Leipzig - aktuelle Ansichten (Galerie, Bilder teilweise gelöscht)

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    • Was ich mich schon seit Ewigkeiten frage:
      Was wird eig. mit der jetzt riesigen leeren Betonfläche in der ersten (ehemaligen) Gleishalle des HBFs passieren? einfach ungenutzt lassen?
      ...sieht zwar nicht schön aus..und irgendwie fehlt dort ohne die Gleise ganz schön was..aber leerlassen wäre wohl immer noch die bessere alternative
      als dort billige Kommerzkuben als Erweiterung der Hauptbahnhof Galerie entstünden *grusel* ...ein schöner Garten das wäre doch z.B was *träum*

      Ungeachtet ob das überhaupt statisch und technisch möglich wäre hätte ich folgende Idee favorisiert, nämlich, dass Leipzig Tief, oben offen, wie eine Art Graben, bleibt und so das Dach der ersten Halle noch die Funktion hat, die Bahnsteige vor Wetter zu schützen. Die Wände dieses Grabens hätten schick mit Sandstein ausgekleidet werden könne, mit einer Ornamentik und Gliederung die sich am restlichen Bahnhof orientiert..das ist wohl zu schön gewesen, damit es wahr würde..ähnliches hätte ich mir übrigens bei der Hauptbahnhof Gallerie gewünscht, ein langer rechteckiger Graben (warum zur hölle konvex? das nimmt überhaupt keinen bezug zum darüberliegenden Queerbahnsteig, wie die gesamte Hbf Gallerie den gesamten Bahnhof in seiner großartigen Architektur einfach mal so schlicht ignoriert und auf provinzielle invest-kommerz-kaufhausarchitektur setzt.
      Diesier rechteckige Graben währe von einigen schönen Stahlnietenfußgängerbrücken überspannt worden, auch die Aufzüge hätten sich diesem Stil angepasst, schöne gusseiserne (oder vergleichbare) Säulen mit dezentem (vielleicht mit modernen Anklängen) Jugendstildekor und schöne Geländer hätten die Galerie abgerundet. Irgendwie scheint mir bei der Galerie unglaublich viel Potential verschenkt woren, aber da beschwer ich mich wohl 20 Jahre zu spät :sad: außerdem wäre das ja auch geschichtsfälschend gewesen und der Denkmalschutz hätte diesen Nichtbruch ohnehin nicht akzeptiert, nein, stattdessen Alu-Geländer und Plastikverkleidungen, die so aussehen als würden sie beim zweimaligen draufklopfen aus ihrer Halterung fallen...
      "Schönheit wird die Welt retten" - Dostojewski
    • Wenn die Architekten alle ihre Pläne hätten verwirklichen können, wären noch brückenähnliche Konstruktionen in die Halle des Querbahnsteiges eingebaut worden. Ich habe mich an die jetzige Lösung gewöhnt. Es hätte durchaus anders kommen können. Auch die Wirkung dieses Umbaus auf die Umgebung, das Stadtzentrum sollte nicht unterschätzt werden.

      Die freie Fläche in der Bahnhofshalle und davor hat schon Begehrlichkeiten geweckt. Vorgeschlagen wurde, in der Halle den zentralen Busbahnhof zu errichten. Auch wenn das hier auf dem Foto recht groß erscheint, habe ich da so meine Zweifel, ob an dieser Stelle ein Busbahnhof funktioniert.

      Daneben wollte ein Investor oder Entwickler einen neuen Stadtteil errichten. Nach meiner Kenntnis wird das Projekt aber zunächst nicht weiter verfolgt. Die Anbindung an das Straßennetz scheint eines der Probleme zu sein. Ist vielleicht auch gut so.


      Herr Lampe schrieb:


      2. auch mal eine Villa zu rekonstruieren und nicht nur ein modernes Gebäude was immer im Kontrast stehen muss,



      Die schiere Masse an Originalbausubstanz des Historismus, Klassizismus, Jugendstils etc. in Leipzig wird wohl bewirken, dass alternative, modernistische Entwürfe immer wieder geplant, gebaut und verkauft werden können.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Stahlbauer ()

    • Wir sollten nicht vergessen, dass die Diskussionen HIER und anderswo vor noch nicht allzulanger Zeit eher um Abriss als um Neubau ging.

      Gerade im Waldstraßenviertel wurden markante Gebäude abgerissen. Heute wird dort neu gebaut.

      Hier mal ein Beispiel einer versteckten, sanierten großen Villa, gelegen an der Elsterstraße.





      Gebäude aus verschiedenen Zeiten in der Elsterstraße.






      Neubau an Elsterstraße/Gottschedstraße






      Gottschedstraße




      Weiter in der Elsterstraße.








      Das, in der Zwischenkriegszeit als Keglerheim errichtete, heutige "Haus Leipzig" stand auch auf der Abrißliste. Ein örtlicher Unternehmer hat es saniert.







      Eigene Fotos.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Stahlbauer ()

    • Stahlbauer schrieb:

      Die freie Fläche in der Bahnhofshalle und davor hat schon Begehrlichkeiten geweckt. Vorgeschlagen wurde, in der Halle den zenbtralen Busbahnhof zu errichten. Au ch wenn das hier auf dem Foto recht groß erscheint, habe ich da so meine Zweifel, ob an dieser Stelle ein Busbahnhof funktioniert.

      Danke für die rasche Antwort. Grundsätzlich finde ich die Idee eines ZOBs gut, das Provisorium an der Goethestraße wird dem immer größer werdenden Fernbusmarkt an Infrastruktur (eine Bank, eine Automatentoilette und eine Bordsteinkante) nun wirklich nicht gerecht, ein anderer Teil der Busse splittet sich auf den ursprünglichen Busparkplatz rechts vom Bahnhof auf.... natürlich ist da das Problem der recht kleinen Grundfläche, das stimmt, aber im allgemeinen wäre die Idee begrüßenswert, würde es doch noch die zentrale Bedeutung des Hauptbahnhofs als Verkehrsknotenpunkt unterstreichen, dem Besucher optimale Infrastruktur und einem repräsentativen Empfang bieten.
      "Schönheit wird die Welt retten" - Dostojewski
    • Stahlbauer schrieb:

      Die schiere Masse an Originalbausubstanz des Historismus, Klassizismus, Jugendstils etc. in Leipzig wird wohl bewirken, dass alternative, modernistische Entwürfe immer wieder geplant, gebaut und verkauft werden können.


      So sieht's nämlich aus. Leipzig ist vermutlich die einzige Großstadt in Deutschland, die sich das leisten kann, weil die Masse an Altbauten so gewaltig ist, alleine die der denkmalgeschützten Objekte geht ja in die Zehntausende. Davon unabhängig wird gerade in den letzten Jahren im reinen Wohnungsbau überwiegend der gleiche Schrott wie im Rest der Republik gebaut – also bestenfalls einfallslose Kisten, vielfach auch brutal-provozierend bzw. städtebaulich autistisch. Die postmodern geprägten Füllbauten der ersten Dekade nach der Wende, die sich sehr gut einfügen, lassen sich mittlerweile problemlos im Stadtbild davon abscheiden.
    • Einige Fotos verschiedener Bereiche der Leipziger Innenstadt vom Cityhochhaus und vom Boden aus gesehen.

      Von oben kann man tatsächlich die Grenze der Innenstadt nur schwer erkennen. Alt-Leipzig ist der Bereich , der vom Promenadenring umschlossen wird. Vor allem in der Gründerzeit wurden ganze Gevierte abgerissen und mit neuen Gebäuden bebaut. Die dichte Bebauung wurde beibehalten. Gegenwärtig werden weitere Lücken, die der Krieg und der Osten hinterlassen haben, geschlossen.


      Blick nach Westen. Das Neue Rathaus liegt am Rand der Innenstadt.




      Der Nordwesten der City.






      Nördlicher Citybereich. Der Hauptbahnhof liegt schon außerhalb der Altstadt.






      Zentraler Citybereich mit dem Markt. An der Ostseite des Marktes steht das Alte Rathaus, ein Renaissancebau.






      Der Markt mit dem südlichen Zugang zur S-Bahn und dem Alten Rathaus. Der Baumeister Hieronymus Lotter hat das Gebäude innerhalb von acht Monaten 1556/57 errichtet.



      Eigene Fotos.
    • Der Turm des Alten Rathauses befindet sich asymmetrisch versetzt, nach den Regeln des Goldenen Schnitts, am Gebäude.









      Giebel an der Grimmaischen Straße






      Nordseite des Marktes

      Die Alte Waage, gleichfalls ein Renaissancegebäude, wurde im II. Weltkrieg zerstört. Die Fassade am Markt ist eine Rekonstruktion aus den 1960er-Jahren. Die Dachgeschosse der anderen Gebäude wurden nach 1990 rekonstruiert.







      Südseite des Marktes mit der Petersstraße





      Eigene Fotos.

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    • Das Städtische Kaufhaus besetzt einen ganzen Block. Der Name täuscht. Ein Kaufhaus im heutigen Sinne beherbergte das Gebäude nie. In diesem Gebäude fanden die ersten Mustermessen der Welt statt. Wurde auf Messen früher die Ware direkt verkauft, hat man dann nur "Muster" präsentiert, dazu verhandelt und die Waren dann später an den Käufer geliefert - so, wie wir es heute kennen.






      Das Städtische Kaufhaus wurde im II. Weltkrieg stark zerstört, danach nur teilweise und nur vereinfacht wieder aufgebaut. Fassade und Dachgeschoss sind als Rekonstruktionen nach 1990 entstanden

      Ansicht Universitätsstraße.






      Kupfergasse






      Neumarkt







      Der Gebäudeflügel am Gewandgäßchen ist ein Neubau. Die Ruinenreste wurden vor 1989 abgerissen und anschließend der Gebäudeflügel neu aufgebaut.




      Eigene Fotos.
    • Nur, um einigen, der hier erwähnten Viertel, eine Örtlichkeit zu geben:

      Das Wohngebiet zwischen Lassallestraße und Käthe-Kollwitz-Straße wird inoffiziell "Bachstraßenviertel" genannt.






      Das Bachstraßenviertel wird vom Johannapark, dem Clara-Zetkin-Park, den Flussauen von Weißer Elster und Elsterflutbett umschlossen.
      Erkennbar ist die Lutherkirche, die vom Thomanerchorals Veranstaltungszentrum genutzt wird. Daneben kann man die Thomasschule und das Alumnat erkennen. Der gelbe Schornstein gehört heute zu einer Wohnanlage.




      Eigene Fotos.
    • ^
      In der Tat, das kann man nur hoffen!


      Die Hainstraße war vor dem II. Weltkrieg eine wichtige Einkaufsstraße in Leipzig. In den letzten Jahren führte die Hainstraße eher ein Schattendasein, nimmt jetzt aber wieder Fahrt auf.

      Ein Blick vom Cityhochhaus zum Markt und der von dort abgehenden Hainstraße.







      Übergang vom Markt zur Hainstraße.






      Links: Barthels Hof und Webers Hof






      Dieses Gebäude war bis in die 1990er-Jahre eine fensterlose Ruine - längst vergessene Zeiten.




      Daneben ist in einer Kriegslücke ein Neubau entstanden...




      ... in dessen Glas sich Altbauten spiegeln.



      Eigene Fotos.