Hagen - der Hauptbahnhof, ein vergessenes Kleinod

  • Eigentlich wollte ich den Bahnhof in den "Kathedralen der Neuzeit-Thread" packen, aber als ich bemerkt habe, dass mein Beitrag so ausufert, habe ich mich entschlossen einen eigenen Thread zu erstellen.
    Vielleicht hat der eine oder andere die gleiche Erfahrung gemacht, dass die Bahn eine ihrer Bahnhöfe aufs sträflichste vernachlässigt und möchte dazu etwas sagen


    Zum Thema: Leider habe ich kein Foto des Zustandes vor 1945 gefunden. Ich habe zwar welche, aber ich weiß nicht wo. Aber das ist ja eigentlich auch egal. Von aussen hat sich ja nicht sooo viel geändert. Da müsst Ihr Euch das halt vorstellen, wenn ich Euch die Veränderungen kurz aufzähle. 8)
    Ok, jetzt aber wirklich zum Thema:


    1. Hier erstmal ein aktuelles Bild der Front:

    Was fehlt? Naja, ein Vordach über dem Haupteingang sowie die Eingangstüren mit Säulen, kupferne Vasen auf dem Dach des Turms (die Ecken bekrönend) und das Dach des kleine Anbaus, den man links am Rande noch erkennen kann. Sonst ist alle noch original erhalten. Jedoch in einem sehr schlechten Zustand. Überall bröckelt der Sandstein. :weinen:


    2. Jetzt geht's ins Detail. Das Wappen im Giebel:

    Wie man sieht gibt es Fehlstellen (Bein und Arm der linken Putte) und das ganze Kunstwerk ist von Tauben vollgesch***. :boese:
    Was da im Wappen steht (sind wohl Initialen) konnte ich nicht herausfinden.


    3. Nun zum Innenraum. Das Glasbild

    Der holländische Künstler Jan Thorn-Prikker schuf dieses monumentale Glasfenster 1910 mit dem Titel "Der Künstler als Lehrer für Handel und Gewerbe". Leider ist es momentan nicht zu erkennen, da die Notdecke eingezogen ist und es wohl noch längere Zeit bleibt. Aber dazu gleich mehr.


    4. Ein Bild des Innenraumes vor 1945.

    Ja, so prächtig war das mal. Sandsteinarkaden, leuchtend bunte Jugendstilmalereien und ein mächtiges Tonnengewölbe.
    Heute bietet sich ein anderes Bild. In den 50ern wurde knapp über den Fenstern eine Zwischendecke eingezogen, die runden Formen begradigt und die Sandsteinarkaden wurden bis auf die Pfeiler abgeschlagen.
    Ende 2002/Anfang 2003 fing diese Zwischendecke an zu bröckeln und die Bahn entschied sich eine weitere von zahlreichen mächtigen Pfeilern gestützte Zwischendecke einzuziehen. Diesmal eine Holz-Stahl-Konstruktion die knapp unter den Fenstern aufhört.
    Netterweise hat die Bahn vor einigen Monaten kleine Lichtschächte zu den Fenstern eingebaut, so dass man wenigstens etwas Tageslicht innerhalb der Halle (der Name trifft schon gar nicht mehr zu, so niedrig wie der Raum momentan ist) hat.


    Ja und wäre das nicht schlimm genug, so will die Bahn die dringende Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes sowie die Rekonstruktion des Tonnengewölbes noch weiter nach Hinten schieben. Jetzt müssen schon wieder neue Finanzierungsgespräche angefangen werden.
    Mal eben ein kleines Zitat, was doch irgendwie Hoffnung macht:


    "Von den 737 Bahnhof-Managements in Nordrhein-Westfalen ist Hagen flächenmäßig die größte Einheit mit immerhin 113 Stationen. Am Hauptbahnhof, durch den täglich 364 Züge rollen, steigen jeden Tag 22 000 Reisende ein und aus. [...] Bahn-Sprecher Torsten Nehring versichert, dass Hagen bei den anstehenden, neuen Projekten deshalb auch "hoch angesiedelt" sei. Im Dezember und Januar stehen weitere Koordonierungsgespräche über den Kostenplan an. Die werden nicht einfach, "denn beide - Stadt und Bahn schwimmen nicht im Geld"


    Mehr kann ich auch nicht sagen. Mir bleibt nur noch hoffen, dass 2005 angefangen wird. :(

  • Noch kurz ein paar allgemeine Sätze zum Hauptbahnhof (kopiert aus einem alten DAF-Thread von mir):


    Der Hagener Hauptbahnhof wurde in den Jahren 1907-1910 anstelle eines kleineren klassizistischen Vorgängerbaus errichtet.
    Der neobarocke Bahnhof besteht aus der großen Empfangshalle und mehreren kleineren Nebengebäuden. Geprägt wird sein Erscheinungsbild jedoch durch den rechteckigen Uhrenturm mit verkupferter Laterne und Kuppelhelm.
    Von der einstigen Pracht des im qualitätvollen Jugendstil gestalteten Innenraums zeugen heute nur noch die Sandsteinpfeiler an den Wänden und ein monumentales Glasgemälde des holländischen Künstlers Jan Thorn-Prikker.


    Im Zweiten Weltkrieg wurden die Nebengebäude größtenteils zerstört oder beschädigt, so dass die übriggebliebenen sich heute mit veränderten Dachern präsentieren. Die große Halle aber blieb weitestgehend verschont und erfuhr erst in den Nachkriegsjahren große Veränderungen (Einziehen einer Zwischendecke, Abschlagen des Dekors).


    Ein Highlight des Hauptbahnhofes ist die elegante, zweischiffige Bahnsteighalle.
    Ihre von Stephany entworfene Stahlkonstruktion ist nur 1400 t schwer. Sie wurde in den 1990er Jahren denkmalgerecht restauriert und ist ein bedeutendes Beispiel für die seit dem späten 19. Jh. entwickelte Hallenkonstruktion in Stahlbauweise. Im Ruhrgebiet ist sie die einzige erhaltene "klassische" Bahnsteighalle und eine der wenigen ihrer Art in Deutschland.

  • Abend Seraph, vielen Dank für deinen Bericht! Hoffentlich denken die sich in nen paar Jahren, wenn man den Bahnhof weiter verfallen lässt, nicht, dass man doch gleich nen modernen Bau dahin setzen sollte. Würde mich nicht wundern!


    Ich hab noch nen Foto des Vorkriegszustandes gefunden:


    http://www.hagen-oberhagen.de/…/Hagen_Hbf/hagen_hbf.html




    die Bahnsteighalle:




    Sieht jetzt wohl noch genau so aus:

    Quote

    Im Ruhrgebiet ist sie die einzige erhaltene "klassische" Bahnsteighalle und eine der wenigen ihrer Art in Deutschland

    .

  • Das ist sowieso ein großes Problem, Bahnhöfe werden in Deutschland vernachlässigt und wenn man was tut dann eher kaputtrenovieren als rekonstruieren.
    Euer Bahnhof scheint ja echt ein Prachtstück zu sein.



    Ein weiteres Problem ist der Hauptbahnhof von Mülheim an der Ruhr, wohl der schlechsterhaltenste Hauptbahnhof in NRW.
    Seit den 70ern wird die Renovierung immer weiter aufgeschoben. Dieses Jahr plante die Stadt, ihn zu kaufen und zu renovieren aber das lehnte die Bahn vor kurzem ab.
    Wir können nur hoffen, dass dieses Gebäude, nach dem Krieg vereinfacht wiederaufgebaut, in den Vorkriegszustand rekonstruiert wird und uns so erhalten bleibt. Aber momentan ist damit wohl nicht zu rechnen.


    Das Umfeld ist übrigens nicht so besonders, direkt an den Bahnhof schließt das "Forum" an, ein 50.000 qm Einkaufscenter, dass der Innenstadt jegliche Kundschaft raubt.


    http://www.mbi-mh.de">http://www.mbi-mh.de



    btw: ihr hattet in Hagen ja auch mal 'ne schöne Stadthalle.

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • @der_Sauerländer:
    Oh, diese Seite kannte ich noch nicht. Danke für das Bild.
    Wie man sieht wären die Anstrengungen, dem Bahnhof sein altes Aussehen wiederzugeben nicht so hoch. Man müsste nur die Dächer wiederherstellen und den Eingang neumachen.
    Leider fehlen die beiden Statuen, welche man auf diesem kleinen Gebäudeteil ganz liks sehen kann. Ob die zerstört wurden oder weggeschafft wurden, weiß ich leider nicht.


    Die Bahnsteighalle sieht immernoch so aus, wobei sie heute natürlich anders "möbliert" ist. Es gibt moderne Anzeigetafeln, Bänke, Mülleimer, Uhren, Geländer usw.


    Booni:
    Bitte nicht von der Stadthalle reden, sonst muss ich weinen! :weinen:
    Unsere Stadthalle war so ein Fall von politisch motiviertem Abriss eines noch sehr gut erhaltenen Bauwerks ohne Rücksicht auf vorhandene Kunstwerke. Es fehlen sechs riesige Sandsteinpanther vom Dach, sechs ebenfalls riesige Skulpturen von der Front, ein Mosaik des Bahnhofsfenster-Künstlers aus dem Musiksaal und natürlich jegliche Innenausstattung.
    Nach dem 2. WK und in den 50ern wollten die Hagener Oberen die Stadt anscheinend in ein unbedeutendes Provinznest ohne Kultur oder großartige Bauten verwandeln. Im Grunde könnte hagen auch eine ostdeutsche Stadt sein. Nur ohne Plattenabuten. :boese:

  • Wenn ihr schon die Hagener Stadthalle ansprecht, dann hier historische Fotos:





    Wenn ich Seraph richtig verstanden habe, dann steht die Halle aber noch, gibt es aktuelle Aufnahmen?

  • Oh, habe ich mich falsch ausgedrückt? Naja, die steht jedenfalls gar nicht mehr. Leider. An ihrer Stelle war jahrelang ein Parkplatz und 1996-97 wurde da unser CineStar gebaut.



    Zu den alten Fotos:
    Auf den Fotos sieht man die Halle noch ohne die sechs ebenfalls verschwundenen Skulpturen, welche zwischen den Fenstern über dem Eingang angebracht waren.


    Auf dem ersten Bild sieht man rechts hinten so ein eckiges Haus. Das steht noch, bis auf eine entstellende Feuertreppe (verdammte Brandschutzvorschriften!) sowie neue Fenster unverändert an Ort und Stelle. Es war das Verwaltungsgebäude der dortigen Textilfabrik und beherbergt heute die städt. Musikschule.

  • Danke für die Infos, das Kino kenn ich ja auch; am meisten fällt immer die Kirche daneben auf, die völlig isoliert in der Landschaft herumsteht...

  • Es ist wirklich schade um die alte Hagener Stadthalle, sie wirkte an ihrem Standort stadtbildprägend. Vieles spricht dafür, dass sie hätte wiederaufgebaut werden können. Jedoch gab es auch Ende der 40er Jahre Gutachten, die der Substanz der Stadthalle irreparable Schäden bescheinigte. Ich denke aber, dass solche Gutachten eher ideologisch motiviert waren und Ausdruck des vorherrschenden vehementen Abriss-Zeitgeists waren. Meines Wissens war nach dem Krieg die Mehrheit der Hagener Bürger für den Wiederaufbau der Ruine und es gingen für die damalige Zeit größere Summen an Spenden für die Wiederherstellung aus der Bevölkerung ein. Die Stadthalle wurde schliesslich 1954 abgetragen.


    Anbei eine schöne Nachtaufnahme der alten Hagener Stadthalle von einer Vorkriegspostkarte aus meiner Sammlung (Quelle: Graph. Kunstanstalt Kettling&Krüger, Schalksmühle/Westf.):



    [img[/img]


    Seit längerer Zeit trage ich die Idee mit mir herum, nachzuforschen wo die von Milly Steeger gefertigten 6 Panther geblieben sind, die auf der Dachseite über dem Portal gestanden haben. Solche großen Figuren können einfach nicht spurlos verschwinden. Vielleicht gibt es jemanden, der sich auch mit dieser Frage beschäftigt. Über eine Nachricht würde ich mich freuen.

  • @ Zockel: Willkommen im Forum von einem Nachbarn (Iserlohn/Dortmund und gebürtiger Hagener)!



    Würd mich auch mal interessieren, wo die hin sind...




    @ Seraph: Leider kann man deine Bilder aus dem ersten Beitrag nicht mehr sehen, das Problem lässt sich aber lösen (Bankofchina hat da was verändert):


    Bsp.:


    statt:


    http://www.bankofchina.de/gallery/pics/SeraphEleison/25241.jpg\r
    http://www.bankofchina.de/gallery/pics/ ... /25241.jpg


    alles klein schreiben:


    http://www.bankofchina.de/gallery/pics/serapheleison/25241.jpg\r
    http://www.bankofchina.de/gallery/pics/ ... /25241.jpg


    Wär schön, wenn du das ändern könntest!

  • Sauerländer:
    So, ist erledigt. Jetzt kann man die Bilder wieder sehen.


    @Thema:
    Das Hickhack um die Sanierung des Hauptbahnhofes ist immer noch nicht zu Ende. In Hagen hofft man zwar, dass bis zur WM 2006 wieder alles in Ordnung ist, aber sicher ist leider noch nichts. Ich will das Tonnengewölbe! Und zwar sofort! Doofe Bahn! :aetschgruen:


    Zockel:
    Ah, wie schön. Ein "Mit-Hagener". Willkommen bei uns im Forum! :winkenkopf:

  • [Update]


    Nachdem dieser Thread schon über ein Jahr besteht, will ich doch mal ein paar Neuigkeiten posten. Die Rekonstruktion des historischen Tonnengewölbes wurde planmäßig (welch ein Wunder) noch vor der WM fertiggestellt. Zwar kann man den Empfangssaal in Ansätzen wieder so erleben wie ihn unsere Großväter erlebt haben, jedoch mussten (zu meinem größten Bedauern) aus statischen Gründen Stahlstützen in das Tonnengewölbe eingezogen werden:

    Beim Vergleich mit einer historischen Aufnahme kann der jetzige Zustand natürlich nicht mithalten. Die alte Aufnahme unten zeigt übrigens die Rückwand des Saals, die heute Werbefläche von Douglas ist und von der Heidi Klum auf die Zuggästen herunterlächelt. Zum Glück ist Douglas noch als Sponsor eingesprungen, denn die arme Bahn hätte fast kein Geld für diese Rekonstruktionsmaßnahme gehabt. Die Douglas Holding tut etwas für ihre Heimatstadt, also kauft bei Douglas! :zwinkern:


    Als kleines Schmankerl zum Schluss, das Fenster in Großansicht:

    Und nun zu den Aussichten: Nächstes Jahr möchte man sowohl die Sandsteinarkaden im Inneren (siehe hist. Aufnahme) als auch die teilweise stark verwitterte Fassade in Angriff nehmen. Will ich mal hoffen, dass dort etwas originaler rekonstruiert wird...

  • @Seraph Eleison


    Wie ich sehe, bist Du ja in Hagen wohnhaft. Sagt Dir da der Name der Hagener Architekten Gebrüder Ludwigs was? Die haben ja in den Jahren zwischen 1910 bis in die 60er Jahre fleissig gebaut! Vor allem haben sie in Hagen Jugenstilbauten erstellt, deren Vorbilder in St. Gallen, meiner Heimatstadt, stehen. Die Ludwigs verbrachten ja ihre Wanderjahre in der Schweiz, vor allem in St. Gallen.


    In den "Hagener Jahrbüchern '97 und '98" erschien eine Serie über ihr Schaffen. Einige ihrer Bauten wurden beschädigt, sind aber in vereinfachter Form wiederaufgebaut worden. Wäre vielleicht mal interessant, einen Faden dazu zu eröffnen...

  • Quote from "Riegel"

    @Seraph Eleison


    Wie ich sehe, bist Du ja in Hagen wohnhaft. Sagt Dir da der Name der Hagener Architekten Gebrüder Ludwigs was? Die haben ja in den Jahren zwischen 1910 bis in die 60er Jahre fleissig gebaut! Vor allem haben sie in Hagen Jugenstilbauten erstellt, deren Vorbilder in St. Gallen, meiner Heimatstadt, stehen. Die Ludwigs verbrachten ja ihre Wanderjahre in der Schweiz, vor allem in St. Gallen.


    In den "Hagener Jahrbüchern '97 und '98" erschien eine Serie über ihr Schaffen. Einige ihrer Bauten wurden beschädigt, sind aber in vereinfachter Form wiederaufgebaut worden. Wäre vielleicht mal interessant, einen Faden dazu zu eröffnen...


    Klar sagt mir der Name der Gebrüder Ludwigs etwas. Die waren ja in Hagen wirklich sehr fleißig.
    Ich besitze zwar ein paar Hagener Jahrbücher, jedoch fehlen mir genau die beiden von Dir genannten. Also weiß ich nur von den Bauten, die ich in meinem "Architekturführer Hagen" gefunden habe oder die ich schon vorher kannte. Und das sind sechs auf die Stadt verteilte Gebäude.
    Sicher könnte man da einen Thread mit eröffnen, aber leider sind einige Gebäude Privathäuser und die fotographiere ich echt ungern...
    Aber ich überleg's mir mal. :zwinkern:

  • Quote

    Und nun zu den Aussichten: Nächstes Jahr möchte man sowohl die Sandsteinarkaden im Inneren (siehe hist. Aufnahme) als auch die teilweise stark verwitterte Fassade in Angriff nehmen. Will ich mal hoffen, dass dort etwas originaler rekonstruiert wird...


    Wie ist denn nun der Stand der Dinge?
    Wird das Gebäude nun endlich saniert?


    Was ich als eine Sauerei empfinde, ist, dass im Vorfeld der Sanierung des Tonnengewölbes aufgerufen wurde alte Fotos von der Halle einzusenden, um das Gewölbe originalgetreu auszumalen und, dass dann so etwas dabei rum kommt:


    Das ist aber nicht annähernd so traurig wie die Außenansicht des Bahnhofs.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:HagenHbf.jpg\r
    de.wikipedia.org/wiki/Bild:HagenHbf.jpg


    Man müsste die Dächer, den Haupteingang und den Figurenschmuck rekonstruieren, die Kunststofffenster ersetzen und das Gebäude der Bahnhofspolizei um ein Stockwerk erhöhen.


    Der Umgang mit dem Bahnhofsgebäude ist eine Schande!


    Man müsste sich mit der Stadt und der Bahn zusammensetzen und eine Lösung erarbeiten, um diese Baumaßnahmen zu finanzieren.
    Ein möglicher Weg könnte sein, dass die Bahn/Stadt die geplanten Sanierungen der Fassade finanziert und dass die finanziellen Mittel für die Rekonstruktion der Dächer usw. durch Spendengelder erbracht wird.
    Ich denke, dass es ohne private Gelder nicht möglich sein wird das Gesamtkunstwerk Hagener Hauptbahnhof in absehbarer Zeit wieder herzustellen.


    Wie seht ihr, die den Bahnhof kennt, die Notwendigkeit eines solchen Umbaus und die Chancen die Arbeiten durch private Spenden zu finanzieren?

  • Was sollen denn die Reckstangen ? Ist das für die Folgenutzung, wenn der Bahnhof irgendwann nicht mehr von der DB angesteuert wird ? :pfeifengelb:

  • Quote from "Seraph Eleison"

    Die große Halle aber blieb weitestgehend verschont und erfuhr erst in den Nachkriegsjahren große Veränderungen (Einziehen einer Zwischendecke, Abschlagen des Dekors).


    Bedeutet das, dass die ursprünglich gewölbte Decke noch vorhanden ist?

  • Quote from "Seraph Eleison"


    Beim Vergleich mit einer historischen Aufnahme kann der jetzige Zustand natürlich nicht mithalten. Die alte Aufnahme unten zeigt übrigens die Rückwand des Saals, die heute Werbefläche von Douglas ist und von der Heidi Klum auf die Zuggästen herunterlächelt. Zum Glück ist Douglas noch als Sponsor eingesprungen, denn die arme Bahn hätte fast kein Geld für diese Rekonstruktionsmaßnahme gehabt. Die Douglas Holding tut etwas für ihre Heimatstadt, also kauft bei Douglas! :zwinkern:


    Ich habe vom Hagener Heimatbund erfahren, dass die historische Bahnhofsuhr heute noch existiert, jedoch versteckt hinter der Werbetafel von Douglas.
    Sie sei nicht besonders schön gewesen und deshalb habe man sich dagegen entschieden sie sichtbar zu lassen.


    Eine weitere Information, die ich bekommen habe ist, dass diese Uhr von mehreren Putten getragen wurde.


    Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass es sich nicht lohnen würde sie wieder freizulegen.


    Hat jemand hier im Forum vielleicht größere Aufnahmen von der Uhr als Obige.