Lübeck

  • Die Lübecker Nachrichten berichten heute über das Neubauvorhaben auf dem Grundstück des ehemaligen Karstadt-Sport-Gebäudes (gelegen zwischen Holstentor und St. Petri!) in der Holstenstraße.


    Da der Artikel hinter der Bezahlschranke liegt, mache ich mal kurz eine Inhaltsangabe:

    Das alte Gebäude wird auf jeden Fall abgerissen. Der Investor Procom wollte zunächst ein Hotel bauen, was die Stadt aber ablehnte, da hierfür kein Bedarf mehr in Lübeck besteht. Nun sollen im EG Läden, darüber Büros und Wohnungen gebaut werden. Eine Wohnbebauung eröffnet zudem die Möglichkeit mehrere kleinere Gebäude anstatt eines großen zu bauen. Es wird einen Architektenwettbewerb geben, zu dem 12 Büros eingeladen werden sollen.


    Wenn ich meine Wünsche für eine Neubebauung an die Architekten äußern darf:

    - Kleinteilige Bebauung

    - Satteldächer

    - Wiederaufnahme der historischen Baufluchten an allen drei Seiten (!!!)

    - Einhaltung der Gestaltungssatzung (die gibt´s bei der Stadt!) als geltendes Baurecht - bitte zur Abwechslung einfach mal vor Beginn der Entwurfsarbeiten lesen, was eigentlich erlaubt ist!

    - Am besten auch vorher mal ein oder zwei Straßen nach nebenan ins Gründungsviertel gehen und dort nachsehen wie es geht!

    Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)

  • Das Gute ist ja, egal was dort hinkommt, schlechter werden als der bestehende Bau kann es nicht - und wenn man ein Containerkonstrukt a la Musical Dome in Köln hinbauen würde.
    Ich hoffe wirklich, dass an diesem neuralgischen Punkt in Sichtweite des Holstentors der Gestaltungsbeirat von vornherein mit einbezogen wird - damit nicht noch mehr Allerweltsinvestorenarchitektur dabei herumkommt. Das, was die Procom bisher gebaut hat, sieht leider genau nach dem aus, was man an der Becker- und Fischergrube oder beim Herder Center bewundern darf.


    Im besagten LN-Artikel wird ein Procom-Berater mit den Worten zitiert: „Der Neubau sollte dem Holstentor nicht die Aufmerksamkeit entziehen – aber es qualitativ nicht entwerten.“ Das klingt ja erstmal positiv, zumal der Karstadt-Sports-Bau die Holstenstraße definitiv entwertet. Und wenn der Neubau ähnliche Grundsätze verfolgt wie die Neubauten im Gründungsviertel oder beispielsweise die 90er-Jahre-Bauten an der Fischergrube, welche ja auch von einem Investor in einem Zuge errichtet wurden, aber die historischen Parzellen zumindest optisch durch klar getrennte Fassaden wieder aufnehmen, dann wäre auf jeden Fall schon viel gewonnen.

  • HL-Live berichet heute, dass es in der Bürgerschaft großen Widerstand gegen die von Bürgermeister Lindenau genehmigte Teilzerstörung des unter Denkmalschutz stehenden mittelalterlichen Gewölbekellers Mengstraße 6 gibt. Teile der Gewölbe sollen ja für eine Treppe weichen, die angeblich für den Rundgang im neuen Buddenbrookhaus zwingend benötigt wird. Lindenau hat in der aktuellen Sitzung versucht, die Pläne durchzudrücken, stieß aber zum Glück auf massive Kritik von fast allen Fraktionen.


    Für die zerstörungsfreie Variante, die Treppe hinten an das neue Haus anzubauen, müsste mit den Anliegern gesprochen werden. Unglaublich: Laut dem HL-Live-Bericht ist es dem Herrn Bürgermeiser "zu kompliziert, Anlieger zu erreichen, die sich um Ausland befänden"! Er hat ja bisher auch nur ein paar Jahre Zeit dafür gehabt. Es ist nicht zu fassen. Daran sieht man, dass ihm - wie auch schon seinem Vorgänger Saxe - das jahrhundertealte wertvolle bauliche Erbe der Welterbestadt und die Meinung seiner Fachleute offenbar am Allerwertesten vorbeigehen - und hier auch noch aus reiner Bequemlichkeit. In meinen Augen ist so ein Bürgermeister nicht mehr tragbar.


    Ach ja - ganz nebenbei sind bereits vor Baubeginn die Kosten um 8,9 auf 33,5 Millionen Euro gestiegen. Dieses vollkommen unsinnige Prestige-Projekt gehört komplett eingestampft. Eine Modernisierung im Bestand wäre völlig ausreichend.

    Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)

  • Neues vom Buddenbrookhaus


    Die Lübecker Nachrichten berichteten gestern, dass die Bürgerschaft nun grünes Licht für das neue Buddenbrookhaus gegeben hat. Die Katastrophe wird also offensichtlich wider alle Vernunft ihren Verlauf nehmen.


    Der Artikel ist hinter der Bezahlschranke, daher hier ein paar Infos daraus samt meinem Senf dazu:


    Die CDU ist sei zwar "sauer", dass die wertvollsten/ältesten Teile des Gewölbekellers zerstört werden, habe aber dennoch zustimmen müssen, weil: "Das Ganze ist an einen Punkt gekommen, an dem es jetzt kein Zurück mehr gibt". Was ist denn das für eine Begründung? Natürlich könnte man das ganze auch im Bestand modernisieren, nur dann eben nicht beide Häuser so komfortabel wie geplant verbinden.


    Die Außentreppe zur Rettung des Kellers ist zu aufwändig, dann "hätten alle 46 Mieter des Wehdehofs zustimmen müssen". Häh? Seit wann haben denn Mieter in Grundstücksangelegenheiten etwas zu sagen? Es werden wohl die Eigentümer gemeint sein, oder? Offenbar ist der Innenhof also Gemeinschaftseigentum? Man muss 46 Parteien wegen vielleicht 10 Quadratmetern an einer Ecke des überaus großen Hofes fragen? Und wie konnte, wenn es so kompliziert ist, dann vor ein paar Jahren das riesige Parkhaus im Innenhof zustandekommen? Da ging es einfach so oder wie?


    Während CDU und Unabhängige sauer wegen der Zerstörung des Denkmals sind, findet SPD-Fraktionschef Petereit es toll, dass das Projekt "trotz der Mehrkosten" möglich ist und der Rest des Gewölbekellers "saniert - und für Öffentlichkeit zugänglich gemacht" wird. Unglaublich, was für eine Ignoranz in dieser Partei gegenüber dem Weltkulturerbe und dem Steuerzahler herrscht!


    Apropos: Die Baukosten sollen nach aktuellem Stand 33,5 Millionen Euro betragen - 8,9 Mio mehr als noch 2019 - u.a. würde die Baustelleneinrichtung teurer werden als geplant. :kopfschuetteln:

    2014 war man gar noch bei 16 Millionen, also bei weniger als der Hälfte. Die glauben doch nicht im Ernst, dass es bei den 33,5 Millionen bleibt? So naiv kann doch heute wirklich niemand mehr sein! Ich prognostiziere, dass am Ende mindestens 50 Millionen auf der Rechnung stehen werden - für zwei relativ kleine Häuser. Soviel haben alle 40 neuen Häuser im Gründungsviertel grob geschätzt zusammen gekostet. Hier wird mal wieder etwas sehenden Auges gegen die Wand gefahren, typisch für Lübeck - vielleicht sollte man Mario Barth mal frühzeitig informieren.


    Dazu kommt dann auch noch der hässliche Entwurf - wenn man wenigstens der Fassade Mengstraße 6 (ex Fischstraße 19) ein adäquates Erdgeschoss geben würde, könnte ich ja mit der modernistischen Rückseite noch leben. Aber dieses aufgerissen Loch ohne jedweden Bezug zur darüber in der Luft hängenden Fassade ist ja sogar noch eine deutliche Verschlechterung des jetzt schon unerträglichen Ist-Zustands.

    Der Bauantrag soll übrigens im Januar eingereicht werden. :kopfwand:


    Die Fraktion "Die Unabhängigen" prüft, ob man ein Bürgerbegehren gegen das Projekt hinbekommen würde. Hoffen wir mal, dass das klappt. Aber vermutlich werden sich für das Thema deutlich weniger Leute interessieren als für die krüppeligen Linden an der Untertrave, die vor ein paar Jahren leider denkbar knapp die dringend notwendige Umgestaltung der Straße samt Uferpromenade verhinderten - aber das ist ein anderes unschönes Thema... sad:)

    Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)

  • Ich war auch fassungslos, als ich die Meldung gelesen habe. Zum einen, wie diese relativ kleine Baumasse 33,5 Millionen Euro verschlingen kann (vor allem, was wollen die darin ausstellen - es ist ja nicht so, als hätte es im alten Museum großartige originale Ausstellungsstücke gegeben - im Erdgeschoss befand sich neben dem Museumsladen eine reine Foto- und Textausstellung über die Familie Mann und im Obergeschoss die beiden inszenierten Buddenbrookräume und ein paar Dutzend "Buddenbrook"-Ausgaben in zig verschiedenen Sprachen - und dann gab es noch einen Raum für Sonderausstellungen, das war alles), und zum anderen, dass es laut CDU "kein Zurück mehr gibt". Die hätten doch einfach ihr Veto gegen die Planungen einlegen können, eine große Koalition bedeutet ja nicht, dass einer der beiden Partner immer Ja und Amen zu allem sagt, was der andere will.


    Und es müsste doch nach wie vor möglich sein, die UNESCO einzuschalten. Als damals die Königspassage geplant wurde, gab es auch Diskussionen mit der UNESCO und ob der drohenden Zerstörung mittelalterlicher Keller und Brandmauern die Androhung, Lübeck auf die rote Liste des bedrohten Welterbes zu setzen.


    Beim Keller von Mengstraße 6 sollte das doch ebenfalls möglich sein. Immerhin haben wir es hier mit einem der ältestens noch erhaltenen Keller der Stadt zu tun. Und es ist ja auch nicht so, dass es noch Dutzende von Gewölbekellern des 13. Jahrhunderts gäbe. Da haben die Gründerzeit und der Krieg schon für gesorgt.


    Darum hoffe ich wirklich, dass dieses Bürgerbegehren zustande kommt. Und dass unser Bürgermeister bei der nächsten Wahl die Quittung für sein Gebahren bekommt.

  • Heute gibt es in den Lübecker Nachrichten einen zusätzlichen Artikel zum Buddenbrookhaus.


    Er enthält kaum neue Informationen, ist dafür aber ziemlich merkwürdig geschrieben - vielleicht hat man einen Praktikanten rangelassen? :wink:

    Beispielzitat:

    "Die Eröffnung des neuen Buddenbrookhauses steht fest: Das Museum soll 2025 wieder aufmachen – oder spätestens 2026."

    Häh? Die Eröffnung steht fest, aber so genau weiß man nicht, wann das sein wird? :wie:


    Der Bauantrag wird im Frühjahr 2022 gestellt - in dem Artikel vorgestern war es noch im Januar.


    Die Teilzerstörung des Gewölbekellers wird totgeschwiegen, und neben der ganzen finanziellen Misere wird noch erwähnt, dass das Haus Mengstraße 6 "Mitte oder Ende 2023 ... bis auf sie (Anm.: Das steht da so und ist auch nicht der einzige Rechtschreibfehler im Artikel) Fassade" abgerissen wird. Wieso denn eigentlich erst in ca. 2 Jahren? Damit es in der Zwischenzeit noch teurer wird? Von einem Abriss des Hauses Nr. 4 ist dagegen nichts zu lesen. Bleibt es nun etwa doch stehen? Wie gesagt - ein sehr merkwürdiger Artikel... :augenrollengruen:

    Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)

  • frank1204 Einen merkwürdig geschriebenen Artikel sollte man dem Chefredaktor der Zeitung melden - und nicht nur hier im Forum - samt der Aufforderung zu einer Stellungnahme zu totgeschwiegenen Aspekten. Oder dann eben einen Leserbrief, wobei es hier jetzt zu spät ist, da der Bürgerentscheid gefallen ist. Wir wissen ja, dass das Niveau der Zeitungen immer tiefer fällt. Ist auch bei uns nicht anders...

  • Nach langer Pause melde ich mich ebenfalls wieder und betreibe zugleich wieder Eigenwerbung. Ich präsentiere auf meinem YouTube-Kanal das monumentale Geläut der ebenso imposanten Marienkirche im Herzen Lübecks. Neben den Glockenvideo sind natürlich auch wieder bildliche Impressionen sowie zusätzlich akustische der beiden großen Orgeln der Kirche während der Fotoreihe der Kirche mit eigebunden. Hier der Link zu dem Video. Viel Spaß beim Anschauen!

  • Vielen Dank für das sehr schöne und detailierte Video der einizigartigen Marienkirche... Großes Lob!

    Allerdings sind mir die Bilder ein wenig zu hektisch. Leider sind die Wechsel sehr schnell und durch das "nach links hinten wegfliegen" entsteht zusammen mit der sehr "aufgewühlten" Orgelmusik von Buxtehude und Mendelssohn eine sehr unruhige Atmosphäre... Sehenswert ist es allemal!!!! :thumbup:


    Es soll angeblich ein Bild des Grabes bzw des Grabsteins von Dietrich Buxtehude innerhalb der Marienkirche von vor 1942 geben. Leider habe ich noch keines finden können. Weder im Internet, noch in verschiedenen Bücher, noch vor Ort in Lübeck. Kann da jemand helfen???



    Bild von mir. 2018.

  • Auch von mir vielen Dank für das Video. Das Vollgeläut direkt im Glockenstuhl zu sehen (und zu hören) ist überaus beeindruckend!


    Die riesige Pulsglocke habe ich übrigens mal in der Glocke stehend in Schwerstarbeit mit dem Klöppel per Hand angeschlagen. Das ist bestimmt 10-15 Jahre her, und wenn ich daran denke, dröhnt mir immer noch der Kopf... :biggrin:


    Die rekonstruieren gotischen Chorschranken sind allerdings, anders als es in den Bildbeschriftungen im Video steht, nicht Teil des im Krieg fast vollständig zerstörten und leider bisher nicht wiederaufgebauten Lettners.

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  • Ostwestfale Leider ist dies anders kaum realisierbar, da das Video ja primär von den Glocken handelt. Das Grab von Buxtehude habe ich wohl damals übersehen.


    frank1204 Oh, da liege ich falsch? Hab mich wohl am Lageplan der Kirche vertan.


    Dennoch danke an euch beide für das Lob!

  • Ich bin eben über eine Dokumentation von 2007 gestolpert,welche die Hintergründe des Hauses Große Burgstraße 11 (Bischofsresidenz) erläutert. Es ist wirklich erschreckend, dass dieses Gebäude schon vor 13 Jahren kurz vor dem Einsturz stand und das jetzt,all die Jahre später immer noch nichts an dem Haus gemacht wurde!Bei dem Zustand des Hauses kommen einem echt die Tränen:crying:.

    (Ich bin mir nicht sicher,ob diese Dokumentation hier vor langer Zeit schon mal gepostet wurde)


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    Die taz berichtet über eine Übernachtung in Thomas Göbells "Altstadthotel zum Goldenen Anker" (Große Burgstraße 9, zusammen mit der Nummer 11 in Göbells Besitz) - seit dem Film von 2007 scheint sich nicht viel verändert zu haben:


    https://taz.de/Das-wohl-aelteste-Hotel-Luebecks/!5822129/


    https://www.luebeck-altstadthotel.de/

  • Bei der Pressemeldung bezüglich Sanierungsarbeiten am Lübecker Burgtor bin ich beim letzten Satz aufgehorcht:


    Quote

    Nach der Entfernung des Buschwerkes und des Fassadenbewuchses kann eine Begutachtung des baulichen Zustandes des mittelalterlichen Mauerwerkes stattfinden. Anschließend können die Sanierungsmaßnahmen im Detail festgelegt und mit der Denkmalpflege abgestimmt werden. Für Anfang März ist eine Gerüststellung am Zöllnerhaus und am Zöllnerturm geplant. Ziel ist es, die Ansicht der Fassaden im historischen Stil wiederherzustellen.


    Weiss jemand der norddeutschen Kollegen mehr darüber?



    Lübeck: Historische Nordfassade am Burgtor wird saniert

    In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.


    Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.

  • Der gleiche Text steht mit einem anderen Bild auch bei HL-Live.


    Über die Bedeutung des letzten Satzes hatte ich auch schon gerätselt, aber bisher leider keine Informationen dazu gefunden.

    Die Burgfront, die den Stadthügel ursprünglich von der Wakenitz bis zur Trave komplett sicherte, ist ja heute nur noch ein Torso. Die zwei westlichen Türme an der Trave wurden im 19. Jahrhundert abgerissen, und die verbleibenden vier Türme sowie Teile der Verbindungsmauern teils erheblich in der Höhe reduziert. Zudem verlor der Tortum bereits im 17. Jahrhundert seinen imposanten gotischen Turmhelm. Und nicht zuletzt wurden diverse Fenster und Tordurchfahrten eingebrochen.


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass das alles rückgängig gemacht werden soll, um die "Ansicht ... im historischen Stil wiederherzustellen". Vermutlich ist damit gemeint, dass die Front nach der Sanierung von Bewuchs befreit und freigestellt zu sehen bleiben wird? Obwohl sie historisch ja nie so wirklich frei stand. Erst standen dort Wälle, Zwinger und Vortore und nach deren Beseitigung zeitweise sogar Wohnhäuser.


    Sehr erfreulich ist aber, dass endlich dieses wuchernde Efeu von den gotischen Mauern, die teils noch aus dem 13. Jahrhundert stammen entfernt wird.

    Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)

  • Das Gebäude Schwartauerallee Nr. 2 in Lübeck wurde abgerissen:sad:

    Das Gebäude alleine

    Das Gebäude im Stadtbild

    Lübeck, mein Lübeck, an der Waterkant
    Königin der Hanse, Perle am Ostseestrand.

  • Aber der Abriss war doch schon vor längerer Zeit, und das Thema hatten wir damals schon. Ich hatte von dem Haus kurz vor dem Abriss auch Detailfotos gemacht und hier gezeigt. Wieso jetzt plötzlich erneute die Meldung? :wie:

    Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)

  • Aber der Abriss war doch schon vor längerer Zeit, und das Thema hatten wir damals schon. Ich hatte von dem Haus kurz vor dem Abriss auch Detailfotos gemacht und hier gezeigt. Wieso jetzt plötzlich erneute die Meldung? :wie:

    Ich bin zufällig auf den Abriss gestoßen und dachte, dass er hier noch nicht gepostet wurde. Mein Fehler.

    Lübeck, mein Lübeck, an der Waterkant
    Königin der Hanse, Perle am Ostseestrand.

  • Ist ja nicht schlimm, hatte mich nur gewundert.

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  • Leider wieder ein Brand in der Lübecker Altstadt. :weinenstroemen:


    Diesmal hat es das Haus Düstere Querstraße 8 im Domviertel getroffen. Ausgerechnet eines der wenigen Häuser (ich glaube, es sind sogar nur zwei), die in dieser Straße unter Denkmalschutz stehen. Es handelt sich um ein typisches traufständiges Querstraßenhaus aus der Renaissance, der Zwerchgiebel weist eine barocke Form auf.


    Berichte mit Bildern:
    - HL-Live (frei zugänglich)

    - LN-Online (Bezahlschranke, Bild ist aber zu sehen)


    Da die Feuerwehr 8 Stunden mit den Löscharbeiten beschäftigt war, wird zumindest innen nicht mehr viel übrig sein. Ich hoffe sehr, dass die Fassade erhalten bleibt und das Haus in der historischen Kubatur wiederhergestellt wird.

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