Freystadt (Galerie)

  • Freystadt ist eine Stadt mit etwa 8500 Einwohnern im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz.


    Offizielle Seite der Stadt:
    Startseite | Einkaufsstadt Freystadt


    Historischer Stadtkern | Einkaufsstadt Freystadt
    mit Luftbild des Straßenmarktes


    Wikipedia:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Freystadt


    Ein Artikel aus der Mittelbayrischen zur Sanierung des Spitals und dem Problemfall Marktplatz 35:
    Sanierungsprojekte finden Gefallen :: Homepage - Region - Neumarkt - Neumarkt - Nachrichten :: Mittelbayerische Zeitung :: www.mittelbayerische.de


    Dokumentation Städtebauförderung in der Oberpfalz
    Freystadt Marktplatz (Sanierungszeitraum 2006-08)
    http://www.ropf.bayern.de/leis…u/beispiele/freystadt.pdf

  • Zwei Luftbilder aus dem Bildindex:



    Bildarchiv Foto Marburg


    Die Stadt ist eine planmäßige Gründung aus dem letzten Drittel des 13. Jahrhunderts. Ein breiter Straßenmarkt zwischen zwei Toren, je einer parallel dazu laufenden Straße, in der Mitte des Straßenmarktes das Rathaus, die Pfarrkirche am nördlichen Rand, das Spital beim Oberen Tor. Vor den Toren der Stadt liegt die berühmte Wallfahrtskirche Maria Hilf.


  • Marktplatz


    Längenausdehnung NW-SO etwa 355m, max. Breite auf Höhe des Rathauses etwa 38m, Fläche etwa 1,1 ha


    Die nachfolgenden eigenen Aufnahmen stammen von Ende September 2011.
    Zuerst die östliche Hälfte des Marktplatzes und da beginnend mit der Nordseite:



    Marktplatz 34, 32, 30, 28 etc
    Im Hintergrund das Obere Tor



    Marktplatz 30 (ehem.) Knabenschule und 28



    Marktplatz 36, 34, 32, 30, 28
    Im Hintergrund der Turm der Pfarrkirche



    Wie auch vielerorts anderswo dient der Marktplatz +/- ausschließlich dem Straßenverkehr und als Autostellplatz. Dazu noch ein paar bequeme Steinquader zur Erlangung von Rheuma und ein paar die Sicht auf die Häuserfassaden verstellende Bäume (in Weiden/Opf. ist das aber schlimmer). Zumindest hat man sich noch nichts modernistisch-destruktives am Platz gegönnt. Die im Artikel zur Sanierung 2006/08 (siehe Link am Anfang) erwähnte nächtliche Beleuchtung scheint aber ganz nett zu sein, angenehm auch die Pflasterung.



    Die beiderseitigen Häuserfassaden ergeben noch ein buntes, abwechslungsreiches und typisch oberpfälzisches Nebeneinander. Giebelhäuser überwiegen, das ganze erinnert an Neumarkt/Opf., Weiden/Opf. oder Berching.

  • Marktplatz, O-Teil, Südseite




    Marktplatz 15, 17



    Marktplatz 17, 19, 21, 23
    Die Nr. 17 aus dem 16. Jh., die Nr. 19 das ehem. Gasthaus Traube mit Sandsteinfassade M. 18. Jh.



    Marktplatz 19, 17 rückwärtige Ansicht



    Marktplatz 19, ehem. Gasthaus Traube, Mitte 18. Jh.



    Marktplatz, rechts die heruntergekommene Nr. 21



    Marktplatz 21, Rückseite zur Schwallgasse



    Marktplatz 21 und 19 rückwärtig

  • Marktplatz, O-Teil, Südseite



    Marktplatz 23, 25, 27, 29 etc.


    Marktplatz 25, 27
    Die Nr. 27 das ehem. Gasthaus zur Post, um 1730 erbaut, 1985/86 instandgesetzt und umgebaut




    der zweite Problemfall am Marktplatz, die patinareiche Nr. 35



    Giebelhausreihung auf der Südseite, der Gutbrod rechts die Nr. 37

  • 11.11.11



    Das Rathaus inmitten des Marktplatzes, Ostseite, im Hintergrund das Untere Tor



    Das Rathaus stammt von 1664, umgebaut 1969-71, restauriert 1999/2000



    Schwallgasse 23, 25


    Die Schwallgasse verläuft südlich parallel zum Marktplatz.



    Schwallgasse 25



    Rückseiten von Häusern am Marktplatz



    Stadel an der Schwallgasse

  • Zurück am Marktplatz, der westliche Teil zwischen Rathaus und Unterem Tor





    links Marktplatz 48



    Marktplatz 60 und 58, letzteres die Apotheke mit Sandsteinportal vom einige Kilometer nördlich gelegenen ehem. Franziskanerkloster Möningerberg stammend.





    Unteres Tor

  • Freystadt ist eine wirklich nette Stadt. Mir war bei diversen Aufenthalten nie aufgefallen, dass nicht alle Gebäude saniert sind. Das Restaurant im Hotel Pietsch kann ich -besonders in der Spargelzeit- nur empfehlen.




  • Unteres Tor von der Außenseite, die Straße verläuft weiter Richtung Allersberg bzw. Neumarkt / Opf.
    Vom selben Foto-Standpunkt aus erblickt man im N die berühmte Wallfahrtskirche Maria Hilf, die als nächstes noch etwas ausführlicher vorgestellt werden soll...


  • Wallfahrtskirche Maria Hilf



    Nördlich der Kirche das Franziskanerkloster.

    Der Ursprung der Wallfahrt auf zwei Hirtenjungen zurückgehend, die 1644 eine kleine Kapelle errichteten. 1699 wurde Giovanni Antonio Viscardi mit dem Kirchenbau beauftragt, 1700 Grundsteinlegung, die Stuckierung durch Pietro Francesco Appiani, Ausmalung durch Georg Asam und seinen beiden Söhnen Cosmas Damian und Egid Quirin.



    „Die an die römische Bautradition anknüpfende Wallfahrtskirche gilt als einheitlichster Zentralbau des bayerischen Hochbarock; sie beeinflusste nachhaltig die Weiterentwicklung der Sakralbaukunst im 18. Jh., vor allem das Werk Johann Michael Fischers.“ (Dehio Bayern V: Regensburg und die Oberpfalz)



    Die Kirche sollte 1802 im Zuge der Säkularisation abgerissen werden, dies verhinderte der königliche Generalmajor Freiherr Griessenbeck von Griessenbach. 1875 wegen Einsturzgefahr geschlossen, daraufhin Renovierung bei gleichzeitiger Entfernung der Altäre und Übertünchung der Fresken. Letzteres wurde bei Renovierungen 1954-59 und 1980-84 wieder rückgängig gemacht, so dass wieder die ursprünglichen Fresken zu sehen sind.




  • Die Stadtanlage Freystadts folgt einem ganz strengen Straßenmarktschema mit freistehendem Rathaus - eine der bayerischen Städte, deren Anlage stark an Städte in der heutigen Slowakei erinnert.


    Ein Glück, dass man die "Übertünchung" des Innenraums der Wallfahrtskirche Maria Hilf aus dem 19. Jahrhundert wieder rückgänig gemacht hat. Malereien und Stuckierung dürften sich nach der bewegten Baugeschichte der Kirche heute in einem stark erneuerten Zustand präsentieren.


    Quote from "Markus"

    Dohlen am Außenbau (Vogel des Jahres 2012), diese im übrigen nützlich und stubenrein


    Und auf den beiden Toren scheint der Weißstorch ein Nest zu haben.

    "Meistens belehrt uns der Verlust über den Wert der Dinge."
    Arthur Schopenhauer