Weilheim in Oberbayern - Allgemeines

  • Der sterile und übersanierte Gesamtcharakter, der bei mir angesichts einem Zuviel an Pastellfarben und Weiß der Fassaden in bayerischen Städte manchmal entsteht, wird in Weilheim durch positive Aspekte wett gemacht bzw. entsteht erst gar nicht. Mag gut sein, dass es an dem ein oder anderem Gebäude liegt, welches in kräftigeren und doch gedämpften Farben gehalten ist (Hier möchte ich das Kaufhaus (?) RID erwähnen - eventuell ein älterer Neubau (?) - das sich auch durch seine Gesamtgestaltung im Vergleich zu manch anderen Beispielen vorbildlich einfügt). Den Bildern nach finden sich in Weilheim auch mehr Gebäude mit akzeptabler Fensterversprossung, allein die passenden Fensterläden fehlen wie zu oft (nach aufwändiger Sanierung). Die Erinnerungskultur an die ehemaligen Stadttore in Bild und Pflasterbelag ist vorbildlich, auch die Stadtmauerdurchbrüche mit ihren Segmentbögen sind eine gefällige Alternative. Die Pflasterung des eigentlichen Zentrums scheint jüngeren Datums zu sein. Offenbar wurde hier die Optik nicht wie neuerdings in anderen Altstädte wieder verstärkt fest zustellen der Begehbarkeit geopfert, sondern dabei wurden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Unnötig für mich die abgebrochenen Leuchtspargel, die einem derzeitigen modernistischen Trend folgen. Zeitlosere Laternen wären auch hier die bessere Lösung gewesen. Insgesamt ein einladendes Stadtbild. Danke Zeno.

  • Da irrst du aber gewaltig :wink: , denn in Bayern haben Fensterläden im Gegensatz zu weißen und pastellfarbigen Fassaden nämlich überhaupt keine Tradition. In Burghausen sind sie im Altstadtbereich sogar verboten :biggrin:
    Edit: Die "Leuchtspargel" finde ich ganz passend. Man muss ja nicht alles immer auf Gründerzeit trimmen :smile:

    Architektur ist immer subjektiv, da sie wie jede andere Kunstform vom Auge des Betrachters abhängt.

    Edited once, last by exforestusbavaricus ().

  • Für Burghausen magst Du vielleicht richtig liegen, doch Bayern ist etwas mehr als Burghausen... ;)
    Wer sprach von Gründerzeittrimmung angesichts der Leuchtspargel? Die hatte ich nicht im Sinn.

  • Hm, weiß nicht recht, ob ich hier im richtigen Themenstrang bin. Aber ich wollte jetzt kein neues Thema eröffnen. -


    Und zwar wurde die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Hohenpeißenberg, im Landkreis Weilheim-Schongau, mit einem neuen Dach für den Eingangsbereich ausgestattet.


    (...) Statt des baufällig gewordenen Holzdachs, das vor etwa 60 Jahren errichtet worden war, ziert künftig also eine historische Rekonstruktion den Eingangsbereich der Wallfahrtskirche. (...)

    Hier ist ein Bild des neuen Daches:


    https://www.merkur.de/bilder/2…ert-werden-39XZqJ2MNG.jpg


    Auf folgendem Bild, sieht man links das angeschrägte Holzdach, welches nun entfernt wurde:


    https://mw2.google.com/mw-pano…hotos/medium/82773102.jpg