Abensberg (Galerie)

  • Abensberg ist eine niederbayrische Stadt mit etwa 12700 Einwohnern. Sie liegt etwa 30 km südwestlich von Regensburg und 40 km östlich von Ingolstadt. Kelheim und Neustadt an der Donau sind die nächstgelegenen Städte. Abensberg liegt am Übergang des Unterbayrischen Hügellandes zum Fränkischen Jura, entsprechend gibt es im näheren Umfeld Jurafelsen und Wacholderheiden, aber auch Sand-Kiefernwälder, Hopfen- und Spargelanbau.



    Zuerst eine Übersichtskarte des Städtchens. Der Rundgang beginnt und endet im Süden an der Münchner Straße und führt im Uhrzeigersinn durch das Zentrum.
    Die nachfolgenden eigenen Aufnahmen stammen vom April 2011.



    Die Abens verläuft am Südrand der Altstadt



    Reste der Stadtbefestigung mit dem Maderturm, einem der ursprünglich 32 Rund- und 8 Ecktürmen angeblich zu Ehren des 40-fachen Vaters Babo aus dem Geschlecht der Babonen.
    Diese starben 1485 mordbedingt aus, anschließend gelangte die Stadt an die Wittelsbacher der Linie Bayern-München.



    Im Hintergrund wie unschwer zu erkennen eines der letzten Werke Hundertwassers.




  • Der 34m hohe Kuchlbauer-Turm westlich der Altstadt auf dem Gelände der gleichnamigen Weissbierbrauerei, 2010 fertiggestellt (10 Jahre nach dem Tode Friedensreich Hundertwassers), ursprünglich sollte der Turm 70m hoch werden.





  • Karmelitenplatz mit Marienbrunnen und den beiden Häusern Nr. 9 und 11 im Nordwesten der Altstadt



    ehem. Karmelitenklosterkirche, das Kloster um 1390 durch Johann II. von Abensberg und seiner Gemahlin gegründet



    barocke Altarpracht im Inneren der langgestreckten Kirche



    im gotischen Kreuzgang die Tumba der Abensberger, gestiftet 1469, ehemals in der Kirche



    Storchennest auf dem Aventinum. Die 1986 gegründete öffentliche Stiftung fördert Kenntnis und Verständnis von Land und Volk, Geschichte und Kultur Altbayerns.



    Von-Hazzi-Haus, daneben neue Stadthäuser, die "Erker" und "Bodenerker" sind ja mal wieder umwerfend schön...
    Von-Hazzi-Straße_Juli_2011




    Babostrasse 11, mit für die Gegend ungewöhnlicher Jugendstilfassade (1909)


  • Der Stadtplatz liegt ziemlich genau in der Mitte der Altstadt.



    Westseite mit dem Hofbräuhaus




    sog. Silberkramerhaus (Stadtplatz 15), die Fassade neugotisch verändert



    Bürgerhaus Weinbergerstraße 2, das „Dreierkerhaus“



    Blickrichtung Süd



    Ostseite mit dem Brauerei-Gasthof Zum Kuchlbauer mit hübschen klassizistischen Fenstergittern




    Auf der Südseite das mehrfach veränderte spätgotische Rathaus (Portal, Fenstergewände)



  • kath. Pfarrkirche Sankt Barbara, Mitte des 15. Jh. begonnen und 1516 vollendet




    An der Brüstung der Empore und seitlich davon Jüngstes Gericht, Taufe und Auferstehung Christi.




    Die Weinbergerstraße führt vom Stadtplatz zum Regensburger Tor.




    Regensburger Tor im Osten, letztes erhaltenes Stadttor Abensbergs.



    soweit für heute, Fortsetzung folgt...

  • Kann man nur sagen: zum Glück is das nix worden mit dem Stowasserturm. 70m wäre zu viel der Zumutung gewesen.


    Sonst gefällt mir das Städtel recht gut. Der Hauptplatz dürfte keine gröbere Beeinträchtigung erfahren haben.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Hübsches Städtchen! sehr bayerisch, sehr gepflegt. Über die Hundertwasser-Architektur kann man ja geteilter Meinung sein. Für mich ist das Kitsch, aber es gibt ja Gott sei Dank verschiedene Meinungen. Immer noch besser als das, zum Glück gescheiterte, Neue Stadttor in Isny.

    Der deutsche Pfad der Tugend ist immer noch der Dienstweg.

  • Nach längerer Pause als gedacht....


    Der Stowasserturm mit seinem Weissbierbezug gefällt mir eigentlich sogar recht gut.


    Aventinusplatz




    Denkmal vom Johann Thurmayer, genannt Aventinus, ein bekannter bayr. Geschichtsschreiber


    Aventinusplatz 2, sog. Freihaus


    der Herzogskasten, seit kurzem museal genutzt


    Stadtapotheke (Dollingerstr. 6)


  • Nochmals St. Barbara


    Im Südosten der Altstadt das ehem. Herzogsschloss (rechts im Bild), links ein Rundturm der Stadtbefestigung:



    die Abens, ein im Hopfenanbaugebiet der Hallertau entspringendes Nebenflüsschen der Donau



    Münchener Straße 3, ehem. Rotgerberei



    ein Stadel aus dem Oberbayrischen, verfrachtet ins Niederbayrische...(Münchener Str. 23)





    Babostr. 21, ehem. Zollhaus



    und zurück am Ausgangspunkt, eine Fortsetzung folgt aber trotzdem nochmals beizeiten...

  • Allersdorf, Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt


    Südlich der Stadt auf dem Frauenberg gelegen, heutzutage unmittelbar an der rücksichtslos extrem nah an der Kirche vorbeigelegten Schnellstraße (im wahrsten Sinne des Wortes) von Ingolstadt nach Regensburg (insofern wäre Mariä Heimsuchung treffend).





    Abens-Aue



    Jenseits der Schnellstraße liegt das Benediktinerkloster Biburg, von dem aus die im Mittelalter bedeutende Marienwallfahrt über die Jahrhunderte betreut wurde (ab 1589 unter den Ingolstädter Jesuiten). Möglicherweise geht der Kirchenbau in das 12. Jh. in die Zeit der Seligen Bertha zurück, deren Grab heute in der Klosterkirche zu Biburg zu bewundern ist.



    Der Turm der Wallfahrtskirche reicht noch in die romanische Zeit zurück. Die Kirche selbst ist ein Neubau aus der Spätrenaissance um 1600


    Umgeben ist die Wallfahrtskirche von einem Kranz aus 10 Kreuzwegkapellen.



    Das prächtige Innere der Wallfahrtskirche



    die wunderbar bunten Stukkaturen stammen von 1715



    der Hochaltar mit dem spätgotischen Gnadenbild stammt von 1757