Köln

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    Jahreshauptversammlung 2019: 1. und 2. Juni in Balingen/Zollernalb. Mach mit!

    • erbse schrieb:

      Liebe und Aufmerksamkeit
      Darum geht es ihnen nicht. Abgesehen vom Profitstreben in Folge gestiegener Immobilienpreise geht es in Zukunft darum, die selbst geschaffenen Folgen der eigenen Politik nun mit brachialen Methoden irgendwie zu lösen. Vermutlich werden wir noch viele Abrisse, Grünflächenzerstörungen und den Ersatz durch neue Plattenbauten/Massenunterkünfte erleben. Wer A sagt, ist in solchen Fällen eben gezwungen, auch B zu sagen.
    • Es gäbe ja abseits der Ballungszentren mehr als genug Leerstand auch in größeren (teils kommunalen) Objekten, um eine Unterbringung zu gewährleisten. Da brauchts nun wirklich keine Abrisse von Villen in Gründerzeitvierteln, dass einem solch skrupellosen Geldmacher da stattgegeben wird, kann ich nicht nachvollziehen. Solche Leute sind für mich auch keine Unternehmer, sondern schlicht subventionsgierige Abzocker, ähnlich wie die ganzen Windkraft-Heinis. Ein aufrechter Unternehmer hat ethische Prinzipien.
    • Köln-Ehrenfeld: Hansemannstraße 2: Beschädigung eines denkmalgeschützten Hauses bei Baumaßnahmen

      In Köln-Ehrenfeld ist ein denkmalgeschütztes, 150jähriges Haus aus der Entstehungszeit des Stadtteils bei Baumaßnahmen nachhaltig geschädigt worden und zurzeit unbewohnbar. Trotz seiner überschaubaren Größe scheint die Motivation des Verursachers den Schaden wieder zu beheben gering, eine Abbruchgenehmigung wurde gestellt!

      Quelle: WDR, Lokalzeit Köln vom 22.05.18, zeitlich begrenzt aufrufbar:

      Bei den Printmedien berichtet der Kölner Stadtanzeiger, online:

      Auf der Facebook-Seite des Unternehmens habe ich keinen Kommentar gefunden. Ich hoffe man besinnt sich und macht den angerichteten Schaden wieder gut, sonst trägt der Bauherr diesen Verlust in seinem Portfolio. Und die Neubauten sehen - meiner Meinung nach - eher bescheiden aus.
    • Vor ein paar Tagen ist mir dies hier in der Weidengasse aufgefallen.

      Vorher:
      http://www.bilderbuch-koeln.de/Fotos...ngasse_22_3204
      Quelle: Bilderbuch-Koeln

      Nachher:
      https://picload.org/view/dlwriclr/we...sse22.jpg.html
      Bild ist von mir.

      Ich weiß leider nicht, inwiefern es sich dabei um eine originalgetreue Konstruktion handelt, aber es ist in meinen Augen auf jeden Fall eine nette Sache und Verbesserung.
    • Ja Wahnsinn, und das in Köln! Auch wenn es sehr klein ist... beziehungsweise, hat das Gebäude ein Flachdach? Sieht für mich so aus, als würden ein paar Obergeschosse fehlen.

      Ich habe den Eindruck, man ist noch nicht fertig, das Erdgeschoss wurde scheinbar vorerst beiseite gelassen. Dafür spricht der unverputzte Zustand, links kommt noch irgendein Drahtgitter aus der Wand.
      Hoffentlich gehen die Arbeiten dann bald weiter. @Comodo, vielleicht kannst du ja ein Auge drauf behalten, wenn du dort öfter vorbeikommst ;) .
    • Update zum jüdischen Museum






      Und zum Eckbau an der Hohen Straße







      Von der Kubatur und der Dachausbildung bin ich mit dem Bau ganz zufrieden, mit dem gewählten Stein leider nicht. Er ist viel zu kalt und grau. Dadurch setzt er sich unnötig hart von den Nachbarn, die mit dem Kaufhof und dem Apple Store historischen Ursprungs sind, ab. Hier hätte man ein wesentlich besseres Ergebnis über eine andere Materialwahl erreichen können!
      APH - am Puls der Zeit
    • Hallo zusammen,

      ich weiß nicht, ob es hier schon erwähnt wurde, aber auch in Sülz ist jetzt schon länger der Abriss eines Altbaus geplant. Hier im Bild die Front zur Palanterstraße bestehend aus drei Gebäudeteilen:


      google.de/maps/@50.9205372,6.9…NnzVDA!2e0!7i13312!8i6656

      und der KStA-Artikel dazu:

      ksta.de/koeln/koeln-lindenthal…eubauten-weichen-28942810

      Den Anmeldedialog der ksta-Seite kann man umgehen, indem man rechtzeitig den Abbrechen-Knopf des Browsers drückt.

      Das reiht sich ja ein in die oben schon genannten Villen-Abrisse.

      Soweit ich weiß, muss für jeden Abriss die untere Denkmalbehörde ihr OK geben. Im Fall des Eckhauses in der Palanterstraße wird von einer Bodensenkung berichtet, die den Abriss laut GWG unausweichlich macht. Ebenfalls im Artikel erwähnt wird aber auch ein Architektenbüro, das die Bausubstanz für rettbar hält, aber nicht zum Zuge kam.

      Meine Frage wäre an wen man sich wenden kann, um solche Abrisse zu verhindern? Die obere Denkmalbehörde?

      Das Objekt hat durch seine Geschichte, es gehört zu den ersten Zeugnissen gemeinsamen Bauen und Wohnens in Köln-Sülz, ja auch eine historische Relevanz.

      Viele Grüße

      Maximilian Neuhaus
    • Hansemannstraße 2

      Das Haus wurde schon im Beitrag Nr. 484 erwähnt. Der befürchtete Abriss ist nun Gewissheit.

      rheinische-anzeigenblaetter.de…-wird-abgerissen-31704386

      Kölner Wochenspiegel schrieb:

      (...) Bei Aushubarbeiten für einen Neubau eines Wohnkomplexes auf dem angrenzenden Grundstück sackte bereits Ende März das Haus Hansemannstraße 2 ab. Dadurch entstand ein großer Riss, der quer durch das gesamte Gebäude verläuft. Der Eigentümer des Gebäudes – die Kölner Immobilienfirma WvM - beantragte daraufhin den Abriss. (...)

      Kölner Wochenspiegel schrieb:

      (...) Die WvM, der sowohl das geschädigte Denkmal Hansemannstraße 2 als auch das Nachbargrundstück gehört, auf dem es beim Bau des Wohnkomplexes zu den Bodensetzungen gekommen war, beteuerte, nicht für den Schaden verantwortlich zu sein. (...)
      Das ist auch mal wieder eine ganz dreiste Methode, um ein ungeliebtes Denkmal loszuwerden. - Einfach auf die Absicherung beim Aushub der benachbarten Baugrube zu verzichten. Entschuldigung, aber das riecht förmlich nach Absicht. Erinnert mal wieder an das Uhrmacherhäusl in München.

      Kölner Wochenspiegel schrieb:

      (...) Eine Rekonstruktion oder Wiederherstellung des Gebäudes könne in diesem Fall auf Grund der Gesetzeslage nicht eingefordert werden, so das Denkmalschutzamt.
      Eine Begründung wird nicht geliefert. Obwohl die Baugrube ja offenbar nicht fachgerecht entstanden ist. Oder ist es etwa normal, daß dabei angrenzende Häuser zerbrechen? - Am Ende kommt der Eigentümer mit dieser Masche wieder straffrei davon.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Neußer ()

    • Noch ein weiterer Artikel zu Hansemannstraße Nr. 2

      ksta.de/koeln/ehrenfeld/haus-i…nmittelbar-bevor-31819448

      Am 07. Januar 2019 soll das Haus verschwinden.

      Kölner Stadt-Anzeiger schrieb:

      (...) Die Genehmigung zum Abbruch ist allerdings an Auflagen gebunden. So sollen die Stuckverzierungen der Fassade – darunter ein Wappen der Bäckerinnung – geborgen und der Stadt übergeben werden. Wie sie weiterverwendet werden, steht noch nicht fest. (...)
      Die Elemente verschwinden im Depot und vergammeln dort. Was soll sonst damit passieren?!

      Kölner Stadt-Anzeiger schrieb:

      (...) Eine Neuplanung für das Grundstück Hansemannstraße 2 gibt es noch nicht. Fest steht allerdings, dass keine Rekonstruktion des alten Hauses errichtet werden soll. Dies, so Frank Piepers, sei auch nicht der Wunsch der Bezirksvertretung Ehrenfeld gewesen. Dort hat die Immobilienfirma die weiteren Planungen für die Hansemannstraße schon vorgestellt. (...)
      Was soll man dazu noch sagen?
    • Soweit ich das gesehen habe, gibt es noch keinen extra Thread zum Heumarkt, deswegen poste ich es mal in den allgemeinen Thread:

      Laut Kölnischer Rundschau gibt es Pläne, am Heumarkt gegenüber des Maritim-Hotels ein weiteres Hotel zu errichten:

      rundschau-online.de/region/koe…ekt-am-heumarkt--32109014

      Interessant dabei ist, dass dieser Bereich seit dem Bau der Deutzer Brücke 1913 meines Wissens nach nicht mehr bebaut ist.
      Ursprünglich sah der Heumarkt ja so aus:



      Man beachte die Lücke in der Bildmitte. Dort wurde ein gründerzeilicher Eckbau errichtet. Die gesamte Häuserzeile rechts von diesem Baugrundstück musste dann der Brückenrampe der Deutzer Brücke weichen.
      Auf diesem Bild sieht man den fertiggestellten Historismusbau, rechts am Bildrand sieht man noch den angrenzenden Häuserblock, der da noch stand:



      Dieser wurde dann wie gesagt für die Brücke abgerissen, sodass das ganze vor dem zweiten Weltkrieg so aussah:


      Eine zweite Perspektive mit Deutzer Brücke:

      Die Situation sieht heute so aus:





      Das weiße Eckhaus mit dem Spitzdach entspricht dabei dem Historismusbau von vor dem Krieg, auch vom Grundriss her. Es versucht sich immerhin an die Kölner Vorkriegsbebauung anzulehnen, aber man erkennt recht schnell, dass es sich um einen 50er-Jahre-Bau handelt.

      Die an das Eckhaus angrenzenden Häuser Richtung Rhein müssen vor dem Krieg irgendwann auch neu gebaut oder aufgestockt worden sein, im folgenden Bild sieht man die Häuserzeile direkt neben dem Gründerzeitler. Wie man mit dem Fotos weiter oben vergleichen kann, stimmt die Stockwerkshöhe nicht mehr überein (ganz links im Bild der Historismus-Eckbau, Achtung, das Haus in der Mitte nicht verwechseln mit dem Eckhaus von heute!):



      Das Haus in der Mitte und das rechts daneben stehen sogar heute noch, siehe bei Google Maps:

      google.com/maps/@50.9366235,6.…mJj35w!2e0!7i13312!8i6656

      Davor ist also eine mögliche Bebauung angedacht in Form eines länglichen Hotelbaus, der vom Heumarkt bis zum Rhein reicht und die Zufahrt zur Untertunnelung der Brücke überspannen soll.

      Wenn ihr mich fragt, halte ich von diesen Plänen nicht besonders viel. Zum einen müsste die Verkehrssituation an dieser Stelle sowieso geändert werden, am besten man streicht diese Zufahrt einfach komplett, es bliebe die Einfahrt auf der anderen Seite der Brücke.
      Des weiteren würde man an dieser Stelle das südliche Ende des Martinsviertels zubauen, was an dieser Stelle immerhin noch einige alte/wiederaufgebaute Häuser aufweist, beziehungsweise Bauten im angelehnten Stil.
      Positiv wäre, dass durch einen weiteren Häuserblock der Heumarkt ein paar Meter mehr geschlossene Bebauung hätte und seiner alten Form näher käme, vorausgesetzt man behielte den bisherigen Stil bei. Ein moderner Neubau an der Stelle würde an der Platzmitte direkt vor der Statue Friedrich Wilhelms III die sowieso schon nur dürftig vorhandene Platzatmosphäre aber weiter in Mitleidenschaft ziehen.
      Bei den letzten Neubauprojekten in der Kölner Altstadt bleibt also zu hoffen, dass dank des doch etwas abenteuerlichen Baugrundstücks die Pläne für eine Bebauung in der Schublade bleiben.
    • Hmm, das Beste wäre natürlich, wenn man diesen phantastischen Gründerzeitler an der Ecke rekonstruiert. :P

      Eine Verdichtung und stückweise Schließung des Platzes würde auch ganz gut sein. Aber sicher entstünde da wieder ein Stahl-Glas-Raster-Flachdachkasten. Typisch Hotel eben. Da müsste die Stadt Köln schon klare Vorgaben machen.
    • Dazu möchte ich mal eben aktuellere (2017) Bilder des sehr imposanten Denkmals für FWIII zeigen. Es sieht mit den diversen Korrekturen am Sockel schon besser aus, als zuvor. Ist aber immer noch von seinem Originalzustand entfernt. Diesen wieder zu erlangen wäre mein erster Wunsch für den Heumarkt und sicher auch kurzfristig realisierbar.







      "Mens agitat molem!" "Der Geist bewegt die Materie!"
    • @Neußer Das Haus hat damals auf jeden Fall einen Großteil der Aufmerksamkeit auf dem Heumarkt auf sich gezogen und stellte einen dominierenden Prachtbau dar. Auf der einen Seite kritisieren das hier ja viele und sprechen von einer "ersten Zerstörung der Altstädte". Ich kann das Argument ein Stück weit nachvollziehen, sehe die Sache an dieser konkreten Stelle aber etwas anders. Wenn eine Stadt wie Köln irgendwann eine Brücke plant, dann kostet das natürlich Altstadtsubstanz. Egal wo man ansetzen wird, überall wird man abreißen müssen, oder man muss komplett auf Brücken im Zentrum verzichten, was auch keine gangbare Lösung ist. Ein aus neuerer Zeit stammendes, relativ großes Bauwerk wie eine Brücke passt aber nicht gut neben sehr kleinräumige, mittelalterliche Wohnbebauung. Mit so einer großen Brücke kann ein großer Historismusbau viel besser mithalten und ihr eine würdige Einpassung in die Stadt geben, gleichzeitig passt der Historismusstil recht gut in eine schon vorhandene Altstadt. Ich halte den Bau an der Stelle deswegen für durchaus gelungen, auch wenn ich natürlich nicht weiß, ob er im Kontext der Brücke gebaut wurde und nicht so oder so errichtet worden wäre.
      Ich würde es für eine gute Lösung an der Stelle sogar für vertretbar halten, den Bau ein paar Meter Richtung Brücke zu rücken, um den vorhandenen Raum zu schließen und die Brücke wie oben beschrieben würdig in die Stadt einzubinden. Bei der nächsten Sanierung der Deutzer Brücke würde man dann idealerweise auch wieder auf die alte Hängebrücke in verbreiteter Form zurückgreifen, die einen deutlich majestätischeren und passenderen Eindruck am Rhein erschaffen würde.

      @Gmünder: Ja, wenn man sich dieses Bild (ich poste mal die vergrößerte Form, damit man mehr erkennt, dafür mit Wasserzeichen) ansieht, weiß man was du meinst:



      Die vielen Details am Sockel fehlen heute und er ist nicht mehr aus Stein, sondern wurde aus Beton gegossen, wodurch das Denkmal bei genauem Hinsehen ein wenig ärmlich wirkt. Das ist schon unglaublich, in Potsdam werden für Millionen Euro neue Sandstein-Statuen angefertigt und aufs Stadtschloss gesetzt und in Köln bekommt man es nicht mal hin, einen einfachen Steinsockel zu restaurieren, und setzt stattdessen auf eine Beton-Lösung.
      Schade, dass man von der Ortsgruppe in Köln so wenig hört, existiert da eigentlich überhaupt etwas außer der eher spärlich betreuten Facebookseite? Wir haben doch hier einige aus dem Kölner Raum im Forum, hat man sich denn mal wo getroffen?
    • Stadtbild Köln ist eingeschlafen und keiner hat’s bemerkt. Der letzte Beitrag bei Facebook war vor genau 2 Jahren. Aber wenn ich das erwähne kommt bestimmt wieder erbse um die Ecke und sagt, wir sollten nicht alles so schwarz sehen, wäre doch insgesamt alles toll, viel Potenzial etc..

      Mein (wiederholter) Vorschlag: Nur ein einzelner bundesweiter Auftritt von SD, der dafür regelmäßig und auf hohem Niveau gepflegt wird.
      In dubio pro reko