Lübeck

Im neuen Jahr bittet der Vorstand euch, frühzeitig nach neuen Bauprojektplänen in eurer Stadt Ausschau zu halten. Wo lässt sich durch traditionelle Architektur oder Rekonstruktionen euer Stadtbild verbessern? Teilt uns eure Ideen mit! Je eher wir mit Ideen an die Öffentlichkeit gehen, umso höher sind unsere Chancen, dass die Ideen von den Verantwortlichen ernstgenommen werden!
  • Danke für die schönen Fotos aus meiner alten Heimat!v Erlaube mir aber ein, zwei Anmerkungen.

    Klosterkirche des ehemaligen Franziskanerklosters und neben dem Dom die einzige erhaltene Klosterkirche in Lübeck

    Ein Dom, also eine Bischofskirche, ist in aller Regel eben keine Klosterkirche. Die Domkapitel bestanden aus Säkularkanonikern und gerade nicht aus Regularkanonikern oder gar Mönchen. Letztere legten ein Gelübde ab und lebten in einer Klostergemeinschaft.

    hauptsächlich klassizistisch geprägter Patrizierhäuser in der nördlichen Königstraße dar

    In der Tat ist den wenigsten bekannt, dass Lübeck auch klassizistische Straßenzüge von höchster Qualität besitzt. Die Königsstraße ist das prominenteste Beispiel in Lübeck.

    Kunsthistoriker, Webdesigner und Blogger

    Hat die Website für Stadtbild Deutschland erstellt und war eine Zeit lang als Webmaster für Forum und Website verantwortlich.

  • Ein Dom, also eine Bischofskirche, ist in aller Regel eben keine Klosterkirche. Die Domkapitel bestanden aus Säkularkanonikern und gerade nicht aus Regularkanonikern oder gar Mönchen. Letztere legten ein Gelübde ab und lebten in einer Klostergemeinschaft.

    Ja, ich habe auch erst gezögert, das so zu schreiben. Aber da an den Dom das Domkloster angebaut war (von dem es heute nur noch geringe Reste gibt und es deswegen vielleicht in Vergessenheit geraten ist), war es zusätzlich zur Hauptfunktion als Bischofskirche in gewissem Sinne auch gleichzeitig die Kirche des Domklosters. Aber danke für die Erläuterungen.


    Natürlich hat der Dom aber einen ganz anderen Status als die Kirchen der Klöster St. Katharinen, St. Annen, St. Johannis und St. Maria Magdalena (Burgkloster), da hast Du schon recht. :smile:

    Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)

  • Eine bemerkenswerte Parallele zur früheren Bausituation schräg gegenüber, oder?


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    Das Gebäudeensemble Königstraße 20/Pfaffenstraße 20-22, abgebrochen 1910 - via Wikimedia

    Ja, das ist schräg gegenüber, also gegenüber der Katharinenkirche, Königstraße 24. Es handelt sich quasi um dieselbe Situation wie bei Nr. 25 - das Haus zur kleineren Rippenstraße liegt unter einer Dachschräge mit dem danebenliegenden Haus der Hauptstraße. Bei Nr. 24 ist zusätzlich zum Dach sogar noch der Giebel des großen Hauses asymmetrisch vor das kleinere Eckhaus gezogen gewesen. Sehr außergewöhnlich, mir fällt außer diesen beiden Ecken auf Anhieb keine weitere Situation diese Art ein. Sehr schade, dass die Ecke an der Pfaffenstraße abgerissen wurde, zumal für einen völlig überdimensionierten Bau, der aus der Pfaffenstraße größtenteils die Sicht auf die Kirche versperrt. :crying:


    Das heutige, viel zu hohe Haus von 1910: Königstraße 24. Foto von mir vom 21.7.2009.

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  • Aber da an den Dom das Domkloster angebaut war (von dem es heute nur noch geringe Reste gibt und es deswegen vielleicht in Vergessenheit geraten ist), war es zusätzlich zur Hauptfunktion als Bischofskirche in gewissem Sinne auch gleichzeitig die Kirche des Domklosters.

    Stimmt, da hast du Recht. In Lübeck gab es eine besondere Situation. Am Dom gab es auch ein angeschlossenes Kloster. Das hatte ich nicht mehr in Erinnerung.

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  • Etwas schade ist es auch,dass die Fenster neben dem 2 OG auch im 1 OG nur vereinfacht nachgebildet wurden.So ist die Aufteilung zwar so wie sie einst war, es fehlen allerdings einige schöne Details an den neuen Fenstern, welche bei den Vorgängern vorhanden waren.

    Ich wäre auch dafür, die einstigen Reklameschriftzüge, restauriert, wieder anzubringen; also das Tanz und das Eden Lichtspiele. Als Erinnerung quasi. Denn so verunstaltet die Fassade auch war, irgendwo hat sowas auch einen gewissen Charme. ;)

  • Das hatte ich auch gedacht :biggrin:, links die Eden Lichtspiele, in der Mitte Tanz, der rustikale Hanseaten-Dielen-Schriftzug mag allerdings nicht recht zu den 50/60 Jahre-Design der beiden anderen passen; alles etwas "aufräumen" unnötige Plakate und Schriftzüge entfernen und die Leuchtreklame reinigen... ein bisschen 50er Jahre Nostalgie :smile:

  • Naja. Der Eden-Schriftzug ist ja vielleicht noch ganz nett, aber ich bin froh, dass der ganze Müll endlich weg ist. Der Schriftzug wäre wohl auch nicht mehr mit der Werbeanlagensatzung vereinbar, die solchen Wildwuchs heute verhindern soll.


    Hier übrigens noch ein interessanter Vergleich:


    Königstraße 25. Links der aktuelle Zustand nach der Sanierung, rechts der Zustand um 1870. Obwohl ich mit der aktuellen Gestaltung zufrieden bin, wäre der Zustand von 1870 im direkten Vergleich dann doch noch viel schöner gewesen. Die da wohl noch originalen Biedermeier-Fenster vom Umbau 1846 sind viel feiner gegliedert als die jetzigen deutlich gröberen, dem letzten Zustand vor der "Verschandelung" nachempfundenen. Ändern könnte man das m.E. leicht durch das Einhängen entsprechend geteilter Fensterflügel. Die Fensterkreuze scheinen ja ungefähr an den biedermeierlichen Positionen zu sitzen. :cool:

    Außerdem war der Eingang 1870 noch in der Mitte, wo sich mit Sicherheit auch das Portal der vormals gotischen Fassade befand.


    Auf dem Foto von 1870 sieht man übrigens rechts neben der Kirche noch die alten westlichen Gebäude des Katharinenklosters an der Königstraße, die ab ca. 1880 für den Neubau des Gymnasiums Katharineum abgerissen wurden. :crying:


    Aktuelles Bild von mir. Das historische Bild sollte aufgrund des hohen Alters von 150 Jahren gemeinfrei sein.

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  • Ein Dom, also eine Bischofskirche, ist in aller Regel eben keine Klosterkirche.

    Man muss auch bedenken, dass nach der Aufhebung von Klöstern in der Umgangssprache der Begriff "Klosterkirche" weiterleben kann. So sagen wir in St. Gallen heute noch nach über 200 Jahren nach der Klosteraufhebung (1805) "s'Chloschter", auch wenn die einstige Klosterkirche seit 1847 als Kathedrale fungiert (auch Dom, Stiftskirche). Das geht dann so weit, dass wir ganz selbstverständlich und salopp anstatt "Ich gehe die Messe in der Kathedrale besuchen" sagen "Ich gehe ins Kloster".

  • Man muss auch bedenken, dass nach der Aufhebung von Klöstern in der Umgangssprache der Begriff "Klosterkirche" weiterleben kann.

    Das ist dabei natürlich einbezogen. Die meisten Kloster- und Stiftskirchen haben spätestens 1803 ihre Funktion verloren, dennoch werden sie im allgemeinen weiterhin so bezeichnet. Das ist in meinen Augen auch absolut wichtig und sinnvoll. Mir ging es wirklich darum, dass eine Domkirche in der Regel niemals gleichzeitig eine Klosterkirche gewesen ist. Lübeck mag da mal eine Ausnahme darstellen. Und natürlich muss man diejenigen Beispiele benennen, die die Bezeichnung nicht als Bischofskirche, sondern als Würdeform führen, was im deutschsprachigen Raum gelegentlich vorkommt. Beispiel: Der Altenberger Dom ist in Wirklichkeit eine Zisterzienserklosterkirche.

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  • Sanierung der Rathausarkaden


    Die Sanierung der Rathausarkaden ist abgeschlossen. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen:


    Abb.1: Die Arkaden unter der Ranaissancelaube. Die neuen Platten sind leider schon verschmutzt...



    Abb.2: Die Arkaden unter dem gotischen Langen Haus - auch Danzelhus genannt, da sich früher im Obergeschoss ein Festsaal befand.



    Abb.3: Die Durchfahrt zur Breiten Straße in der Flucht der Hüxstraße



    Abb.4: Noch einmal die Durchfahrt.



    Abb.5: Die Arkaden der Langen Hauses. Das Weiß aus meinem letzten Bericht war zum Glück doch nur die Grundierung. Der endgültige Farbton ist sehr angenehm und nun einheitlich mit dem der Renaissancelauben-Arkaden.



    Abb.6: Granitpfeiler in der mittleren Reihe zwischen den beiden Gewölbeschiffen, aus dem das Gewölbe sternförmig entspringt. Bei der Erbauung waren übrigens alle Pfeiler, auch die am Markt (links), in Backstein ausgeführt worden - wie es heute noch bei der Reihe an der Breiten Straße (rechts) der Fall ist. Es muss eine ziemliche Aktion gewesen sein, diese gegen die Granitpfeiler auszutauschen, ohne dass das Gebäude einstürzte. Mir rätselhaft wie man das gemacht hat...



    Abb.7: Weil es so schön ist, noch einmal das Gewölbe. Hier herrscht jetzt ein ganz anderes, viel helleres und freundlicheres Licht. Zuvor machte mit dem Asphaltflickenteppich am Boden und der erheblich gedunkelten Gewölbefarbe alles einen düsteren und bedrückenden Eindruck.


    Alle Fotos von mir vom 2.8.2020

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  • Es gibt Neuigkeiten zu der Brandruine in der kleinen Burgstraße. Hier der Artikel(Leider hinter einer Bezahlschranke).

    https://www.ln-online.de/Lokal…rg-soll-neu-belebt-werden

    Das Gebäude aus dem 13ten Jahrhundert soll größtenteils wie einst wiederhergestellt werden, allerdings werden Änderungen unter anderem am Dachstuhl vorgenommen, da dieser wohl einst so war, wie er jetzt wiedererrichtet wird(Bei so etwas bin ich immer vorsichtig). Leider wird das gotische Gebäude für seniorengerechte Wohnungen umgebaut. Es gibt also wieder schwerwiegende Eingriffe in die Substanz. So wird in diesem Fall leider ein Fahrstuhl(!) in dem sehr kleinen Gebäude integriert:kopfschuetteln:.

    Lübeck, mein Lübeck, an der Waterkant
    Königin der Hanse, Perle am Ostseestrand.

  • Danke, St.Petri , für den Hinweis auf den LN-Artikel. Ich habe ihn mir durchgelesen und bin, was das Äußere betrifft, nun sehr zuversichtlich. Heißt es dort doch:

    „Hochblenden und Fensteröffnungen werden wie vor dem Brand wiederhergestellt, während das neue Dach allerdings hinterm Giebel endet – so wie es ursprünglich ja auch einmal war.“

    D.h. offenbar wird der Giebel sogar noch etwas über den Dachstuhl, der in historischer Kubatur wiedererrichtet werden soll, hinausgezogen und steht damit im Gegensatz zu vor dem Brand über diesen über. Ob das sogar bedeutet, dass der ursprüngliche, aber schon lange nicht mehr existierende Treppengiebel (seitdem waren die Hochblenden oben angeschnitten) gleich ganz rekonstruiert wird? Überaus wünschenswert wäre es!


    Lediglich Der Einbau eines Fahrstuhls (reichte hier nicht auch ein Treppenlift?) stimmt mich auch skeptisch. Hoffen wir, dass dieser die Dachhaut nicht durchstößt...

    Aber bei der im Artikel genannten Architektin habe ich da ein sehr gutes Gefühl. Auf ihrer Webseite zeigt sich, dass sie den Umgang mit alte Häusern kann:

    https://www.vera-detlefsen.de/architektur/


    Ich bin sehr froh, dass diese endlose Geschichte (der Eigentümer hatte ja schon vor dem Brand gefühlte 10 Jahre am Haus "herumsaniert") nun doch noch einen positiven Abschluss zu finden scheint.

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  • Leider wird das gotische Gebäude für seniorengerechte Wohnungen umgebaut. Es gibt also wieder schwerwiegende Eingriffe in die Substanz. So wird in diesem Fall leider ein Fahrstuhl(!) in dem sehr kleinen Gebäude integriert:kopfschuetteln:.

    Ich bin zwar auch kein Fan dieser Entwicklung, aber wenn man sich den demographischen Wandel vor Augen führt, wird der Bedarf an solchen Wohnungen exorbitant steigen. Gefühlt ebnet derzeit die Ankündigung einer Altenwohnanlage sämtliche Hindernisse für den Abriss von Altbauten im Altstadtbereich. Daher ist es mir lieber, man baut die bestehenden Altbauten behutsam um und sorgt damit für eine Belebung der Altstädte als dass 2-3 leerstehende Altstadthäusern dazu führen, dass eine moderne Altenwohnanlage dort entsteht.

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • Also, erstens ist innen mittlerweile nicht mehr sooo viel historische Substanz vorhanden und außerdem wird es ja kein Altersheim - wie hier suggeriert wird. In dem LN-Artikel steht lediglich, dass der Eigentümer das große Haupthaus (300qm) für sich selbst als Alterssitz nutzen wird und dass das Nebenhaus in der Kleinen Burgstraße (200qm) eine zweite Wohneinheit, ein Einfamilienhaus, werden soll. "Schwerwiegende Eingriffe in die Substanz" wie sie z.B. beim Betrieb eines Altersheims nötig wären, sehe ich da jetzt nicht.

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  • Ja, grobe Zeiten stehen im Artikel: Die Baugenehmigung kam im Juli, offizieller Baubeginn ist "jetzt", das Dach soll Mitte 2021 fertig und Einzug 2022 sein.

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  • Kupferschmiedestraße 10


    Die weiter oben schon einmal von mir vorgestellte Sanierung des Hauses Kupferschmiedestraße 10 ist nun abgeschlossen. Wegen des wunderbaren Ergebnisses ist es mir noch einmal einen Bericht wert.


    Abb.1: Kupferschmiedestraße 10. Links vor, rechts nach der Sanierung.


    Hier ist ein traufständiges Kleinhaus in vorbildlichster Weise wiederhergestellt worden (lediglich das "angenagte" Gesims über dem EG hätte man auch gerne noch ausbessern dürfen) und verbessert das Straßenbild ganz erheblich. Ob der rote Farbton auf historischem Befund beruht, vermag ich nicht zu sagen; er erscheint mir aber passend und angenehm. :thumbsup:


    Es wird sich meiner Vermutung nach beim zweiten OG ursprünglich um einen Zwerchgiebel gehandelt haben, der sich über die beiden mittleren Fensterachsen erstreckte. Wohl im 19. Jhdt. hat man diesen quasi zu einem Vollgeschoss ausgebaut. Das ist schon daran zu erkennen, dass die beiden äußeren Fenster im 2. OG deutlich geringer gewölbte Bögen aufweisen als die restlichen, älteren Fensteröffnungen.



    Abb.2: Das Haus im Kontext der Westseite der Kupferschmiedestraße.


    Zusammen mit dem ebenfalls gerade fertiggestellten neuen Büro-Anbau der Firma Possehl (Parzellen Kupferschmiedestraße 2-6, ich hatte weiter oben berichtet) bildet die gesamte Straßenseite nun ein harmonisches Bild. Wenn man jetzt noch die ganz links zu sehende heruntergekommene und deplatzierte Nachkriegszeile abreißen und auf der historischen Bauflucht etwas ähnlich gutes wie auf der Westseite erstellen und dann die Straße noch mit Kopfsteinpflaster versehen würde (es ist ja keine Hauptstraße), würden wir hier wieder eine rundum schöne Altstadtstraße bekommen.


    Alle Fotos von mir

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  • frank1204


    Ich habe mal gelesen, dass der Strassenbelag in der Lübecker Altstadt im Allgemeinen in einem sehr schlechten Zustand ist. Gibt es da ein Vorankommen?

    In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.


    Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.

  • Von wann war denn der Bericht? An eine derartige Meldung, die nur die Altstadt erwähnte, kann ich mich nicht erinnern. Der Straßenzustand war in Lübeck insgesamt extrem schlecht. Man fuhr eine zeitlang quasi fast überall nur noch auf Lochpisten und musste Angst um sein Auto haben. Insbesondere nach den Wintern kam die Stadt mit dem Flicken der größten Löcher nicht mehr nach. Durch jahr(zehnt)elange Vernachlässigung aufgrund des extrem schlechten Haushalts wies das Straßennetz einen enorman Sanierungsstau auf. Gleiches gilt übrigens für die meisten Brücken.

    In den letzten Jahren wurde und wird da aber zum Glück sehr viel gemacht. Seit einigen Jahren steht man fast nur noch im Stau, weil es so viele Baustellen gibt. Es wird also immerhin langsam besser.

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