Am 9.November findet unser großes Initiativentreffen in Frankfurt am Main statt. Unter der Rubrik "Aktuelles und Allgemeines" finden Sie alle Informationen vor.

Alexanderplatz, Fernsehturm & ehem. Königsstadt

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    • Genau. Der nächste konsequente Schritt wäre die versifften Granitplatten in Riffelblech zu tauschen. Einfach zweimal täglich kärchern.
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      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Haus der Statistik
      Die Ruine der Statistik am Alexanderplatz ist eines der schönsten Anschauungsbeispiele für die unveränderte Faszination, die Berlin auf den Rest der Welt ausübt. Dass im Zentrum einer Hauptstadt sich eine Schar von Stadtaktivisten, Künstler sowie Sozial- und Kleinstunternehmer ein 50.000 Quadratmeter großes Grundstück aneignen kann, ist ein Vorgang, der die Grundlagen der Marktwirtschaft erschüttert.
      (Ralf Schönball, Tagesspiegel)

      Stimmt, es ist ein Vorgang, bei dem die öffentliche Hand Steuermittel an Künstler gibt, die an ihrem finanziellen Rockzipfel hängen, damit sich alle für die kreativen Ergüsse feiern lassen können. Bezahlt haben ja auch andere. Immerhin eine halbe Million regnet es aus der Kulturverwaltung. Und das DDR-Gebäude wird dabei gleich mit in den "sympathischen" Kontext gestellt.

      Einige Links:

      tagesspiegel.de/berlin/haus-de…xanderplatz/24362558.html

      rtl.de/cms/projekt-statista-wi…-bau-beleben-4342583.html

      tagesspiegel.de/berlin/haus-de…rst-ab-2022/22931534.html
    • Kleine Alexanderstraße, Rückseite des Berliner Verlagshauses. Die zur Hirtenstraße gelegene Kantinenbaracke (links anschließend) wurde abgerissen.
      Ein Anblick aus feuchten Sozialistenträumen - da werden auch West-Modernisten grün vor Neid...


      dorfkinder.wordpress.com/2018/…e-kleine-alexanderstrase/
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Barney wrote:

      Hallo,
      beschäftige mich seit einiger Zeit mit der Historie des Alexanderplatzes in Berlin, incl. dem näheren Umfeld.
      Wohne seit fast 70 Jahren in Sichtweite und habe dadurch die Umgestaltung des Platzes - besonders vom ehem. Zustand Ende der 1950er / Anfang der 1960er Jahre bis zur endgültigen Erneuerung incl. Fernsehturm im Jahr 1969 - hautnah miterlebt.
      Habe diverse alte Fotos als Pendant neueren Abbildungen gegenüber gestellt.

      Gegenwärtig interessiert mich die simple Frage, ob der derzeitige U-Bahn-Zugang (direkt am Saturn-Markt gelegen) noch identisch ist mit den zwei ehemals existierenden U-Bahn-Treppen von Anfang der 1960er Jahre.
      Bildvergleiche lassen dies nur schwer, wenn überhaupt erkennen.
      Und auf Darstellungen des Areals in den späten 1980er bis Anfang der 2000er Jahren fehlt dieser Zugang wohl sogar gänzlich.

      Vielleicht hat jemand entsprechendes Bildmaterial bzw. genauere Skizzen. ?(
      Danke !
      Ein entschiedenes Jein! Das Verteiler Geschoss ist jetzt wieder weitgehend im Ursprungs Zustand, die Treppenaufgänge zum Platz gingen aber von der Rolltreppe aus gesehen nach ein paar Metern rechts und links nach oben, nicht geradeaus. Diese lagen also in Blickrichtung Haus des Reisens ca. 10m vor dem heutigen Ausgang. Zu DDR-Zeiten führte dieser Ausgang in die Alex Unterführung.
      Skizzen gibt es auf: u-bahn-archiv.de/dokumente/1930_E_eroeffnung.html , gute Fotos aus den 60ern vor dem Umbau gibt es bei "Fortepan" fortepan.hu :)
    • Einige historische Bilder des Alexanderplatzes, ob sie in diesem Strang schon gezeigt wurden weiß ich nicht, aber Neulinge könnte es schon interessieren.



      1903 Alexanderplatz im Vordergrund die 1895 eingeweihte Berolinastatue, im 2. Weltkrieg eingeschmolzen ! Im Hintergrund der Turm der Georgenkirche ( höchster Kirchturm in Berlin )




      1904 Blick zum Kaufhaus Hermann Tietz in den 30 über Jahren arisiert und dann mit dem Namen Hertie wiedereröffnet




      1900 Grandhotel am Alexanderplatz




      1919 Märzunruhen am Alexanderplatz






      1927 der Vorgängerbau des Berolinahauses





      1930 Bau des Berolinahauses




      1933 Festumzug am Bartholomäustag zum Stralauer Fischzug ( das zweitälteste Volksfest nach dem Hafenfest in Hamburg in Deutschland ) . Startpunkt war vor dem Roten Rathaus




      1945 Alexanderplatz in Trümmern




      1951 Propagandaschlacht am Alexanderplatz aus Anlass der Weltfestspiele in Berlin
    • Großmarkthalle Alexanderplatz

      Die Großmarkthalle am Alexanderplatz entstand in den Jahren 1883 bis 1886 unter Leitung des Stadtbaurats Hermann Blankenstein südlich des Bahnhofs. Sie war zu dieser Zeit die größte in Berlin. Da die Kapazität der Halle nicht ausreichte wurde in den Jahren 1891 bis 1893 ein Erweiterungsbau zwischen Kaiser Wilhelm Straße und Rochstraße unter Leitung von Stadtbaurat Hermann Blankenstein gebaut. Beide Markthallen waren durch eine Tunnelanlage miteinander verbunden. Problematisch war von Anfang an die Anbindung der Hallen durch die Bahn. Es wurden spezielle Markthallenzuege die in den verkehrsarmen Zeiten vom Schlesischen Bahnhof fuhren eingesetzt. Im Laufe der Jahre wurden in Berlin 14 Markthallen gebaut . Die Markthallen am Alexanderplatz erhielten die Nummerierung römisch l und ll.




      1886 Ansicht der Großmakthalle l




      1899 Erweiterungsbau Großmarkthalle ll links neue Friedrichstraße rechts Kaiser Wilhelm Straße




      1899 Innenansicht Großmarkthalle ll




      1899 Innenansicht Großmarkthalle ll




      1917 Kartoffelverkauf vor der Markthalle




      1929 Andrang an den Großmarkthallen




      1936 Eingang zur Großmarkthalle




      1939 vor der Großmarkthalle



      1933 Luftaufnahme der beiden Großmarkthallen




      1945 zerstörte Großmarkthallen
    • Nahe dem Alexanderplatz, neben dem Alexa-Einkaufszentrum und unmittelbar nördlich der Stadtbahn, nähert sich das Wohnturm-Projekt Grandaire von Giorgio Gullotta Architekten der Fertigstellung.
      Annäherung von der Westseite, links das Alexa, rechts die S-Bahn-Bögen, im Hintergrund der Grandaire-Turm:





      Der Komplex schließt unmittelbar an das Alexa an:



      Die Fassade besteht aus einem hellen, travertinartigen Kalksandstein.



      Rechts der niedrigere Gebäudeteil des Komplexes.





      Insgesamt würde ich das Projekt als eher positiv an diesem Standort bewerten, an dem es wahrlich nicht mehr viel zu verhunzen gibt. Die klassisch-rationalistisch gestaltete Fassade wirkt durch den Naturstein wertig und wird durch die Loggien zumindest ansatzweise gegliedert. Zur Abwechslung mal kein Schüttelraster, zumindest am Turm.
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      Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt. (Blaise Pascal, 1623 - 1662)

      Eingestellte Bilder sind, falls nicht anders angegeben, von mir
    • Ich weiß nicht...

      Klar ist es städtebaulich besser, dass dort irgendetws entsteht/entstanden ist, statt einer unansehnlichen Brache.

      Aber, erstens bin ich kein Freund der Haltung, dass es Orte gibt, an denen "nichts mehr zu verhunzen" ist oder bei denen es "eh egal ist". Ich bitte das nicht also persönliche Attacke misszuverstehen. Aber der Anspruch sollte ja sein, Orte aufzuwerten, zu verbessern. Selbst wenn es sich um ein Gewerbeareal oder eine Randlage handelt. Wie gesagt, städtebaulich ist der Bau wohl eine Verbesserung. Dem Projekt hätte aber auch mehr architektonischer Anspruch in einer Berliner Innenstadtlage gut zu Gesicht gestanden.

      Damit sind wir - zweitens - bei der Architektur. Ob Naturstein oder Beton dürfte nur bei der Betrachtung aus einiger Entfernung kaum eine Rolle spielen. Schon bei den entfernter aufgenommenen Bildern ist der Naturstein gar nicht mehr wahrnehmbar. Und wenn so eine "klassisch-rationalistisch gestaltete Fassade" und die "ansatzweise" Gliederung durch Loggien dazu führt, diesen Bau als "eher positiv" zu bewerten, frage ich mich, ob das der Anspruch einer "Architectura Pro Homine" sein kann. Für mich ist das ein zu geringer Anspruch. Eigentlich könnte dann hier ein Großteil der Bauprojekte seit 1960 positiv bewertet werden, sofern vielleicht keine Schüttel- oder Strichcode-Fenster zur Anwendung kommen.

      Also, ich stimme hinsichtlich der städtebaulich positiven Wirkung zu, weil dort eine Brache verschwindet. Hinsichtlich der Architektur hätte ich mir mehr Anspruch gewünscht. Da hat das expressionistisch-jugendstilhafte "Alexa" schon mehr aufzubieten. Es hätte als Vorbild dienen können.
    • Mit dem Grandaire sehe ich das ähnlich wie Heimdall. Statt vom schlechtestmöglichen auszugehen, "hier gibts nix mehr zu verhunzen", sollten wir möglichst immer das bestmögliche einfordern. Für dieses Grundstück gab es hervorragende neuklassische Entwürfe bzw. neo-expressionistische a la Kollhoff, welche die Gegend sehr aufgewertet hätten! Müssten noch auf der Website des Senats abrufbar sein.

      Genauso für den benachbarten Monarch-Turm, da gabs einen genialen Entwurf in Neo-Art-Deco.