Dresden - Hotel Stadt Rom (in Planung)

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    Sächsische Zeitung
    29. April 2008

    Prisco will im Stadt Rom kein Hotel mehr bauen

    Noch immer hat die Stadt das Grundstück am Neumarkt für den Bau des Hotels Stadt Rom nicht vergeben. So macht sich Investor Arturo Prisco weiterhin Hoffnungen. „Ich habe unser Angebot nachgebessert. Wir wollen auch kein Hotel mehr errichten, sondern hochwertige Läden, etwa zehn Wohnungen und eine Etage Büros“, kündigt Prisco an. Sieben Bewerber hat es nach Angaben der Stadt für die Immobilie gegeben.

    Gestern traf das Investorenteam Kondor Wessel, Prisco und Kai von Döring zur Abstimmung über das Gewandhaus-Quartier am Neumarkt zusammen. Nach dem Stadtratsbeschluss planen sie nun das Karree mit drei Leitbauten sowie mehreren Leitfassaden ohne Gewandhaus. Es gebe Absprachen mit der Stadt und den Nachbarn. „Wir wollen noch in diesem Jahr beginnen“, kündigt Prisco an. (SZ/kle)

    http://www.neumarkt-dresden.de/Presse/2008/29-04-08.html

    Der Bauende soll nicht herumtasten und versuchen. Was stehenbleiben soll, muß recht stehen und wo nicht für die Ewigkeit doch für geraume Zeit genügen. Man mag doch immer Fehler begehen, bauen darf man keine. (Johann Wolfgang von Goethe)

  • Es soll auch einen Interessenten geben der 20 Eigentumswohnungen und im EG eine Bank in das Hotel Stadt Rom einquartieren möchte.

  • Hallo liebe Freunde,

    die Sache wäre mit der radikalen Lösung baurechtlich am Einfachsten zu lösen, die Wilsdruffer weg und die alten Gassen neben dem HSR wieder her, das HSR in den alten Dimensionen und die Abstände würden nicht mehr gelten !! Die derzeitigen Versionen halte ich persönlich für jeweils völlig unbefriedigend ! :schild5:

  • Heute (31.03.2011) gibt es in den Dresdner Neuesten Nachrichten einen neuen Artikel zum Hotel Stadt Rom, der mit dem Motto: "Totgeglaubte leben länger" überschrieben sein könnte.

    Die Grünen haben, nachdem sie den gleichen Antrag schon erfolgreich in den Ortsbeirat Altstadt eingebracht hatten und dieser dort bestätigt wurde, eine Prüfung des Abrisses, zumindest der Zeile Wilsdruffer Straße 6-12, gefordert. Dadurch soll nicht nur der unverkürzte Wiederaufbau des Hotel Stadt Rom ermöglicht, sondern das gesamte städtebauliche Gefüge zwischen Wilsdruffer und Neumarktgebiet besser vernetzt werden, was auch die Wiederherstellung der Moritzstraße und damit die Möglichkeit eines Wiederaufbaus des Palais de Saxe beinhalten würde.
    Auf Wunsch der CDU wurde der Grünen-Antrag allerdings vertagt, da sich die Christdemokraten auf ihrer nächsten Klausurtagung Anfang April eingehend mit der Problematik befassen wollen. Indes überraschte Baubürgermeister Marx mit der Aussage, dass die Stadt einen Architektenwettbewerb für das gesamte Areal plane.

    Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe

  • Ich falle gleich vom Pferd. Hat man sowas schon gehört? Die FDP fordert die 8 vorrübergehend abgeschalteten AKWs für immer vom Netz zu nehmen und Herr Marx plant einen Architekturwettbewerb für das Areal Hotel Stadt Rom unter vermutlicher Einbeziehung des Abrisses eines Teils der Wilsdruffer Strasse, welche ja jetzt noch 25 Jahre Bestandsschutz hat sowie einer möglichen Rekonstruktion des Palais de Saxe. Das ist ein richtiger Knaller. Und eigentlich auch der einzig logische und richtige Schritt.


    PS.: Vielleicht sollte man gleich noch einen neuen Strang für das Neustädter Rathaus aufmachen. Kurz danach folge dann bitte die Pressemeldung des Totalabrisses der Platten auf der Hauptstrasse, um Platz für dessen Rekonstruktion zu machen. :biggrin:

    Edited 2 times, last by Henry (March 31, 2011 at 10:57 AM).

  • Na also geht doch !!! Die derzeiotige Lösungen wie verschieben oder verkürzen sind völlig unbefriedigend, und würden ohnehinirgendwann nach dem Wiederaufbau neue Aktivitäten und Kosten verursachen, das will keiner. Interessant ist die Perspektive für den KP, diese dürfte als nächste verschwinden.

  • Die Wilsdruffer Straße 6-12 abzureißen ist insofern schade, da sie eine recht hohe Qualität der Nachkriegsmoderne darstellt, während Bauten ala Hochhaus am Pirnaischen Platz stehen bleiben und auch noch saniert werden sollen. Das ist wirklich sehr ärgerlich und suboptimal. Vorschlag: Man reiße das Hochhaus am Pirnaischen Platz ab, versetze die Wilsruffer Straße 6-12 an seine Stelle und rekonstruiere Hotel Stadt Rom in voller Größe sowie Palais de Saxe und angrenzente Bauten. :whistling:

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    Ernst Hirsch hat für diese Sendung außerdem Luftaufnahmen vom alten Dresden und eine Straßenbahnfahrt durch die damalige Moritzstraße heraus gesucht.

    Ab Minute 10:53 wird die Moritzstraße thematisiert und in alten Filmaufnahmen gezeigt. Vielleicht wird man diesen Stadtraum mit dem Johanneum als grandiosen point de vue in nicht allzuferner Zukunft wieder erleben dürfen. Bei Minute 12:37 taucht auf der rechten Straßenseite das Palais de Saxe auf. Linkerhand dann das Hotel Stadt Rom.

    http://www.dresdeneins.tv/gespraech/Dresden_in_alten_Filmen_|_Teil_7-837.html

    Solchen herausragenden Persönlichkeiten wie Fritz Löffler oder eben Ernst Hirsch kann man gar nicht genug danken für Ihr Engagement.

    Edited 4 times, last by Henry (April 2, 2011 at 8:35 PM).

  • Hier noch der bereits erwähnte Artikel aus der DNN:

    http://www.dnn-online.de/dresden/cityne…ws-a-23732.html

    Wobei es sich bei der Visualierung wohl um die verschobene Variante des Hotel Stadt Rom handeln dürfte, welche so nie realisiert werden darf, da sonst eine spätere und städtebaulich logische - und deswegen auch über kurz oder lang kommende - Wiedererrichtung der Moritzstraße unmöglich würde.

    Edited once, last by Henry (April 2, 2011 at 8:39 PM).

  • Interessanter Film.

    Wobei man sagen muss, dass das Stadtbild, zumindest soweit es sich hier sozusagen en passant präsentiert, sehr beliebig und unbedeutend wirkt. Wahrscheinlich geht bei dieser Perspektive viel unter, vor allem in der Moritzstraße. Die Kö-Johann- Straße allerdings dürfte wirklich nichts Besonderes gewesen sein und darüber hinaus herbe Entstuckungen erfahren haben. Um die Münzgasse war hat sehr, sehr schade. Leider erfolgte der Wiederaufbau, wie auch in der Töpfergasse und beim Hilton zu früh, sodass er weit unter dem NM-Standard rangiert.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Ein sehr interessantes Gemälde zeigt den Neumarkt zur Zeit des Dresdner Maiaufstands im Jahre 1849, bei dem ja u.a. auch Richard Wagner und Gottfried Semper beteiligt waren. Dort hat man einen Blick vom Neumarkt aus in die Moritzstraße mit dem dort noch vorhandenen Hotel de Saxe (welches ja später einem gründerzeitlichen Postgebäude weichen mußte) sowie direkt gegenüber auf der rechten Seite dem Hotel Stadt Rom, allerdings in vereinfachter Form mit Satteldach statt Mansarddach und ohne verzierte Gaupen und Putten wieder aufgebaut nach dem 7jährigen Krieg:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/comm…aiaufstand_.jpg

    Hier die selbe Ansicht ohne Kampfeswirren 4 Jahre zuvor (hinterm Hotel de Saxe erkennt man gut das Palais de Saxe): http://www.neumarkt-dresden.de/image1/leitbau…dt-rom-1845.jpg

    Mehr Details zum Dresdner Maiaufstand hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Dresdner_Maiaufstand

    Mehr Details zum Hotel Stadt Rom vor und nach dem 7 jährigen Krieg hier: http://www.neumarkt-dresden.de/hotel-stadt-rom.html


    Es wäre natürlich ein Riesending, wenn im Zuge der Diskussion um das Hotel Stadt Rom auch die Rekonstruktion des Palais de Saxe mit auf den Weg gebracht würde. :biggrin:

    Edited once, last by Henry (April 3, 2011 at 7:07 AM).

  • Um die Münzgasse war hat sehr, sehr schade. Leider erfolgte der Wiederaufbau, wie auch in der Töpfergasse und beim Hilton zu früh, sodass er weit unter dem NM-Standard rangiert.


    Und so erlebt man das eigentartige Phänomen, dass man diese Beliebigkeit fast schon als wohltuend empfindet, was als Indikator für die Desatrösität des aktuellen Dresdner Stadtbildes gelten könnte.
    Das relativiert dann natürlich auch die Vorlieben einiger Nutzer für so etwas wie die König-Johann-Straße oder den Kaiserpalast.

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  • Interessante Artikel heute im Lokalteil Dresden der SZ. Eventuell hat jemand die gesamten Texte.

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    Was muss dem Hotel Stadt Rom weichen?

    Dresden steht vor einer wegweisenden Entscheidung für die Innenstadt. Geklärt werden muss, wie weit der historische Wiederaufbau des Neumarkts gehen soll.
    Soll das Hotel Stadt Rom am Neumarkt wieder aufgebaut werden, und wenn ja, wo? Dieser Frage muss sich der Stadtrat stellen. Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) hatte vorgeschlagen, das Projekt zu beerdigen. Doch damit kam er nicht durch. Stattdessen löste er unfreiwillig eine ganz neue Diskussion aus: Wie weit soll der historische Wiederaufbau am Neumarkt gehen?

    Die Grünen schlagen vor, alle denkbaren Varianten für den Wiederaufbau ...

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    Die Dresdner entscheiden lassen

    Denni Klein über die Zukunft des Hotels Stadt Rom
    Braucht es das Hotel Stadt Rom? Wollen die Dresdner das Hotel? Fehlt ohne den Bau dem Neumarkt seine südliche Begrenzung? Wo soll der historische Wiederaufbau des Neumarkts enden? Wie wichtig sind die Wohnhäuser an der Wilsdruffer Straße – als attraktiver Wohnraum und als Teil der Geschichte? All diese Fragen stecken in der Entscheidung mit drin. Eine Entscheidung, die Dresden zu diesem Zeitpunkt nicht fällen wollte. Vom Tempo des Aufbaus am Neumarkt ...

    Schsische Zeitung [online] - Nachrichten Dresden: Lokale News, Politik, Veranstaltungen, Wirtschaft

  • Stadtrat beschließt Prüfung von Varianten zum Wiederaufbau Hotel Stadt Rom

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    Stadt prüft Wiederaufbau des Hotels Stadt Rom

    Am Dresdner Neumarkt könnte ein weiteres historisches Gebäude wieder errichtet werden. Die Dresdner Stadtverwaltung muss mehrere Varianten zum Wiederaufbau des Hotels Stadt Rom vorlegen. Der Bauausschuss beschloss gestern mit breiter Mehrheit einen entsprechenden Antrag der Grünen. Demnach muss die Stadt im Rahmen eines Gutachterverfahrens bis Jahresende mehrere Möglichkeiten untersuchen. Dazu zählt der Bau eines kleineren Hotels. Denn der Originalstandort ...

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  • Der Artikel steht jetzt übrigens auf der Seite der GHND in voller Länge zur Verfügung!

    Allerdings kann ich mich wiederum reichlich wenig mit den Visionen von Herrn Kulke, zumindest denen, die er nach außen hin vertreten muss, identifizieren. Was macht es denn für einen Sinn, einerseits der Realität Tribut zu zollen und demnach einzusehen, dass Veränderungen entlang der Wilsdruffer Straße erst langfrisitg ansetzen können, und dann andererseits mit Vorstellungen anzurücken, die die Bebauung aus den 60'er Jahren fast unangetastet belassen?
    Heißt das etwa, dass man den Zeilen mittlerweile einen besonderen Wert zuerkennt? Dies wäre aber zumindest in meinen Augen verfehlt, da zwar die Architektur gefällig, die städtebauliche Wirkung der Zeilen hingegen als katastrophal zu apostrophieren ist. Und gerade bei Letzterem handelt es sich nicht etwa um meine ureigene Privatmeinung, sondern vielmehr um Allgemeingut, das bereits während der Erbauungszeit keimte und in den 90'er Jahren zu recht konkreten Abrissplänen für die gesamte Nordseite der Wilsdruffer (außer dem Kulturpalast natürlich) führte. Letztich scheiterten diese Blütenträume aber leider am politischen Willen.
    So gesehen wäre es höchst sinnvoll, wenn sich eine Bürgerinitiative für den Abriss und damit für die moderate Verschmälerung der Wilsdruffer Straße aussprechen würde. Damit könnte nämlich nicht nur die Vernetzung mit dem Neumarktareal optimiert, sondern der zerschlagene Altstadtkern insgesamt "geheilt" werden.

    Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe

  • Das mag ja alles richtig sein, nur du dürftest die Denkweise der älteren Dresdner doch kennen?! Nicht wenige Ältere (auch innerhalb des Neumarktvereins, leider) fordern, die Bebauung der 60er an der Willsdruffer Straße möge doch unangetastet bleiben. Einerseits um die Aufbauleistung der damaligen Generation zu würdigen, andererseits aus der Gefahr heraus, dass nach Abbruch der Häuser vom Stadtplanungsamt wieder die üblichen entstellenden Primitivkuben kommen könnten (wie wir aus Erfahrung wissen, ist diese Angst nicht unbegründet).

    Allerdings muss man sagen...sollte das eine Vision für die nächsten 20-30 Jahre sein, halte ich sie für einen Witz...Ich hielt diesen Kompromiss nämlich für eine Variante, um das Hotel Stadt Rom und die geöffnete Moritzstraße vergleichsweise zügig wiederzubekommen, da die Häuser ja erst vor wenigen Jahren saniert wurden (ein Komplettabriss damit verwehrt bliebe) und ebenso um den Befindlichkeiten der alten Dresdner Genüge zu tun. In 30 Jahren sollte die Willsdruffer Str. wie du schon sagst aber bereits wieder auf vernünftige Breite verengt werden und die vergleichsweise einfache Bebauung der 60er-Jahre-Nordseite der Willsdruffer Str. verschwunden sein.

    Gruß DV

    "We live in the dreamtime-Nothing seems to last. Can you really plan a future, when you no longer have a past." Dead Can Dance - Amnesia