Berlin-Mitte - Leipziger Platz, Leipziger Strasse

  • Lol, für ein tatsächlich ästhetisches und elegantes Gebäude muss man erst gar nicht sprechen (oder wie in diesem Fall marktschreien)...es spricht für sich ganz allein.

  • In der heutigen Zeit kann man aber solchen Äußerungen nicht mal ein Quäntchen Wahrheit absprechen. Das Gebäude ist zumindest wirklich beruhigend, indem es sich der Umgebungsbebauung anpasst und keine Architekten-Selbstdarstellungsorgie wurde.


    Ihr dürft Euch doch nichts vormachen. Andernfalls wäre womöglich nur schlimmeres herausgekommen, z.B. derartiges:
    https://www.tagesspiegel.de/im…fk/9085768/2-format43.jpg

  • Der Leipziger Platz hätte schon aufgrund seiner Platzform ein ganz besonderer Stadtraum werden können, wie er unter einem Herrn Stimmann zeitweise noch möglich schien, aber spätestens seit Lüscher leider komplett in die Hose ging.


    Schwamm darüber, wenigstens sind die Raumkanten einmal gesichert. Zukünftige Generationen können die jetzigen Platzhalter einmal adäquater ersetzen - die ganz wenigen guten Fassaden gehen leider im grauen Einheitslüsch unter.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Man bekommt wirklich den Eindruck, wenn man manche Beiträge so liest, dass die Lüscher nichts anderes macht, als Rasterfassaden zeichnen und dann den Investoren vorschreibt diese dann genau so zu bauen.
    Irgendwie seltsam. Ich glaube, wenn der Käufer des Palasthotelgrundstücks gesagt hätte, er wolle das alte Palasthotel rekonstruieren und der Käufer des Mossepalais-Grundstücks das alte Mossepalais hätte rekonstruieren wollen, wäre das ohne Weiteres möglich gewesen.
    Beim Hotel Esplanade wäre es sogar leicht möglich gewesen, weil ja noch große Teile standen und der Kaisersaal hätte dann auch nicht mit großem Aufwand verschoben werden müssen. Das Ensemble Esplanade - Weinhaus Rheingold wäre heute ein beliebtes Fotomotiv gewesen. Der jetzige Zustand mit dem auf brutalste Weise überbauten Esplanade ist einfach nur grauenhaft. Eines der häßlichsten Hotels der Stadt.
    Ich glaube ja immer noch, dass die Hauptschuldigen der häßlichen austauschbaren Architektur die Investoren sind.

  • Dir Investoren sind oftmals irgendwelche europäischen oder internationalen Fonds, die natürlich überhaupt keine historische oder gestalterische Bindung zum Bauplatz haben und generell gewinnmaximierend denken.
    Also reduzierte, praktische Architektur bevorzugen, ob in Berlin, Paris, London oder Barcelona.
    Alles gleich und austauschbar...
    Zum Glück gibt es Ausnahmen.

  • Wie soll man das nennen? Jetzt geben sie dem Leipziger Platz den Rest. :daumenunten:


    Auch der einzige gut gelungene Bau wird entstellt werden.




    Gegenüber die N°9 mit dem Deutschen Spinat Spionagemuseum - viel hässlicher geht's nicht...

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Man wird noch viel an diesen Gebäuden umbauen, das eine oder andere wird früher wieder abgerissen als wir glauben. Solche Architektur ist nicht auf lange Dauer ausgelegt. Die jetzige Modifikation finde ich allerdings nicht schlecht, es kann nicht schaden wenn man die monotonen Fassaden auf Straßenebene etwas öffnet. Wird im Idealfall einen belebenden Effekt haben.

  • Ehrlich gesagt, empfinde ich den Umbau des Mossse-Palais als Verbesserung, zumindest was die Visualisierung verspricht. Das Erdgeschoss, 1. OG und 2. OG werden nun optisch zusammengefasst und wirken so klassischer proportioniert und geöffneter, der Pavillion auf dem Dach erhält einen feineren und gänzlich abgerundeten Dachabschluss. Der kanntige, grobschlächtige, alte Dachabschluss wirkte auf mich immer billig.
    Einzig schade ist das Wegfallen des historischen Namen Mosse-Palais und die Erinnerung an den Vorgängerbau. Nun wird es lediglich "Geschäftshaus 15" heißen? Allein marketingtechnisch war Mosse-Palais dem doch eindeutig vorzuziehen.

  • Den Platz finde ich so schlecht nicht. Das die Torhäuser nicht gebaut wurden, wundert mich eigentlich, nachdem sie ja vor einiger Zeit sogar auf der Seite der Senatsverwaltung in der Planung zu sehen waren. Warum sind die eigentlich nicht gekommen?


    Eine andere Platzgestaltung könnte helfen, mit Brunnen vielleicht o.ä.

    "Mens agitat molem!" "Der Geist bewegt die Materie!"

  • Eine andere Platzgestaltung könnte helfen, mit Brunnen vielleicht o.ä.

    Oder eben der Wippe. War ja mal ein alter Vorschlag von mir, da der Leipziger Platz durch seinen namen ja den Bezug zu den Montagsdemos in Leipzig herstellt.

    " Dem Wahren, Schönen, Guten "

  • Der Leipziger Platz ist vor allem ein Verkehrsknotenpunkt.
    Da wirkt vermutlich alles, was man da hinstellt, verloren.

  • Leipziger Platz, Nordhälfte


    LP 12/13


    LP 14


    LP 14, 15, 16


    LP 16


    LP 17


    LP 15 'Mosse-Palais', wie der rechte Nachbar nunmehr"mit hochgezogenem Rock". Ich finde es weniger gut.


    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Man hat den Dachpavillion also doch unangetastet gelassen, ebenso wie den Mosse Palais Schriftzug. Gut. Der Bau hat meiner Meinung nach durch den Umbau gewonnen. Erdgeschoss und erstes OG wirken nun weniger gedrungen, heller und klassischer in den Proportionen.

  • Sehr interessant die verschiedenen Perspektiven, die das Gebäude jedes mal komplett anders wirken lässt. Bei Bild 1 denkt man an einen aufgesetzten Turm.