Termin bitte vormerken: Am 9. November findet unser großes Initiativentreffen in Frankfurt am Main statt- Jeder ist willkommen.

Köln

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Ich war die letzten drei Tage auch mal auf großer Köln-Tour - zur Abwechslung mal nicht nur Dom, sondern mit geschärftem architektonischen Blick in allen romanischen Kirchen und dem gesamten ehemaligen Altstadtbereich.

      Vorneweg das Negative: es ist schon herb zu sehen, insbesondere im Vergleich zu Vorkriegsaufnahmen, was alles an Profanbausubstanz untergegangen ist. Der Altstadtbereich, obgleich er stark gründerzeitlich überformt war, ist wirklich riesig und in seiner Ausdehnung deutschlandweit wohl konkurrenzlos. Sehr negativ fielen mir die unmaßstäblichen Klötze rund um den Dom, sprich Opernhaus (?), Römisch-Germanisches Museum und östlich davon noch so ein Teil auf. Das sind wohl mit die schlimmsten Bausünden der Stadt. Allerdings gehen deren riesige Parzellen meiner Interpretation nach schon auf falsche Stadtplanung des 19. Jahrhunderts zurück, vermutlich dem bekanntlich unrichtigen neugotischen Ideal eines "freigestellten" Doms folgend.

      Danach folgen gleich die Nachkriegs-Verkehrstrassen, die die Altstadt an vielen Stellen zerschneiden, wenngleich sie in ihrer Wirkung meines Erachtens auch längst nicht so negativ ausgefallen sind wie in anderen "autogerechten" Städten. Warum, kann ich allerdings auch nicht sagen.

      Dennoch muss ich sagen, dass die positiven Seiten doch überwiegen. Es fängt schon damit an, dass die alten Straßenstrukturen an ausreichend Stellen gewahrt sind, um den alten Stadtraum noch erahnen, oftmals auch erfahren zu können. Beeindruckend ist dies vor allem im ältesten Teil der Altstadt, dessen merklich planmäßiges Straßennetz wohl noch auf römische Gründungen zurückgeht. Die Qualität der Bebauung schwankt natürlich sehr stark, naturgemäß sind die Neubauten der 60er und 70er die allerübelsten, wogegen die postmodernen Bauten der 80er schon wie ein Segen wirken.

      Außerhalb der Kernaltstadt bzw. in den Bereichen, die schon vor dem Krieg fast völlig neu bebaut worden waren, ist auch erstaunlich viel Wohnbausubstanz erhalten. Die qualitativ hochwertigen, großstädtischen Bauten des Kaiserreichs sowie v. a. der 20er Jahre sind größtenteils gut saniert (störend nur stellenweise wie immer die Dachabschlüsse), außerhalb der alten Stadtmauer finden sich sogar richtig schöne Ensembles z. B. des Jugendstils (Agnesviertel). Auch einige interessante frühmoderne Bauten der 30er Jahre, naturgemäß vor allem des sozialen Wohnungsbaus, aber auch Geschäftsbauten wie z. B. das Dischhaus. An letzterem sollte sich mancher moderner Architekt mal ein Beispiel nehmen.

      Andererseits habe ich den Eindruck, dass viele *Monumentalbauten* des 19. Jahrhunderts erst der Abrissbirne der 50er zum Opfer gefallen sind. Anders kann ich mir das ungleiche Verhältnis zwischen der Vielzahl an erhaltenen *Wohnbauten* des 19. Jahrhunderts gegenüber eben diesen Monumentalbauten nicht erklären...

      Die romanischen Kirchen sind gut in das alte Straßennetz eingebunden, man kann hervorragend nachvollziehen, wie eine jede von ihnen der Gemeinde eines Stadtviertels gedient hat. Architektonisch sind sie höchst beeindruckend und die Sanierung wie auch die Präsentation ist mustergültig. Lange Öffnungszeiten, umfassende Infotafeln und in jeder ein netter, gut informierter Mensch, der einem bereitwillig Auskünfte erteilt. Daran sollte sich Mariä Himmelfahrt (s. einige Beiträge weiter oben) ein Beispiel nehmen, hier stand ich wieder mal vor verschlossenen Türen.

      Der Verlust v. a. der historistischen Ausstattung der Sakralbauten (teils erst durch Nachkriegsverachtung für die Kunst des 19. Jahrhunderts), insbesondere natürlich der Ausmalung, wirkt natürlich auf den ersten ästhetischen Blick schwer und lässt manche Kirche recht kahl wirken (Groß St. Martin). Selbst eine moderne Ausmalung würde hier Wunder wirken wie das Beispiel St. Aposteln zeigt. Andererseits steht der Wert der historistischen Ausstattung doch stark hinter dem gewaltigen Alter und der schon alleine dadurch vorhandenen Würde dieser Sakralbauten zurück.

      Der absolute Überhammer ist meines Erachtens St. Gereon, nicht nur, was die Wiederaufbauleistung angeht - in architektonischer wie ästhetischer Hinsicht - sondern auch, was die Vielzahl der Zeitschichten angeht, steht dieser Bau doch auf einer spätantiken Grabstätte aus dem 4. Jahrhundert, von der sogar noch 1700 Jahre alte Mosaikenreste erhalten sind... für mich der absolute Geheimtipp.

      Enttäuschend fand ich dagegen ausgerechnet die so vielgelobte St. Maria Lyskirchen, hier fand sich kein Mensch, kein Gestühl, sondern nur ein paar Klappstühle in einer Ecke und eine eher hilflose Zusammenstellung von Austattungsgegenständen. Die ob ihrer bedeutenden spätromanischen bis frühgotischen Fresken berühmte Kirche machte auf mich den Eindruck eines Lagerhauses zu Zeiten der Säkularisation.

      Fazit meines Architektur-Eindrucks dennoch: überraschend positiv. Welch Wunder könnte man in Köln bewirken, würde man nadelstichartig in den vielernorts gewahrten alten Straßen den ein oder anderen Profanbau rekonstruieren. Auch der Abriss von Schrott der 60er und 70er täte Not.

      P. S.: das "Ei" von Renzo Piano fand ich gar nicht schlecht. ;)
    • Beeindruckend ist dies vor allem im ältesten Teil der Altstadt, dessen merklich planmäßiges Straßennetz wohl noch auf römische Gründungen zurückgeht.


      Du meinst das Martinsviertel? Das stimmt so nicht. Der römische Stadtmauer verlief auf der Höhe von Marspforten (deshalb der Name)/Rathaus/Spanischer Bau. Davor war zum Rhein hin der Flusshafen (wo jetzt der Alte Markt ist), und davorgelagert eine Insel im Fluss, worauf Lagerhallen standen. Auf deren Grundmauern ist Groß Sankt Martin errichtet.
      Deine Begeisterung für St. Gereon teile ich. Insgesamt finde ich, dass Köln sehr viel mehr von seinem alten Charakter bewahrt hat als Frankfurt am Main. In dieser Hinsicht lässt es sich fast mit Nürnberg vergleichen, wo aber der Wiederaufbau viel behutsamer und historisierender war.
      VBI DOLOR IBI VIGILES
    • Der Vergleich mit Nürnberg ist in der Tat naheliegend. Der Hauptunterschied liegt meines Erachtens darin, dass man es in Köln nicht geschafft hat, flächendeckend die Kleinteiligkeit zu wahren. Diese Brüche in der Maßstäblichkeit sind es, die das Stadtbild schädigen. Aber sie sind heilbar. In Frankfurt ist das alte Straßennetz des Altstadtkerns zu sicher 75 % in der Nachkriegszeit zerstört worden. Die Probleme sind also ganz andere.
    • Rückbau der Verkehrsschneisen im Altstadtkern, und viel mehr Rekonstruktionen und traditionellen Neubauten ohne gesuchten dekonstruktivistischen oder postmodernen Designer-Look wären in Frankfurt/M nötig, um überhaupt wieder etwas von Innenstadt/Altstadt-Atmosphäre aufkommen zu lassen. Das heutige Zentrum hat dort einfach zu wenig historische/historisierende und urbane Substanz. Diese ist in Köln noch halbwegs vorhanden: überall trifft man auf Relikte der 2000-jährigen Geschichte der Stadt, oder manchmal auch nur neuinterpretationen der Relikte. Und das oft im historischen Straßennetz. Aber auch in Köln wären viel mehr Rekonstruktionen und anspruchsvollen, traditionellen Neubauten nötig, um ein halbwegs ertragliches, der langen Geschichte der Stadt gerechtes Stadtbild zu bekommen. Selbst in der innersten Altstadtkern um den Alten Markt. Die bisherigen Pläne für den Rathausplatz (vor der historischen Loggia) lassen aber nichts Gutes erahnen.
      VBI DOLOR IBI VIGILES
    • Köln könnte durch einige Dachrekonstruktionen gewinnen, zum Beispiel bei der ehemaligen Reichsbank in Unter-Sachsenhausen und dem Dom-Hotel. Leider aber hat man sich auch in den letzten Jahren in grauenhafte modernistische Bauprojekte gestürzt, zum Beispiel den überdimensionierten Wallraff-Richartz-Klotz von Ungers (museenkoeln.de/wallraf-richartz-museum/) oder den Kolumba-Klotz (kolumba.de/?language=ger&cat_s…ry=14&artikle=61&preview= ), um nur zwei zu nennen. Kölns Problem ist (neben der stellenweisen Ungepflegtheit) die starke Disharmonie. Hier müßte einfach ein konsequenter Stadtumbau, eine Stadtreparatur, greifen, womöglich mit Hilfe einer Gestaltungssatzung. Ich habe da allerdings bei den derzeit Verantwortlichen meine Zweifel bezüglich solchen Stilwillens. Die Planungen in der Nähe der Rathauslaube lassen wirklich allerschlimmstes befürchten. Diesbezüglich ist Frankfurt in seinem Bewußtsein ein ganzes Stück weiter.
    • Ich habe da allerdings bei den derzeit Verantwortlichen meine Zweifel bezüglich solchen Stilwillens. Die Planungen in der Nähe der Rathauslaube lassen wirklich allerschlimmstes befürchten. Diesbezüglich ist Frankfurt in seinem Bewußtsein ein ganzes Stück weiter.


      Sicher. Nur bin ich längst noch nicht zuversichtlich, dass die heutigen Plänen in Frankfurt für den TR-Areal auch wirklich realisiert werden, und ob man dort den Lokschuppen am Saalhof noch verhindern kann. Und ob man in Frankfurt auf den richtigen Weg weitergehen wird.
      VBI DOLOR IBI VIGILES
    • "Georg Friedrich" wrote:

      @RMA

      Sehr interessanter Bericht aus dem Kölner Altstadtbereich. Hast du auch fleißig Fotos gemacht?


      Leider nicht, da ich meine Kamera verkauft habe, aber nur, um mir zu Weihnachten eine bessere zu holen - mit der ich dann dank ISO 25.600 beim Besuch nächstes Jahr auch die düstersten romanischen Löcher werde fotografieren können. ;)
    • Re: Das alte Köln

      Man stelle sich vor, man steckte das Geld in einigen historischen Fassadenrekonstruktionen, und der Alte Markt z. B. wandelte sich von trist zu sehr erfreulich.. Die Kubaturen stimmen ja alle noch.

      Aber bei der üblichen Dummheit und Klüngel in Köln habe ich für diese sogenannte "Altstadt", der sowieso größtenteils eine Mischung aus üblen Nachkriegswiederwärtigkeiten ist, auch Null Hoffnung.

      In den letzten dreißig Jahren hat es dort meines Wissens keine einzige, wenn noch so kleine, Verbesserung gegeben.

      Jetzt wird eine der letzten akzeptablen Plätze auch noch für viel Geld modernistisch zubetoniert. Auch wenn der Platz eine Nachkriegsschöpfung war, ein herber Verlust.
      VBI DOLOR IBI VIGILES
    • Re: Das alte Köln

      Interessantes Projekt in der Kölner Innenstadt direkt an der Gereonskirche:

      Der Ehemalige Gerling Firmensitz soll umgebaut werden. Hier gibts es weitere Infos:

      http://www.gerling-quartier.de/\r
      www.gerling-quartier.de/

      Einige Altbauten sind auch dabei. Die 50er Jahren Steinfassaden finde ich eigentlich ok - scheint ja auch Heute wieder en vogue zu sein (siehe Upper East Side / Berlin). Insgesamt ein gutes Projekt.
      Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker
    • Köln im September 1947

      Köln im September 1947

      Amateur-Filmaufnahmen aus Köln vom
      September 1947. Das Filmaterial stammt
      aus dem Amateur-Film "Postwar Germany:
      28 Months After V-E Day" von George
      T. Fonda, Assistent des Präsidenten,
      Weirton Steel Company.

      Köln im September 1947
      - YouTube
      Der Bauende soll nicht herumtasten und versuchen. Was stehenbleiben soll, muß recht stehen und wo nicht für die Ewigkeit doch für geraume Zeit genügen. Man mag doch immer Fehler begehen, bauen darf man keine. (Johann Wolfgang von Goethe)
    • Re: Das alte Köln

      ich kann die Herabwürdigung Köln nicht nachvollziehen. Von allen Großstädten D.s ist sie bis heute die architektonisch weitaus bedeutendste, und der Wiederaufbau war um nichts mieser als in anderen Städten.
      Bei allem Mut zur Hässlichkeit, der in Köln bereits wieder durchaus imposante Formen annimmt und der turmhoch der anbiedernden Unbedarftheit etwa der fränkischen oder bayerischen Metropolen überlegen ist, muss man doch zu erkennen, dass uns die wiederaufgebaute Stadt ein zwar kleines, aber doch liebenswertes Altstadtviertel gewährt, wovon in Nürnberg, Würzburg, Frankfurt, ja selbst München keine Rede sein kann. Auch der Alte Markt ist lange nicht so übel wie seine fränkischen oder Müchner Pendants. Dazu kommt die hervorragende Aufbauleistung der nun wirklich so arg wie nirgendwo sonst heimgesuchten Kirchen. Auch manche Modernismen wie jenes neue Museum oder der Rathausplatz sind weit überzeugender als das sonstiege BRD-Einerlei.
      In summa hat die Stadt weit mehr Respekt verdient.
      Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
      14. Buch 9. Kapitel
      Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.
    • Re: Das alte Köln

      Daß in Köln in der Vergangenheit vieles wiederhergestellt wurde, steht außer Frage. Und daß es eine interessante Stadt ist. Daß der dortige Wiederaufbau "um nichts mieser als in anderen Städten" war, möchte ich aber anzweifeln. Da gefallen mir die - von Stuttgart abgesehenen - süddeutschen Pendants doch noch um einiges besser. Wenn ich mich, um zur kleinen (und wirklich netten) Altstadt zu gelangen, etwa erst am Friesenplatz...

      bilderbuch-koeln.de/img/a1/2c/1059.978x1304xin.jpeg

      [url]http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/6e/Kreuzung-Friesenplatz-K%C3%B6ln.JPG
      [/url]

      ...oder an der Nord-Süd-Fahrt...

      fotoalbum.wdr.de/data/media/29…_WDR_Arcaden_Mai_2008.jpg

      de.wikipedia.org/w/index.php?t…etimestamp=20100227203717

      ...vorbeiquälen muß, kann das schon eine lange Zumutung für die Augen werden - und das Kölsch danach die unbedingt nötige Belohnung.

      Aber, wie gesagt, Vergleiche mit anderen Städten sind ja ohnehin oft subjektiv geprägt, eine solche Diskussion auch überflüssig.

      Faktum aber bleibt, daß Köln einige rekonstruktive Ansätze sehr gut tun würden. Und dies betrifft vor allem die Fassaden und die Dachstruktur der ja noch erhaltenen Gebäude (siehe oben). Hier könnte mit relativ kleinem finanziellen Aufwand große Wirkung erzielt werden. Indes, bislang ist der Wille in der Stadt noch zu gering.

      The post was edited 1 time, last by Heimdall ().

    • Re: Das alte Köln

      Der Rathausplatz ist leider dem Untergang geweiht; durch das Projekt "Archeologische Zone und jüdisches Museum". Der Platz war in der Tat annehmbar und es ist schade drum.

      Übrigens, Köln hat nun wirklich nicht mehr Altstadt als Nürnberg- Die Zahl original erhaltener oder rekonstruierter Häuser ist erheblich geringer. Ich fände die Kölner Altstadt gerade noch annehmbar, wenn es die Platten um Groß St. Martin nicht gäbe, die hier an wichtigster Stelle die Altstadtambiente ruinieren.

      Diese sei exemplarisch genannt, aber die Zahl wirklich störenden Bausünden selbst in der unmittelbaren Altstadt ist eigentlich so groß, daß eine Auflistung zu versuchen müßig ist... :weinen:
      VBI DOLOR IBI VIGILES
    • Re: Das alte Köln

      Heimdall, deine ersten drei Beispiele fallen unter den von mir so bezeichneten 'Mut zur Hässlichkeit'. Das vierte ist natürlich inferior.
      Faktum aber bleibt, daß Köln einige rekonstruktive Ansätze sehr gut tun würden.Indes, bislang ist der Wille in der Stadt noch zu gering.

      Das steht nun natürlich außer Zweifel.


      "Brandmauer" wrote:

      Der Rathausplatz ist leider dem Untergang geweiht; durch das Projekt "Archeologische Zone und jüdisches Museum". Der Platz war in der Tat annehmbar und es ist schade drum.


      Übrigens, Köln hat nun wirklich nicht mehr Altstadt als Nürnberg- Die Zahl original erhaltener oder rekonstruierter Häuser ist erheblich geringer.

      Ja, natürlich, ich meinte aber ein kompaktes Altstadtviertel. In Nürnberg stehen Restlinge vor allem an der Altstadtperipherie herum, nirgends einen sinnvollen Zusammenhang ergebend. Wenn man sich in Nürnberg von St. Sebaldt bis zur Burg um Rekonsturktion bzw Anpassung bemüht hätte, wäre der Eindruck der Stadt weit günstiger.

      Diese sei exemplarisch genannt, aber die Zahl wirklich störenden Bausünden selbst in der unmittelbaren Altstadt ist eigentlich so groß, daß eine Auflistung zu versuchen müßig ist...


      Ja, aber es hat irgendwie trotzdem gewissen Stil, 'Mut zur Hässlichkeit' eben. Köln ist eine schmutzige Großstadt, weitgehend ohne diesen Anspruch, mittelalterlich zu sein. Da nimmt man Modernismen eher hin.


      Moderationshinweis (Zeno): Zitat "Der Rathausplatz ..." als solches gekennzeichnet
      Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
      14. Buch 9. Kapitel
      Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.
    • Re: Das alte Köln

      "ursus carpaticus" wrote:

      Das vierte ist natürlich inferior.
      Da bestimmt 60 Prozent der Stadt so (und noch schlimmer) aussehen, kann ich Deinen Ausführungen mal wieder nicht im geringsten folgen. Warst Du überhaupt schonmal in Köln?

      Besonders übel finde ich die in den seltsamsten Farbtönen (von grau bis trabi-blau) verklinkerten Gammelfassaden, die seit den 60ern typisch für diese Region sind. Da graust's mir deftig. Köln ist für mich mit das übelste, was mir in Sachen Wiederaufbau in Westdeutschland bisher untergekommen ist. Und die Altstadt ist abgesehen von den Kirchen (die ich zusammen mit den paar erhaltenen Gründerzeitvierteln und dem akzeptablen Rheinufer bzw. -panorama als das einzig Positive dieser Stadt ausmachen kann) ja wohl ein Witz.
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
      Jesus ist mein Herr und Retter!