Dresden - die Leipziger Vorstadt

  • Ich bin mal gespannt, wie das rechtlich am Ende geregelt wird. Ich hoffe jedenfalls, dass sich das Faustrecht nicht durchsetzt - Gewaltanwendung geht allerdings überhaupt nicht. Wobei es mir persönlich auch schleierhaft ist, wie man sich als "Passant" so sehr über die Aktion aufregen kann, dass man der Verursacherin eine Ohrfeige passt... sowas sollte man doch etwas gelassener sehen.


    Was mich auch wundert: Wieso führen Bauunternehmen so eine illegale Aktion überhaupt aus? Ich kann doch auch keinen Sicherheitsschlüssel ohne Nachweis nachfertigen lassen oder mir über den Schlüsseldienst Zugang zu einer fremden Wohnung verschaffen... im Grunde muss das ausführende Unternehmen doch wenigstens ein kleines bisschen hinterfragen, was dort beauftragt wird.

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • Tja, da das Recht nun mal auf der Seite von Frau Töberich ist, kann sie auch ganz normal eine Baufirma beauftragen.


    Der einzigste Haken ist, dass sie nun selber die Baufirma bezahlen muss. Ansonsten hätte die Stadt nach der rechtmäßigen Kündigung den Weg eh auf eigene Kosten zurückbauen müssen.

    Wenn nicht anders angegeben, sind alle Bilder von mir.

  • Nicht nur bejubelt - wie zu lesen ist, hat ein Passant Frau Töberich eine Ohrfeige verpasst.


    Passant ist gut, nennen wir ihn doch ruhig beim Namen: Grünen-Politiker Michael Ton (59) . Und auch bevor man Frau Töberich hier pauschal verbal abwatscht, wäre es vielleicht nicht so ganz verkehrt sich einmal dieses hier zu Gemüte zu ziehen: https://mopo24.de/nachricht/el…-sperrung-erklaerung-5383


    Auch empfinde ich den geplanten Maria Garden, für eine moderne Architektur doch recht gelungen, keine Schuhschachteln, keine Glas/Stahl/Betontürme - eher wieder die Anlehnung an den Klassizismus ( http://www.marinagarden.de/ ). Vielleicht wäre Frau Töberich auf weniger Widerstand beim rot-rot-grünen Stadtrat gestoßen, hätte sie was im Stile sozialistischer DDR Architektur entworfen - vielleicht "formschöne gekachelte Plattenbauten" oder so etwas in der Art.

  • Ja, und nun? Was soll uns die Verlinkung dieses wirren Geschreibsels sagen? Die feine Dame hat ja bislang schon mehrfach bewiesen, dass ihr an einem Kompromiss nicht gelegen, sondern sie mit Brachialgewalt die wirtschaftliche Maximalausnutzung ihres Grundstücks gegen alle öffentlichen Interessen durchzusetzen gewillt ist. Da nimmt man dann auch gern Verletzte in Kauf, in dem man mitten im Nachmittagsverkehr Bagger auffahren lässt. Dass es sie dann selbst getroffen hat, nun gut, unschön,mir nur nicht ganz klar, was die süffisante Namensnennung hier suggerieren soll.


    Zum Hochwasserschutz: 2010 gab es auch noch keine Flut 2013, was die Lage dann doch etwas anders aussehen lässt. Im übrigen ist die Töberich sich ja auch nicht zu dumm, in dreister Weise mit Lügen zu agieren (fünf Meter hohe Betonwand, Brücke auf ihrem Grundstück geplant, usw. usf.); das nenne ich dann mal kriminelle Energie, ebenso wie gewisse Äußerungen à la "kriminelles rot-rot-grünes Gesocks" oder ähnliche semantische Feinheiten, die durchaus Straftatsbestände erfüllen. Wahrlich eine Dame von Welt.


    Zudem kann ich die positive Beurteilung der Optik des Objektes beim besten Willen nicht teilen. Die Buden sind schlichtweg viel zu klobig und zudem noch pottenhässlich, im Gegenteil erwecken die bei mir weitgehende Gorbitz- oder Prohlis-Assoziationen. Wie war das mit den "formschönen gekachelten Plattenbauten"?

  • Ja, und nun? Was soll uns die Verlinkung dieses wirren Geschreibsels sagen?


    So wirr liest es sich für mich jetzt nicht. Aber gut, nehmen wir mal einen anderen Artikel daher: http://www.bild.de/regional/dr….bild.html?fb_ref=Default


    Und die Architektur - potthäßlich? Wie bittschön nennst Du dann diese ganzen Schuhschachteln aus Glas/Stahl/Beton welche von modernistischen Architekten verbrochen werden? Mei, mir wärs ja auch lieber, sie tät dort Gründerzeitvillen dahersetzen, jedoch für eine moderne Architektur geht das schon mal in eine ganz gute Richtung.

  • Nur weil die Kisten mit ein paar aufgepappte Lisenen daherkommen, sind es aber eben doch auch nur Schuhschachteln, die ob ihrer peinlichen pseudo-klassischen Verbrämung in meinen Augen fast noch hässlicher wirken als eine alpinaweiße Putzfassade. Zudem sind die Proportionen ein Graus, diese viel zu großen Quadratfenster, kein wirkliches Sockelgeschoss, dazu die sinnfreien grobschlächtigen "Laubengänge" zwischen den Klötzern, die komischen Balkone... Wirkt eher wie ein Hotel auf Malle als ein hochwertiges Wohnquartier.


    Tut mir also leid, wenn ich in die Lobesarie nicht einstimme. Diese Kisten braucht kein Mensch!

  • Passant ist gut, nennen wir ihn doch ruhig beim Namen: Grünen-Politiker Michael Ton (59) . Und auch bevor man Frau Töberich hier pauschal verbal abwatscht, wäre es vielleicht nicht so ganz verkehrt sich einmal dieses hier zu Gemüte zu ziehen: https://mopo24.de/nachricht/el…-sperrung-erklaerung-5383


    Auch empfinde ich den geplanten Maria Garden, für eine moderne Architektur doch recht gelungen, keine Schuhschachteln, keine Glas/Stahl/Betontürme - eher wieder die Anlehnung an den Klassizismus ( http://www.marinagarden.de/ ). Vielleicht wäre Frau Töberich auf weniger Widerstand beim rot-rot-grünen Stadtrat gestoßen, hätte sie was im Stile sozialistischer DDR Architektur entworfen - vielleicht "formschöne gekachelte Plattenbauten" oder so etwas in der Art.

    Jo. Als ich das schrieb, war noch nicht bekannt, wer das war, der da zugeschlagen hatte. Er ist dann ja auch prompt von allen Ämtern zurück- und auch aus der Partei ausgetreten.


    Was aber soll der letzte Absatz bedeuten? Nur weil im Stadtrat die Linke jetzt Teil der Mehrheit ist, machen wir jetzt eine Rolle rückwärts in den Sozialismus? Das ist ja nun auch eine "Abwatsche", oder auch platter Populismus.

  • Die Stadt plant ein Werkstattverfahren, dem sich die Investorin leider zu sperren scheint:


    http://www.sz-online.de/nachri…arina-garden-3103670.html


    :wie:


    So ganz versteh ich des nicht, jeder modernistische Architekt kann seinen Haufen setzen wie er will (Beispei München, Ignaz Perna Str - wo einst eine Stadtvilla stand, ziert heut eine Art Atombombenbunker das Grundstück), Frau Töberich hingegen, möchte man vorschreiben wie sie was auf ihrem eigenem Grundstück zu bauen hat. :wie:

  • Ein Grundstückseigentümer will zwischen Ufer-, Hedwig-, Ludwig-, Hafenstraße
    sein Grundstück mit Wohnungen bebauen. Um wieviel Flurstücke es sich hier handelt ist nicht bekannt.


    Aufjedenfall können dann die geplanten Bürgergärten dort nicht entstehen.
    Besser so ;)

    Es müssen auch noch Garagen abgerissen werden. Also handelt es sich mindestens um die südwestliche Ecke des Quartiers.


    Die Bauvoranfrage wurde positiv beantwortet,
    aber Hochwasser- und Schallschutz muss noch geklärt werden.


    Also mal abwarten was da kommt. :)


    http://www.sz-online.de/nachri…uergergarten-3133939.html

    Wenn nicht anders angegeben, sind alle Bilder von mir.

  • Die BI "Allianz für Dresden" fordert die Aufhebung des Bebauungsplanes für den Globus-Markt auf dem Gelände des Leipziger Bahnhofes. Zustimmung dafür gibt es bereits auf den Fraktionen der Grünen und der SPD. Selbst die CDU, noch vor Monaten einer der schärfsten Verfechter des Vorhabens, äußert keine direkte Ablehnung.


    Die SZ berichtet:


    http://www.sz-online.de/nachri…roht-das-aus-3182299.html

  • Die DNN berichten über den aktuellen Sachstand am Leipziger Bahnhof:


    http://www.dnn.de/Dresden/Loka…sein-Warenhaus-in-Dresden


    Während Globus unverdrossen weiter seinen Einkaufsmarkt plant, haben sich die Mehrheit des Stadtrats und der neue Baubürgermeister längst von dem Projekt abgewandt. Das Problem ist nur, und hier legt der Ortsamtsleiter den Finger in die klaffende Wunde, wie die Alternative aussehen soll bzw. worin sie bestehen könnte. Immerhin gehört Globus die Liegenschaft.

  • Applaus für den "Elbviertel"-Entwurf.


    DNN berichtet: Bürgerversammlung zum "Elbviertel"


    Also manchmal frage ich mich, wofür ich eigentlich "kämpfe"? Wenn es offenbar von der Bevölkerung gewünscht wird, dass es Glas- und Betonkisten und gesichtslose Architektur gibt, dessen einzige "Raffinesse" darin besteht, dass ne geschwungene Glasfassade gebaut wird.
    Flachdach pro forma - nicht eingezeichnet: die ganzen Aufbauten zur Klimaanlage, dem Aufzug, Blitzschutz und Sendemasten.
    Und sogar Preise/Auszeichnungen gibts für die grauen Kästen: Bauherrenpreis für Dresdner Architekten


    Der Witz an dem Ding ist, dass er mehr Fläche versiegelt, als "Maina Garden", der Schornstein längst nicht mehr existiert (ich kann mich nicht entsinnen, den je dort bemerkt zu haben) und es plötzlich mit dem Hochwasserschutz KEIN Problem ist, indem man einfach 1m auffüllt und ne Mauer zur Elbe hinsetzt (gibt doch schon eine?!). Und wer ernsthaft glaubt dass ein Investor der Öffentlichkeit zur Elbe hin mehrere Fussball-, Volleyball- oder andere Sportfelder errichtet, dem ist die Baggerschaufel beim Elberadweg wegbaggern an den Kopf gekommen.


    Für mich sieht der Entwurf wie nen Klinikbau aus - und aus jüngster Erfahrung weiss man ja scheinbar ganz überraschend, dass es hinter Glasfassaden im Sommer recht heiss werden kann. Jedenfalls nichts, wo man meinen würde, da mag man gern wohnen. Langsam lehrt mich das alles das verzweifeln hier in dieser Stadt: Leipzig, Berlin und sogar Potsdam und Frankfurt sind da sehr viel weiter. Dresden hängt sich mehr und mehr ab.

  • Die Firma Max Wießner plant den Neubau von 39 Eigentumswohnungen in der Leipziger Vorstadt und setzt damit gleichsam den Startpunkt für die Bebauung des alten Neustädter Hafens. Die Arbeiten am 10-Millionen-Euro-Vorhaben sollen im Juni beginnen.


    Weitere Informationen findet man auf der HP:


    http://www.hafen01.de/#editorial-wrapper



    Quelle: archlab


    Die DNN berichten:


    http://www.dnn.de/Dresden/Loka…rt-fuer-Hafencity-im-Juni

  • Kleine Hafencity - Max Wiessner



    http://www.sz-online.de/nachri…ne-hafencity-3369182.html



    Der Bau der kleinen Hafencity soll im Sommer losgehen.
    In die ersten 3 Häuser an der Hafen-/Uferstraße werden 10Mio investiert.
    Die Baugenehmigung gibts, nachdem er der Stadt Alternativen für den Eckturm angeboten hat. Die Stadt will kein Ecktürmchen.



    Nach diesen 3 Gebäuden sollen weitere 3 an der Uferstraße entstehen um das Quartier abzuschließen.
    Wiessner besitzt nur 5 Grundstücke. Das 6. in der Mitte des 2. Bauabschnittes gehört der Stadt. Es wird verhandelt, dass die Stadt dieses Grundstück zum Verkauf ausschreibt.

    Wenn nicht anders angegeben, sind alle Bilder von mir.