Dresden - die Wilsdruffer Vorstadt

  • Manche finden diese Bauten ja gut. Ich find sie einfach nur nen 10fachen Witz. Eine Fassade hat sich der Architekt ausgedacht. Diese einmal gespiegelt und dann mit Schattierungen von Grau und Grau-Beige einfach in wilder Kombination bepinselt. Die Straßenseite sieht trotzdem so aus, als wär es ein Neubauvorort a la Platte. Meine Kritik daran wär sicher weniger, wenn man ganz einfach wirklich BUNTE Fassadenfarben in guter Kombination gewählt hätte. Die würden dem tristen Anblick sehr entgegenwirken können. Aber leider darf ja jetzt laut Urheberschaft 70 Jahre an der Farbgebung nichts geändert werden (ohne Zustimmung des Architekten). Traurig. Trist. Unmöglich.
    Gemischtes
    Gemischtes

  • Ja, es gibt da so gewisse Assoziationen.
    Das wird sich nach Fertigstellung auch nicht mehr groß auflockern lassen, da wohl alle Abschnitte Hochparterre haben und keine Gewerbeeinheiten vorgesehen sind. Sehr schade, da dadurch eine großstädtische Vorstadtlebendigkeit nicht möglich ist.

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Die Schwachstelle dieser Gebäude sind eindeutig die fehlenden Geschäftslokale im EG! Eine gute und vor allem interessierte Stadtplanung würde hier schon rechtzeitig mit Bebauungsplänen reagieren. Schade, denn im Gegensatz zu den ansonsten in Dresden gerade en voguen, verschobenen 90er-Jahre-Strichcodefassaden, hätte man hier eine Alternative aufzeigen können. Jeder Bürger spürt diesen Missstand, aber wenn der Hausverstand und der fehlt und alles egal zu sein scheint, dann kommt eben so etwas dabei heraus.


    Die offensichtlichen Probleme werden scheinbar von den handelnden Personen nicht erkannt und so werden sie so selbst Teil des Problems.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Die Hälfte der Fassaden müsste aber Gewerbeeinheiten haben, alles rechts vom Hofeingang.


    Viel schlimmer find ich die Batterie an Dachgauben, die sich kein bisschen unterscheiden

    Wenn nicht anders angegeben, sind alle Bilder von mir.

  • Die Farbgebung finde ich nicht so störend. Immerhin weist sie einen harmonischen Grundfarbton auf. Besser wäre es aber gewesen, die Fassaden stärker in Höhe und Tiefe zu modellieren. Mit Hilfe von Profilleisten, Fensterrahmungen, gelegentlichen Erkern oder Balkonen, Giebeln, Zierfriesen.

  • Lieber Heimdall,


    du hast die Sache wirklich auf den Punkt gebracht. Würde man es wagen, wieder Häuser mit steinernen Gesimsen, Fenstergewänden, Fensterverdachungen, gelegentlichen Erkern samt deren Helmen, mit Giebeln und Zierfriesen bauen, Sockel mit Rustika etc. dann wären die Fassaden auch nicht so elend langweilig, so monoton. Die Häuser mit Bauzier und Fassadenschmuck und Gliederung wirkten nicht wie heute amputiert, sondern statt dessen abwechslungsreich und interessant. Auch wäre es schön, wenn wieder Raumhöhen von 3,30 m gebaut würden. Dann müssten die Fenster auch nicht bis zum Fußboden hinunter reichen.

  • Das Erdgeschoss reißt es halt auch nochmal so richtig runter. Eine schöne Ladenzeile hätte noch alles retten können. So ist mal wieder 100m völlige Ödnis.

  • Hier das Haus am Schauspielgarten. In der EG Zone dann doch etwas dunkler als auf der Visu. Und das eckige Staffelgeschoss am optischen Ende der runden Ecke ist gradezu dämlich. Das kann mir kein Architekt logisch und nachvollziehbar erklären, warum das so besser ist.
    p.s.: man beachte die Delle an der runden Ecke zum Ortsamtsgebäude
    Schauspielgarten
    Schauspielgarten
    Schauspielgarten


    Als Bonus das Hotel am Wettiner Platz.
    Schauspielgarten
    Wilsdruffer vorstadt

  • Schade, dass man den charakteristischen Versatz des Stadthauses zu den oberen Etagen hin nicht aufgegriffen hat. Das hätte man zur Rundung hin wieder sachte auf die Bauflucht zulaufen lassen können. Der Flächenverlust wäre minimal gewesen. Nun hat man einen etwas unschönen Überstand.

  • Ich fand es ja schon schlimm, dass an der Schweriner Straße alle Fassaden die gleichen Gauben haben. Das Haus am Schauspielgarten hat sie nun auch.

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  • Jacobi Höfe, Indigo Hotel - Revitalis


    Annäherung vom Kraftwerk Mitte aus an das Indigo Hotel am Wettiner Platz, dazwischen liegt der Park, welcher sich an der ehemaligen Jacobi-Kirche orientiert.





    Eckgebäude an der Schweriner Straße




    Die restlichen Fassaden an der Schweriner Straße, an den Erdgeschossen wird immernoch gearbeitet.



    Rechts vom Hofeingang befinden sich 4 Gewerbeeinheiten + Die Hotel-Ecke
    Fahrleitungen und Straßenbeleuchtung sind vorbildlich am Gebäude angebracht.

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  • Das letzte bild grenzt an Körper Verletzung, Trostlosigkeit in perfekter Vollendung. Sowas macht doch depressiv? Moderne schön und gut aber da finde ich Plattenbauten einladender mit den Balkonen und dm grün Drumherum.


    De noch danke für das wiedergeben,ich mag aufarmen bei sonnen Untergang normalerweise ganz besonders aber hier ist das Motiv leider nix.

  • Devrienstraße 18b - Altes Pumpenhaus


    http://www.altes-pumpenhaus.de/


    Nachdem die Fassade eigentlich fertig ist (an der Straßenseite sind noch die alten Fenster drin und mittlerweile ist wieder alles beschmiert), arbeitet man nun an den Außenanlagen. An der Terrasse ist auch noch nichts passiert.


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  • https://www.sz-online.de/nachr…eschoen-sein-4039890.html


    Herr Saal darf vorerst nicht an der Ecke Ostra-Allee / Am Zwingerteich bauen.


    Das Denkmalamt sieht die Fläche wegen den Theaterwerkstätten als schützenswert an, "An dieser Stelle bilde sich das Thema der geöffneten und geweiteten Stadtlandschaft ab, was ein typischer städtebaulicher Ansatz der Zeit gewesen sei. "
    Also sind nicht nur die Werkstätten, sondern nun auch noch der Grünstreifen davor geschützt. Wird ja immer schlimmer.
    In meinen Augen ist die Anordnung der Theaterwerkstätten, gerade mit diesem großen Abstand zur Ostra-Allee, städtebaulich eher eine Fehlplanung. Die Straße an sich ist schon breit genug.
    Ich würde die Bebauung entlang der Ostra-Allee, wie sie Herr Saal beginnen will und wie sie historisch auch war, dem vorziehen.


    Seinen proviorischen Pavillion muss er trotzdem abreißen. Nagut dann pinkeln die ganzen Touristen halt wieder in den Zwingergarten. Herzlichen Glückwusch an dieser Stelle.


    Herr Saal hatte schon vor dem Beginn seines Projektes am Herzogin Garten gesagt, dass er nach dem Pavillion eine dauerhafte Lösung in Form eines Hauses dort errichten möchte. Viergeschossig soll es werden mit Sandsteinfassade.


    Ich hoffe er kann sich noch irgendwie durchsetzen.

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  • "An dieser Stelle bilde sich das Thema der geöffneten und geweiteten Stadtlandschaft ab, was ein typischer städtebaulicher Ansatz der Zeit gewesen sei. "
    Was für eine absolute Witz Begründung, dieser tolle Ansatz ist hier sogut wie überall zu finden. An anderer Stelle werden zum Zecke der Nachverdichtung die WDVS-Würfel nur so aus dem Ärmel geschüttet.

  • An dieser Stelle bilde sich das Thema der geöffneten und geweiteten Stadtlandschaft ab, was ein typischer städtebaulicher Ansatz der Zeit gewesen sei. "

    Politisch korrekte Denkmalpflege nennt man das.


    So was wird uns in den nächsten Jahren - auch in DD - noch sehr viel öfters begegnen.


    Glaubt bloß nicht, dass hier in Deutschland nur wegen Dresden und Frankfurt jetzt alles auf die Reko-Linie einschwingt. Das wird ein Kulturkampf bis aufs Messer....

  • Wettiner Platz 1 - Indigo Hotel


    Abends fügt sich das Hotel in die anderen beleuchteten Gebäude(Kraftwerk Mitte) am Wettiner Platz ein, hat was.
    Die restliche Baustelleneinrichtung wird auch bald verschwinden.





    Blick aus dem Kraftwerksgelände

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  • Hut ab...Platte beleuchtet. Das Versagen jeglicher Architektur außerhalb des Neumarktbereiches ist wirklich erbärmlich.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • ^das Projekt am Wettiner Platz/Schweriner Straße ist trotzdem schon ein Fortschritt zu dem restlichem Zeug, was in der Stadt gebaut wird.



    Es scheint doch noch dieses Jahr mit dem Abriss der Platten loszugehen. Laut Meldung im anderem Forum ist das Gelände eingezäunt und die Näume wurden schon gerodet.

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