Wertingen (Galerie)

Im neuen Jahr bittet der Vorstand euch, frühzeitig nach neuen Bauprojektplänen in eurer Stadt Ausschau zu halten. Wo lässt sich durch traditionelle Architektur oder Rekonstruktionen euer Stadtbild verbessern? Teilt uns eure Ideen mit! Je eher wir mit Ideen an die Öffentlichkeit gehen, umso höher sind unsere Chancen, dass die Ideen von den Verantwortlichen ernstgenommen werden!
  • Wertingen ist ein kleines Städtchen am Rande des waldreichen Hügellandes zwischen Lech und Donau zum Donauried hin. Es hat etwa 8800 Einwohner und liegt im Landkreis Dillingen/Donau. Die Stadt gehörte zeitweise u.a. der Augsburger Patrizierfamilie Langenmantel (14./15. Jh.) und den Pappenheimern (15./16. Jh.). Entfernungen zu umliegenden Städten: nach Augsburg sind es 28 km, Donauwörth 22 km und Dillingen a.d. Donau liegt 14 km entfernt. Die Zugverbindung von Mertingen nach Wertingen wurde 1981 eingestellt, dafür hat man sich jüngst eine sehr großzügig ausgebaute Stadtumgehungsstraße gegönnt, damit man von Augsburg noch schneller an Wertingen vorbei nach Dillingen gelangt.



    Links:


    Offizielle Seite der Stadt
    Stadt Wertingen - Stadt Wertingen


    Wkipedia
    Wertingen – Wikipedia


    Die nachfolgenden eigenen Aufnahmen stammen von Mitte September diesen Jahres.


  • Im NW der recht übersichtlichen Altstadt liegen das Alte und das Neue Schloss (Schulstraße 12), heute als Rathaus genutzt. Eine ungewöhnliche, nach wie vor wehrhafte Doppelschlossanlage. Das Alte Schloss (im obigen Bild links) 1354 unter Johann Langenmantel erbaut und um 1500 durchgreifend verändert. Das Neue Schloss (rechts) 1654 unter Adam Wolfgang Christoph von Pappenheim errichtet. Der Wartturm von um 1530 ist durch einen Verbindungsgang mit dem Altem Schloss verbunden. Die alte Futtermauer teilweise erhalten, ebenso die Schlossbrücke und der Schlossgraben.



    Ein paar Hässlichkeiten im Schlossumfeld habe ich mir erspart zu knipsen...



    Schulstraße 10, ehem. Amtsgericht von 1904



    Kalteck 3, Wohnhaus von 1683 mit Fachwerkobergeschoss und -giebel.


    Wertingen liegt in etwa im Bereich der Ostgrenze der Verbreitung des Fachwerks (etwa auf der Höhe Füssen, Landsberg/Lech, Augsburg, Donauwörth, Eichstätt etc.).




  • Marktplatz mit Marienbrunnen nach N. Die Nr. 1 (Eiscafe) offenbar stark erneuert und entsprechend nicht mehr in der Denkmalliste vorhanden. Erinnert von der Seite her ein wenig an das neue Donauwörther Tanzhaus.


    Der Marktplatz in Form eines Straßenmarktes SW-NO-verlaufend.



    Marktplatz 5, Wertinger Zeitung, ehem. Wohnhaus, heutige Erscheinung um 1680 mit Fachwerk am Obergeschoss und Giebel, vgl. Kalteck 3




    Marktplatz Blickrichtung SO zur Stadtpfarrkirche St. Martin, die einzige Kirche Deutschlands mit zinnengekröntem Turmpaar (und einem Storchennest)


    In den kurzen, sonnigen Phasen ein sehr fotogener Tag, später im Raum Heidenheim/BaWü war es dann aber nur noch bewölkt.



    Marktplatz nach WSW, hinter dem Marienbrunnen ebenfalls stark erneuert bzw. neu gebaut das einstige Gasthaus zum Weißen Roß (Hauptstraße 2)



    Hauptstraße 4 links ein weiteres der insgesamt aber wenigen Fachwerkgebäude in Wertingen,
    von 1674, daneben die beiden rundum erneuerten Gebäude Hauptstraße 2 und Marktplatz 1.


  • Hauptstraße 6 und 4



    Hauptstraße 6, „Zenettihaus“, 2006 renoviert, eines der hübschesten Gebäude Wertingens


    Hauptstraße 8, links, in Grün der Schwanengasthof vom Ende des 18. Jh.



    Hauptstraße 19, der Gasthof zur Post, ein hübscher, typisch schwäbischer Spätbarockbau




    Hauptstraße von der Zusambrücke in Richtung Marktplatz


  • Badgasse, Hauptstraße


    Ganz ohne modernistisch-plumpe Trivialisierungen geht es auch in Wertingen nicht:

    Gänsweid 1, laut Denkmalliste frühes 18. Jh., unmittelbar an der Zusam



    rechts Mühlgasse 1



    zusamabwärts geblickt auf Mühlgasse 1a und 5





  • Mühlgasse 5, erhaltenes Mühlenrad und umgestaltete Zusam mit Bächle auf der Brücke




    Mühlgasse 10




    mit der zinnengekrönten Stadtpfarrkirche, die auch im Wappen erscheint, geht es dann beizeiten weiter...

  • Stadtpfarrkirche Sankt Martin



    z. T. noch in die 2.H. des 15. Jh. zurückgehend, um 1700 wurde das Langhaus neu errichtet



    Die üppige Stuckdekoration um 1705, auch die Altäre stammen aus dieser Zeit.







  • Pfarrgasse 2



    abschließend noch ein typisch schwäbisches Straßenbild:

    Pfarrgasse, links im Hintergrund die Nr. 1 das Pfarrhaus von 1729


    Soweit ein paar Aufnahmen und Eindrücke aus dem schwäbischen Wertingen.