Hansabyn - Pastisch Dorf (Schweden)

  • Oft gibt es eine Kollision zwischen der Avantgarde von Architekten und der Menchen die in dem Gerbauten wohnen sollen. Besonders in Hjörup hat man ein Stadtviertel dass nicht innovativ und atemberaubend ist. Viele Architekten nennen es als Pseudo, aber es hilft nicht. Die Leuten strömen dahin wie die Ratten. Es heisst Hansadorf und hier findet man ein paar Bilder davon:


    http://se.msnusers.com/Jakriborg/shoebox.msnw


    Die Hauptseite:
    http://www.jakriborg.se/

  • Schönen Dank, Johan !
    Nun, diese Stadt orientiert sich vielleicht zu sehr an den
    deutschen Nachkriegsbauten. Und die waren ja bekanntlich
    im Vergleich zu dem was vor dem Krieg dort stand,
    viel einfacher und ohne Verzierungen gebaut worden.
    Ich hätte es schöner gefunden, wenn man die Häuser von
    um 1900 gebaut hätte. :D


    So etwas wäre viel schöner:
    http://www.naanoo.com/freeboar…3224&forumid=32073&page=1

  • Also mir gefallen die Häuser sehr gut, ich finde es entsteht durch die vielen farben und die versch Formen ein stimmiges und idyllisches Ganzes!

  • Dankeschön Johan für diese Bilder.


    Ob es mir so recht gefällt kann ich schwer sagen. Auf der einen Seite mutet es gemütlich an. Beinahe bürgerlich. Andererseits wirkt es dennoch trostlos. Ich konnte keine Läden erkennen. Es schien als seien dies alles Einfamilienhäuser. Und sie sind mir auch zu kahl gestaltet. Hat beinahe etwas dekonstruktives.

  • Eine schöne Kleinstadt! Die Bauherren wünschen, dass es eine reale, lebhafte Stadt wird, und es gibt Raum für Geschäfte in vielen Häuser. Aber es scheint schwierig zu sein, Geschäftsmieter zu finden.


    Artikel in schwedisch

  • Aber so etwas Entzückendes!
    Wurde das als junges Ensemble errichtet?
    Das ist das Gelungendste seit Hellerau und Piesteritz vor 80 Jahren.
    Da muß ich recht mutlos gestehen, wie man diese reizenden, abwechslungsreichen Häuserchen bemeckern kann, entzieht sich meinem Verstande (sollte davon so wenig vorhanden sein)?
    Sie wirken hunderte von Jahren alt, wie organisch gewachsen, klein (der Wind, der Wind, der Wind....) und entsprechen dem Landesgeist sowie der Bautradition.


    @Johann Wolfgang


    Bist Du in Wirklichkeit der Geist, der stets verneint?
    Fast will es mich so dünken?
    Wenn diese Häuser dekonstruktivistisch sind, dann schnall ich mir Rollschuh an und bin ein Omnibus, frei nach dem Motto:


    "Eine Kuh macht Muh, viele Kühe machen Mühe." :gehtsnoch:

  • Also die Häuser ist neu gebaut. Die ganze Idee war jede Haus anders zu machen. Die Problem ist dass am Moment ist zu neu und klein. Aber es ist sehr beliebt.....alles ist schon ausverkauft, auch die ungebaute Häuser dass gebaut wird.... Das Ziel ist dass 9000 Mennchen soll in die Näheste Zukunft reinziehen. Keine Büros darf auf erdgeschoss in die grosse Giebelhäuser einziehen, es ist reserviert für Geschäften, Kafes und so weiter.


    Es ist sehr neu...lass uns sehen...es ist angefangen für cirka sechs Jahren. Die Stil ist eine Mischung von Deutsch und Dänisch....die Giebeln deutsch aber die Farbe dänisch. Traditionell gab es keine verzierung auf die bunte Häuser in südschweden.

  • Zu Olivier:


    Die Fasanden orientiert sich nicht am Nachkriegsbauten, sonder eher an die Mittelalter und Renesaince. Fassadenschmuck war ja nicht immer vorhanden da. Es ist immer ein trade-off....hier liegt die Form Giebeln und Farbe im vorgrund. Ich habe zwei Altstadt-beispiele von Deutschland wo Farbe gibts, aber keine verzierung.


    Die erste ist aus Erfurt, die Zweite aus Naumburg....sie sind schön, auch wenn keine Verzierung gibt. Und sie es bestimmt älter als Gründerzeit und Nachkriegsbauten. Also, die Orientierung war nicht von moderne Deutschland, sondern noch älterer.



  • Aber im Mittelalter hat man doch Fachwerkhäuser gehabt ?
    Und in der Renaissance gab es doch noch diese schönen Giebel
    mit den schönen Verzierungen ?
    Ich würde eher sagen, daß die Häuser dort in Naumburg und Erfurt
    später gebaut wurden. Wahrscheinlich (?) nach dem 2. Weltkrieg
    oder in der Zeit um 1800.


    Das ist für mich Mittelalter. Reichenweiher oder wie
    der Elsässer sagt: Riquewihr. :zwinkern:

  • Zu Olivier:


    Also, die Genaue Zeit-linie kenne ich nicht....aber es ist es gewöhnlich im Norden vor Historisismus ziemlich schmucklose Gebäuden zu bauen. Die Altstadt von Stockholm, hauptsächlich 1700-1800 gebäuden hat oft kein Fassadschmuck....das fachwerk war ja nicht dominiered im Schweden. (Die armen wohnte in reine Holzhäuser) Schmucklose Fassaden konnte Prestige sein. Es war aus Stein. Gleich war es auch teilweis, im manchen teilen von Deutschland. ...Fachwerk war nicht als schick angesehen...stein waren viel feiner....deswegen versuchte man immer schlichte Fassaden zu haben...weil man dachte dann es gab stein da hinten. In Nürnberg war oft die Fassaden schlicht, aber da unten gab es manchmal Fachwerk. Aber schmucklose Fassaden ist and war ziemlich gewöhnlich. Die meisten Höfer in südschweden war eher schmucklos....man versuchte immer die Fachwerk zu verstecken.....


    Was ich sagen ist, dass schmucklose Fassaden ist nicht nur rekonstruktionen.....viele sind viel älter als so....Mann kann nicht so einfach pauschlieren dass alles ist Geldmangel im Rekonstruktion von Deutschland...Schweden wurde ja nicht zerbombt..

  • Du hast recht, Johan, in Dänemark und Schweden haben die meisten alten Häuser ziemlich schlichte Fassaden. Abgesehen von den vielen Giebeln gleicht der Hansastadt eine typische, dänische Kleinstadt mit Häusern von den 18.-19. Jahrhunderten. Es war ein armes Land, und die Städte konnten sich nicht Prunkgebäude leisten.


    Ein Beispiel aus Dänemark, Aerösköbing:
    http://perso.wanadoo.fr/yvon.n…/images/aeroskobing_5.jpg

  • Johan, ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube im
    Mittelalter gab es in vielen europäischen Städten eine
    Bestimmung, daß das "normale Volk" nur in Fachwerkhäusern
    (mit Lehmwänden) wohnen durfte. Steinhäuser waren
    nur den Kirchen oder dem Adel vorbehalten.
    (Vielleicht weiß da jemand genaueres dazu.)


    Interessant ist Deine Anmerkung zu dem "Verstecken" der
    Fachwerkfassade, so daß man meinen könnte, daß sich
    dahinter eine Steinfassade verbirgt.
    Ich denke, daß dies aber erst in der Neuzeit mit dem Einsetzen
    der Veränderungen in den Gesellschaften erlaubt wurde. :zwinkern:

  • Zu Olivier:


    Ich fand immer diese Architektir von uns ziemlich süss und bunt. Mich hat es nie gestörrt dass es keine Ornament gab. Von enfang ist ja fachwerk nicht als ornament gedacht, es ist dazu entwickelt. Schaut man an die älterer Fachwerk-häuser wie Ständeshaus im Quedlinburg. Fachwerk ist einfach ein Baumaterial, aber es entwickelt sich als Kunst. (Miltenberg, Rothenburg, Quedlinburg, Colmar)


    Aber merkt mal: Fachwerk ist ziemlich ungewöhnlich im südost Deutschland. Sachsen hat sehr wenige Fachwerck-häuser...Görlitz ist ja eine die Best erhaltene Deutsche Städte ab Renesainse und weiter. Du findest keine Fachwerkhäuser, aber manchmal findest du auch da einfache schöne steinhäuser. Fassadenschmuck war ja nie ein muss.


    Fachwerk war west-europäisch (Deutschland, Frankreich, England) Im grenzen zu Böhmen. Mähren und Schleisen gibt es weniger Fachwerkhäuser. Und nicht selten sind so auch schlicht, aber auch dazu Bunt. Dass hängt einfach von Kulturgebiet ab. Wer Henriks bilder anschauts ähnelt sich die Hansadorf die Häuser von diese kleine Städte. In wahrheit finde ich die Hansadorf eine gelungene mischung von diese Tendenzen. Ich bin gespannt wie es sich entwickelt, es ist ja nicht halbpfertig. Erst 2010 oder so denke soll die meiste gebaut sein.

  • Danke fuer den thread!


    Leider sind Eure huebschen Bilder nicht mehr zu sehen, Johan und Henrik. :( Ich hatte sie aber vor ein paar Tagen gesehen & kann mich daran erinnern. Ich muss sagen, dass ich die Planung von Hansaby sehr schoen finde. Die Ornamentlosigkeit stoert mich nicht, denn das Ensemble strahlt irgendwie Geborgenheit und Waerme aus. Ein schoenes Stadtbild!

  • Danke, Johan! :D


    Das ist wirklich huebsch anzusehen. Also dieser Komplex entsteht in der Naehe von Lund. Du sagst, die Haeuser seien bereits verkauft.


    År 2004 låg årshyran på 900 kr per kvadratmeter (el ej inkluderad).


    Ich habe keine Ahnung vom Wert der Skr. Koenntest Du den Preis pro Quadratmeter bitte mal in Dollar oder Euros uebersetzen?

  • Ach, daß macht nichts :engel:


    900 sv. Kr. ist 100 Euro. Daß ist nicht teurer als das "normale" Wohnungsbau in Schweden, glaube ich. Sehr schön, daß es nicht teurer sein muß schöne Gebäude zu errichten als häßliche Gebäude!

  • Quote from "Henrik"

    Sehr schön, dass es nicht teurer sein muss schöne Gebäude zu errichten als hässliche Gebäude!


    Wahrhaftig! :D Nur wird von dieser Tatsache leider zu wenig Gebrauch gemacht. Das meiste Neue, das wir um uns sehen, ist sowohl teuer als auch haesslich. :(


    Und Dank fuer die Kursangabe!