Ostdeutsche Stadtansichten vor der Zerstörung (Galerie)

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    • danke auch an Palantir für seinen Beitrag. Obwohl ich mich mit Neisse schon lange beschäftige, bin ich noch niemals auf ein Bild vom Rathaus gestoßen.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Zwei wahllose Bilder von Orten aus der ehemaligen Neumark (Ostbrandenburg), heute zur Woiwodschaft Lebus gehörend.

      Sommerfeld (heute: Lubsko)


      Züllichau (heute: Sulechów)

      Bildquelle jeweils: Bibliothek - Zeno.org

      Viele schöne Ansichten aus der Neumark finden sich im Menü der aufgeführten Ortschaften (rechts unten) auf der folgenden Seite:
      Brandenburg - Brandenburger Landstreicher - Ostbrandenburg - Neumark
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Noch ein paar Bilder aus meiner Sammlung:

      Heilsberg (Ostpreußen):




      Eine sehr beachtenswerte Reihe von Giebelhäusern.


      Posen:







      Deutsche und polnische Geschäftsinhaber Tür an Tür. So hätte es gehen können!


      Gleiwitzer Rathaus:




      Küstriner Rathaus:



      Riga im Baltikum (immerhin ein halbes Jahrtausend lang eine deutsch geprägte Stadt):






      Braunsberg in Preußen:





      Ostpreußische Fachwerkidylle in Braunsberg.


      Gasse in Breslau:




      Brünn in Mähren (leider schon mit NS-Flaggen verunstaltet):






      Neiße, Partie am Buttermarkt:




      Cottbuser Rathaus:



      Eger in Böhmen:

      In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

      Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.

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    • @youngwoerth

      Im Band "Reise durch Schlesien" von 2008 gibt es Fotos von Neiße. Ich bin wirklich erschrocken, als ich diese kümmerlichen Reste dieser einst stolzen Bebauung gesehen habe. Aber das ist kein Neiße-spezifisches Problem, sondern ein gesamtschlesisches. Intakte Ortsbilder sucht man dort vergeblich, außer vielleicht in Gleiwitz und Oppeln. Nicht einmal Orte im Riesengebirge sind intakt wie Habelschwerdt oder Glatz. Wie die Situation in Orten wie Militsch, Hindenburg oder Leobschütz ist, weiss ich nicht, vielleicht ist dort das ein oder andere erhalten. Kattowitz zum Beispiel ist zwar nur etwa gleich alt wie Gelsenkirchen, hatte aber prächtige gründerzeitliche Straßenzüge und Plätze, die in der Nachkriegszeit abgeräumt wurden. Umso mehr Bilder ich von regionalen Zentren in Ostpreußen sehe, wie Braunsberg oder Heilsberg, umso begeisterter bin ich von denen. Anscheinend hatten diese Städte manch ein architektonisches Juwel, welches bis in die Hanse- und Ordenszeit zurückreichte.

      upload.wikimedia.org/wikipedia…attowitz_-_Panorama_2.JPG

      podstawa.de/kattowitz_poststr.jpg
      In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

      Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.

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    • Ein Vergleich aus Neisse:

      Damals:



      Heute:

      panoramio.com/photo/23312046

      Ostpreussen kann ich aufgrund der Landschaft und einiger Städte empfehlen (Allenstein, Frauenburg). Die meisten Orten wurden aber total zerstört, leider auch Braunsberg (dort ist die Altstadt Heute eine art Wiese mit der Kirche...)
      Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker
    • Däne schrieb:

      Ostpreussen kann ich aufgrund der Landschaft und einiger Städte empfehlen (Allenstein, Frauenburg). Die meisten Orten wurden aber total zerstört, leider auch Braunsberg (dort ist die Altstadt Heute eine art Wiese mit der Kirche...)

      Die Landschaft ist schon einmalig mit den vielen Seen, dunklen Wäldern und Weiten. Städtebaulich siehts richtig düster aus, Allenstein ist auch stark kriegszerstört und hat wenig erhellendes zu bieten. Die einzige Stadt die den alten Charakter bewahrt haben soll ist Sensburg.

      Hier noch ein paar Nachträge:


      Gasse in Magdeburg:




      Schloss Neustrelitz:





      Breslauer Rathaus:




      Blick auf die alte Hansestadt Elbing:



      St. Marien zu Stendal:




      Gasse in Stralsund:










      1944 zerstörtes Semlower Tor





      Ich bin überrascht, dass Ursus nicht antwortet, da ich ihm hier alte Bilder von Brünn und das von Eger in bester Qualität liefere, aber für ihn scheint es keine neuen Erkenntnisse auf den Bildern zu geben, oder wiegt der Verlust des gotisch-barocken Brünns noch zu schwer?
      In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

      Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.

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    • Musst mir schon ein bisschen Zeit geben zum Antworten. Meine Beiträge bestehen ja schließlich nicht sämtlich nur aus Textbausteinen, vor allem, wenn sie nicht Würzburg und Nürnberg zum Inhalt haben.
      einige Anmerkungen: die Bilder von Eger und Brünn bieten in der Tat nix Neues, fallen außerdem nicht unter die Kategorie "zerstört". Dazu hat Eger außer seiner tragischen Geschichte nichts spezifisch "Ostdeutsches" an sich. Die Stadt ist durch und durch fränkisch.
      Auch Stralsund ist (glücklicherweise) weitgehend unzerstört. Ich hoffe, die hier gezeigte Semlower Straße, einst viel photographiert, steht noch so (den Krieg hat sie überdauert)?
      Im Gegensatz zu diesen Städten wurde Posen fürchterlich zerstört - es ist neben Danzig und Warschau eines der Musterbeispiele für den viel gerühmten polnischen Wiederaufbau. Ohne Zweifel ist der Ring heute schöner als früher, zumal einige unproportionierte und die Häuserflucht sprengende Gründerzeitler beseitigt wurden.

      Habelschwerdt ist schon noch einigermaßen intakt, so auch Schweidnitz, Landeck, Patschkau und Waldenburg. An und für sich haben sie in Schlesien viel städtebaulich gesündigt, da kam der ganze Hass der Behörden gegen das dt. Erbe zum Vorschein.

      Das interessanteste Photo ist jenes von Cottbus. Ich wähnte das Rathaus nicht so weit in der Mitte (was es wohl ist, denn die Kante links wird wohl schon von den Ringhäusern gebildet, oder?). Ich muss sagen, dass ich in diesem Fall über die Zerstörung gar nicht so unfroh wäre, denn durch die neue Weite hat der Platz in gewisser Weise beträchtlich gewonnen - jetzt sieht er wirklich wie ein böhmischer Ring aus.

      Die Breslauer Gasse ist auch sehr schön - wahrscheinlich wurde dieser Zustand schon vor dem Krieg beseitigt.
      Danke jedenfalls für die Bilder!
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • ursus carpaticus schrieb:

      Dazu hat Eger außer seiner tragischen Geschichte nichts spezifisch "Ostdeutsches" an sich. Die Stadt ist durch und durch fränkisch.

      Ohne dass ich jetzt auf i-Tüpferl rumreiten will aber ich würde Eger keineswegs als durch und durch fränkische Stadt sehen.
      Da die Stadt ursprünglich dem bairischen Nordgau zugehörig war und sich dieser Zugehörigkeit wohl auch bis ins 20. Jahrhundert hinein bewusst war - zumindest lassen die in Eger abgehaltenen Nordgautage solch einen Schluss zu - würde ich Eger im Kern als nordbairisch-oberpfälzische Stadt mit fränkischen und böhmischen Einflüssen charakterisieren.

      Auch war das Egerländische keine ostfränkische sondern eine nordbairische Mundart und wohl ähnlich der Mundart wie man sie heute noch im nordostoberpfälzischen Stiftland, also Waldsassen und Tirschenreuth vernehmen kann.
      "Wenn wir die ehemalige Schönheit der Stadt mit der heutigen Gemeinheit verrechnen, kommen wir, so die Bilanz, aufs direkteste in den Schwachsinn." (E.H.)
    • Ja, danke für den Hinweis. Klar, Eger ist eher oberpfälzisch als fränkisch. Was diese Unterteilungen betrifft, bin ich nicht sattelfest.
      Böhmisches hingegen findet sich in Eger mE nicht. Die Stadt ist ein ziemlicher Fremdkörper in der böhm. Städtelandschaft.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Interessant immer wieder zu hören, dass die Oberpfalz entgegen dem mehrheitlichen Empfinden ihrer Bewohner von Auswärtigen oft gar nicht mehr als (alt)bayerisch wahrgenommen wird, sondern mitunter als bloße Verlängerung Frankens, als dessen östlicher Wurmfortsatz sozusagen. :biggrin:
      "Meistens belehrt uns der Verlust über den Wert der Dinge."
      Arthur Schopenhauer
    • Wie kann man nur auf derart unpassende Idee kommen?


      Tschuldigung.
      Es ist halt so, dass ich von diesen Gebieten überhaupt nichts verstehe, und mich nur mit städtebaulichen Aspekten auseinandergesetzt habe. Die traufseitigen Bürgerhäuser Egers erinnern von der Kubatur an Nürnberg. Eger hab ich kennengelernt im Zusammenhang mit Bamberg, Vierzehnheiligen, Bayreuth.
      Gibt es eigentlich eine genuin "oberpfälzerische" Stadt mit hinreichend städtebaulicher Bedeutung? Wahrscheinlich Weiden, oder?
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Georg Friedrich schrieb:

      Interessant immer wieder zu hören, dass die Oberpfalz entgegen dem mehrheitlichen Empfinden ihrer Bewohner von Auswärtigen oft gar nicht mehr als (alt)bayerisch wahrgenommen wird, sondern mitunter als bloße Verlängerung Frankens, als dessen östlicher Wurmfortsatz sozusagen. :biggrin:

      Tja, da sagst du’s. Selbst in Bayern wissen die wenigsten über die Oberpfalz Bescheid und ordnen uns, da hauptsächlich nördlich der Donau gelegen, Franken zu. Das spricht meines Erachtens nicht für das Niveau des bayerischen Schulsystems, mal am Rande bemerkt.

      Mittlerweile ist der größte Teil der Oberpfalz auch Teil der „gigantischen“ Metropolregion Nürnberg, da ist naturgemäß die Assoziation zu Franken naheliegend. Wer weiß denn schon dass die urfränkische Metropole (auch) bairische Wurzeln hat? :thumbup:

      Hier an meinem Arbeitsort in der französischen Schweiz habe ich immer wieder Kontakt zu anderen Deutschsprachlern. Hauptsächlich Württemberger, bayerische Schwaben, Österreicher und natürlich Deutschschweizer. Mit der Oberpfalz kann erfahrungsgemäß kaum jemand etwas anfangen, bzw. das Territorium wird leichtfertig Franken zugeordnet.

      Interessanterweise ist es mir schon ein paar Mal passiert, dass ich für einen Österreicher gehalten wurde als ich gemäßigt Dialekt sprach.
      "Wenn wir die ehemalige Schönheit der Stadt mit der heutigen Gemeinheit verrechnen, kommen wir, so die Bilanz, aufs direkteste in den Schwachsinn." (E.H.)
    • Georg Friedrich schrieb:

      Gibt es eigentlich eine genuin "oberpfälzerische" Stadt mit hinreichend städtebaulicher Bedeutung? Wahrscheinlich Weiden, oder?

      Du lässt aber auch kein Fettnäpchen aus!
      Ja, es gibt eine genuin oberpfälzische oder oberpfälzerische Stadt - wobei man hier genuin noch definieren müsste - von hinreichend städtebaulicher Bedeutung und
      nein, es ist nicht Weiden, kann nicht Weiden und wird auch nie Weiden sein. Es ist natürlich die alte und ehedem stolze Hauptstadt der oberen Pfalz!
      "Wenn wir die ehemalige Schönheit der Stadt mit der heutigen Gemeinheit verrechnen, kommen wir, so die Bilanz, aufs direkteste in den Schwachsinn." (E.H.)
    • So eine blöde Frage kann nicht Georg Friedrich sondern nur Ursus carpaticus stellen. Also wie lautet die Antwort? Hof wird es ja nicht sein...
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)