Zunehmende Verschandelung der Kulturlandschaft durch Windräder

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  • Mein Vorschlag: bis alternative Energien ausgereift sind (z.B. Wasserkraftwerke, wie es in der Schweiz gehandhabt wird), beim Bewährten bleiben und dieses ausbauen: heißt AKW. Man kann es natürlich auch umgekehrt machen, wie Deutschland. Zuerst die „Idee!“, unabhängig davon, ob ausgereift oder nicht, und danach gleich umsetzen. Im Zuge der „Idee!“ ganze Landschaften zerstören und die mangelnde Effizienz quersubventionieren und hoffen, dass das Ausland diese Wurschtelei mitmacht, weil die „Idee!“ so gut und vorbildlich ist, dass ein aufsteigendes Schwellenland gar nicht anders kann, als davon angesteckt zu werden. Ob die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands unter erhöhten Strompreisen und Auflagen leidet, ist egal. Weil Konzerne gar nicht auf die Idee kommen können, Deutschland mittelfristig zu verlassen und alle die „Idee!“ ja teilen (wer nicht, kann nicht vernünftig sein). Ob Kulturlandschaften einer Kulisse aus Endzeitfilmen ähneln, ist auch egal. Die „Idee!“ steht über antiquierten ästhetischen Bedürfnissen. Ich persönlich bevorzuge den ersten, rationalen Weg. Erneuerbare Energien dann umsetzen, wenn die Effizienz sich mit jener von AKWs messen kann und die Energiegewinnungskosten auf einem international wettbewerbsfähigen Niveau bleiben, nicht subventioniert werden müssen und man aufgrund von Engpässen keinen AKW-Strom aus dem Ausland importieren muss.
  • East_Clintwood wrote:

    Mein Vorschlag: bis alternative Energien ausgereift sind (z.B. Wasserkraftwerke, wie es in der Schweiz gehandhabt wird), beim Bewährten bleiben und dieses ausbauen: heißt AKW.
    Bewährt: Tschernobyl, Fukushima, Knoxville, demnächst Tihange? Mehr: de.wikipedia.org/wiki/Liste_vo…n_kerntechnischen_Anlagen
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  • Genau so gut (und unsinnig) könnte man sagen:

    „Flugzeuge haben sich bewährt? American Airlines, Concorde, Air France? Mehr: de.m.wikipedia.org/wiki/Flugzeugabsturz“

    Ja, lieber Tegula, das Leben ist gefährlich. Dennoch muss man ab und an auch rationale Entscheidungen fällen und sich weniger von Ängsten leiten lassen. Was Fukushima betrifft, war die geologische Beschaffenheit und Küstennähe hauptursächlich für den Reaktorunfall. Hätte es einige hundert Kilometer weiter landeinwärts gestanden, würde es heute noch tadellos laufen. Es gibt bis auf Weiteres keine effizientere und kostengünstigere Energiegewinnung als jene der AKWs. Immerhin hat es sich nun über ein halbes Jahrhundert bewährt, während deine Experimente lauter Totgeburten sind, die über alle möglichen Kanäle finanziert werden müssen, um überhaupt existieren zu können. Daher: sobald es ausgereift ist und Windräder von Zuschüssen unabhängig existieren können und man keinen Strom aus dem umliegenden Ausland mit einspeisen muss, bin ich mit dir d‘accord. Wenn dies nicht der Fall ist und auch auf absehbare Zeit nicht der Fall sein wird, sollte man die Windräder besser gestern, anstatt heute abreißen, damit man nicht mehr ins Museum muss, um Caspar David Friedrichsche Landschaften genießen zu können und auch die nächste Generation noch etwas von deutschen Kulturlandschaften hat (die, nochmal, mit Ungetümen verschandelt werden, die auf das Weltklima keinerlei Einfluss haben und letztlich dazu gebaut werden, um den guten Schlaf der Tegulas dieser Welt zu fördern).
  • East_Clintwood wrote:

    Mein Vorschlag: bis alternative Energien ausgereift sind (z.B. Wasserkraftwerke, wie es in der Schweiz gehandhabt wird)


    (...)



    Erneuerbare Energien dann umsetzen, wenn die Effizienz sich mit jener von AKWs messen kann und die Energiegewinnungskosten auf einem international wettbewerbsfähigen Niveau bleiben, nicht subventioniert werden müssen und man aufgrund von Engpässen keinen AKW-Strom aus dem Ausland importieren muss.
    Das Reden von "ausgereiften Techniken" ist auch eine trügerische Hoffnung: das physikalische und mathematische Gesamtpotenzial der Wasserkraft in Deutschland z.B. liegt - wenn man tatsächlich jeden verfügbaren Tropfen Wasser nutzt - bei 10 kwh pro Person und Tag. Das ist das physikalische Maximum, egal wie ausgereift die Technik ist (Quelle: Holler & Gaukel: Erneuerbare Energien ohne heiße Luft).

    Wir verbrauchen derzeit 120 kwh pro Person und Tag an Primärenergie.

    Es kann und darf nicht die Lösung sein, alternative Energienquellen danach zu bewerten, ob sie die gleiche Energie bringen wie wir derzeit benötigen, sondern wie wir den derzeitigen Wohlstand mit einem geringeren Energieverbrauch aufrecht erhalten können.
  • East_Clintwood wrote:

    Dennoch muss man ab und an auch rationale Entscheidungen fällen und sich weniger von Ängsten leiten lassen.
    Ja, zum Beispiel die Ängste vor Stromausfällen, unbezahlbaren Strompreisen und die Vernichtung der deutschen Industrie durch Windenergie.

    Und die folgen eines Flugzeugabsturzes, das ich freiwillig betreten kann, mit einem Atomunfall zu vergleichen, dem niemand im Umkreis von 100 km und weit mehr entkommen kann, ist schon perfide!
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  • Wie ich bereits schrieb, sind die deutschen Stromkosten bald an der weltweiten Spitze. Sollte eine größere Stadt nur(!) durch Windkraft betrieben werden, gäbe es keinen Stromausfall, weil es für einen solchen Strom benötigte. Was die Industrie angeht: warten wir es mal ab, die „Energiewende“ hat ja erst begonnen. Mit dem ganz großen Kaliber unter den Ängsten, dem Weltuntergang, kann ich natürlich nicht dienen. Aber dafür haben wir ja dich.

    Es geht bei diesem Vergleich um das Risiko, das Leben mit sich bringt. Ob man freiwillig oder unfreiwillig verunfallt oder stirbt, spielt im großen Ganzen keine Rolle. Hier muss man zudem bilanzieren: die Vorteile aller überwiegen ganz klar die Nachteile einiger. Und natürlich gibt es Parallelen bei den Beispielen: beides dient dem Gros der Menschen. Bei Flugzeugen der Mobilität. Bei günstiger und effizienter Stromversorgung, naja alles andere.
  • East_Clintwood wrote:



    Es geht bei diesem Vergleich um das Risiko, das Leben mit sich bringt. Ob man freiwillig oder unfreiwillig verunfallt oder stirbt, spielt im großen Ganzen keine Rolle. Hier muss man zudem bilanzieren: die Vorteile aller überwiegen ganz klar die Nachteile einiger. Und natürlich gibt es Parallelen bei den Beispielen: beides dient dem Gros der Menschen. Bei Flugzeugen der Mobilität. Bei günstiger und effizienter Stromversorgung, naja alles andere.
    Ungeachtet dessen gehören KKW genau so wenig in dichtbesiedelte Landschaften, wie WKA.
  • East_Clintwood wrote:

    Mit dem ganz großen Kaliber unter den Ängsten, dem Weltuntergang, kann ich natürlich nicht dienen. Aber dafür haben wir ja dich.
    Was für eine blödsinnige Unterstellung. Für das Verharren in alten überkommenen Strukturen stehst dann ja du, nicht?

    East_Clintwood wrote:

    Es geht bei diesem Vergleich um das Risiko, das Leben mit sich bringt. Ob man freiwillig oder unfreiwillig verunfallt oder stirbt, spielt im großen Ganzen keine Rolle.
    Es macht einen erheblichen Unterschied, ob man sich freiwillig oder von anderen verordnet in eine Gefahrenlage begibt. Im ersten Fall hat man die Chance, der Gefahr aus dem Weg zu gehen, im zweiten nicht.
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