Dresden - die Wilsdruffer Vorstadt

  • Grausame Bilder, fast gespensterisch, es hätte nicht schlechter gekönnt nach Harris Bombernächte.........eine der am schlechtesten Strassen Deutschlands. Schande!!! Überhaupt nicht zu fassen dass die Deutschen dieses schreckliche Bauten je gebaut haben.

    Sogar in Warschau oder Moskau ist es viel besser wohnen dann hier......

  • In negativen Superlativen überbietet man sich hier recht gern, scheint mir...
    Hat mal irgendjemand festgestellt, dass dieser Grünzug eigentlich ganz brauchbar geworden ist, im Vergleich zu dem, was bis vor 2 Jahren dort gewesen ist? Und dass er eine gute städtebauliche Grundlage für zukünftige Weiterentwicklungen ist?

  • Nur leider wird die Anlage verfallen, weil der Unterhalt kostet, das Interesse kaum über die Gassi Gehenden hinaus gehen wird und es in zentraler Innenstadt eine 100%ige Hinterhoflage ist, die weder (An-)Reiz in sämtlichen Himmelsrichtungen (Süden 4spurig, Parkplätze | Westen Wohriegel ohne bodenebenes EG | Norden Straßenbahn und brauner Gebäuderiegel ohne EG | Osten Hinter-/Haupt-/TG-eingänge von 4 Graublöcken) noch in direkter Anrheinernachbarschaft hat. Ich kann mir noch vorstellen, dass sich dort Leute treffen, die es auf wenig Publikum und eine gewisse Unbeobachtheit anlegen.

    Wenn wenigstens einen ganzen Streifen breit eine Sommerblumenwiese angelegt würde... samt Imkerhaus und Bienenstöcken. Da gäbs was zu sehn, zu lernen, zu geniessen und meht Sinn und Zweck. Ach und mehr Bäume wären auch gut. Ne andere Sorte. Was großes.


    So isses halt ne Kegelbahn mit Wäscheplan, Hundeklo und Ostbrunnenrecycling auf ziemlich viel innerstädtischer Fläche. (Und ab mittags meist schattig.)

  • Das letzte Bild erinnert mich irgendwie an die Mauer-Gedenkstätte in der Bernauer Straße in Berlin.

    Wenn man noch einen hübschen Wachturm errichten und zwei Zäune aufstellen würde, hätte man eine originalgetreue Nachbildung.

    Der Kolonnenweg ist schon vorhanden und bei abendlicher Beleuchtung sieht der ganze Abschnitt auch schon jetzt aus, wie die damalige "Staatsgrenze" bei Nacht.

  • Herr RobBerg, Ihre Anmerkungen zeugen nur von bedingter Sachkunde.

    Als Korrektur zunächst:


    Also den Blumenstreifen gibt es.
    Fachlich habe ich an diesem zwar auch was zu meckern, aber er ist immerhin schön bunt...


    Die geforderten Bäume sind da. So ziemlich das größte, was man guten Gewissens verpflanzen kann, also schon ziemlich stattlich. Und sie werden mit bis zu 20-25m Höhe eine richtige Allee.


    ------


    Die städtebaulich schwierige Situation ist hingegen von Ihnen korrekt beschrieben.


    Doch die Frage ist für mich immer, was bringen solche negativen Entäußerungen?

    Wie hätte es besser werden können?


    Warum sollte es nicht zukünftig besser werden können?


    War es ein Schritt in die richtige Richtung?

  • Wieviel hat dieser Abschnitt des "Promenadenrings" nochmal gekostet? So drei Millionen Euronen, oder? Immerhin, wenn sich die Stadt mal so richtig blamieren will, kann sie von diesem tollen Innenstadt-Motiv Postkarten drucken lassen. Dann sinken auf lange Sicht auch die Mieten wieder.


    edit: Ach es waren sogar 5 Millionen. cclap:)

  • Ich bin vom westlichen Promenadenring auch sehr enttäuscht. Solche öffentlichen Aufenthaltsräume brauchen heutzutage Anziehungspunkte, die dort völlig fehlen. Vielleicht sitzen die Bewohner des Wohnblocks Am See (vornehmlich ältere Leute oder Studenten) wegen kleiner Balkons dort im Sommer gern mal draußen, ansonsten wird dieser tote Raum vorwiegend andere Aufenthalte provozieren, die man vielleicht lieber nicht hätte. Einen Spielplatz gibt es "dummerweise" schon auf der anderen Straßenseite, sodass dort wenige Familien mit Kindern angezogen werden.


    Eine Lösung wäre, auf dem breiten Grünstreifen ein paar (wenige) Imbiss-Pavillons aufzustellen, z.B. eine Eisdiele, eine Currywurstbude oder ein kleines Café, evtl. auch Verkaufsstände für touristische Dinge (Ansichtskarten, Tickets, etc.). Das kann auch als Aufstellfläche für mobile Verkaufsstände geschehen. Dann hätte man ein gemischteres Publikum und überhaupt mehr Zulauf. Vielleicht sollte man das mal einem Stadtrat vorschlagen oder eine Petition starten (die wohl nach dem ersten Sommer mehr Zuspruch finden würde).

  • Ach seid doch nicht immer so kindisch.


    Die geforderten Bäume sind da. So ziemlich das größte, was man guten Gewissens verpflanzen kann, also schon ziemlich stattlich. Und sie werden mit bis zu 20-25m Höhe eine richtige Allee.

    Welche Baumsorten sind das?

    Ich hoffe, dass sie später die Fassaden abmildern.

    Vielleicht könnte das Stadtbild irgendwann so aussehen:


    Vor Corbusier die Natur: Doigs «Concrete Cabin II», 1992


    Das wäre doch ein Gewinn!

  • Ich will mal im Zitat meine Antwort (grün) wenn ich darf.

  • Herr RobBerg,

    prinzipiell überwiegend für mich erst mal ganz richtig, was Sie so schreiben.

    Bei der Beseitigung der Postamt-Mauer bin ich z.B. völlig bei Ihnen.

    Auch der Beetstreifen ist zwar extrem hochwertig bepflanzt, aber leider deutlich zu schmal, weil sich die Pflanzen gar nicht entwickeln können.


    Aber prinzipiell: Was kann denn die arme Grünanlage dafür, dass man ringsum keine kleinteiligen Townhouses hat?

    Eben weil es BAULICH so ist, wie es ist, wird die Grünanlage exakt den Bedingungen der Umgebung gerecht.

    Und sie ist in sich betrachtet eine recht ordentliche Leistung, auch wenn man das hier nicht lesen möchte...


    Für einen klassischen Grünring oder einen innerstädtischen grünen Platz sind es exakt die passenden Gestaltungselemente.

    Platz in Leipzig an der Thomas-Kirche, Grünstreifen zwischen Zwinger und Ostra-Allee etc. pp.

    Was soll den nun gerade hier zwischen zwei abweisenden Häuserzeilen ANDERS sein?

    Imker und Gartenzwerge?

    ????

    Für die Festigung eines Abbildes von Naturraum in der Stadt war es sicher ein Schritt in die richtige Richtung. Das aber als Park- oder Flanierraum zu verkaufen oder zu begreifen ist hingegen weiterhin Nonsens und schon fast sarkastisch.

    ????


    Wieso? Weil es keinen Imkerstand hat???


    Ich würde mal sagen, wenn in Leipzig oder irgend einer anderen Stadt so eine Allee aus dem Bestands-Abstandsgrün geformt worden wäre, dann wäre das i.O.

    In Dresden sehen wir - aus mir unerklärlichen Gründen - wieder mal keinen Erfolg.


    Und dieses alles undifferenziert schlecht reden finde ich nervig.


    Aber vielleicht können Sie mir ja Ihre Ideen verdeutlichen, damit ich als Landschaftsplaner "eine reduzierte B-Variante von 1-A-Qualität" unterscheiden kann. Fachleute sind ja manchmal betriebsblind.

  • Eryngium....irgendwo hier im Forum müssten noch Zeichnungen herumgeistern, bei denen RobBerg seine Ideen nicht nur zeichnerisch, sondern auch textlich erläutert hat. Ich hoffe, dies ist mit der neuen Forensoftware und der Neustrukturierung nicht verloren gegangen.

  • Gott ist das scheusslich, die Marienstrasse. Manchmal hab ich den Eindruck, die taten das mit Dresden absichtlich.

    "Die Modernisten sollten sich endlich eingestehen, dass sich die Qualität einer Stadt konventioneller Architektur verdankt" - (H. Kollhoff).

  • Gott ist das scheusslich, die Marienstrasse. Manchmal hab ich den Eindruck, die taten das mit Dresden absichtlich.

    Das taten sie (die Sozialisten um konkret zu sein) auch absichtlich, weil sie einen neuen Menschen erschaffen wollten mit allen ungustiösen Nebengeräuschen. Diese Architektur war dabei einer der unzähligen grausamen Kollateralschäden. Das Experiment scheiterte - wie immer und überall - und das Scheitern manifestiert sich am Wiederaufbau des historischen Neumarkts und als diametraler Gegenpart zu den Plattenbauschluchten und der umgebenden antiurbanen Einöde. Jetzt kannst Du auch verstehen, weshalb der Widerstand bei manchen "Zeitgenossen" gegen das traditionelle Bauen so dermaßen groß ist.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Jetzt kannst Du auch verstehen, weshalb der Widerstand bei manchen "Zeitgenossen" gegen das traditionelle Bauen so dermaßen groß ist.

    Ja , ich verstehe so halb, aber nicht ganz. ...

    Du meinst, die heutigen Architekten (die sich "modern" wähnen) bekämpfen ihre Vorgänger so verbissen , weil sie wissen, dass ihre eigenen "Kreationen" neben einem schönen historischen Gebäude gnadenlos demaskiert und als hässlich entlarvt werden?


    Falls du das meinst, ja das denke ich auch. Der Neumarkt war eine Gefahr für die Herren Kulka & Consorten, denn sie wussten wenn das kommt, müssen sie sich in der fortan mehr Mühe geben - und kämen nicht mehr mit jedem Bunker durch. Je mehr Dresden rekonstruiert, desto mehr werden wieder die Maßstäbe der Schönheit gesetzt. Genau, davor hatten die Fakemodernisten Angst, und diesen Kampf hatten sie verloren.

    "Die Modernisten sollten sich endlich eingestehen, dass sich die Qualität einer Stadt konventioneller Architektur verdankt" - (H. Kollhoff).

  • Freiberger Straße 8a - Neubau Vonovia


    https://www.saechsische.de/plu…rger-strasse-5200929.html


    Nun gibt es eine Visualisierung zum Neubau vor dem noch unsaniertem Hochhaus an der Ecke Alfred-Althus-Straße.

    Verantwortlich sind mit 2-Eck-Architekten die selben, wie bei der Freiberger Straße 2-6.


    Das Gelände wurde schon gerodet und der Bau beginnt demnächst.


    Über eine Sanierung des Hochhauses Nr.8 steht erstmal nichts.

    Auf der Lücke daneben am Hochhaus Nr. 10 wird wohl erstmal nichts passieren, da dies nicht der Vonovia gehört. Dieses gehört einer Genossenschaft.

    Wenn nicht anders angegeben, sind alle Bilder von mir.