Termin bitte vormerken: Am 9. November findet unser großes Initiativentreffen in Frankfurt am Main statt- Jeder ist willkommen.

Leipzig - aktuelle Ansichten (Galerie, Bilder teilweise gelöscht)

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Leipzig - aktuelle Ansichten (Galerie, Bilder teilweise gelöscht)

      Ein paar Fotos aus Leipzig vom Floßplatz und der angrenzenden Münzgasse: [url]http://www.leipziginfo.de…/bars-kneipen/muenzgasse/[/url]















      Blick in die Riemannstraße zur neogotischen Peterskirche: de.wikipedia.org/wiki/Peterskirche_%28Leipzig%29





      Autor: Johannes Kazah; Quelle: commons.wikimedia.org/wiki/File:Leipzig_Peterskirche2.jpg

      Alle nicht gekennzeichneten Fotos: Eigene Fotos

      The post was edited 1 time, last by Stahlbauer: Layout geändert ().

    • Re: Leipzig - aktuelle Ansichten

      Besonders im Osten und Westen von Leipzig sieht es nicht wirklich gut aus. Dort gibt es noch jede Menge zu tun.
      Aber es gibt Hoffnung: Im Westen sind dies besonders die Karl-Heine-Straße und die Gegend um die Könneritzstraße.

      Dort befindet sich diese Brücke über die Elster.








      Alles eigene Fotos

      The post was edited 1 time, last by Stahlbauer: Layout geändert ().

    • Re: Leipzig - aktuelle Ansichten

      Ich vermute, dass hier im Forum einigermaßen bekannt ist, warum die "klassische" Rekonstruktion in Leipzig eher unauffällig abläuft. Die meisten rekonstruierten Gebäude wurden errichtet, ohne dass es auffällt.

      In Leipzig-Schleußig wurden keine Gebäude rekonstruiert, sondern eher der Stadtraum repariert.


      Neue Gebäude im zentralen Bereich der Könneritzstraße- umgeben von Gründerzeitgebäuden.











      Neuer Supermarkt




      Wie gesagt, umgeben von gründerzeitlichen Gebäuden.









      Alles eigene Fotos

      The post was edited 1 time, last by Stahlbauer: Layout geändert ().

    • Re: Leipzig - aktuelle Ansichten

      ^^

      Es hätte aber auch schlimmer kommen können. Das Erstaunliche ist jedoch, dass der Supermarkt überhaupt gebaut werden "musste". Nach 2000 hatte der letzte Sparmarkt im Viertel mangels Kundschaft schließen müssen. Das Viertel ist erst ab ca. 2000 wieder erweckt worden. Wie die Stimmung in Leipzig noch vor wenigen Jahren war, zeigt dieser Beitrag von sadik:


      Vor den Bildern noch eine persönliche Einschätzung der Lage von mir:

      Tote Innenstädte, Wohnungs- und Büroleerstand, zersiedelte Stadtränder, sinkende Einwohnerzahlen, zunehmende Überalterung… Das sind die bekannten Schlagwörter, die fallen, wenn Experten über die aktuelle Entwicklung der Städte sprechen.

      Leipzig ist das Paradebeispiel – 15 Jahre Schrumpfung und Suburbanisierung sind dem Stadtbild deutlich anzusehen. 100.000 Einwohner hat die Stadt seit 1990 verloren, viele fanden das Eigenheim auf der „grünen Wiese“ verlockender als den heruntergekommenen Altbau oder die Plattenbaughettos.
      .
      .
      .

      Während die innere Stadt ausblutete, machten sich an den Stadträndern riesige Einkaufscenter breit. Geschwülste, die den Stadtorganismus zerfressen haben. Günthersdorf (Saale-Park), Paunsdorf (Paunsdorf-Center), Seehausen (Sachsen-Park), Großpösna (Pösna-Park) haben Leipzigs Innenstadt den Rang als Versorgungszentrum abgelaufen. …
      .
      .
      .

      In den großen gründerzeitlichen Wohnviertel heißt das Zauberwort Perforation. Gemeint ist damit, dass in Vierteln, in denen die Nachfrage nach Wohnraum gedeckt ist, leerstehende, unsanierte (auch denkmalgeschützte) Gebäude zur Stabilisierung des Wohnungsmarktes abgerissen werden dürfen. Die Lücken, die entstehen, sollen zur Aufwertung des Wohnumfeldes in Grünflächen umgewandelt werden. Das klingt nicht unvernünftig. Das Kleid der Stadt ist einfach zu groß, es muss also umgebaut werden. Nur, ist das nicht ein wenig zu kurz gesprungen? Entstehen dadurch wirklich neue Qualitäten, die die Viertel aufwerten und ihnen langfristig eine Zukunft geben? Oder opfert man erhaltenswerte Baudenkmäler und städtebauliche Zusammenhänge, also letztlich die Identität der Viertel, zugunsten einer städtebaulichen Mode, die nur auf die kurzfristig wiederherzustellende Rentabilität der großen Wohnungsanbieter ausgerichtet ist.

      In Leipzig erkennt man jedenfalls keinen roten Faden, willkürlich wird jede Woche an irgendeiner Ecke der Stadt ein Gebäude abgerissen, und auf der entstandenen Brache eine „Grünfläche“ angelegt. Diese grünen Flecken bestechen dann auch durch ihre hohe Aufenthaltsqualität. Die Standardausführung: ein Trampelpfad, zwei Findlinge, eine grüne Plastikbank und zwei, drei Bäumchen. Genial! Und im Nachhinein wird das Ganze dann mit Marketingphrasen schöngeredet.

      Leider hat es nie eine öffentliche Auseinandersetzung gegeben, welche Chancen und Risiken im Stadtumbau existieren, welche Mängel es zu beseitigen gilt und was die Stärken dieser Stadt sind, die es zu erhalten und auszubauen gilt? Bisher galt die Urbanität und die Kompaktheit der Stadt als eine ihrer großen Stärken. Wieso man gerade versucht diesen, ja man könnte sagen, Standortvorteil, durch eine Fragmentierung des Stadtbildes mit dem Ergebnis der Heterogenität zu ersetzen, ist eigentlich nicht verständlich. Wieso erkennt man in Mieten, die für die breite Masse erschwinglich sind, in ungenutzten Fabriken und Altbauten, die Raum bieten für junge Unternehmer, klamme Studenten, junge Künstler, neue Ideen, keine günstige Gelegenheit? Ist nicht gerade dieses innovative Milieu für eine weitestgehend de-industrialisierte Stadt die letzte Chance, um langfristig wieder auf die Beine zu kommen?
      Und ganz nebenbei, es lebt sich wirklich gut in einer Stadt ohne Wohnungsnot. Leerstand könnte also auch als ein weiterer Standortvorteil, als eine spezifische Leipziger (oder ostdeutsche) Attraktivität begriffen werden.
      .
      .
      .

      Es ist schon ein Kuriosum, dass es in einer schrumpfenden Stadt tatsächlich noch Stadt- und Verkehrsplaner gibt, die es für legitim halten, für nicht mehr benötigte breite Verkehrsschneisen Denkmäler schleifen zu lassen und die Attraktivität eines ganzen Wohngebiets aufs Spiel zu setzen. Überall wird „perforiert“ und geschrumpft, nur Verkehrsprojekte werden im gleichen Umfang wie in den 90ern, als alle noch davon ausgingen Leipzig würde im nächsten Jahrzehnt deutlich wachsen, geplant und umgesetzt. Jeder Versuch, die innere Stadt attraktiver und auf lange Sicht überlebensfähig zu machen (indem z.B. Flüsse wieder ans Tageslicht geholt werden), wird auf diese Weise konterkariert.


      Quelle: architekturforum.net/viewtopic.php?f=19&t=652&start=0




      Dieses Plakat kann man als Statement der Stadt Leipzig verstehen. Wie würde Schleußig heute aussehen, wenn diese "Visionen" wahr geworden währen?



      Foto: sadik
    • Re: Leipzig - aktuelle Ansichten

      Der Stadtteil Gohlis in Leipzig entwickelt sich auch erfreulich. Zwar gibt es auch dort noch unschöne Ecken, aber es besteht die berechtigte Hoffnung, dass auch diese in den nächsten Jahren verschwinden werden und es dort aussehen wird wie z.B. hier am Zoo.


      Baustelle der Tropenhalle GONDWANA

































      Am Kickerlingsberg :zwinkern:

















      Nordplatz mit der Michaeliskirche




















      Alles eigene Fotos
    • Re: Leipzig - aktuelle Ansichten

      Bei Bing (Vogelschau) kann man sich das Viertel von oben ansehen.




      Bei Google [url=http://maps.google.de/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&q=lumumbastrasse,+leipzig&sll=51.151786,10.415039&sspn=18.787286,39.506836&ie=UTF8&hq=&hnear=Lumumbastra%C3%9Fe,+Leipzig,+Sachsen&ll=51.353008,12.371395&spn=0.009113,0.01929&z=16&layer=c&cbll=51.352954,12.371326&panoid=SQveMEp_qVPBPp3JQdvqnQ&cbp=12,130.27,,0,5]Street View[/url] sieht man mal mehr und mal weniger. Wie z.B. dieses kürzlich umgebaute ehemalige Schulgebäude in der Lumumbastraße. Heute befinden sich Wohnungen darin.

      Da der Umbau gar nicht mal schlecht ist, hier gleich drei Fotos.






































      Links ist das ehemalige Herderinstitut der Uni Leipzig zu sehen. Das Gebäude wurde von 1952 bis 1954 errichtet.












      Gebäude im Bereich der Springerstraße


























      Alles eigene Fotos.
    • Re: Leipzig - aktuelle Ansichten

      Vom Leipziger Cityhochhaus hatte man im letzten Frühjahr diesen Ausblick auf die Stadt.











      Gut zu erkennen die Baustelle der Tropenhalle Gondwanaland am Rand von Leipzig-Gohis











      Der Hauptbahnhof am Nordrand der Innenstadt











      Das Reichsgerichtsgebäude im Musikviertel











      Die Südvorstadt mit dem Leipziger Neuseenland am Horizont









      Die Innenstadt mit dem Neuen Rathaus






















      Alles eigene Fotos
    • Re: Leipzig - aktuelle Ansichten

      Das Waldstraßenviertel liegt nahe der Leipziger Innenstadt. Es ist ein reines Wohngebiet und nicht wirklich auf den Besuch von Touristen eingestellt. Die fast überall in geschlossener Blockrandbebauung errichteten Wohngebäude, wirken fast wie Burgen, in die sich die Bewohner zurück ziehen können. Letzte Lücken werden gerade geschlossen. Der hier gezeigte Rundgang durch die Tschaikowskistraße, Gustav-Adolf-Straße, Funkenburgstraße und Liviastraße liegt etwas abseits der namens-gebenden Waldstraße.


      Das Waldstraßenviertel hat auf Wikipedia einen eigenen Artikel:
      de.wikipedia.org/wiki/Waldstra%C3%9Fenviertel


      Bei Street View kann man sich auch umsehen:
      maps.google.de/maps?f=q&source…9AdDIw&cbp=12,314.46,,0,5





      Oder sich bei BING eine Übersicht verschaffen: bing.com/maps/?v=2&cp=sjqykzj0…to-peters-platz%20leipzig










      Kreuzung Liviastraße, Feuerbachstraße, Tschaikowskistraße, am Elstermühlgraben






















      Tschaikowskistraße




































      Alles eigene Fotos.