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Köln

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    • Stuegert wrote:

      Aber wenn ich das erwähne kommt bestimmt wieder erbse um die Ecke und sagt, wir sollten nicht alles so schwarz sehen, wäre doch insgesamt alles toll, viel Potenzial etc
      Du bist so'ne Laberbacke biggrin:)
      Ich war stets der Erste, der den uneinheitlichen und teils eingeschlafenen Auftritt von Stadtbild auf lokaler Ebene angekreidet hat. Aber was interessiert's den Stuegert, Hauptsache nochmal losgepoltert. Mein kleiner Lieblingspessimist.

      Und zur Sache: Seiten auf facebook machen eben nur Sinn, wenn sie jemand konstant pflegt (wie das bei uns in MST jemand sehr engagiert macht). Ansonsten bieten sich eher Gruppen an, die werden dann von den Mitgliedern selbst mit Leben gefüllt. Bei Stadtbild Magdeburg und Stadtbild Berlin ist das gut zu beobachten. Lieber Community als statische Inhaltsseite.
    • Es gibt eine weitere Nachricht aus Köln: Das rote Haus am Alter Markt soll nun nach Jahren doch noch zurückkehren:

      rundschau-online.de/region/koe…soll-2021-stehen-32174776

      Nach dem Krieg wurde an betreffender Stelle dieses rote Haus im angepassten Stil errichtet:



      Das Haus wurde im Zuge des U-Bahn-Baus abgerissen und seitdem befindet sich dort diese Brache:





      Links davon die 50er-Jahre-Fassade des historischen Rathauses zum Alter Markt, ohne Worte <X

      Jetzt wird es aber interessant. Betrachten wir mal historischen und heutigen Grundriss übereinandergelegt:



      Das Bild zeigt den heutigen Grundriss, gelb eingefärbt der Standort des roten Hauses. Die roten Linien zeigen die historischen Grundrisse an. Wie wir auf folgendem Bild sehen, befindet sich neben dem Rathaus heute ein Durchbruch zum Rathausplatz, wo früher eine geschlossene Häuserzeile war:



      Rechts von dem großen Rathausflügel folgen drei Häuser, die auf dem historischen Grundriss als zusammenhängendes Gebäude eingezeichnet sind. Rechts davon befanden sich zwei schmale Häuser. Das linke davon wurde durch den heutigen Durchbruch ersetzt, das rechte steht zusammen mit dem etwas breiteren Haus mit dem zwei Giebeldächern rechts davon auf dem Grundstück, wo nun das rote Haus wieder gebaut werden soll.

      Hier die selbe Situation noch einmal von einem anderen Blickwinkel:



      In der Mitte des Bildes ist das breitere Haus mit den zwei Giebeldächern zu sehen, gut zu erkennen an der Aufschrift "Josef Wagner". Zusammen mit dem schmalen Haus links davon steht es auf besagtem Grundstück von heute.

      Was das heißt? Hier wäre eine konkrete Rekonstruktion von zwei Häusern möglich. Es handelt sich vielleicht nicht um die bombastischste Vorkriegsbebauung, stellt aber doch die typische Bauweise am Alter Markt, dem Herz des mittelalterlichen Köln, dar, die von den plumpen 50er-Jahre-Adaptionen nicht wirklich getroffen wird.

      Natürlich würden die beiden Häuser allein nicht wirklich viel retten, vor allen Dingen mit derartig großer Scheußlichkeit direkt daneben, aber wenn man in einem Gesamtkonzept die Rekonstruktion des gesamten Alter Marktes anstreben würde, wäre hier ein erster Schritt möglich, wo sowieso dieses Grundstück neu bebaut wird.

      Würde hier ein entsprechender Verein existieren, der schon vor Jahren ein fertig ausgearbeitetes Konzept vorgestellt hätte, wer weiß was dann möglich wäre.
      Der Zug ist natürlich jetzt abgefahren, die Baugenehmigung wurde längst erteilt. Nichtsdestotrotz frage ich mich, ob sich in Köln denn wirklich niemand dafür begeistern ließe. Ich selber habe leider nicht die Erfahrung oder eine Vorstellung davon, wie man an so etwas heranginge. Es würde mich aber trotzdem mal interessieren, wie viele Kölner wir hier im Forum haben und ob man sich nicht wenigstens mal treffen und unterhalten könnte.
    • Mir ist gerade beim nochmaligen Durchsehen aufgefallen, dass es ja sogar noch ein drittes Haus gäbe, was man rekonstruieren könnte. Und zwar das auf der Rückseite, zum Rathausplatz, beziehungsweise der Bürgerstraße hin. das Gebäude befindet sich ganz am Ende des Blocks, auf der Seite reicht die Bebauung nämlich nicht an bis ganz an den reich verzierten Rathausturm heran und besitzt einen spitzen Giebel zur Bürgerstraße hin:



      Der spitze Giebel ist auf diesem Bild ganz links neben dem Rathausturm zu sehen:



      Das detaillierteste Bild zeigt das Gebäude leider schon teilweise zerstört:



      Aufgrund seiner Machart vermute ich, dass es im Historimus errichtet wurde, das mögen aber Experten besser beurteilen als ich. Die aufwändig gestalteten Fenster wären für einen echten gotischen Bau aber schon außergewöhnlich für ein derartiges Haus.

      Der Anschluss an den linken Nachbarbau wäre aber hier schon schwieriger, da bei einer exakten Rekonstruktion eine Lücke entstünde. Zudem würde die vordere rechte Ecke vermutlich die heutige Treppe überschneiden. Wo man bei der Frage wäre, ob der heutige Durchbruch zum Alter Markt wünschenswert ist oder die historische Situation besser war.
    • Im Museum für angewandte Kunst gibt es bald eine Ausstellung, die vielleicht für den einen oder die andere interessant sein könnte. Laut Veranstalter werden Bühnenprojekte über die Stadt Köln hinaus gezeigt und es sollen Fotos und Pläne zum Thema präsentiert werden. Zudem gibt es ein Rahmenprogramm mit Diskussionen, u.a. werden wohl Berlin, Hamburg und Dresden thematisiert.

      Bei Interesse findet sich alles weitere hier: Bühnen Köln
    • Ich hab beim Vorbeifahren eine interessante Entdeckung in der Baugrube am Rudolfplatz gemacht. Für alle, die es nicht mehr präsent haben, dort ensteht eine "exklusive architektonische Aufwertung", ein "markanter Neubaukomplex mit hohem Wiedererkennungswert" (O-Ton Webseite :rolleyes: ) :

      wallarkaden.com/uploads/pics/Wallarkaden-Koeln-Hero.jpg

      Im linken Bereich der Baugrube erkennt man eine Mauer aus Basaltsteinen:




      Diese Basaltsteine (höchstwahrscheinlich aus der Eifel) wurden im mittelalterlichen Köln in den unteren Bereichen von Gebäuden verbaut, man findet sie auch am Stapelhaus, am Rathausturm, am Gürzenich oder auch am Hahnentor, welches unweit der Baugrube steht:


      Angesichts der Lage unmittelbar vor der Stadtmauer, muss es sich in meinen Augen um Teile der mittelalterlichen Stadtbefestigung handeln. Ich bin aber kein Experte, vielleicht hat jemand hier eine Erklärung? Die eigentliche Stadtmauer stand ja ein paar Meter weiter entfernt.

      Da ich zu dem Fund keine Informationen gefunden habe, habe ich mal eine Anfrage an die Projektentwickler geschickt.

      PS: Wie an Baustellen üblich, wird das Projekt auf Planen am Baustellenzaun vorgestellt, hier hat jemand eine passende Korrektur vorgenommen ;) :

      (Also ich wars nicht :D ).
    • Ich war vor zwei Wochen her in Köln um mich die Stadt bei 36 Grad Hitze anzusehen. 2 Tiefe Eindrucken: die Innenstadt mit Hohe Strasse hat architectonisch nichts zu bieten: nur Laden und Horeca. Gebiet rund der Dom und Bahnhof sehr wechselend: einerseits Maria zur Himelfahrt: sehr schöne (Rekonstruktion) auch am Innern. Rund der Dom: sehr däprimierende Bauten; eine Stadt mit Über 1 million Einwohner unwürdig. Dom Hotel: entkernt, Fassade steht noch. Die Fassade des riesigen Bahnhofs: Billigbau und wieder unansehlich. Der Bahnhof selber: sehr wichtig und sehr anwesend. Dachaufbauten (modern gestalltet) einer grossen klassisistichen Bau am Rhein: auch sehr unpassend!! Ja hier kein stolze Stadt ausserhalb der gigantische Dom. Die Dächer bestimmen eine Stadt!!!

      Am Rhein und der Altstadt: Karnaval, Altbauten, Gassen Neubauten: eine interessante und gute Misschung. Am Rheiufer: auch hier eine Promenade. Schade das am Schokolade Museum im Altbau mit moderne Anbauten, alle ursprüngliche Details und Türmchen entfernt wurden. So gingen wieder viel historische Details verloren, wenn die Gebäuden am Rheinufer saniert wurden.

      Severinstrasse und südlich: abwechselend, viele Nachkriegsbauten. Ring und Neustadt: nur am Urbierrng sieht Köln gut aus. Am Rhein: die 3 moderne grosse "Kranbauten", mit andere modernisierte päckhäuser und sehr moderne Bauten sehen die sehr gepflegt aus, fast wie gestern gebaut. Die Seitenstrassen der Ring sehen etwas heruntergekommen aus, ob da in der 60-er viele Bauten einfach abgebrochen wurden. Der ganze Ring ist auch leider so.....Am Volksgarten Strasse....einiges (Jugendstill) steht noch, doch meistens sind und werden es kalte neubau Kasten.....leider. Die Kirchen, wie in Berlin, immer mit Schäden am Türme oder Dächer, behelflich abgedeckt, schon 70 Jahren jetzt. Auch Schade, denn Intakte Bauten vermitteln von einstige Pracht und haben eine positiven Einfluss auf der Umgebung!!

      Ja von der Neustadt doch noch ziemlich enttäuscht wie wenig Köln (wie Berlin) tut um das verblieben alte würdige Ansehen wenigstens zu sanieren und zu ergänzen wie in Wien, Leipzig, Potsdam, Halle oder die Aussenviertel Dresdens. Typisch für West Deutschland? Die tausende Abbrüche (80% der Neustadt war "erhalten, heute ist das 70% inklusiv abgestuckte Bauten oder quasi modernisiert) können leider nicht ungetan gemacht werden, der Ring bleibt wie sie ist, keine Prachtstrasse wie das bescheiden Stückchen Urbierring.

      Deutz: gibte einige schöne Gründerzeitler; fühlt wie ein gemütlicher Kleinstadt und Messe und Bahnhof sind erhalten!! Der Ufer rund (alte) Messe: sehr ungepflegt. Eine alte Kirche steht am Rheinufer. Ganz allein und verschlossen zwischen Neubauten. Keine Integration.
    • Ein, wie ich finde, interessanter Bericht (ca. 4 Min) über die Möglichkeiten eines digitalen Stadtmodells.
      Diskutiert im Zusammenhang mit der "neuen Stadtmitte".
      Es gibt im Hintergrund auch einen kurzen Blick auf das alte Domhotel (z.B. ab 13:05).
      Digitales Stadtmodell, Quelle: WDR, Lokalzeit, zeitl. begrenzt abrufbar.

      Das "analoge" Kölner Stdtmodell ist im Rathaus zu besichtigen:
      Kölner Stadtmodell, Quelle:Stadt Köln
    • Im Kölner Rathaus sind im Hansasaal die "Propheten" zurückgekehrt:

      rundschau-online.de/region/koe…ken-im-hansasaal-32851190

      Die 8 ursprünglich dort stehenden Figuren stammen wohl aus der Entstehungszeit des Rathauses und sind schon 600 Jahre alt. Da das Raumklima im Saal nicht optimal für das Holz ist, sind die Originale ins Museum gewandert und wurden durch Repliken ersetzt.
      Bemerkenswert ist, dass die Repliken nicht aus Holz sind, sondern aus dem 3D-Drucker stammen. Ich nehme an, man hat die Originalfiguren eingescannt und sie mit allen Rissen und abgesprungenen Ecken 1 zu 1 im 3D-Drucker nachgedruckt.

      Ich kann mich damit ehrlicherweise nicht besonders anfreunden. Wenn irgendein Gründerzeitler eine Figur aus dem 3D-Drucker erhält, meinetwegen, aber es handelt sich hier um das älteste Rathaus Deutschlands (wenn auch wiederaufgebaut) und den berühmten Hansasaal. Da sollte es doch drin sein, die Repliken neu aus Holz schnitzen zu lassen, die halten dann auch wieder die nächsten 600 Jahre...
      Aber wie immer ist das natürlich auch eine Geldfrage und in der Kölner Politik hat man für derlei Dinge ja leider ohnehin kein Gespür.
    • Ein Problem habe ich damit im Prinzip auch nicht. Allzu hoch allerdings stehen die Figuren nicht. Es kommt auf die Ausführung an. Sollte diese schlecht sein, könnten das Besucher wohl schon erkennen. Was unschön wäre.

      Hier Bilder des Saales, um ein Gefühl für die Höhenverhältnisse zu erhalten:

      images.app.goo.gl/n8HPj3zoxT7dfSQU6

      images.app.goo.gl/Qy7THwYARJFZ1Bfw5

      images.app.goo.gl/VPtimvzH83siNc7t9
    • Ich möchte kurz auf die Bilder von Heimdall eingehen, da hier Verwechselungsgefahr entstehen könnte.
      Im Hansasaal stehen auf beiden Seiten Figuren, auf der südlichen Seite die sogenannten "Neun Guten Helden". Die Wand, wo sie stehen ist deutlich reicher verziert als die gegenüberliegende Wand.

      bilderbuch-koeln.de/Alben/4060…dr_rathaus_hanssaal_20331

      An der schlichteren Nordwand stehen die acht Propheten, um die es hier geht, die mal ursprünglich in einem anderen Raum, der Prophetenkammer, beheimatet waren. Möglicherweise sind sie erst bei der Umgestaltung der Prophetenkammer im Zuge des Umbaus der Alter-Markt-Fassade im 19. Jahrhundert in den Hansasaal gebracht worden.

      bilderbuch-koeln.de/Fotos/alts…dr_rathaus_hanssaal_20325

      Was aus dem Neun Guten Helden wird, ob sie auch noch ersetzt werden oder schon Repliken sind, ist mir allerdings unbekannt.
    • "Campus Kartause", Kölner Kartäuserwall

      Bei allem Murks, den die evangelische Kirche in den letzten Jahren so gebaut hat... Das hier empfinde ich mal als durchaus sehr angenehmen Neubau hinsichtlich Materialität und auch mit den Rundbögen usw.:

      "Campus Kartause" am Kölner Kartäuserwall (bislang Parkplatz)

      Hier weitere Bilder des Architekturentwurfs der Kaspar Kraemer Architekten
    • Naja, ist ja quasi ein Hofbau. Dafür schon sehr kleinteilig und gut gegliedert mE. Die Schwäche ist die linke Straßenfassade, fensterlos und quadratisch-praktisch.

      Und die Dachprofilkante genügt mir auch. Schrägdächer passen gar nicht so recht zu dieser Art von Architektur im 50er-Stil, mit Lisenen usw. Gibt ja auch genügend Gründerzeitbauten mit Flachdach/Attika. Der ganz rechte Bau zur Straße wird anders gestaltet und bekommt ja ein Schrägdach (oder steht der schon?).
    • Köln-Ehrenfeld, Everhardstraße, Hansemannstraße, Denkmalschutz

      Ein paar Bilder zur Meldung „Brand im denkmalgeschützten Haus Everhardstrasse 73“ (Januar 2017), seitdem Leerstand. Im Rat wurde im Juni 2017 (An/0822/2017) eine Anfrage gestellt, eine Antwort habe ich im Ratssystem nicht gefunden. 2,5 Jahre später hier ein Bildereindruck.

      Die Bilder sind hauptsächlich von der Everhardstraße (u.a. Nr. 71,73,75,77 sind Denkmäler), und der (angrenzenden) Ecke Christian-Schult-Straße/Leostraße (beide zusammen ca. 30 Denkmäler). Ein sehr ansehnliches, abwechslungsreiches Wohnviertel. Viele Gebäude scheinen gut saniert.

      Die folgenden drei Bilder zeigen das unbewohnte Denkmal. Ob es der Kölner Stadtkonservatorauf dem (Rettungs-)Schirm hat?










      Adäquate Laternen wären hier ein Mehrwert...










      Das im Viertel befindliche, denkmalgeschützte und beschädigte Gebäude an der Hansemannstraße 2 ist leider nicht wieder aufgebaut worden. Lediglich das Ornament wurde gesichert. Ob es im Neubau (das „Unternehmen WvM“ baut auch das angrenzende Gebiet, Quelle: express.de/koeln/haus-in-koeln…was-kommt-dahin--32057700) integriert wird ist nicht bekannt.

      Fotos von mir, alle Angaben ohne Gewähr.

      The post was edited 7 times, last by koelle ().

    • koelle wrote:

      Im Rat wurde im Juni 2017 (An/0822/2017) eine Anfrage gestellt, eine Antwort habe ich im Ratssystem nicht gefunden. 2,5 Jahre später hier ein Bildereindruck.
      Eigentlich skandalös, dass da offenbar seit zwei Jahren keine Antwort der Verwaltung vorliegt. Nicht einmal eine formale Antwort. Zumindest ist keine von mir im Ratsinformationssystem zu finden. Ebenso armselig, dass die Linke bei ihrer eigenen Anfrage da nicht energisch nachhakt. Kölscher Schlendrian?

      Folgende Antwort gab es jedenfalls:
      "Beratungsergebnisse
      Herr Schmitz (Bürgeramt Ehrenfeld) teilt zu Frage 1 mit, dass der Brand am 17.01.2017 stattgefunden hat. Zu der Brandursache kann die Verwaltung keine Aussage treffen, da solche Ermittlungen von der Polizei durchgeführt werden.
      Zu Frage 2 liegt noch keine Antwort vor."

      Sehr informativ... :kopfschuetteln:
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      Ich war vor zwei Wochen zum ersten Mal in meinem Leben "richtig" in Köln (kannte es vorher nur von Durchreisen am Hbf). Ich fand die Domumgebung besser als erwartet, dort standen neben dem eingerüsteten Domhotel doch noch so einige prachtvolle und große Gründerzeitgebäude in diesem spätwilhelminisch monumentalen Stil herum. Auch war mir nicht klar, dass die Bahnhofshalle vollständig erhalten ist und wirklich "nur" die Empfangshalle neu gebaut wurde.

      Nur wenig weiter wird es dann aber in der Tat gruselig, die Umgebung des WDR-Geländes dürfte einer der Tiefschläge für einen innerstädtischen Bereich in einer deutschen Großstadt sein.

      Wir waren dann noch ein wenig in der Südstadt unterwegs, hier fiel mir auf, wie elegant eigentlich die Kölner Gründerzeit gewesen sein muss. Die Häuser sind wesentlich kleiner/schmaler als die Berliner oder Leipziger "Blocks", eher so wie in Bonn mit einem oder 2 Stockwerken mehr, häufig mit einer symmetrischen, drei- oder fünfachsigen Fassadengestaltung und sehr filigranem Fassadenschmuck. Auch in den schönsten Straßen stehen leider nurmehr vielleicht die Hälfte der ursprünglichen Gebäude, aber man ahnt in diesem Stadtteil zumindest, dass auch das hier bisweilen etwas verächtlich betrachtete Köln eine ganz eigene Ausprägung des Gründerzeitstils aufwies, die sich alles andere als zu verstecken braucht.

      Dies nur mal meine Beobachtungen, die alles andere als vollständig sind (waren nur einen Abend in der Stadt). Es gibt bestimmt auch noch besser erhaltene Viertel (Ehrenfeld?).
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      Agnesviertel und Rathenauplatz fand ich sehr nett. Gut hat mir auch der ganze Bereich Gereonskloster - Gerlingquartier - Friesenstrasse - Ehrenstrasse - Pfeilstrasse - Mittelstrasse und Neumarkt. Die Hohe Strasse ist schlimm, irgendwie fand ich die Breite Strasse deutlich angenehmer (wegen der Bäume). Ganz gute Grossbauten gibt es auch rund um Skt. Andreas.
      Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker