Mannheim - O 4 4, Bankpalais

  • Ich denke nicht, dass Menschen die sich fuer ein schoenes Stadtbild interessieren, eine Minderheit darstellen. Staedte mit einer historischen Altstadt, vielen Gruenanlagen und einer gewissen Lebendigkeiten werden sehrwohl gerne angenommen. Deshalb sind doch auch Staedte wie Florenz oder Paris beliebter als Essen oder Duisburg. Das Problem liegt mehr an der Ansicht: so baut man doch heute nicht mehr! Straffe Linien und Formen werden als modern angesehen. Dieser Fortschrittsglaube ist besonders in einigen intelektuellen Gruppen stark verwurzelt, sodass sich niemand von diesen Leuten gerne als altbacken abstempeln lassen will. Diese Gruppen besetzen meist jedoch auch die Schluesselpositionen in den zustaendigen Aemtern und Architekturbueros, sodass wir dann Resultate wie am Dresdner Postplatz bekommen. Die breite Bevoelkerung ist meist nicht fuer diese Art von (Gross)investitionen, siehe Media Spree, CentrO Oberhausen oder wie hier in Mannheim. Deshalb wurde ich mir Wuenschen, dass in Zukunft mehr Menschen gegen schlechte Architektur angehen und sie nicht als etwas unveraenderbares hinnehmen.

  • Lest doch mal bitte genau, was ich geschrieben habe. Ich sprach vom Interesse an Architektur und Stadtbildern im Allgemeinen. Natürlich ist es möglich, dass es unter denen, die sich für diese Thematik interessieren, eine Tendenz hin zur Architectura pro Homine gibt, davon bin ich sogar durchaus überzeugt. Aber die Masse interessiert sich eben für ganz andere Dinge, zum Beispiel den neuen Apple Store, Schalke 04, oder ob der BMW noch glänzt. Hier im Forum konzentrieren sich Menschen unserer Gesinnung, da kann man schnell den Blick für tatsächliche Relationen und Gewichtungen verlieren, nicht mehr habe ich mit meinem Beitrag mitgeteilt. Ist es nicht bezeichnend, dass StadtbilDD in Dresden bislang sagenhafte 15(!) Leute zusammenbekommen hat, und auch das nur mit Müh und Not?

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • @ youngwoerth, Westfale



    Ich denke, da habt ihr beide Recht. Ich selbst muss zu meiner Schande gestehen, dass ich das Forum jetzt auch schon bestimmt 7 Jahre kenne, mich aber auch erst jetzt mal hier registriert habe. Ich glaube, alte Stadtbilder schön zu finden ist eine Sache. Die Tatsache, dass so viele ihre Studienort auch nach der Attraktivität der Stadt auswählen, sagt alles. Heidelberg, Freiburg, Tübingen, die ja alle eher kurpfälzisch-badisch-schwäbisch gemütlich daherkommen, erfreuen sich der selben Beliebtheit wie das großstädtische Mannheim (als Unis Standort meine ich). Mit dem Unterschied, dass die Leute nach dem Studium Mannheim wieder verlassen ohne mit der Wimper zu zucken, die anderen Städte aber schmerzlich vermisst werden, sofern man nicht gleich dort bleibt. Das habe ich neulich mal irgendwo gelesen, von wegen Studieren im Südwesten oder sowas. Alle Unis haben einen glänzenden Ruf, die Abwanderungsstatistik nach dem Studium spricht aber wohl für sich selbst. Wer nicht ganz weggeht zieht in die Pfalz oder an die Bergstraße.



    Eine ganz andere Sache ist es sich auch für attraktives stadtverträgliches Bauen zu engagieren. Da fehlt vielen schlicht das Interesse, sobald es über den eigenen Wohnort hinausgeht. Da ist dann (durchaus vorhandenes) Engagement vor Ort gefragt.



    Ein ganz großes Problem ist es auch, dass sich die Bürger gerne von pseudointellektuellen Schwätzern Sch... als Gold verkaufen lassen, nur um nicht als provinziell oder ungebildet zu gelten. Gerne wird man als Reko-Befürworter auch mal in die rechte Ecke gerückt, eine absolut bodenlose Frechheit, finde ich. Man möchte sich doch am besten verhalten wie das Kind bei " des Kaisers neue Kleider" und vereint rufen: " aber er hat ja gar nichts an!" :tongue:

    Der deutsche Pfad der Tugend ist immer noch der Dienstweg.

  • Basel leistet sich nicht nur in der Innenstadt viele Bausünden, sondern hat wie praktisch alle Schweizer Städte auch ziemlich häßliche Vororte.


    Mal kurz off topic: Dieses negative Basel-Bild in diesem Forum kann ich nicht teilen. Schwenkt das Thema auf die Schweiz ein, wird immer auf Basel eingeschossen. Klar, Basel ist auch kein städtebaulicher Musterknabe, mir fällt eine Plattenbau-Hochhaussiedlung bei Pratteln (Vorort von Basel) ein, so ziemlich das abscheuchlichste was ich bisher gesehen habe. Diese Siedlung könnte genausogut in Magnitogorsk oder Dnjepropetrowsk stehen. Aber Basel hat eine wunderbare Altstadt mît verwinkelten Gassen, ehrwürdigen Zunfthäusern, romantischen Plätzen und hochkarätigen Museen (Museum Jean Tinguely, Kunstmuseum), nicht zu vergessen das rote Sandstein-Münster, welches das Grab von Erasmus von Rotterdam beherbergt, einem der bedeutendesten Humanisten Europas. Basel ist eine Kultur- und Messestadt par excellence und steht vergleichbaren Städten wie Freiburg im Breisgau oder Strassburg in nichts nach.


    Hier ein paar Eindrücke:


    http://4.bp.blogspot.com/-t7Z3…KTOBER+%2521%2521+183.JPG


    http://v19.lscache3.c.bigcache…tos/original/56284423.jpg


    http://static.panoramio.com/photos/original/705494.jpg

    In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.


    Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.

  • Basel (...) steht vergleichbaren Städten wie Freiburg im Breisgau (...) in nichts nach.


    "In nichts" kann ich nicht bestätigen. Die berüchtigte Baseler Zersiedelung in den Außenbereichen ist doch recht konträr zu Freiburgs halbwegs geordneter Stadtteillandschaft. Eine Stadt besteht nicht nur aus ihrem Altstadtkern. Dass es hier wie dort nette Ecken gibt: Keine Frage.


    Edit: Wir sollten evtl. mal wieder das Strangthema streifen. ;)

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    Edited 3 times, last by youngwoerth ().

  • Mal kurz off topic: Dieses negative Basel-Bild in diesem Forum kann ich nicht teilen.

    Ich auch nicht. Basel gehört m.E. zu den wundervollsten Städten im mitteleuropäischen Raum und steht an städtebaulichem Reichtum und architektonischer Strahlkraft anderen Schweizer Städten nicht nach. Aber mir scheint, dass wir bei solchen Bewertungen an die Grenzen unserer Verständigungsmöglichkeiten stoßen. Pauschalurteile über Städte einander entgegenzusetzen, bringt nicht viel. Jedes derartige Urteil kann sogleich von einem anderen in Frage gestellt werden, weil der andere ja ganz andere Bilder im Kopf hat. Über das komplexe Gebilde einer Stadt einvernehmlich zu urteilen, ist fast unmöglich, über ein Architekturgebilde zu sprechen aber setzt eigentlich voraus, dass man es gemeinsam in den Blick nimmt, genau hinschaut und einander auf die Feinstruktur der jewqeiligen Formensprache aufmerksam macht. Nur so könnte man z.B. den (wie ich meine) enormen Qualitäten der Schweizer Architektur, auch der modernen auf die Schliche kommen, nur so könnte man auch sich bewusst machen, warum etwa in Mannheim (um das Thema des Strangs wieder aufzugreifen) so viel Ernüchterndes und Enttäuschendes, dann und wann auber auch Vorbildliches das Auge streift. Das beste Mittel, Seh- und Urteilsvermögen in dieser Hinsicht zu schulen, wären eben Architekturreisen, organisiert von Stadtbild Deutschland.

  • Mannheim: Stadt hat keine Instrumente - "so bitter es ist"


    Wenn man das liest könnte einem schon wieder die Galle hochkommen mad:)
    Schulterzucken und Schicksalsergebenheit von Seiten der Politik "Wir sind ja aaach so machtlos" von wem werden diese Pfeifen immer gewählt? Die Berichterstattung de MM ist mal wieder höchst suggestiv. Ich habe mich intensiv mit der Zerstörung Mannheims und dem was übrig blieb beschäftigt. Das Bankpalais war NICHT ruinös sondern komplett erhalten. Der eigentliche Skandal, nämlich die Vernichtung des Originals, wird hier schon wieder verschleiert :wuetenspringen: Hier der Beweis unter Bildinex: Mannheim, Öffentlicher Profanbau


    bildindex der Kunst und Architektur


    Ich weiß nicht warum ich mich aufrege, vergesst diese Stadt, sie ist es nicht wert!

    Der deutsche Pfad der Tugend ist immer noch der Dienstweg.

  • Ich weiß nicht warum ich mich aufrege, vergesst diese Stadt, sie ist es nicht wert!


    Also ich rege mich auf, weil da ein System dahintersteckt, dass sich deutschlandweit eingebürgert hat und unüberwindbar scheint. Medien, Politik, Modernisten, ... man könnte Bücher schreiben. Es wäre gut, wenn Du Deine Kritik in sachlicher Form auch dem Mannheimer Morgen zukommen lässt.

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  • Es wäre gut, wenn Du Deine Kritik in sachlicher Form auch dem Mannheimer Morgen zukommen lässt.

    Werde ich vielleicht sogar machen, obwohl es zum resignieren ist! Ein Leserbrief ohne zuviel Emotion wäre wahrscheinlich besser als sich hier zu echauffieren :zwinkern:

    Der deutsche Pfad der Tugend ist immer noch der Dienstweg.

  • Viel empörender ist doch diese Episode:

    Quote


    Denn das Bankpalais hatte zwar den Bombenhagel überlebt, doch stand es 1971 in ruinösem Zustand da. Und die damaligen Denkmalschützer stimmten dem Abriss bis ins zweite Kellergeschoss zu. Einzige Bedingung: Die Fassade sollte den barocken Anschein wahren. Dahinter stützt nun ein Stahlgerüst den inneren Komplettneubau der 70er Jahre. Und dieser entweihte Baukörper steht jetzt schutzlos da.


    Der Denkmalschutz hat sich selber ausgehebelt. Man könnte glatt ein Schelmenstück von Max und Moritz dahinter vermuten...

  • Erfreuliches und groteskes aus Mannheim.
    Anscheinend kämpfen die Mannheimer endlich mal für ihre geschundene Stadt.


    Von unglaublich lächerlichem Dogmatismus zeugen mal wieder die Ergüsse des "Landeskonservators" im Artikel unten.
    Wusstet ihr dass die Frauenkirche nach Denkmalschutzgesetz kein Kulturdenkmal ist :gehtsnoch: :lachentuerkis: :blah: ?
    Wenn's nicht so traurig wäre zum totlachen!


    Mannheim: Denkmal der Herzen steht nicht unter Schutz


    Interessant auch das:


    Mannheim: brigens

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  • Quote

    "Der geplante Abbruch des Gebäudes O 4, 4 mag aus stadtbildpflegerischer Sicht zu bedauern sein. Denkmalrechtliche Belange können dem Abbruchersuchen allerdings durch das Referat 26 nicht entgegen gestellt werden". Weder künstlerische, noch wissenschaftliche oder heimatgeschichtliche Gründe sprächen für den Erhalt.


    Mit anderen Worten: Der stadtbildpflegerische Aspekt ist komplett zu vernachlässigen. Das einzige, was zählt, ist die Denkmaldogmatik. Wie tief kann man eigentlich in seiner Ideologie drin stecken? Und wie üblich ist unter den Verantwortlichen niemand, der derlei Argumentation fundiert widerlegt. Also sollten wir das übernehmen und das lobenswerte Engagement von Stadtbild mit ein paar Mails unterstützen:


    Dr. Johannes Wilhelm (Referatsleitung Denkmalpflege),
    Email: johannes.wilhelm@rpk.bwl.de, Telefon: 0721 926-4807


    ZEGK | InNet | Denkmalpflege | Zentrum für Europäische Geschichts- und Kulturwissenschaften | Universität Heidelberg


    Immerhin werden von dem guten Herrn Rekonstruktionen - also unser Hauptanliegen - als nicht erhaltenswert eingestuft:

    Quote

    In seinem Schreiben stempelt Wilhelm auch Rekonstruktions-Beispiele aus anderen Städten als nicht erhaltenswert im Sinne des Denkmalschutzgesetzes ab.

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  • Quote

    Denn das Bankpalais hatte zwar den Bombenhagel überlebt, doch stand es 1971 in ruinösem Zustand da. Und die damaligen Denkmalschützer stimmten dem Abriss bis ins zweite Kellergeschoss zu. Einzige Bedingung: Die Fassade sollte den barocken Anschein wahren. Dahinter stützt nun ein Stahlgerüst den inneren Komplettneubau der 70er Jahre.


    Quote

    Der geplante Abbruch des Gebäudes O 4, 4 mag aus stadtbildpflegerischer Sicht zu bedauern sein. Denkmalrechtliche Belange können dem Abbruchersuchen allerdings durch das Referat 26 nicht entgegen gestellt werden".


    Das kann doch eigentlich nicht sein.


    Man kann doch nicht dem Abriß eines Baudenkmals zustimmen unter der Bedingung, daß die Fassade rekonstruiert wird und dann 40 Jahre später sagen "Das ist ja nur eine Rekonstruktion und kein Denkmal, also bin ich nicht zuständig". Daß eine rekonstruierte Fassade eine Kopie des Denkmals und daher kein Denkmal ist - das kann man ja noch nachvollziehen. Wenn ich aber eine Fassadenreko zur Bedingung für den Abriß mache, dann ersetzt doch diese Reko das Original. Dann ist die Reko das Denkmal. Sonst hätte ich ja nicht dem Abriß zustimmen dürfen!


    Entweder hat der heute zuständige Denkmalpfleger die Akten seiner Dienststelle nicht richtig gelesen - oder er ist völlig verblödet und nicht zu einem logischen Gedankengang fähig und damit ungeeignet für seinen Posten.

  • Wenigstens mal einer der frei ausspricht, dass es den Denkmalschützern nur darum geht wann das Holz gewachsen ist aus dem die Balken sind oder wann die Steine gebrochen wurden aus dem die Mauern sind. Irgendwann steht der Kölner Dom nicht mehr unter Schutz weil die Fassade komplett erneuert wurde. :applaus:

  • Der Vorgang verdeutlicht, dass die Denkmalpflege vor vierzig Jahren noch eher ästhetischen Argumenten zugänglich war als heute, also der Denkweise der Bürger (denen es ja immer nur um die "Bilder" geht) näher stand als heute. Deshalb hat sie damals der Beseitigung der "authentischen" Substanz des Mannheimer Bankgebäudes zugestimmt und für eine Fassadenreko plädiert. Heute sieht man's in Denkmalpflegerkreisen genau umgekehrt: Substanz ist weg, Rekofassade ist wertlos. Wenn sich tatsächlich die Denkmalpflege immer weiter zu einer Behörde zur Bewahrung und Archivierung alter Steine (d.h. vor Jahrhunderten behauener Steine) entwickelt, dann sollten wir uns den Gedanken aus dem Kopf schlagen, dass wir in der Denkmalpflege einen Bundesgenossen für unser Anliegen sehen können. Aus unserer Sicht ist Denkmalpflege allmählich durch Stadtbildpflege zu ersetzen. Noch ist die Stadtbildpflege Bürgervereinigungen anvertraut, aber vielleicht wird sie eines baldigen Tages durch eine Stadtbildpflege als Teil der staatlichen Administration ersetzt. Die Behörde zur Betreuung alter Steine wird ersetzt werden durch eine Behörde, die sich um die Bewahrung des geistigen Gehalts der überkommenen Architektur- und Stadtbaukunstwerke kümmert. An die Stelle einer dumpf-materialistischen Betrachtungsweise wird eine geistdurchdrungene treten. Das ist es letztlich, worauf unser Kampf abzielt und worüber mit immer mehr Bürgerbewegungen ein Konsens entstehen wird.

  • Sehr guter Beitrag, Phil. Stimme absolut zu. Könntest Du das so in etwa mal dem Herrn Wilhelm schreiben?

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  • Mir macht eine solche Entwicklung ehrlich gesagt Sorgen und bestätigt mich nur in meinen auch hier schon kritisierten "Material-Dogmatismus".
    Rekos sollten möglichst authentisch gebaut werden. Wo vorher Sandstein war sollte Kunstharz tabu sein, Stuck sollte Stuck bleiben, auch wenn man nach außen hin keinen Unterschied zum Kunststoff erkennt. Ein Betonkern ist o.k, Stahlträger auch, aber der Rest sollte aus Mauerwerk und Naturstein bestehen. Werden die plastischen Teile eines Gebäudes nicht industriell sondern nach alter Väter Sitte gefertigt, ist auch die Hemmschwelle späterer Generationen bestimmt geringer diese abzureißen, da man die Handschrift eines Künstlers erkennen kann. Die ganze Diskussion in MA wäre sicher hinfällig, hätte man in den Siebzigern mehr Materialechtheit gewagt.


    Ich will mir garnicht ausmalen, welche Geschütze aufgefahren werden, wenn am Neumarkt die ersten Sanierungen an den "eingepackten"
    Styroporfassaden anstehen. Da die Lebensdauer dieses Mists 30-50 Jahre beträgt, habe ich gute Chancen, das noch zu erleben. Ich hoffe, dass ich dann nicht, falls man sich dann für eine "zeitgenössische" Lösung entscheidet, sagen muss, "das hab ich schon immer gesagt" sad:)


    Vielleicht ist die "zeitgenössische" Lösung dann aber auch näher am Original? Man darf ja träumen :smile:

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  • Was soll denn der Herr Wilhelm eurer Meinung nach machen? Gesetz ist Gesetz. Als Landeskonservator hat er sich an das DSchG zu halten, und da stehen nunmal eindeutige Kriterien für die Unterschutzstellung drin. In keinem Bundesland gelten Rekonstruktionen als Denkmäler, weil sie ganz einfach keinen historischen, sondern bestenfalls ästhetischen Wert haben. Und dafür ist die Denkmalpflege nicht zuständig.