ist.


    Abseits der unmittelbaren Innenstadt gibt es Altbauquartiere, die in ihrer Geschlossenheit in Westdeutschland ihresgleichen suchen. Stuttgart Süd beispielsweise präsentiert sich weitgehend wie vor 100 Jahren, für Gründerzeitfreunde ein echtes Highlight. Leider kennen viele Stuttgart ja nur vom Zentrum und versäumen es, diese historischen Viertel zu besuchen.

  • In Stuttgart gibt es ein wuchtiges Gebäude der Gründerzeit der Bahndirektion. Gibt es davon Bilder und wird dieses grosses Gebäude noch weiterbestehen?


    Daneben fällt auf dass zwar viele Fassaden intakt sind aber die ehenalige Steil oder Mansarde Dächer doch fehlen, wie Hauben am Eckttürmchen.
    Werden im Zukunft diese Manco's vielleicht behoben oder sind diese Massnahmen zur Rekonstruktion meistens doch zu teuer oder sind einfach kein Priorität.

  • Hallo Klassiker,


    die Oberdirektion der Bahn wurde im letzten Jahr bis auf die Hauptfassade abgerissen wg. Stuttgart21. Ich hoffe sehr stark, dass dieses irrsinnige Projekt gestoppt wird und die zerstörten historischen Bauwerke wieder rekonsturiert werden.


    Mit Stuttgart bin ich nie wirklich warmgeworden... ehrlich gesagt finde ich diese Stadt abstoßend. Sie steht in meinen Augen für Betonmoderne, fehlendem Respekt vor dem baulichem Erbe, Provinzdenken und Arroganz aufgrund wirtschaftlicher Stärke.
    Architektonisch war Stuttgart früher sehr schön. Ist es in manchen Ecken auch heute noch. Aber dazwischen ist so viel belanglose Betonarchitektur, dass einfach keine Freude aufkommen kann. Auch der Blick von den höheren Lagen in den Kessel ist von der Aussicht her einmalig, aber man blickt in eine Betonwüste. Besserung in architektonischer Sicht ist m.E. nicht in Sicht.


    Ich kann aber verstehen, dass man sich dort wohlfühlt, wenn einem das Stadtbild nicht so wichtig ist. Das Wetter passt meistens, es sind viele Grünflächen vorhanden und aufgrund der hohen Kaufkraft macht die Innenstadt angebotsmäßig was her.


    Viele Grüße
    Michael

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • Booni. Schade das gerade die grossen Vorkriegsbauten überall aufs Korn genommen werden.


    Was steht noch von diesem Gebäude? Aus der Luft sehe ich enger Hof. Vielleicht wird dieser Hof dann verschwinden für mehr Fluroberfläche.


    Habe soeben mit BING-maps Stuttgart von der Luft aus beobachtet aber alles westlich dieser Oberdirektion ist tatsächlich nur Beton.
    Leider keine schöne und attraktive Gebäude, aber das ist Beton selten. Dann lieber doch Glas, Backstein oder Putz mit einem richtigen Dach!!!
    Das sieht tatsächlich hoffnungslos aus.


    Früher waren Städte aus der Luft aber auch im Strassenbild doch viel reizvoller und harmonischer. Die Dächer und Giebel zauberhaft schön. Fassaden: abwechslungsreich, warme Farben, Fenster mit Kurven usw. Dass alles ist nicht mehr da. Leider aber offenbar hat sich der Geschmack geändert und gibt es kein Weg zurück zu Historismus und Reparation. Moderner Städtebau wie in Dubai und Shanghai läst uns sehen wie es weiter so geht.


    Sag doch mal ehrlich: Italienische Städte bieten Schönheit noch immer und deswegen sind sie auch so beliebt.
    Beton ist nach meiner Meinung etwas Minderwertiges und äusserst abstossend, wie auch Blech oder Metall.


    Rob

  • Ich liebe es am Schlossplatz irgendwo zu sitzen, den Menschen beim Flanieren zuzusehen und die herrliche Architektur zu bewundern, die den Platz säumt. Das entschädigt mich jedesmal für die sonstigen Bausünden der Stadt. Für mich gibt es keinen schöneren Stadtplatz als diesen. Das Neue Schloss, darüber die Hänge mit Häusern, der Königsbau mit seiner prächtigen Kollonade, das imposante Alte Schloß, das ist einfach ein grandioses Panorama.


    „Anständig, frei und breit“, so lautet Goethes Urteil über den Stuttgarter Schlossplatz.

  • Ich kann aber verstehen, dass man sich dort wohlfühlt, wenn einem das Stadtbild nicht so wichtig ist.


    Auch wenn einem das Stadtbild wichtig ist, kann man sich in Stuttgart wohlfühlen, meine ich. Immerhin gibt es dort sehr gefällige Stadtviertel - die Wenigsten wohnen doch im Geschäftszentrum. In Sachen Lebensqualität finde ich die Wohnviertel einer Stadt bedeutender als deren Innenstadt - wieviel bringt mir die Traumaltstadt Erfurts, wenn ich meinen Alltag im Plattenbauviertel verbringe?

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • Ich habe vor einem halben Jahr die facebook-Seite "Baudenkmäler Stuttgart" gestartet. Bisher sind es ca. 800 Teilnehmer und aus den Kommentaren geht einhellig hervor, daß sich die Stuttgarter eine Stadtreparatur sehnlichst wünschen und mit der autogerechten, kahlschlagsanierten Stadt der Ära Klett absolut unglücklich sind. Gut möglich, daß daraus eine Bewegung hervorgeht, die sich beispielsweise für eine Rekonstruktion des Marktplatzes einsetzt.

  • Warum auch nicht - soll Stuttgart für immer das hässliche Entlein bleiben?! Jetzt sollen erst einmal die Dresdner, Frankfurter und Potsdamer ihre alten Zentren rekonstruieren, dann werden auch die Stuttgarter auf den richtigen Geschmack kommen. Einen rollenden Stein hält man bekanntlich nicht auf...

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)