Der Dresdner Ring - Geschichte, Gegenwart und Zukunft

  • Es geht eventuellin dem voranstehenden Zitat etwas unter, deshalb hier noch einmal explizit: DieFläche des abgerissenen Kirchgebäudes blieb von 1963 bis 2008 unbebaut. Siestand auch keiner „großzügigen“ neuen Straßenführung im Weg. Verbleibt zumx-ten Mal die Frage: Warum der Abriss???

    Vermutlich aus dem gleichen Grund, wie bei der Sophienkirche:


    Irgendwo - ich glaube in Lerms Buch "Abschied vom alten Dresden" - stand, dass der bösartige Spitzbart Ulbricht Kirchen hasste und dass seine roten Taliban sie zu entfernen hatten (wie brutal der Vorgang vor allem, wenn man bedenkt, wie man den gefundene menschlichen Menschenresten umging...), aber das alte Kulturdresden hat dieser Barbar vermutlich ganz besonders gehasst. Es gibt - soviel ich mich noch vage erinnern kann ein Bild, wo das Ulbricht die Sk aus einem Stadtmodell, einfach herausnimmt... .So traurig, aber in solchen Ausnahmezeiten kommen zumeist die verdorbensten Charaktere an die Macht.


    Schon allein deshalb müsste man die Sophienkirche dereinst einmal rekonstruieren!

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

    Edited 2 times, last by Exilwiener ().

  • Für Dresden wichtig, ist nach Ende der "sozialistischen" Kulturbarbarei, den Auswüchsen der "kapitalistischen" Verhunzung entgegenzutreten.


    Der Postplatz und sein Umfeld ist dafür eines der warnenden Beispiele!

    Ich bin sicher kein Verfechter der "Traditionelle um jeden Preis", aber ich bin gegen die "Trostlosigkeit und Langeweile im zeitgenössischen Bauen". dto.

  • Die SZ hat heute Bilder der künftigen Gestaltung des Ringes veröffentlicht: Artikel SZ .


    Ich für meinen Teil hoffe, dass wenigstens die Grünplanung umgesetzt wird. Der westliche Teil des Ringes - naja - da kann man wohl seine eigene Meinung haben... Vor 1945 ist mir der Ring allerdings ein wenig zu dicht bebaut gewesen, da hatten sich unsere Altvorderen auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert, das schreibt schon Löffler. Problem waren damals nach Abbruch der Festung die Eigentumsverhältnisse und die klamme Stadtkasse... Da hat Wien zu seiner Zeit mehr auf dem Kasten gehabt. Letztlich konnte Dresden nur mit einzelnen prachtvollen Gründerzeitlern Punkten, die aber nicht unbedingt ein Ersatz für guten Städtebau darstellen. Einige hist. Ansichtskarten zum Thema gibt es ja in der GalerieAltstädter Ring Dresden auf Arstempano.


  • Für den Verkauf des Grundstücks am Rathausplatz scheint sich vor der Stadtratssitzung 25.02.2016 noch immer keine Mehrheit abzuzeichnen. Einige Fraktionen, allen voran die SPD, sehen weiteren Klärungsbedarf und möchten die Diskussion noch einmal an den Bauausschuss delegieren. Ergebnis offen?


    Die SZ berichtet:


    http://www.sz-online.de/nachri…n-der-kritik-3331208.html

  • Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau hat nach Information der DNN vom 01.04.2015 eine Entscheidung über den Verkauf des städtischen Grundstücks an der Ringstraße abermals vertagt. Die Seaside-Gruppe als Betreiber des Gewandhausgrundstück arbeite derzeit an eigenen Plänen für die Liegenschaft, die sie Anfang April vorstellen möchte. U.U. könne das Grundstück, angeblich sogar zu günstigeren Konditionen, auch noch an Seaside gehen.
    Warum die Räte hier einen Mitbewerber bevorzugen möchten, erschließt sich mir nicht wirklich. Aber sei's drum...

  • Na hoffentlich nicht. Dann ist der Parkplatz für immer an dieser Stelle zementiert. -.-


    Die Seaside Gruppe muss endlich mal einsehen, dass ihr Gewandhaushotel nicht ewig von der Hauptstraße aus sichtbar sein wird.
    Spätestens wenn der größere Parkplatz an der Ringstraße mal überbaut wird, verschwindet es eh in der Seitengasse. Und dann wäre die Freifläche(Parkplatz) vor dem Gewandhaus städtebaulich noch viel unvorteilhafter als sie jetzt schon ist.

    Wenn nicht anders angegeben, sind alle Bilder von mir.

    Da das Einbinden externer Bilder nicht mehr im Forum gestattet ist, leidet etwas die Quaität meiner Bilder. Sorry :(

    Edited once, last by Chris1988 ().

  • Die DNN berichten heute, am 31.05.2016, über die weitere Entwicklung des Grundstücks an der Ringstraße. Demnach scheint ein Verkauf der städtischen Liegenschaft, über die am kommenden Donnerstag im Stadtrat abgestimmt wird, nunmehr sicher zu sein.
    Der Käufer habe außerdem die Verhandlungen mit den Privateigentümern an der Südseite der Fläche abgeschlossen und plane nun die Entwicklung des gesamten Blocks. Entstehen soll ein Hotel und Bürohaus.

  • Und was wird mit den Parkplätzen an dieser Stelle? Man findet in der Gegend schon jetzt fast keinen Stellplatz mehr.

  • Man kann doch solche Grundstücke nicht zu Gunsten von Parkplätzen freilassen.
    Da würde der Ferdinandplatz und die Wallstraße wohl ewig ein Parkplatz bleiben.
    Fürchterlich.

  • ^ Sehe ich genauso. In diesem Gebiet gibt es dermaßen viele "Freiflächen", dass es nur konsequent ist, diesen Bereich der Altstadt zu bebauen.
    Im Übrigen können meines Erachtens nur Hotelgäste des Hotels im Gewandhaus (Seaside-Hotel) den Parkplatz davor nutzen. Das Argument der fehlenden Parkplätze für die Allgemeinheit ist also nicht belastbar.


    Städtebaulich wäre die Bebauung der Fläche ein Gewinn!

  • Tja, das Hotel im Gewandhaus dürfte sicher ein Problem bekommen. Die hätten das Grundstück sicher gern erworben, um hier auf immer und ewig ihren Privatparkplatz zu behalten.
    Aber da müssen nunmehr wohl andere Lösungen her.

  • Das Gewandhaus-Hotel darf ebenfalls die Tiefgarage des neuen Hotels benutzen.


    Und @DerGraf
    Zu den ständig wegfallenden Parkplätzen in der Innenstadt, denen du so nachtrauerst.
    Dafür entstehen ja in 90% der Neubauten Tiefgaragen, die dann bei sagen wir mal 50% der Neubauten auch öffentlich nutzbar sind.
    Und ansonsten sollte man für die Altstadt immer die Öffentlichen Verkehrsmittel vorziehen. Mache ich selber auch so. Keine Ahnung wann ich das letzte mal mit Auto in die Altstadt gefahren bin. Straßenbahn geht fixer und ohne Stress.

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  • Aufgrund der Tatsache, dass zum Rathausplatz nun kein Provisorium in Form einer Brandwand, sondern ein geschlossener allansichtiger Block entsteht, kann man dem Vorhaben eigentlich nur noch zustimmen. Rathausplatz, Ring/Petersburger Straße usw. erhalten damit eine zusätzliche Fassung, die einen städtebaulichen Mehrwert darstellen, der auch die Verdeckung des spätbarocken Gewandhauses als verkraftbar erscheinen lässt.


    Hier noch einmal der Link zum Entwurf der KLM-Architekten:


    http://www.klm-architekten.de/…tbewerb-hampton-by-hilton

  • Außerdem gibt es seit gestern im WTC eine Präsentation des "Promenadenrings".
    23 Landschaftsarchitekten, davon 6 aus Dresden, haben sich vorerst um den westlichen Teil entlang der Marienstraße Gedanken gemacht. Einige pflanzen nur zwei drei Baumreihen und nennen dies Promenadenring. Gibt allerdings auch einige sehr gute. Am besten einfach mal selbst vorbeischauen. Wären zu viele Bilder ;)
    Noack (Dresden) hat mir ganz gut gefallen. Bastion Merkur und Saturn werden neu interpretiert.

  • Ach man wird bei den Bildern aus Dresden und Berlin heute mal wieder ganz melancholisch. Dresden ist echt sooo ein immenser Verlust.


    Trotzdem bin ich mir sicher dass die Zeit kommt und in Leipzig sieht man es ja schon wo die Gründerzeitbauten ein riesiges Comeback feiern werden. Vielleicht nicht nicht in dem nächsten fünf oder zehn Jahren. Aber irgendwann wird der Kaiserpalast wieder stehen. Und mit ihm viele andere Bauten seiner Zeit.

  • @ BryLu


    Hast du vielleicht einige Fotos des Siegerentwurfes für den westlichen Promenadenring, damit wir eine gemeinsame Diskussionsgrundlage haben?
    Mit dem Noack-Entwurf kann ich jedenfalls nicht viel anfangen, da mir der Stadtraum als zu vollgestellt erscheint. Stadtdessen würde ich mir hier eine streng gefasste doppelreihige Allee wünschen; wie es auch bereits einmal vorgesehen war.

    Trotzdem bin ich mir sicher dass die Zeit kommt und in Leipzig sieht man es ja schon wo die Gründerzeitbauten ein riesiges Comeback feiern werden.


    Wo feiern Gründerzeitbauten kein "Comeback"? Daraus jedoch auf eine Reko des Kaiserpalastes zu schließen, halte ich schon für übertrieben optimistisch.

  • Wenn das Hotel morgen durchkommt, sollte der nächste Schritt sein auch die momentane Parkplatzfläche zwischen Straßenbahn und St. Petersburger auszuschreiben.

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