Altenburg (Galerie)

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    • Altenburg (Galerie)

      Im Herbst 2010 war ich an einem leider zumeist bewölkten Tag in der schönen thüringischen Stadt Altenburg ( Altenburg – Wikipedia ). Als ehemalige Residenzstadt, die im 2WK kaum zerstört wurde, hat Altenburg trotz seiner kleinen heutigen Einwohnerzahl von 35.000 Einwohnern architektonisch mehr zu bieten als manche erheblich größere Stadt in Deutschland.

      Da ich kaum Hintergrundinformationen zu Altenburg habe, bleiben meine Bilder weitgehend unkommentiert. Wie von einigen gewünscht, habe ich meine Bilder zumindest ein wenig verkleinert und werde pro Beitrag max. 8 Bilder zeigen.

      Beginnen möchte ich am Bahnhof von Altenburg, der etwas außerhalb der Altstadt ab 1876 errichtet wurde:







      Vom Bahnhof aus erstreckt sich ein großstädtisch wirkendes Gründerzeitviertel in Richtung Altstadt.











      Fortsetzung folgt...
    • Nun geht es in Richtung Altstadt mit drei Photos von restaurierungsbedürftigen Gebäuden, wie sie in Altenburg durchaus des öfteren zu finden sind:







      Weiter geht es zum Theaterplatz am Fuße des Schlossberges, der durch das nach dem Vorbild der alten Dresdner Semperoper von 1871 ab errichtete und 1904/05 umgebaute Landestheater Altenburg dominiert wird:





      ...hier im Hintergrund mit einem ersten Blick auf die Residenz, die ich nachfolgend noch genauer zeigen werde...





      Fortsetzung folgt...
    • Noch eine Ergänzung zu diesem Gebäude:





      Dieser Bau ist in den Jahren 1846-1851 als herzoglicher Marstall errichtet worden.

      Wie ich jetzt im Internet gelesen habe, soll das Gebäude ab diesem Jahr saniert werden und zukünftig Archiv- und Bibliothekszwecken dienen ( Architekturbro Dr. Krause: Marstall Altenburg ). Das sind doch mal gute Nachrichten!

      Fortsetzung folgt...

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    • Von der Wallstraße aus...





      gelangt man ins Zentrum des bürgerlichen Altenburgs, auf den Hauptmarkt, der unter Einflußnahme von Kaiser Friedrich I. Barbarossa (1152-1190) als Zentrum der staufischen Reichsstadt entstand und mit 320 m Länge und bis zu 50 m Breite einer der größten Marktplätze Deutschlands ist.

      Hier zuerst eine Ansicht vom westlichen Ende hin auf die östliche Bebauung des Marktes, die zu der vorher gezeigten Wallstraße führt....



      ...und gleich vom anderen östlichen Ende aus ein Blick in Richtung Westen:



      ...Fortsetzung folgt
    • Nun folgen einige Detailansichten der Bebauung des Hauptmarktes:

      Zuerst die südöstliche Ecke, hier in der Mitte u.a. das spätklassizistische heutige Bankgebäude, welches früher das königlich-sächsische und später das kaiserliche Postamt beherbergte:



      ...die nordwestliche Ecke, das etwas versteckte Gebäude rechts ist der Hellbrunn'sche Hof von 1837, besonders auffällig ist noch, finde ich, das barocke Gebäude mit dem hohen Dach (zwei Häuser weiter links):



      …, nun ein Teil der nördlichen Bebauung, das „Markthaus“ bezeichnete Gebäude stammt beispielsweise im Kern noch aus der Renaissancezeit (1576-1579):



      ...und ein Blick auf die Südseite:



      ...Fortsetzung folgt
    • Jetzt noch mal die Südbebauung des Hauptmarktes. Dominiert wird diese Seite vom prächtigen Rathauskomplex in der Bildmitte, der im wesentlichen zwischen 1562 - 1564 errichtet wurde und als ein Hauptwerk der Renaissance in Altenburg gilt:







      ...insbesondere auch die (gründerzeitlich ergänzten?) Portale sind sehr sehenswert, finde ich:





      ...Fortsetzung folgt
    • Jetzt noch einmal von Westen her ein Blick zurück auf die Südseite des Markts mit dem dominanten Rathausturm. Die beiden baufälligen Gebäude rechts im Bild sind leider mittlerweile abgerissen worden. Das rechte graue der beiden Gebäude ist übrigens das Haus „Bei der Brüderkirche 9“, dessen Fassade ursprünglich erhalten, mittlerweile aber leider auch abgerissen wurde, wie in diesem Strang ausführlicher berichtet wurde Altenburg - Zwischen Sanierung und Abriss :



      Von der Brüderkirche aus ein Blick auf die gegenüberliegende Seite dieser Straße „Bei der Brüderkirche“. Das große dreigeschossige klassizistische Haus in der Bildmitte ist von 1800, das kleine Fachwerkhaus links daneben aus dem letzten Drittel des 16. Jahrhunderts (wurde allerdings später überformt) und das orange-gelbe Eckhaus links natürlich aus der Barockzeit:



      ...dort umgedreht erblickt man die Brüderkirche, die dort nach Abriss einer aus dem 13.Jh. stammenden gotischen Hallenkirche des Franziskanerklosters von 1901 bis 1905 neu errichtet wurde:





      ...Fortsetzung folgt

    • Kleine Anmerkung.
      Um das Areal wurde ein langer und heftiger Streit geführt. Letztendlich zog man es doch vor komplett abzureißen und neu zu bauen. Die geplante Neubebauung ist allerdings recht ansprechend. Ursprünglich sollte eine Fassade erhalten werden. Überraschenderweise gründete die aber nicht auf dem Fundament des Hauses und war deshalb angeblich nicht zu erhalten. Lesenswert auch der Thread im DAF Altenburg (Thüringen): Zwischen Sanierung und Abriss - Deutsches Architektur-Forum

      Hier die Projektseite Projekt Areal am Markt - www.swg-altenburg.de
    • @Palantir': ja, diese Denkmalseite hatte ich vorgestern auch gefunden und aufgrund der dort gefundenen Informationen meine Bilder etwas ausführlicher kommentiert als ich ursprunglich vorhatte.
      @Armin: ja, Altenburg gilt als Geburtstadt des Skats, weil das Kartenspiel dort Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelt wurde. Es gibt sogar eine größere Dauerausstellung zum Thema Skat im Altenburger Schloss, die ich mir damals aber nur flüchtig angeschaut hatte, weil mich das Thema nicht so sehr interessiert hat.

      ...Fortsetzung folgt
    • Vielen vielen Dank für die tolle Galerie aus dieser tollen Stadt!

      Obwohl das Gemeinwesen auch früher schon kaum mehr als 50.000 Einwohner besaß, wirkt es auf deinen Bildern überraschend großstädtisch. Vor allem die Repräsentationsbauten, wie beispielsweise das Theater, wirken recht überdimensioniert. Vielleicht mag das ja am Hauptstadtbonus gelegen haben?
      Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe
    • Da möchte ich mich anschließen. Danke, dass Du Dich dieser unter Wert gehandelten Stadt angenommen hast, M-Frank!

      Ich halte Altenburg für einzigartig und war bei meinem Besuch absolut begeistert. Eine der wenigen großstädtisch-repräsentativ-pittoresken Städte, die auf deutschem Boden (noch) weitgehend störungsfrei erhalten sind. Umso nerviger, dass ausgerechnet diese Stadt (ähnlich Görlitz) so ein Schattendasein fristen muss. Für die Entwicklung Altenburgs wäre es evtl. besser gewesen, wenn der ostthüringische Zipfel zu Sachsen gekommen wäre. Gera und Zeitz sind nicht weit - kein gutes Zeichen. Vielleicht wird die A72 ein wenig helfen?
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
      Jesus ist mein Herr und Retter!
    • youngwoerth wrote:

      Für die Entwicklung Altenburgs wäre es evtl. besser gewesen, wenn der ostthüringische Zipfel zu Sachsen gekommen wäre
      Das haben sich die Altenburger auch bereits gedacht, so dass es durchaus Bestrebungen gab und gibt...den Freistaat zu wechseln. Schon Anfang der 90er hat man die Menschen zu ihrem "Thüringer" Glück gezwungen.

      Landrat: Altenburg zu Sachsen - thueringer-allgemeine.de

      Hohe Hürden: Wechsel Altenburger Land nach Sachsen -
      Leipzig -
      Bild.de


      Danke Frank für die genialen Bilder. Ich freue mich auf mehr. Wenngleich Altenburg demografisch ebenfalls starke Probleme hat, so erscheinen mir die Bilder in keinster Weise so unglaublich devastiert wie jene aus Zeitz oder Weißenfels, zum Glück.

      Ein wunderbares Städtchen, in das ich es leider noch nicht geschafft habe.

      Gruß DV
      "We live in the dreamtime-Nothing seems to last. Can you really plan a future, when you no longer have a past." Dead Can Dance - Amnesia

      "Why not reinventing something from the past, something combining, nature and art." Lebanon Hanover - Fall Industrial WallLebanon Hanover - Fall Industrial Wall
    • Ja, ich erinnere mich. Sowas ist natürlich immer unschön:

      Bei der Länderbildung im Jahr 1990 wurde Altenburg entgegen den Ergebnissen einer Volksbefragung durch einen Beschluss des Kreistages nicht Sachsen, sondern Thüringen zugeordnet.
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
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    • Dieser Flächenabriss ist entgegen allen Beschönigungsversuchen natürlich ein Skandal ohnegleichen, der - ich muss dies leider sagen - heutzutage offenbar nur noch in D möglich ist.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)