Thyssen-Krupp-Neubau am Schloßplatz/Schleusenbrücke

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Thyssen-Krupp-Neubau am Schloßplatz/Schleusenbrücke

      Thyssen baut direkt am Schloßplatz zwischen Schleusenbrücke und Staatsratsgebäude:
      morgenpost.de/desk/920609.html

      Wie dieses "repräsentative Gebäude" wohl aussehen mag?
      stadtentwicklung.berlin.de/pla…/schlossplatz/index.shtml

      Hoffentlich nicht so "würfelig" wie auf der Simulation.
      Immerhin ist der Standort schräg gegenüber dem Eosanderportal sowie zwischen der Bauakademie und dem Portal IV am Staatsratsgebäude eine Verpflichtung...
      Der Wind gedreht
      Albtraum verweht
      Zum Schluss jetzt das Glück
      Das Schloss kommt zurück!
    • Och, eigentlich nicht schlecht, daß die breite Straße hier wieder einen Abschluß bekommt und wieder zum Platz wird. Kommt nur drauf an, was die Herren Architekten und Investoren dort planen :augenrollen:.

      Aber die Schloßfreiheit soll auch wieder bebaut werden?

      stadtentwicklung.berlin.de/pla…/schlossplatz/index.shtml

      Grundsätzlich fände ich´s ja gut (normale Häuser als Vergleichsmaßstab für das Schloß wären ganz wirkungsvoll); die Frage ist nur, wie. - Das Sammelsurium vor dem Abriß war ja schon kein besonders schöner Anblick, wild zusammengewürfelt und mit den ganzen Hinterhöfen zur Spree; wenn so etwas jetzt auch noch in moderner Architektur drohen würde, wär´s weniger gut...
      Weiß jemand, ob es da schon irgendwelche Informationen gibt? Einen Bebauungsplan? Vorgaben im Bebauungsplan?
    • Wenn ich mir den Plan ansehe,...

      soll denn etwa das Areal des ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Denkmals vor dem Westportal des Schlosses bebaut werden?

      Ein Argument in diesem Forum gegen eine Rekonstruktion des Denkmals war ja, daß es dadurch zu eng vor dem Portal würde und die Sicht auf das Schloß versperrt.
      Ehe man jetzt aber einen Gebäuderiegel vor das Portal setzt, plädiere ich dann doch für eine Rekonstruktion des Denkmals.
    • "Benni" wrote:

      Hm...Ist ja nicht sonderlich aufschlussreich...Aber dieses Grundstück ist ja nun wirklich bescheuert, so davor gequetscht:gehtsnoch:. Das wird doch sciher total provisorisch wirken. Naja, da müssen wir wohl bis nach der Sommerpause warten...


      Verstehe ich auch nicht. Berlins Innenstadt ist voller Brachen und die müssen an der Stelle noch ein Gebäude reinquetschen, wo nun wirklich keiner eines vermisst hat. Völlig unverständlich und städtebaulicher Nonsens.
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • bilderbuch wrote:

      @ Palantir
      Will vorm ehemaligen Staatsratsgebäude nicht Thyssen-Krupp seine Hauptstadtvertretung errichten?! Dazu sollte es doch zeitnah einen Wettbewerb geben.

      Das ist korrekt - der Wettbewerbsaufruf wurde gerade erst veröffentlicht:

      finanznachrichten.de wrote:

      Der Industriekonzern ThyssenKrupp treibt die Pläne für seine Hauptstadtrepräsentanz in Berlin voran. Bis zum 3. Mai sucht der Essener Konzern Architektenentwürfe für den Bau, der an bester Adresse entstehen soll: am Schlossplatz vor dem früheren Staatsratsgebäude. Wie das Gebäude mit 5000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche ausfallen soll, ist noch offen. Eine Sprecherin sagte: "Wir möchten, dass sich das Haus städtebaulich dem Platz anpasst." Ende des Jahres will ThyssenKrupp einen Entwurf auswählen.

      Wann das Unternehmen mit dem Bau des "ThyssenKrupp Haus Berlin" am Schlossplatz 2 beginnt, ist noch offen. Schon in dieser Woche aber weichen Bäume dem Vorhaben. Wie Mittes Baustadtrat Ephraim Gothe mitteilte, werden drei Linden gefällt, damit der Bezirk Kanäle verlegen kann, um das Baufeld freizumachen.

      Das Grundstück am Kupfergraben und vor dem Sitz der European School of Management and Technology ist heute Straßenland. "Seine Lage am künftig rekonstruierten Schlossplatz ist einzigartig und von öffentlicher Bedeutung", heißt es in der seit Freitag laufenden Ausschreibung. "Diese geht über die Funktion der räumlichen Schließung des Schlossplatzes weit hinaus, und bedeutet Verpflichtung und Herausforderung zugleich."

      Thyssenkrupp prämiert die Entwürfe mit bis zu 17 000 Euro. In der neunköpfigen Jury sitzt neben Gothe Berlins Senatsbaudirektorin Regula Lüscher. Architekturbüros aus London, Paris, Basel, Köln und Göteborg sind schon im Rennen, 25 Teilnehmer werden insgesamt gesucht.

      Vor einigen Jahren hatte der Verkauf des Areals an ThyssenKrupp für Schlagzeilen gesorgt. Der Liegenschaftsfonds habe dem Konzern das gut 700 Quadratmeter große Filetgrundstück gegenüber dem geplanten Schloss-Neubau für einen Spottpreis überlassen, monierten Kritiker. Das Geschäft beschäftigte auch das Abgeordnetenhaus.

      Die prominente Lage im Herzen Berlins hatte bereits den Bertelsmann-Konzern angelockt, der in der ehemaligen Kommandatur Unter den Linden seine Hauptstadtrepräsentanz eröffnet hat. Unweit der künftigen ThyssenKrupp-Niederlassung hat an der Französischen Straße die Telekom ihre Berlin-Repräsentanz

      Sehr kurze Zeitspanne für diejenigen Architekten, die noch aufspringen wollen, würde ich meinen.

      Hier die kompletten Informationen:
      Planungswettbewerb ThyssenKrupp-Haus Berlin

      Das "ThyssenKrupp Haus“ soll auf einer Fläche von bis zu 5.000 qm BGF vielfältige Funktionen aufnehmen und durch kommunikative Architektur in einem Haus offener Grenzen zueinander führen. ThyssenKrupp wird das Haus für repräsentative und administrative Aufgaben nutzen
      Ich fände das umgekehrt besser: Repräsentative Architektur für u. a. kommunikative Aufgaben. Folgendes ist allerdings -wenn es denn auch ernst genommen würde - eine bedeutsame Aussage.
      Das Grundstück des Projekts liegt im historischen Zentrum der Stadt auf einer Spreeinsel im Berliner Bezirk Mitte. Es ist heute Straßenland und wurde im Zuge der Planungen zur Reparatur des Stadtgrundrisses neu als Baugrundstück erschaffen. Seine Lage am künftig rekonstruierten Schlossplatz ist einzigartig und von öffentlicher Bedeutung. Diese geht über die Funktion der räumlichen Schließung des Schossplatzes weit hinaus, und bedeutet Verpflichtung und Herausforderung zugleich.

      Extra:
      Auf dem Grundstück stand früher übrigens das sog. Rote Schloss.
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Angesichts des Standortes kann das ja nur eine Kiste mit bestenfalls traditionell proportionierten Fassaden/Fensteröffnungen werden, oder etwas ganz unangepasst-provokantes. Im Sinne der "Corporal Identity" würde ich dann den Nachbau eines Flakturmes vorschlagen... der könnte praktischerweise auch gleich den Schutz des Stadtzentrums und des Auswärtigen Amtes vor Terroranschlägen übernehmen :biggrin:
      Wer zwischen Steinen baut, sollte nicht (mit) Glashäuser(n) (ent)werfen...
    • Entschieden ist zum Glück noch nichts aber um das ganze etwas lustig zu gestalten:

      Aus dem Protokoll des Preisgerichtes:
      Kennzeichen des Entwurfs ist die sorgsame Platzierung und Proportionierung des Baukörpers im Kontext des Staatsratsgebäudes und des weiteren Umfelds. Durch seine
      homogene Fassadenstruktur, die leichte Drehung und das offene Zwischengeschoss erhält
      der Neubau eine abstrakte skulpturale Qualität, wodurch der Entwurf eine zeitlose Eleganz
      von hohem Niveau erreicht.

      Das Preisgericht würdigt besonders diese städtebauliche Haltung, die eine gelungene Lösung für das Nebeneinander mit dem Staatsratsgebäude und der gemeinsamen Rahmung des Platzraums ist. Zugleich weist sie dem Gebäude selbst eine angemessene Eigenständigkeit zu, ohne pompös aufzutrumpfen. Vielmehr interpretiert die großmaßstäbliche Gliederung des Gebäudes die Typologien der angrenzenden Bauten mit Monumentalordnung. So steht das offene Zwischengeschoss im Dialog mit dem hohen 1. Obergeschoss des Staatsratsgebäudes.
    • Über den Entwurf solle mit den Berlinern diskutiert werden. „Wir werden das nicht durchboxen“, sagte Grimm. Senatsbaudirektorin Regula Lüscher kündigte an, sie wolle einen Bebauungsplan für das Projekt aufstellen. Das bedeutet, dass es eine Bürgerbeteiligung gibt.

      ThyssenKrupp-Haus bedrängt Staatsratsgebäude: Nur 14 Meter Abstand | Berlin - Berliner Zeitung

      Ob's die Berliner richten werden? huh:)

      Es ist doch wirklich die immerselbe Leier. Die Modernistenjury erwartet Modernistenentwürfe, die Architekten liefern Modernistenentwürfe, das Preisgericht prämiert Modernistenentwürfe. Ich langweile mich. baby2000:)
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
      Jesus ist mein Herr und Retter!
    • Die Begründung des Preisgerichtes holt wieder mal das vielzitierte Blau vom Himmel. Wenn man den Bericht liest und dann die Entwürfe ansieht, kann man sich fragen, ob das Preisgericht wirklich den Siegerentwurf gesehen hat. Ich kann keine einzige Begründung nachvollziehen. Genau so ein Bla-bla wie beim Gewandhaus, dass sich ja in Teilen an den Proportionen der Johanneum-Treppe orientiert haben soll?! Ich hoffe doch auf heftige Proteste von (fast) allen Seiten.
    • Thyssen-Krupp bittet Berliner um ihre Meinung(Notfalls den Titel mit Google-Suche aufrufen)

      Die Stelle, an der gebaut werden soll am 27. Januar 2012:




      Und nun zum Wettbewerb - so soll die Kiste (1. Platz des Wettbewerbs; Schweger & Partner, Hamburg) aussehen:




      Zur Information: Sämtliche weiteren etwa 20 eingereichten Entwürfe sind Würfel! Es bringt m. E. daher recht wenig, sie hier einzustellen.

      Daher nur noch die von mir zusammengeschnittenen deprimierenden Visualisierungen des 1. Platzes:






      Vom Lustgarten aus gesehen beinahe noch am Schlimmsten - geht gar nicht. disgust:)
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Der Bau hat etwas skulpturales und wirkt als Solitär sicher nicht ganz übel. In diesem Zusammenhang finde ich ihn allerdings unpassend und befürchte in Kombination mit der "Bundeswippe" eine recht fragwürdige Collage. Außerdem fehlt dieser hier entstehenden Ansammlung von Denkmalsbauten ein maßstabsgebender Kontrapunkt. So jedenfalls steht zu befürchten, dass sich die Bauten gegenseitig entwerten.
      Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe
    • Thyssen-Krupps Neubaupläne am Schlossplatz werden zwiespältig aufgenommen Er entspricht dem historischen Stadtgrundriss Alt-Cöllns, doch den verwischt das Staatsratsgebäude.
      Kein Blick fürs Ganze - Berlin - Tagesspiegel
      In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

      Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.