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Bauen zwischen 1933 und 1945

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    • Erhaltenswert sind sie bestimmt! Wie auch in anderen Fällen, sind Gebäude die einzigen Zeitzeugen, die theoret. ewig stehen könnten bleiben, um etwas zu vermitteln bzw. Eindrücke zu verschaffen.

      Vom architektonischen hat vieles durchaus seinen Reiz, einfach weil es auf das eine oder andere klass. Element (Säulen, Rundbögen, Reliefs, Quaderung etc.) verfügt, was man von den meisten Vertretern der Nachkriegsarchitektur ja nicht behaupten kann... Allerdings gehört das Finanzministerium nicht grad zu den aufregendsten...
    • morgenpost.berlin1.de/archiv20…rtschaft/story705682.html

      auch das wollten die russen kaputt machen........ :augenrollen: :lachen:
      aber der beton/stahl war wohl zu hart- naja geschadet hätte es ja nicht!
      sieht mir eher nach hoyaswerder an der ostsee aus :schockiert: und das ist denkmalgeschützt??? :schockiert:

      "Ben" wrote:

      Allerdings gehört das Finanzministerium nicht grad zu den aufregendsten...

      was denn dann?? viel bleibt da nicht übrig- in berlin gibt es doch nur noch das wirtschaftsministerium!?
    • Och, da gibt es schon noch das eine oder andere...Als erstes natrülich der Flughafen Tempelhof und das Olympiastadion, und dann ncoh ein Gebäude in der südl. Friedrichstr., eines in der Dorotheenstr. und noch ein Haus am Hohenzollerndamm...Ich habe auch z.B. an die Germania-Modelle gedacht. Und in anderen Städten gibt es doh auch bestimmt Gebäude aus der Zeit in diesem Stil, oder?
    • Mir gefällt die Architektur sehr sehr gut! Ich mag diesen klassifizierten popösen Stil mit seinen schlichten und klaren Formen!
      Es ist einfach ein sehr zeitloser Stil, welcher immer zeitgemäß aber nicht zu altbacken wirkt! Nur zu schade dass Speer, meiner Meinung nach ein wirklich grossartiger Architekt, zu eng in Verbindung zu Hitler steht!
    • die ital. und japanische botschaft sind doch auch aus der zeit des 3. reiches, oder?
      ich finde einige gebäude speers nicht schlecht, aber das reichsparteitag-gelände in nürnberg finde ich ziemlich schlecht. (-> speer?)

      generell gilt: gebäude sind immer unpolitisch zu sehen, denn kein gebäude kann etwas dafür, von wem es wie erbaut wurde.
    • Erhaltenswert sind sie auf alle Fälle, schön aber nicht unbedingt.

      Am besten gefielen mir die Bauten auf dem Obersalzberg, aber dort hat man fast alles beseitigt, das große Hotel "Platterhof", später Hotel General Walker, von den U.S. Armeen denkmalgerecht saniert und gut gepflegt, wurde es Ende der 90er an Deutschland zurückgegeben und im Jahr 2000 komplett abgerissen, dort kommt nun ein großes Hotel hin.
    • eines der grössten projekte des dritten reichs war wohl die "grosse halle", die im spreebogen neben dem reichstag errichtet werden sollte. bescheiden wie die nazis waren, sollte es nur das grösste gebäude der welt (mit 300 meter hoher kuppel!!!) werden.

      wie schon einige vor mir bemerkten, finde ich die architektur auch nicht schlecht, nur durch das verwendete material (meist grauer naturstein) wirken die bauten immer etwas düster (vielleicht zeigt aber so das äussere, was im inneren vorging). im übrigen hätten die nazis das geld lieber fürs bauen ausgeben sollen, als für krieg und holocaust.

      ihre bauten sind das einzig "akzeptable" was die nazis hinterlassen haben; wobei man die umstände ihrer entstehung auch untersuchen sollte (wurden z.B. zwangsarbeiter eingesetzt, wurden die bauten auf grundstücken errichtet, wie vorher juden gehörten?)

      man bedenke: NUR DIE WENIGSTEN BAUWERKE EIGNEN SICH DAZU ALS DENKMALE IHRER ZEIT ZU DIENEN, DENN SIE ZEIGEN NUR DAS IDEALISIERTE ABBILD IHRER ERBAUER

      p.s. schön das das thema "nazis im forum?" gelöscht wurde! danke!
    • "Bauten auf dem Obersalzberg"

      ich war mal in berchtesgarden und ich muss sagen was dort passiert ist ist eine große schweinerei!
      es gibt dort ein museum (glaskasten) was dann in einen bunker übergeht und eine tafel die die bebauung des geländes zeigt. und siehe da, es gab kaum zerstörungen aber trotzdem wurde alles abgerissen und das nicht in den 60er, sondern zumeist in den 90er! wer kennt nicht das foto wo die amis in hitlers panaromafenster stehen und auf den obersalzberg schauen- alles weg! schade- hätte wirklich historischen wert gehabt!
      das argument, daß es schonst zur wallfahrststätte hätte werden können ist doch schwachsinn! es ist doch schon ein armutszeugnis es überhaupt zu vermuten, daß es solche leute gibt, die so etwas machen und wenn könnte man sie dann doch kontrollieren.
      das kehlsteinhaus ist aber trotzdem eine reise wert. der ausblick ist grandios und der fahrstuhl hat es auch in sich.
      da zeigt sich doch der charakter eines a. hitler- dieses a.... schiebt dort einen lockeren, während an der front tausende sterben.


    • hallodabinich schrieb:
      alles weg! schade- hätte wirklich historischen wert gehabt!
      das argument, daß es schonst zur wallfahrststätte hätte werden können ist doch schwachsinn


      Dem Wallfahrtsstättenargument begegne ich immer wieder wenn es um das Beseitigen historisch relevanter Orte & Bauwerke geht.
      Das ist ein Weg dies zu betrachten, ein anderer ist: Ausradieren der Geschichte durch radikales Entfernen aus dem Stadtbild und der augeblicklichen Erinnerung.
      Es wird alle Nase lang von "wehret den Anfängen" und "gegen das Vergessen" geredet; wie soll man den Verständnis für Geschichte aufbringen, wenn die entsprechenden Orte nur nebulös in den Geschichtsbüchern existieren?

      Als Gegenbeispiel seien die Reste des Forum Romanums genannt. Keiner kommt auf die Idee, daß die Konservierung dieses gewichtigen Ortes z.B. die Wiedereinführung des Sklavenhandels nach römischem Vorbild hervorruft...oder die Einverleibung Syriens in ein neu zu bildendes Imperium Romanum.

      Bei diesem Thema muß ich unmittelbar an die Sprengung der Krolloper denken. Ein Bauwerk, das älter war als das deutsche Kaiserreich.
      Hierzu der Chronik-Verlag: " 27.März '51: Ein weiteres Symbol aus der Zeit des Dritten Reiches verschwindet aus dem Stadtbild Berlins: Die Reste der Ruine der Krolloper am Platz der Republik werden gesprengt"
      ( Die kursive Schreibweise wurde von mir hinzugefügt )
    • Peter das Thread ist jetzt dort wo er hingehört undzwar in den Auerbachskeller!

      Dann finde ich ist dies hier ein klassisches Architekturforum und zur klassichen Architektur gehört nunmal die des Nationalsozialismus, da dieser eine abgewandelte Form des Neo-klassizismus ist!
      Ob das jetzt die Nazis oder die Sowjets oder die Amis gebaut haben ändert doch nichts an der Schönheit oder auch nicht Schönheit der Gebäude!
    • Naja, ich finde das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Dein Beitrag hätte in Auerbachs Keller gepasst, dieser hier beschäftigt sich mit Architektur.

      Ich selber sehe in Nationalsozialistischer Kultur eine Art der Mahnmale, die schiere Größe drückt die Macht aus, die Schlichtheit verdrängt die Gemütlichkeit.

      Die einzigen Nazi-Bauten, die einladen aussehen waren die im Heimatstil und die am Obersalzberg... vielleicht hat man sie deshalb abgerissen?

      Trotzdem einige Bilder vom Obersalzberg:

      Berghof:




      Gesprengt am 30. April 1952 (7. Jahrestag von Hitlers Tod) von der bayrischen Regierung um Touristen und Neonazis fernzuhalten, in einer Zeit der Entnazifizierung verständlich.

      Göring's Haus:



      Das wird dort momentan gebaut oder ist schon fertig...

      Bormann's Haus:


      Gästehaus Hoher Göll:
      damals:


      heute (Dokumentationscenter Obersalzberg):



      Gutshof:
      damals

      heute:


      Kehlsteinhaus:
      damals:

      heute:


      Platterhof:
      1940:

      1981:

      1999:

      2000:


      Hotel zum Türken:
      damals:

      heute:


      Bilder: thirdreichruins.com

      Die Seite ist übrigens sehr zu empfehlen, etwas Englisch sollte man aber können.


      Beim Obersalzberg ist es aber eh etwas schwierig... die Gegend und die Bauten dort sind sehr schön und idyllisch, wenn man aller erhalten hätte, wäre dieses vmtl. wirklich zu einem Neonazi-Wallfahrtsort geworden.

      Jetzt werden dort ein oder zwei Megahotels hochgezogen, ungeachtet der historischen Bedeutung - dieses ist genauso schlimm.

      Die einzige Nutzung die ich mir hätte vorstellen können, wäre ein kompletter Erhalt des Berghofes, in dem man sehen könnte, wie Hitler gelebt hat. Dann würde man durch einen Rundgang in die Bunker oder die Kellerräume oder so gezwungen, wo man sähe wie a) der Alltag für den Rest der Bevölkerung aussah und b) das Leben der KZ-Häftlinge.

      Den Rest des Obersalzberges hätte ich als Bundeswehrkasernenstandort genutzt, in meinen Augen ist es nicht verwerflich, ehmalige Wehrmachtkasernen oder auch SS-Kasernen für eine Friedensarmee zu nutzen (okay.. ganz so sehe ich die Bundeswehr auch nicht sonst wäre ich kein Zivi)
    • Naja, ich finde das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Dein Beitrag hätte in Auerbachs Keller gepasst, dieser hier beschäftigt sich mit Architektur.


      Das habe ich ja gar nicht bestritten, lieber Booni. Aber dann sag mir doch mal bitte: Wie kommt es aber denn dann, dass auch in anderen Threads hier im Forum, in denen doch das selbe gilt, Sprüche auftauchen, die eben NICHTS mit Architektur zu tun haben? Wo das doch eigentlich nicht hierher gehört, wie du selber sagtest?
    • "Peter" wrote:

      Naja, ich finde das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Dein Beitrag hätte in Auerbachs Keller gepasst, dieser hier beschäftigt sich mit Architektur.


      Das habe ich ja gar nicht bestritten, lieber Booni. Aber dann sag mir doch mal bitte: Wie kommt es aber denn dann, dass auch in anderen Threads hier im Forum, in denen doch das selbe gilt, Sprüche auftauchen, die eben NICHTS mit Architektur zu tun haben? Wo das doch eigentlich nicht hierher gehört, wie du selber sagtest?


      wie unschwer zu erkennen ist, besteht dieses forum aus mehreren subforen. und dieses subforum hier ist eindeutig auf architektur genünzt. nicht so auerbachs keller. dort ist thematisch der einzige ort, wo dein thema hinpasst, und deshalb ist es dort. das ist doch nicht so schwer.
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.