• Die Brandwand wird für Werbung in eigener Sache genutzt - "Spedition Dröder" - warum nicht.
    Möglich, dass im Laufe der nächsten Woche die Gerüste fallen. Seien wir gespannt!

  • Quote

    (...) "So trostlos wie es dastand, so schön soll es in Zukunft sein", so der 26-Jährige zu OSTHESSEN|NEWS. (...)


    Einfach toll, daß ein 26-jähriger "Jungunternehmer" so ein Haus sanieren und den Eckturm wiederherstellen lässt. :daumenoben: Die Hoffnung für eine Verbesserung unserer Stadtbilder liegt auf den jüngeren Generationen. Die Alten haben das in über 50 Jahren nicht geschafft (Kein Interesse daran gehabt).



    Zitatquelle .

  • Jüngst entblätterte sich das Reko-Projekt in der Heinrichstraße., dazu möchte ich ein paar frisch gemachte Bilder zeigen. Das "föllsche" Wetter präsentierte sich aber leider nicht von seiner besten Seite :sad:


    (Vorzustand in Beitrag 54)


    Blick auf den Erker mit neu aufgesetzter Haube. Die finalen Arbeiten finden nur noch am eigentlichen Sockel statt, daher frage ich mich, warum der Kran noch am Straßenrand steht. Es soll uns aber erstmal nicht weiter stören:


    In die Gegenrichtung:


    Die alten Plastikfenster sind vorerst erhalten geblieben, sollten diese aber in den kommenden Jahren ersetzt werden, kann man davon ausgehen, dass sie farblich den neu eingebauten im Dachgeschoss angeglichen werden.


    Firmeneigene Reklame an der Brandwand:


    Abschliessend noch der Hauseingang und der Anschluss zum fast baugleichen Nachbarn:



    Nun hatten wir in Fulda seit Langem mal wieder eine schöne Rekomaßnahme, bei der ein Gründerzeithaus mit viel Herzblut gerettet wurde!
    Die alten Proportionen wirken an dieser Stelle wirklich wohltuend.


    Natürlich, der Kenner macht Kleinigkeiten aus, die man hätte besser machen können. Aber man kann mit dem bisher Geleisteten wirklich voll und ganz zufrieden sein. Wenn nicht sogar ein bisschen stolz.


    Wäre das Projekt in letzter Konsequenz angegangen worden, dann ...
    _ hätte man den Zierrat aus Werkstein am Zwerchgiebel rekonstruiert (hoher Aufwand)
    _ hätte man einheitliche Fenster eingebaut (viel Aufwand, kann aber noch kommen)
    _ hätte man die Fenster im oktogonalen Bauteil des Erkers mit einem stichbogigen Sturz versehen (wenig Aufwand) Beitrag #54, Bild 2
    _ hätte man die Wetterfahne höher in den Himmel aufragen lassen (wenig Aufwand)


    Eine Sache des persönlichen Geschmacks: Die Fassadenfarbe hätte etwas heller ausfallen dürfen, sie ist aber scheinbar historisch begründet.
    Siehe Beitrag #54, Bild 1, Roter Farbton des Balkons


    Abschliessend: Trotz kleiner Einsparungen, Dicker Daumen nach oben :thumbup:

  • Ein sehr schönes Ergebnis. Damit kann man wirklich sehr zufrieden sein. Was die Fenster betrifft, hast Du sicher Recht Ortsbild. Im Dachgeschoss wurden schöne braune Sprossenfenster eingebaut. Die passen natürlich nicht zu den anderen/alten Fenstern. Daher denke ich auch, daß die irgendwann mal ersetzt werden.

  • Besten Dank für die Bilder!


    Eine Kleinigkeit: Die Werbung ist genial gemacht.

  • Es tut sich was beim Eckhaus Pfandhausstraße/Luckenberg. Nachdem das entkernte und äußerlich freigelegte Haus nun mehrere Monate vor sich hin dümpelte, wurde es Anfang dieser Woche von einem auf Denkmalpflege spezialisierten Unternehmen eingerüstet. Beim Vorbeigehen habe ich lediglich aufschnappen können, dass das Gebäude wohl mehr als 400 Jahre alt sein soll.


    Weiß jemand Genaueres?






  • Interessant, Danke!
    Der Bericht brachte unter Anderem neue Informationen zum Gebäude in der Pfandhausstraße. Hier wird
    es konkret: Das Gebäude soll gerettet werden!


    Hier ist es neben dem mächtigen Mollenhauerhaus und der Löwenapotheke am rechten Bildrand erkennbar:
    stadtbild-deutschland.org/foru…ry/index.php?image/16207/


    Das Fachwerk wurde vor 2-3 Jahren freigelegt um substanzielle Untersuchungen zu machen zu können.
    Fulda, Pfandhausstraße 2 (2014)


    Weiter wurde bekannt:
    _Der Eigentümer (Juwelier Bott) möchte seine Uhrenwerkstatt in das 2.OG verlagern, es ist ja bekannt, dass
    das Hauptverkaufsgebäude direkt nebenan liegt.
    er könnte sich auch vorstellen das 1.OG selbst zu nutzen.
    _Ob das Fachwerk verputzt wird oder sichtbar bleiben kann muss noch geklärt werden.
    _Deckenhöhen (teilweise) nur 1,75 m.
    _Zuschussmöglichkeiten: Ca 150.000 Euro


    Das Projekt scheint fast in trockenen Tüchern zu sein, hoffen wir das Beste!

  • Komme ursprünglich aus Fulda und finde es schön, dass meine Heimatstadt auf dieser Seite auch besprochen wird.
    War kürzlich in Sachsen und Thüringen unterwegs, wo ich viele alte Postgebäude, teilweise noch mit der Aufschrift "Kaiserliches Postamt" in diesem typischen rötlichen Stein, der mit gelblichen klinken kontrastiert wird. So ähnlich muss ja der Vorgängerbau des furchtbaren Telekomhauses ausgesehen haben.
    Glücklicherweise gibt es aber in unserer Heimatstadt noch viele ansehnliche Ecken. Lebe ja jetzt in NRW, wo es viele Städte gibt, gegen die Fulda richtig pittoresk wirkt. (Will jetzt aber auch nicht NRW schlecht machen.
    Habe hier auch schon viele schöne ecken entdeckt!!!)


    Was entsteht eigentlich neben dem schönen Backsteinhaus in der Fuldaer Altstadt (auch Kneipe). Das letzte Mal klaffte dort eine Lücke!?

  • Das abgerissene Gebäude in der Kanalstraße war ein ganz passabler Vertreter der Wiederaufbauzeit,
    ein wenig schade.


    Haus mit Cocktailbar Villa España wird abgerissen und neu gebaut
    Fuldaer Zeitung vom 9.6.2015

    Ich bin vor zwei Wochen am Projekt vorbeigekommen, man ist mit dem Rohbau damals schon
    bis zur Traufe gekommen.
    Erdgeschoss ist ausgelegt für gewerbliche Nutzung, die darüber befindlichen Wohngeschosse sind
    in Porotonbauweise und erhalten bodentiefe Fenster. Wenn ich mich recht entsinne werden es vier
    Fensterachsen, wie beim Altbau.

  • "Wir wollen klassische Elemente wie Kronleuchter, Stuckverzierungen an der Decke oder Bilder aus der Barock-Epoche mit Modernem und ein bisschen Witz vermischen."


    Aus VILLA ESPANA wird BAROCK BAR - Korab NIVOKAZI (29) übernimmt
    Osthessen-News vom 20.06.16


    Wirklich viel kann man nicht sagen.
    Ein starke Anlehnung an den Vorgänger ist jedoch erkennbar, und das ist auch gut so.
    Schlichte Lochfassade, ziegelgedecktes Satteldach, angepasste Erdgeschosszone.
    Mit schrillen Werberklamen ist wohl auch nicht zu rechnen. Gut möglich, dass der Schriftzug Barock Bar in einzelnen Buchstaben über der Gewerbeeinheit angebracht wird.


    Einzig die bullige Dachgaube stört etwas.

  • Na ja. In meinen Augen ist der Bau eine Verschlechterung zum Vorgänger. Diese langen Fenster mag ich nicht. Sie scheinen auch keine Sprossen zu haben. Diese überbreite Gaube sieht blöd aus. Und die weiße Wärmedämm-Farbe ist sehr abgedroschen. Besser wäre ein dezenter Farbton gewesen. Rot, Blau, Grün,... Nur kein Neubau-Weiß. Gut, es hätte schlimmer kommen können. Aber, wie immer, auch deutlich besser mit einfachen Mitteln. Mit "Barock" hat das mal gar nichts zu tun.

  • Moderne Gebäude werden es nie schaffen, an die Meisterleistungen der vergangenen Epochen anzuknüpfen ...

  • Ich finde auch, dass das alte Gebäude vollkommen in Ordnung war. An dieser Ecke finde ich es ein wenig schade, so uneinfühlsam zu bauen. Bleibt dieses bläuliche Zeug wohl an den Fenstern oder ist das nur eine Folie? Aber Fulda hat ja noch so viele schöne Ecken, über die man sich freuen kann. Habe eine kleine Hommage in Form von Fotos an meine Geburtsstadt gebastelt:




    Oben links sieht man das Stadtschloss. Unten links sieht man einen Teil des Museumshofes mit einem Giebelhaus des Buttermarkts. Die beiden Häuser rechts stehen gar nicht weit weg, von dem hier besprochenen Neubau. Das weiße Gebäude habe ich als Kind immer besonders gerne gemocht, weil ich fand, dass es so elegant und irgendwie nach Paris ausschaut.

  • Das oben gezeigte weiße Haus, Karlstraße 10, von 1894 hat vor ein paar Jahren eine ziemlich unpassende Gaupe erhalten. Die vorherige Situation war zwar auch nicht original und nicht besonders schön, aber bei weitem nicht so auffällig wie heute.


    Karlstraße 10

  • Tatsächlich, die ist mir noch gar nicht aufgefallen. Aus meiner Fotoperspektive sah man das gar nicht. Trotzdem ein tolles Haus. In Leipzig wäre es eines von vielen, in Fulda ist es ein Hingucker!

  • Fulda ist eine sehr schöne Stadt. Ich habe mich bei meinem Besuch richtig wohl gefühlt. ABER,... über das Hotel "Platzhirsch", das ehemalige Telekom-Gebäude, könnte ich mich bis ans Lebensende aufregen. Eine abscheuliche Bausünde unter Denkmalschutz. Ein wahrer Schandfleck, selbst nach der Fassadensanierung.


    Das Gasthaus müsste viel eher "Nestbeschmutzer" heißen, weil es das Stadtbild stört.


    Den Hotelbetreibern scheint der Bau aber selber peinlich zu sein. Denn auf deren Website fand ich kein Bild der Außenansicht.

  • @Neußer
    Ja, man wirbt wohl eher mit dem Blick aus dem Fenster! Der Telekombau erregt in meiner Heimatstadt immer hitzige Diskussionen. Wenn wenigstens der Krieg schuld an dem Verlust des Kaiserlichen Postamts wäre, könnte man es noch besser verkraften, als den Abrisswahn der 70er.


    Dafür ist der Buttermarkt ganz schön. Einen richtig tollen Stadtplatz mit komplett alter Bausubstanz gibt es in Fulda leider nicht mehr. Dafür aber viele nette Ecken.