Der Dresdner Ring - Geschichte, Gegenwart und Zukunft

  • Der 26er-Ring ist hier aber nicht gemeint, sondern derjenige entlang der ehemaligen Festungsmauern. Nach deren Niederlegung und der Bebauung der zunächst als Gärten genutzten Flächen hießen die Straßen jeweils "Ring" mit verschiedenen Namen: Johannes-, Friedrichs-, Maximilians- und Moritzring. Entlang deren Verläufe wird ja nun schon seit einigen Jahren am "Promenadenring" geplant und gebaut. Das steht aber auch alles im allerersten Beitrag dieses Themas und der fragende Benutzer wird das wohl auch selbst schon gewusst haben.


    Der 26er-Ring ist der zweite Stadtring, der die alten Vorstädte begrenzt.



  • Wie bitte - der zweite Entwurf ist die Forderung der Gestaltungskommission? :schockiert::schockiert::schockiert: Die war doch immer berüchtigt für ihre Scheusslichkeiten - böse Zungen nannten sie bisweilen "Verunstaltsungskommission"......( und das schien Understatement).


    Also ganz im Ernst: der 2. Entwurf ist m.E. richtig gut . Ich weise immer wieder daraufhin, wenn mir "Überschwenglichkeit" vorgeworfen wird, dass dies sogar stimmen mag, aber man eben wissen muss dass Bauhaus/Mies/Gropius -gebrainwashte Architekten nicht von heute auf morgen umlernen werden. Die kriegen die Reaktion der Bevölkerung sehr wohl mit, und daher finde ich es sinnvoll sie etwas zu loben wenn sie auf dem richtigen Weg sind. (Bauen sie Schrott, dann kriegen sie auch das unverblümt gesagt). .....Ich finde, wir haben schon Erfolg und ein Umdenken hat (in kleinen Schritten aber deutlich wahrnehmbar) stattgefunden. Man kann ganz klar sehen, dass die Entwürfe in Dresden etwas besser werden in der letzten Zeit (Uhrenhaus, Annenhöfe, Friedrichstädter Tor etc.), und ich denke schon dass Architekten lernfähig sind, aber "the Mills of God grind slowly".....:wink:


    Ich finde das Gebäude nicht nur absolut akzeptabel, sondern eigentlich richtig gut. Es erinnert mich ein bischen an eine Art schlichtere Version des Adlon in Berlin. Wie bereits erwähnt, am Postplatz eine solche Bebauung, und der Platz wäre um Welten besser.

    "Die Modernisten sollten sich endlich eingestehen, dass sich die Qualität einer Stadt konventioneller Architektur verdankt" - (H. Kollhoff).

  • Nach dem Ferdinandplatz und dem Hotelneubau müßte kurzfristig noch der unsägliche Parkplatz an der Schießgasse vorm Polizeipräsidium bebaut werden. Dann käme man der Funktion Innenstadt schon ein gutes Stück näher. Mittel- bis langfristig fristig müßte die grüne Schneise St.Petersburger auf dem Mittelstreifen bebaut werden.

  • Mittel- bis langfristig fristig müßte die grüne Schneise St.Petersburger auf dem Mittelstreifen bebaut werden.

    Mittel- bis langfristig müsste die breite Schneise schmaler werden, damit die Pirnaische Vorstadt wieder näher an die Innere Altstadt heranrücken und die unnötig großen Verkehrsflächen an den drei wichtigen Stadtplätzen Rathenau-, Pirnaischer und Georgplatz wieder eine sinnvolle Größe bekommen. Nur den Grünstreifen zu bebauen lässt dieses Problem nämlich weiterhin bestehen.


    Bereits jetzt bebaut werden könnte allerdings der Abschnitt des Rings zwischen Ringstraße und Sankt Petersburger Straße (Maximiliansring), und wenn die Petersburger zwischen Pirnaischem und Rathenauplatz die historische Flucht der ehemaligen Amalienstraße wieder einnehmen würde, auch der Moritzring. Beide würden mit dem Promenadenring die Innere Altstadt adäquat rahmen und dann wäre z.B. das hier möglich:


    Moritzring Kaiserpalast

    Blick vom Pirnaischen Platz Richtung Rathenauplatz, aktuelle Ansicht.
    Bildnachweis verwendetes Foto: Kolossos, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons


    Pirnaischer Platz Richtung Rathaus

    Blick vom Pirnaischen Platz Richtung Neues Rathaus, aktuelle Ansicht.
    Bildnachweis verwendetes Foto: Maksym Kozlenko, CC BY-SA <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons


    P.S. Der Baubürgermeister (GRÜNE) sieht das übrigens in einem aktuellen Gespräch mit der Sächsischen Zeitung ähnlich:

    Oder schauen wir auf die St.-Petersburger-Straße. In der Lingnerstadt entstehen in nächster Zeit etwa 2.000 Wohnungen, Gewerbe und Büros. Der neue Stadtteil und die Innenstadt werden von einer überdimensionierten Verkehrsanlage getrennt. Hier brauchen wir mittelfristig eine angepasste verkehrliche und städtebauliche Lösung.

  • Mittel- bis langfristig müsste die breite Schneise schmaler werden, damit die Pirnaische Vorstadt wieder näher an die Innere Altstadt heranrücken und die unnötig großen Verkehrsflächen an den drei wichtigen Stadtplätzen Rathenau-, Pirnaischer und Georgplatz wieder eine sinnvolle Größe bekommen.

    Keiner der hier genannten Plätze existiert zur Zeit wirklich. Es sind lediglich überdimensionale Verkehrswüsten.

    Mittel-bis langfristig bedeutet in Dresden in den nächsten 50 bis 100 Jahren.