Lübeck

  • Hallo Däne,


    warum das Bauen in der Lübecker Altstadt seit einiger Zeit in die richtige Richtung zu laufen scheint, ist wirklich eine gute Frage. Keine Ahnung, woran das liegt. Vielleicht nicht zuletzt an der Arbeit des Gestaltungsbeirates. Die Architekten und Investoren haben dadurch offenbar inzwischen verstanden, was geht und was nicht. Vielleicht haben auch die neue Bausenatorin und der neue Bürgermeister das ihrige beigetragen. Letzterer ist dazu aber wohl noch zu kurz im Amt. Und auch die Planungen und Vorgaben für die Neubauten im Gründungsviertel haben eventuell auf andere Vorhaben abgefärbt, könnte ich mir vorstellen.


    Zu den Orgeln habe ich leider keine Informationen.


    Ja, die Zeit ist sogar überreif für den für das Stadtbild so wichtigen Dachreiter der Petrikirche. Leider aber ist Pastor Schwarze, der die Rekonstruktion vor über 10 Jahren verhinderte, obwohl das Geld da war, immer noch im Amt. Ich befürchte, bevor er in Rente geht, wird sich da nichts tun. Aber die Hoffnung habe ich noch nicht ganz aufgegeben.

    Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)

  • Damit ich das richtig verstehe: Der Sieger eines Architektur-Wettbewerbs kann also letzten Endes Phantastereien einreichen, diese dann munter revidieren und letzten Endes so verfahren, wie es ihm beliebt? Und das ist rechtens? Oder auch nur, um ein fast vergessenes Wort zu bemühen: anständig? Na ja, den Knochen will man dann halt nicht wieder hergeben.


    Also, da würde ich als Zweitplatzierter aber meine rechtlichen Mittel ausschöpfen. Was Recht ist, soll Recht bleiben, wo kommen wir da sonst hin?


    P.S. Zumindest war dies mal so in unserem schönen Land. Aber vieles ändert sich. Dies wohl auch. Zumindest muss man sich um Architekt Riemann wohl keine Sorgen machen, der ja besagter Zweitplatzierter ist, wie der Rückblick mir verrät. Der scheint ja halb Lübeck zu bauen.

  • Gleich, wie die rechtliche Lage ist, die ich nicht beurteilen kann. Die Überarbeitung ist eine moderate Verbesserung des Entwurfs.

  • Da ich zurzeit täglich am Ellerbrook zu tun habe (ich grabe seit Mai im Bereich des künftigen zweiten Bauabschnitts der "Altstadthöfe" an der Ecke Fischergrube / Ellerbrook), habe ich gestern nach Feierabend mal eine kurze Runde um den Block gemacht, um die Situation an der Böttcherstraße und am Ellerbrook im Bereich der Neuapostolischen Kirche zu zeigen (ich hoffe, ich greife Frank damit nicht vor).



    Abb. 1: Zuerst ein Blick von der Ecke Bierspünderstraße / Ellerbrook auf die um etwa fünf Meter hinter der Straßenflucht zurückversetzte Kirche, die Anfang der Sechziger gebaut wurde und für sich genommen gar kein schlechter Bau ist (auf der Website der Kirchengemeinde gibt's auch ein paar Innenansichten: https://luebeck.nak-nordost.de/).



    Abb. 2: Schön gestalteter, aber leider völlig ahistorischer Vorgarten vor der Kirche.



    Abb. 3: Blick nach Norden in Richtung Fischergrube auf die Nachkriegsneubauten an der Ecke Fischergrube / Ellerbrook und Fischergrube / Große Kiesau. Rechts die fünf erhaltenen Kleinhäuser am Ellerbrook. Die Reihe setzte sich bis zur Kriegszerstörung nach Norden in Richtung Fischergrube und nach Süden in Richtung Beckergrube fort, auf der gegenüberliegenden Straßenseite sah es ähnlich aus. Nach dem Krieg wurde der Ellerbrook übrigens auf die doppelte Breite erweitert, ursprünglich war er ähnlich schmal wie die Große Kiesau im Hintergrund ...



    Abb. 4: ... und die Blocksquerstraße im Hintergrund jenseits der Beckergrube (leider gerade von dem "Einsatzfahrzeug" des Bereichs Stadtgrün verdeckt, der die Platanen am von Frank bereits erwähnten Spielplatz beschneidet. Links sieht man die zu hohen Neubauten des ersten Abschnitts der "Altstadthöfe", die sich direkt an die erhaltenen Kleinhäuser anschließen. Immerhin versucht der Komplex durch verschieden gestaltete Fassadenmaterialien an die ehemalige Kleinteiligkeit der Bebauung anzuknüpfen.



    Abb. 5: Blick in den Ellerbrook von der Fischergrube. Links "meine" Ausgrabung, dahinter die erhaltenen Kleinhäuser, rechts das Nachkriegseckhaus zur Fischergrube, der Vorgarten der Neuapostolischen Kirche und die Begrünung vor dem Spielplatz.



    Abb. 6: Blick von der Böttcherstraße in die Bierspünderstraße. Ganz links das historistische Eckhaus zur Fischergrube, daneben ein ähnlich altes Haus in der Böttcherstraße und dann die Bombenlücke mit Parkplatz und Kirche, die wieder geschlossen werden soll.



    Abb. 7: Der Blick in die Gegenrichtung zeigt ebenfalls einen Parkplatz und den Renaissancegiebel des im 19. Jahrhundert aufgestockten Hauses Böttcherstraße 17 samt der Ansätze des kriegszerstörten Nachbarhauses. Auch dieser Parkplatz soll verschwinden und die Blockrandbebauung wiederhergestellt werden.



    Abb. 8: Noch ein Blick auf die Ostseite der Böttcherstraße, die wieder geschlossen werden soll.



    Abb. 9: Und ein Blick von der Fischergrube in die Böttcherstraße. Rechts sanierte Kleinhäuser ähnlich denen, die auf der gegenüberliegenden Straßenseite zerstört wurden, hinten die letzte verbliebene "Schmuddelecke" der Altstadt, da zwischen dem weißen und dem backsteinsichtigen Haus dahinter die Clemensstraße einbiegt, die bis Anfang der 2000er als Bordellstraße (inklusive Sichtschutz ähnlich der Herbertstraße in Hamburg) fungierte. Der erwähnte weiße Bau steht an der Stelle der 1899 abgerissenen Clemenskirche.



    Abb. 10: Zum Abschluss noch ein Blick auf die erwähnte Ausgrabung. Viel berichten darf ich ohne Rücksprache mit dem Bereich Archäologie nicht, nur, dass wir hier auf der letzten größeren Bombenlücke der Altstadt graben. Bis 1942 standen hier drei Giebelhäuser zur Fischergrube (Nr. 61, 63 und 65/67) und vier Kleinhäuser zum Ellerbrook (Nr. 1, 3, 5 und 7).

  • Da ich zurzeit täglich am Ellerbrook zu tun habe (ich grabe seit Mai im Bereich des künftigen zweiten Bauabschnitts der "Altstadthöfe" an der Ecke Fischergrube / Ellerbrook), habe ich gestern nach Feierabend mal eine kurze Runde um den Block gemacht, um die Situation an der Böttcherstraße und am Ellerbrook im Bereich der Neuapostolischen Kirche zu zeigen (ich hoffe, ich greife Frank damit nicht vor).

    Nein, überhaupt nicht. Bilder und Texte sind hervorragend - ich hätte es nicht besser hinbekommen oder anders geschrieben, vielen Dank dafür! :thumbup: Dann spare ich mir sogar die Zeit - ich war noch nicht zum Fotografieren gekommen, habe damit also auch keine unnötige Arbeit gehabt. Außerdem habe ich hier ja nicht das Berichtsmonopol, es kann natürlich jeder posten wie er möchte.


    Interessant, dass Du an den Ausgrabungen an der Ecke Fischergrube/Ellerbrook mitarbeitest. Ich hatte vor einiger Zeit schon gesehen, dass es da - nach 10 Jahren Stillstand nun doch loszugehen scheint. Ich hoffe ich immer noch, dass der geplante ziemlich modernistische Entwurf inzwischen noch einmal in Richtung der in den letzten Jahren im Gründungsviertel gewonnen Erkenntnisse (wie baut man angepasst modern in der Lübecker Altstadt) überarbeitet wurde, befürchte aber, dass der bisherige Entwurf letztendlich kommen wird. Zumindest Satteldächer statt der Staffelgeschosse müssten es allerdings schon rein baurechtlich eigentlich sein (Stichwort "Gestaltungssatzung")!


    Dazu auch nochmal der Verweis auf meinen Artikel vom 12.11.2017 zu dem Thema.

    Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)

  • Man sieht es immer wieder: Dort, wo noch viel "da ist", wird Neubebauung allen Unkenrufen zum Trotz häufig deutlich stadtbildverträglicher. In Städten oder Innenstadtbereichen, die ohnehin vom Nachkriegsmodernismus entstellt wurden, wird für gewöhnlich weiter verschlimmbessert. Der teufel k...t also immer auf den größten Haufen ;).


    Lübeck kann sich glücklich schätzen, auch wenn weniger als erwünscht rekonstruiert wird und man durchaus legitime Kritik an der Gestaltung einzelner Fassaden im Gründerviertel üben kann, ist dort in den letzten Jahren wirklich viel zum Positiven passiert, das Gründerviertel, dieser Hotelneubau und nun der Abriss des Karstadts? Von so etwas können viele Städte nur träumen!


    Ich hoffe ja immer auf die Strahlkraft solcher Maßnahmen, auf dass etwas vom hanseatischen Glanze Lübecks auf die verhunzte Bremer "Alt"stadt abfärben möge... bin aber im Moment skeptischer denn je.


    Sehr interessanter Gedanke, Heinzer!


    Das ist nicht nur in Bremen so, sondern ich sehe die gleiche Entwicklung auch in anderen stark zerstörten Städten. Rekonstruktionen/ stadtbildverträgliche Bauten werden eher an vorhandene Altbau-Fragmente/Fassadenreste angedockt, wie man z.B. bei der „Neuen Altstadt“ in Frankfurt/Main sehen kann,die ich vor kurzem besuchen durfte. Diese befindet sich in Sichtbeziehung zu der in den 80er Jahren rekonstruierten Römerberg-Ostzeile, die wiederum in Sichtbeziehung zum historischen“Römer“ liegt. Ähnlich verhält es auch bei dem rekonstruierten Palais Thurn und Taxis in Sichtweite der alten Hauptwache (ebenfalls Frankfurt).


    Von daher erhoffe ich jedenfalls für Hamburg auch am ehesten (inspieriert durch die erfolgreichen Projekte in Lübeck oder Frankfurt) weitere Rekonstruktionen bzw. altstadtgerechte architektonische Lösungen in der Umgebung des rekonstruierten Stadthaus-Komplexes samt der gerade in Renovierung befindlichen Görtz-Palais-Fassade am Neuen Wall.

  • Habe gerade eine unerfreuliche Beobachtung an dem ohnehin schon unerfreulichen Projekt des Figurentheatermuseums am Kolk gemacht, die ich hier nicht unerwähnt lassen möchte.


    Der Umbau ist seit einiger Zeit im Gange. Was ich jetzt sehen musste, lässt mir aber die Zornesröte ins Gesicht steigen:



    Wie auf dem aktuellen Foto (von mir von gestern) zu sehen ist, wurden an dem schmalen historischen Seitenanbau des gotischen Hauses Kolk 14 sämtliche alten Fenster ausgebaut und die Fassadenöffnungen vermauert (hinter dem Gerüst zu sehen). Das EG mit Kalksandstein, die OGs mit roten Ziegeln. Was soll das??? Auf den Visualierungen sind hier immer Fenster dargestellt gewesen. Ich hoffe, dass die Vermauerung nur temporär für die Bauphase sein wird - vielleicht zur Stabilisierung der Fassade während des Abrisses des direkt angrenzenden Nachbarhauses? Wenn das jedoch endgültig sein sollte, hätte man uns mal wieder für dumm verkauft. Und was sagt die Denkmalpflege dazu? Na, mal abwarten wie sich die Sache weiter entwickelt...

    Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)

  • Und immerhin noch eine positive Meldung:


    Ich konzentriere mich zwar mit meiner Berichterstattung aus Lübeck meist auf die Altstadt, aber wenn es in unmittelbarer Nähe etwas erwähnenswertes gibt, zeige ich das hier auch.


    So wurde in den letzten Jahren das länger leerstehende ehemalige Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Lübeck in der Moislinger Allee nahe des Lindenplatzes und der Wallanlagen umgebaut. Einst ein grässlicher Waschbetonalptraum aus den 70ern, hat es sich nun zu einem ganz ansehnlichen Gebäude mit klassischen Gestaltungselementen gewandelt und steht kurz vor der Fertigstellung. Von dem alten Baukörper blieben nur die Betonstützen, der Keller und Geschossdecken. Der Rest wurde komplett neu aufgebaut.
    Bis vor kurzem hieß es noch, hier entstünden "Mikro-Appartements". Eben las ich ganz aktuell, dass es nun doch ein Hotel wird.


    Bild vom Vorzustand (habe leider kein eigenes)


    Aktuelle Bilder von mir von gestern:



    Die Gestaltung mit Sockelgeschoss, Spiegelfeldern, Lisenen, Risaliten und Gesimsen hebt sich sehr wohltuend vom ansonsten allgegenwärtigen Modernismus ab. Hat fast etwas "schlossartiges". Lediglich die Lochbleche vor den Fenstern finde ich sehr störend. Optisch werden die Fenster so vom angenehmen Hoch- zum Querformat degradiert. Mir wird sich ohnehin nie erschließen, warum Architekten erst bodentiefe Fenster planen und dann einen großen Teil davon wieder mit solchen Gitterplatten verschließen. Wenn es wenigstens Milchglasscheiben wären. Dann hätte man auch gleich Brüstungen bauen können.
    Aber abgesehen davon eine ganz erhebliche Verbesserung des Straßenbildes in unmittelbarer Nähe zur Altstadt.


    Weitere Links zu dem Projekt:
    https://www.garbers-partner.de/projekte/trave-campus.html
    https://www.luebeck-places.de/…der-moislinger-allee.html

    Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)

  • Lieber frank1204,


    bitte erlauben Sie mir die kurze Frage, wie es mit dem geplanten Um- und Ausbau des Buddenbrookhauses steht ? Werden die Bauarbeiten 2020 beginnen ?

  • Lieber Pagentorn,


    wenn man den Presseberichten glauben schenken kann, wird es tatsächlich in Kürze losgehen - leider, denn ich lehne den Entwurf nach wie vor ab.


    Laut HL-Live wurde das Haus am letzten Wochenende geschlossen:
    https://www.hl-live.de/aktuell/text.php?id=135279


    Eine provisorische Teilausstellung während der Bauzeit wird es ab 27. März im Museum Behnhaus Drägerhaus geben.


    Noch einmal zur Erinnerung - hier gibt es die Wettbewerbsentwürfe für den Neubau als PDF-Dateien zu sehen:
    https://buddenbrookhaus.de/oeffentliches-forum_2


    Es hieß vormals dass der Siegerentwurf von TMH noch einmal überarbeitet werden solle. Wenn ich mir die Dateien jetzt noch einmal so ansehe, kann ich leider keine Veränderungen/Verbesserungen feststellen - es sind offenbar die alten. Die größten Kritikpunkte daran sind meinerseits immer noch:


    - Das Haus Mengstraße 6 (ex Fischstraße 19) bekommt leider wieder kein adäquates Erdgeschoss, und die Fassade schwebt weiterhin wie ein Fremdkörper in der Luft. Ich verstehe nicht, was daran so schwierig ist, die Backsteinfassade bis zum Boden herunterzuziehen (wie es beim bestehenden Haus immerhin ansatzweise der Fall ist) und Fenster-/Türöffnungen anstatt der Glasfläche zu erstellen. Das ginge auch mit der Durchfahrt, wenn diese denn unbedingt bleiben muss. Von dem albern wirkenden Schriftzug mal ganz abgesehen, auch wenn er aus dem Roman ist.


    - Beim "alten" Buddenbrookhaus (Mengstraße 4) wird durch das Umwandeln der Dachschräge in eine Vertikale aus dem historisch wohl dagewesenen Mansardgeschoss ein zusätzliches (immerhin durch Dachziegel getarntes) Vollgeschoss, wodurch der schöne Rokoko-Giebel zur Farce gerät! Über diese Dachbegradigung kann man an den Längsseiten und an der Rückfassade vielleicht noch hinwegsehen, aber muss das an der Straßenfassade wirklich sein? Durch die Beibehaltung einer geringen Dachneigung würde man doch nun wirklich kaum etwas an Innenfläche verlieren, aber außen eine erheblich bessere Ansicht erreichen.


    - Die Dachlandschaft wird durch Aufstockung und Dachaustritt zwischen den Häusern erheblich gestört und wird aus der Vogelperspektive sehr unschön/verstümmelt wirken, wobei man sagen muss, dass auch das jetzige Dach von Nr. 4 mit seinen Unterbrechungen nicht gerade als vollständig oder optimal zu bezeichnen ist.


    - Die modernistische Rückseite spottet leider jeder Beschreibung. Mir fehlen da wirklich die Worte. Sieht man immerhin nicht von der Straße aus und passt zu dem vor kurzem in den Innenhof gekloppten Parkhaus-Monstrum.



    Fairerweise muss man man aber auch den einen Pluspunkt des Entwurfs erwähnen: Die Diele im Erdgeschoss des alten Hauses Nr. 4 soll dem historischen Zustand weitgehend angenähert werden. Ob man gar von einer Rekonstruktion sprechen kann, vermag ich im Moment nicht zu beurteilen.

    Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)

  • Lieber frank1204


    haben Sie herzlichen Dank für diesen detailreichen Sachstandsbericht !


    Auch mir ist es es ein wenig bange, wenn ich an die bevorstehende 'Verschlimmbesserung' denke.


    Es wäre wahrscheinlich in der Tat besser gewesen, man hätte den jetzigen Zustand unangetastet gelassen und damit zukünftigen Generationen die Möglichkeit erhalten, richtig zu rekonstruieren (das ist in solchen Fällen ja Heimdalls Mittel der Wahl, welches ich mir anzueignen mir erlaubt habe).


    Seien Sie jedenfalls versichert, daß der Sohn eine Katharineers, die Entwicklung an diesem Teil der Mengstraße und im Schatten von St. Marien ganz genau im Auge behalten wird !


    In diesem Sinne: Dominus Providebit !

  • In Planung:


    Eine neue, große Orgel für die Marienkirche und die Rekonstruktion der mittelalterlichen Orgel über der Totentanzkapelle:


    https://www.nordkirche.de/nach…ker-marienkirche-geplant/


    Finanziert durch Spenden und Zuschüsse der Bundesregierung (Totentanzkapelle).


    Und wenn dann im Dom die Schnitger - Orgel rekonstruiert wird / ist, hat Lübeck den Namen 'Stadt der Orgeln' weithin verdient:


    https://www.dom-zu-luebeck.de/…sion-schnitger/index.html


  • Wann sind Rekonstruktionen sinnvoll, wann unsinnig?


    von Roland Eberlein


    Der Versuch, eine Orgel aus früheren Zeiten zu rekonstruieren, wurde zum ersten Mal 1921 in Freiburg i.Br.
    unternommen. Von da ab bis zur Gegenwart hat es unzählige weitere Rekonstruktionsversuche gegeben. In
    den meisten Fällen ging es darum, eine in Teilen erhaltene historische Orgel auf den vermuteten oder belegten
    ursprünglichen Zustand zurückzuführen.
    Die Ausgangslage war dabei sehr unterschiedlich: In einigen wenigen Fällen war die Orgel nahezu komplett
    in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten, so daß z.B. nur einige Pfeifen oder die Balganlage zu rekonstruieren
    war und alles übrige restauriert werden konnte. Solche Fälle wie z.B. die Baumeister-Orgel der ehemaligen


    Klosterkirche Maihingen von 1737 sind jedoch leider selten. Viel häufiger wurden historische Orgeln im
    Laufe der Zeit mehr oder weniger stark verändert, so daß ein mehr oder weniger großer Teil der Orgel re -
    konstruiert werden mußte, um den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen. Dies trifft auf die große
    Mehrheit der heute noch existierenden historischen Orgeln zu.


    PDF :


    http://www.google.de/url?sa=t&…Vaw3Kkuldj17-dVnIOCRBoLGu

  • Schaut mal hier.Das ist eine sehr Interessante Doku über Sanierungen in der Lübecker Altstadt.Es geht unter anderem um den Neubau im Kolk und um eine Sanierung im Jakobi Quartier.