Berlin - Alexanderplatz und ehem. Königsstadt

  • Zitat von der Projektseite:

    "DER ALEXANDERPLATZ STEHT FÜR BERLIN WIE KEIN ANDERER ORT DIESER STADT"

    Für das Berlin der Gegenwart dürfte das (soziologisch und architektonisch) tatsächlich zutreffen. Was als Kompliment gedacht ist klingt für mich eher wie eine Warnung an alle Nicht-Berliner. Aber hey, Stuttgart ist auch nicht mehr das, was es mal war.

  • Ich finde es schade, dass der Kaufhof so angeknabbert wird. Der war/ist ein sehr vernünftiger Bau in einer ansonsten absolut grausigen Gegend. Wenn wenigstens der Turm und angrenzende Fassaden der alten Fassade angepasst wäre, dass alles wie aus einem Guss wäre, aber anscheinend geht man da mit einer anderen Gestaltung ran, sehr viel mehr Glas.

  • Am Alex hat sich die Moderne über nunmehr fast ein Jahrhundert hinweg austoben dürfen.


    Gibt es Menschen, die angesichts der Gestaltung des Areals ästhetisches Wohlbehagen empfinden? Und wenn ja, was genau finden die an diesem Platz gut?

  • Etwa 6 Wochen alte Aufnahmen.


    Dircksenstraße/Schicklerstraße


    Wohl noch unbenannt diese Gasse.

    img_5156l9dzc.jpg


    Blick entlang der Dircksenstraße Richtung Alex.


    Voltairestraße

    VoltAir Berlin - Space creates spirit


    Gegenüber.

    Architekturbüro OPPERTSCHNEE - PROJEKTPARTNER GmbH, Berlin Wohnhochhaus Grandaire



    Karl-Marx-Allee, ehem. Häuser der Statistik bzw. Gesundheit.



    Otto-Braun-Straße Richtung Grunerstraße.

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Etwa 6 Wochen alte Aufnahmen.


    Wohl noch unbenannt diese Gasse.

    img_5156l9dzc.jpg


    Also, Manitkor


    das ist ja alles nicht mehr zu ertragen, was Du hier an Beispielen bringst. Leider ist es REALITÄT!

    Man mag von Ernst Jünger halten, was man will, aber ein Satz, der ihm zugeschrieben wird, drückt doch sehr schön aus, was diese REALITÄT anrichtet. Ich habe ihn noch ungefähr so im Gedächtnis:


    "Der Krieg hat die Städte bis zum Grund zerstört, die moderne Architektur zerstört sie von Grund auf".....

  • ^^^ Fassaden in lauter unregelmäßig angeordnete Klötzchen aufzulösen ist wirklich das Letzte. Ich glaube, es gibt kaum einen Menschen, der so etwas gerne ansieht. Das Schlimme ist: dieser Stil ist bei Architekten anhaltend populär und erzielt bei Wettbewerben locker vorderste Plätze. Ein weiteres, besonders abstoßendes Beispiel wäre der geplante Neubau an der Komischen Oper UdL.

    Eingestellte Bilder sind, falls nicht anders angegeben, von mir



  • Die Sanierung des 1968-1970 erbauten Haus der Statistik in der Nähe des Alexanderplatzes hat begonnen und soll 2024 beendet sein.



    Quote

    Das Haus der Statistik war nach Plänen des Architektenkollektivs Manfred Hörner, Peter Senf und Joachim Härter von 1968 bis 1970 errichtet worden und beherbergte die Zentralverwaltung für Statistik der DDR. Die Mitarbeiter ermittelten unter anderem die Produktionsergebnisse der volkseigenen Betriebe. Im Erdgeschoss gab es zwei Gaststätten sowie mit der Suhler Jagdhütte ein Geschäft für Jagd- und Anglerbedarf. Außerdem bot ein Laden Produkte aus der Sowjetunion an.


    Baustart am Haus der Statistik: Jetzt wird das DDR-Erbe saniert



    3666 Berlin Karl-Marx-Allee

    Spyrosdrakopoulos, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons

    In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.


    Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.

  • Aus dem BZ-Artikel: "Die Sanierung des Hauses der Statistik soll laut der Berliner Immobilienmanagement Gesellschaft (BIM) knapp unter 200 Millionen Euro kosten."


    Unglaublich. Für mich nicht im Verhältnis.

  • Diesen weißen klotzigen Gebäuderiegel von mehrspurigen Schnellstraßen umgeben,als ein künftiges lebendiges Stadtqartier zu bezeichnen,Naja.

    Ein Stadtqartier sind für mich zB die Hackischen Höfe oder die urbanen Wohn und Künstlerqartiere im PrenzlauerBerg.

  • Mein Sanierungsvorschlag für das Haus der Statistik:


    Dynamit!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!Pooooooooooooooooooooooooooooooooooooooochhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh

  • Aus dem BZ-Artikel: "Die Sanierung des Hauses der Statistik soll laut der Berliner Immobilienmanagement Gesellschaft (BIM) knapp unter 200 Millionen Euro kosten."


    Unglaublich. Für mich nicht im Verhältnis.

    200 Millionen? Dafür kriegt man fast zwei mal die historischen Fassaden des Berliner Schlosses :blink:

  • Als jemand der ein geteiltes Deutschland und die DDR nicht erlebt hat, vielleicht einfach zu sagen, aber ich finde die heutige Verklärung der DDR und die Erhebung derer ranzigen Schundarchitektur zu Baudenkmälern als schlichtweg behämmert. Vor allem weil gleichzeitig tatsächliche Baudenkmäler mit Füßen getreten werden.

  • So jung bist Du also. Dann kannst Du natürlich einiges nicht nachvollziehen. Was kein Vorwurf ist, sondern eine Erklärung.

  • Ich finde es großartig. Vor allem weil die Alternativen ja immer absolut beliebig und langweilig aussehen (siehe die Hotelbauten gegenüber). Beim Haus der Statistik kommt aber die Geschichte dazu. Und sein denkmalgeschützer Nachbar, das Haus des Reisens (Ensemble-Wirkung). Hinzu kommt, es ist das wirklich erhaltenswerte Haus vom Typ "Rechenzentrum". Die Potsdamer Variante kann damit entfallen.

  • ich finde die heutige Verklärung der DDR und die Erhebung derer ranzigen Schundarchitektur zu Baudenkmälern als schlichtweg behämmert.

    Dies erfolgt übrigens vor allem durch westdeutsche Ostalgiker und ein paar ehemalige Apparatschiks. Die Fangemeinde der Plattenbauten und DDR-Stahlbetonmonster ist klein, aber leider widerspricht denen in ihrem Tun bislang kaum jemand. Da gilt es, andere Töne im Denkmalschutz anzuschlagen.