Berliner S- & U-Bahn

  • @Goldstein


    wie gewünscht historische Bilder der Berliner U-Bahn



    in der Endphase des 2. Weltkriegs wurde am 2. Mai 1945 die Tunneldecke am Landwehrkanal wahrscheinlich von der SS gesprengt, es liegen aber keine endgültige Dokumente vor. 25 km Gleisanlagen in unterschiedlichen U- Bahnlinien wurden überflutet.






    überfluteter U- Bahntunnel



    1902 Hochbahn der U-2 an der Bülowstrasse




    1949 Zossener Brücke



    1901 U-Bahn Gleisdreieck



    1902 Hochbahn der U-1 Oberbaumstrasse zwischen den Bahnhöfen Schlesisches Tor und Stralauer Thor



    Hochbahn Bülowstraße

  • Das letzte Bild zeigt nicht die Bülowstraße, sondern die Durchfahrt auf der heutigen U1 hinter der Brücke über den Landwehrkanal kurz vor dem heutigen Bahnhof Gleisdreieck

  • das war noch Berliner Bautempo, Bau des Nord- Süd- Tunnels der Berliner S- Bahn. Baubeginn war 1934 und Übergabe der gesamten Strecke war 1939. Die Gesamtlänge der Tunnelstrecke war 6,1 km und der Tunnel mußte zusätzlich noch die Spree und den Landwehrkanal unterqueren. Die Bauarbeiten waren in 3 Bauabschnitte unterteilt der 1. vom S- Bahnhof Humboldhain bis zum S- Bahnhof Unter den Linden am Brandenburger Tor ( Eröffnung am 27.7.1936 noch rechtzeitig vor der Eröffnung der Olympischen Spiele in Berlin ), der 2. Bauabschnitt vom S- Bahnhof Unter den Linden zum S- Bahnhof Anhalter Bahnhof und S- Bahnhof Großgoerschenstrasse ( Eröffnung. am 9.10.1939) und der 3. Bauabschnitt S-Bahnhof Anhalter Bahnhof zum S- Bahnhof Yorckstraße und S- Bahnhof Papestrasse ( Eröffnung war am 5.11. 1939 ).
    Zu Zeiten der Berliner Mauer wurden die S- Bahnhöfe im Ostteil geschlossen ( außer S- Bahnhof Friedrichstraße für Transitzwecke ) und teilweise zugemauert und streng bewacht. Vor den Leistungen der Bauarbeiter bei diesem Tunnelabschnitt , Bauzeit 6 Jahre mitten durch die Berliner Innenstadt kann man heute nur ehrfurchtsvoll den Hut ziehen. :anbeten::anbeten:


    Wenn ich mir vorstelle dieses Projekt in der heutigen Zeit , wie lange hätte es wohl gedauert ?



    Lageplan des Nord- Süd- Tunnels der Berliner S-Bahn




    S-Bahnhof Anhalter Bahnhof Eröffnung am 9.10.1939



    1938 Potsdamer Platz, Blick in den Bautunnel vom Columbus-Haus aus



    1936 27.7.1936 Eröffnung des S- Bahnhofs Unter den Linden ( 2009 in S-Bahnhof Brandenburger Tor umbenannt )



    27.7.1936 Eröffnung des S- Bahnhofs Friedrichstraße ( Tunnelstrecke )




    9.10.1939 Eröffnung des S- Bahnhofs Potsdamer Platz



    die Geisterbahnhöfe der Tunnelstrecke 1961 bis 1989



    und als letztes ein zu beachtendes Warnschild am S - Bahnhof Spandau West

  • Quote from Eiserner Pirat

    "Vor den Leistungen der Bauarbeiter bei diesem Tunnelabschnitt , Bauzeit 6 Jahre mitten durch die Berliner Innenstadt kann man heute nur ehrfurchtsvoll den Hut ziehen.
    Wenn ich mir vorstelle dieses Projekt in der heutigen Zeit , wie lange hätte es wohl gedauert ?"


    Fairerweise muss man allerdings erwähnen, das 19 Menschen bei den Bauarbeiten ihr leben ließen, weitere wurden schwer verletzt. Am 20. August 1935 stürzte eine schlecht gesicherte Baugrube südlich des Brandenburger Tores auf einer Länge von 50 Metern ein. Das hohe Bautempo wurde mit tlw. grober Fahrlässigkeit erkauft und war dem Termindruck aufgrund der olympischen Spiele geschuldet.


    Mir wäre nicht bekannt das in den vergangenen Jahren Bauarbeiter bei ähnlichen Arbeiten ihr leben hätten lassen müssen.


    d.

  • 9.10.1939 Eröffnung des S- Bahnhofs Potsdamer Platz



    Blick Richtung Brandenburger Tor
    links Columbushaus
    rechts Palasthotel
    hinten Königsgrätzer Str. Ecke Voßstr. - Neue Reichskanzlei (stumpfe Ecke Westflügel)
    Dahinter Wohnhäuser für Angestellte RK - Fahrerbunker


    Heute:
    links Treppenhalle Bahnhof Potsdamer Platz. Dahinter Beisheim Center
    rechts Baustelle Lückenschluss Eckbebauung Leipziger Platz

  • Mir wäre nicht bekannt das in den vergangenen Jahren Bauarbeiter bei ähnlichen Arbeiten ihr leben hätten lassen müssen.

    Ich weiß nicht, wie "ähnliche Arbeiten" definiert ist.


    2016 kam ein Bauarbeiter nahe der S-Bahnhaltestelle Gesundbrunnen ums Leben. Er geriet unter einen umgekippten Schienenbagger. (Siehe hier) 2013 hat sich am S-Bahnhof Karlshorst bei Bauarbeiten ein Stahlträger gelöst und einen Arbeiter erschlagen. (Siehe hier)

  • Wie schaft man es bitte da oben den Giebel zu besudeln?! De noch schön das, das Haus so gut erhalten ist.Die Häuser mit den Durchfahrten sind ja escht skurril geil,besonders das,was wie ein altes Stadt Tor wirkt,ob es da mit Minderung wegen Lärm gab?

  • Ich konkretisiere "ähnliche Arbeiten":
    Bei dem Unglück wurden 23 Bauarbeiter bei lebendigem Leib begraben, ausgelöst durch eine nicht gut gesicherte Baugrube. 4 konnten lebend geborgen werden.
    Das ist kein (tragischer) Arbeitsunfall wie er auf Baustellen hin und wieder vor kommt und ist, ich wiederhole mich, so auch sonst in den vergangenen Jahren glücklicherweise nicht mehr vor gekommen. Sicher auch aufgrund besserer Planung etc...


    d.

  • Vielen Dank, "dexter", für die konkrete Darlegung.


    Tödliche Unglücke aufgrund ungesicherter Baugruben kommen zwar auch heute immer mal wieder vor, z.B. 2012 in Frohnau oder 2018 beim Wiederaufbau-Projekt des Schlosses Temmels. Oder man denke an den Einsturz des Kölner Stadtarchivs vor zehn Jahren beim U-Bahn-Bau, der auch zivile Todesopfer forderte.


    Aber, Du hast völlig recht, dass heute hierzulande sicherlich besser geplant wird, als in den 30er Jahren. Das damalige Unglück ist berührend. Ich weiß nicht, ob in der Berliner S-Bahn eine Gedenktafel an das Unglück angebracht ist. Ich fände aber eine solche mit den Namen der Arbeiter keine schlechte Idee.

  • Das Haus mit der Durchfahrt nahe dem Gleisdreieck gehörte und gehört auch heute (nur noch rechts und links bebaut) noch der BVG. Dort wohnten BVG-Mitarbeiter. Ebenso das durchfahrene Haus an der Flottwellstraße der Linie 1 bzw. 3, dort allerdings fährt die U-Bahn schon durch einen Tunnelstutzen.

  • historische Aufnahmen der Berliner U-Bahn



    1905 Hochbahn zwischen Großbeerenstraße und Möckernbrücke



    1902 Landwehrkanal Belle-Alliance-Brücke und Hochbahnhof Hallesches Tor Ansicht vom Waterloo Ufer



    1910 Bau des U-Bahnhofs Schönhauser Allee



    kann jemand helfen, welcher U-Bahnhof ist das ?

  • Quatsch.
    Dann würde man die riesige Kreuzung sehen mit Kastanienallee (Pappelallee) / Eberswalder Str.


    Das hier ist U-Bahnhof Eberswalder:



    Im Bereich Eberswalder Str. wurden auch vorrangig Stahlstützen statt Pfeiler verbaut.