Pjöngjang ist ein Traum für Architekten

  • Nun, das Stadtbild Pjöngjangs ist zwar konsequent modernistisch, insofern ohne viel Sinnlichkeit, macht aber immerhin einen halbwegs gepflegten und geordneten Eindruck. Vom rein baulichen Standpunkt aus betrachtet kann man insofern schon fragen, ob es wirklich schlechter ist, als so manche westliche Blüte, nehme man Kairo, Bombay oder Rio. Mancher mag den Trend zu hiesiger Reizüberflutung durch immer größere Werbeplakate vor immer bunteren Graffiti-Mauern begrüßen, anderen liegt eher die Reduktion der optischen Reizungen. In Pjöngjang möchte ich persönlich ebensowenig wohnen wie in Marzahn, auf Johannesburg oder Lagos habe ich aber auch nicht wirklich Lust.

  • Das bezweifle ich stark. Nordkorea wurde ab 1951 von der US Air Force buchstäblich in Schutt und Asche gelegt, dagegen könnte man unsere Städte als "lädiert" bezeichnen.

  • Ich habe dies gefunden:


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    Kaesong besteht aber nicht nur aus Betonhäusern, sondern hat als eine der ganz wenigen Städte Nordkoreas noch ein kleines Stück "Altstadt" im Sinne traditioneller koreanischer Behausungen im Zentrum bewahrt. Dies sind niedrige stohbedeckte Lehmhäuser mit Holz- oder Bambuszäunen und engen Gässchen dazwischen. Von der Anhöhe des Führerdenkmals gelingt sogar der eine oder andere Schnappschuss davon. Nordkoreaner, die die plötzliche Begeisterung über einen Zipfel authentisches Korea in der Volksrepublik bemerken, äußern dabei ehrliches Unverständnis über soviel rückständige Nostalgie.


    http://books.google.de/books?i…dkorea%20Altstadt&f=false


    (Immerhin scheint man den Wert als touristisches Ziel erkannt zu haben)


    Demokratische Volksrepublik Korea: Wohnhaus von König Taejo in Kaesong
    http://www.auswaertiges-amt.de…-Nordkorea.html?nn=341694


    Im Myohyang-Gebirge gibt es wohl noch die Rekonstruktion einer buddhistischen Tempelanlage

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    Ebenfalls sehr sehenswert ist der Pohyon-Tempel. Dies ist eine buddhistische Tempelanlage aus dem Jahr 1042. Allerdings wurde sie während des Koreakriegs zerstört und später wieder aufgebaut. Sie ist aufgrund ihrer besonderen Architektur immer wieder ein beliebtes Ausflugsziel.


    http://www.traveling-world.de/…orea/Sehenswuerdigkeiten/