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Erfurt

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    • @Palantir

      Die älteste Universität auf deutschem Boden (aktuell) ist und bleibt immer noch die Heidelberger Ruprecht-Karls-Universität. Gegründet 1386 von Ruprecht I. und somit in diesem Jahr 625 Jahre alt. Daher auch nächste Woche große Feierlichkeiten in der Altstadt mit allerlei Konzerten, Feuerwerken und Preisverleihungen. Man müsste mal eine adäquate Galerie über Heidelberg einstellen. Ich glaube bei gutem Wetter werde ich mich dessen mal annehmen.
    • Ihr wollt mehr Bilder? Ihr kriegt mehr Bilder! :biggrin:
      Die folgenden sind von Februar, mitten im Sanierungsgeschehen. Wenn ich die Zeit finde stelle ich den Endzustand ein.

      Von der Michaelisstraße aus gehen wir durch Studenten- und Furthmühlgasse einmal um den Bau rum:























      In der Michaelisstraße wurde damals noch der Straßenraum grundhaft erneuert:

      Falls nicht gesondert erwähnt: die Bilder sind selbst erstellt.

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    • Vielen Dank für die Fotos :) Es ist wie immer: Über den Neubau kann man sich wahrlich streiten. Aber besser als der vorherige Zustand ist es allemal. Das Collegium Maius ist schön wiederhergestellt. Die modernen Dachgauben an dem ehemaligen Bibliotheksgebäude sind in Erfurt leider Standard.

      Ein weiteres erfreuliches Projekt ist die Sanierung der Gebäude Nr. 7 und 8 in der Andreasstraße: Einstiger Gasthof zum Mohren im Andreasviertel wird saniert - thueringer-allgemeine.de Es wird Zeit, dass die Andreasstraße endlich auf "Vordermann" gebracht wird, sie ist für mich eine der unschönsten Straßen der Altstadt. Ich bin hier drei Jahre mit der Straßenbahn immer zur Universität hochgefahren...und die daran anschließende gründerzeitliche Nordhäuser Straße ist leider auch mit das hässlichste, was Erfurt zu bieten hat.
    • Die Nordhäuser ist wirklich teilweise ein wenig schäbig und steht damit repräsentativ für den Großteil der Andreasvorstadt.
      In diesem Stadtteil kann man m.E. von dem, für Erfurter Verhältnisse, schlechtestem Umgang mit der historischen Substanz sprechen. Hier sind schätzungsweise über die Hälfte der Gebäude entstuckt, wenn saniert wird dann oft eher im Hinblick auf "Energieeffizienz".
      Ich stand erst kürzlich fassungslos in der Mühlhäuser Straße vor einem Gebäude an dem gerade die gesamte Fassade abgeklopft wurde, das Ganze im Jahr 2011.
      Wie auch immer, der große Vorzug hier wie bei allen gründerzeitlichen Vorstädten Erfurts ist die hohe Geschlossenheit.

      The post was edited 2 times, last by Stutzen ().

    • Ich als Gründerzeitfan halte den Erfurter Historismus für tendenziell unterdurchschnittlich. Ich war vor etwa fünf Jahren nach der grandiosen Altstadt sehr erstaunt über die Einfachheit und "robust-arbeitermäßige" Ausführung der sich anschließenden erhaltenen Gründerzeitviertel. Lediglich dem Südwesten in Richtung Jugendherberge konnte ich etwas abgewinnen. Interessant auch, dass das nicht allzu weit entfernte Kassel vor dem Krieg wohl das glatte Gegenteil war - von der dortigen historistischen Großstadtpracht ist in den meisten Erfurter Stadtvierteln wahrlich nichts zu spüren. Auch das östlich gelegene Jena hat mit dem Damenviertel eine andere Qualität zu bieten.

      Sowas finde ich fürchterlich:

      Foto von Stutzen
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
      Jesus ist mein Herr und Retter!
    • Man sollte aber auch so fair sein und zugeben, daß in Erfurt damals andere Sozialstrukturen herrschten und daß eben die Gründerzeitler Dresdens und Leipzigs einen ganz anderen Hintergrund haben und somit auch schon einem anderen Kulturkreis angehören. Nichts wäre fataler, Erfurt als Epigone von Dresden und Leipzig anzusehen; diese Stadt kann durchaus für sich selbst stehen. Bei den Erfurter Bauten ist doch alles in allem das Glas weitaus mehr als halbvoll. Sie sind handwerklich solide gebaut und ich finde sie gerade in ihrer zurückhaltenden Art sehr ansprechend, was man vom Anbau des Collegium maius nicht gerade behaupten kann. Für Erfurts Gründerzeitler werde ich mich dann im Vergleich zu solchen Geschwüren, die nur deswegen existieren, weil die Kirche glaubt beweisen zu können, mit solchen Bauten mit der Zeit gehen zu können, weitaus mehr erwärmen. Offensichtlich ist man heutzutage nur noch fähig, neokubistischen, destabilisierten Restmüll hochzuziehen. Insoweit stellt dies einen interessanten Vergleich zu den Leistungen von vor 100 Jahren dar.
      Nicht vergessen sollte man, daß Erfurt den Bonus hat, auch ohne Prachtgründerzeitler eine schweineleckere Stadt zu sein.
      1816 - Rheinhessen - 2016
      rheinhessen-2016.de
      rheinhessen.de
      Sofern nicht anders vermerkt, liegen die Bildrechte meiner Beiträge bei mir.

      The post was edited 1 time, last by Weingeist ().

    • Die damaligen Erfurter Sozialstrukturen sind mir nicht bekannt und Geschmäcker sind verschieden. ;)

      Halten wir fest: Die Erfurter Gründerzeit hat eine eigene Identität (und ist somit ein gutes Beispiel für regionale Ausprägungen des Historismus).
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    • @ woerth
      der Vergleich der runtergekommensten Straße in einem Arbeiterviertel (Raiffeisenstraße) gegen Damenviertel Jena oder Kassel vor dem Krieg (!?) ist natürlich nicht zu gewinnen und relativ absurd.
      Ich kenne Jena sehr gut, bin dort sehr oft und ich kann dir versichern, dass sich die Städte im Schnitt nichts nehmen was den Historismus betrifft. Dort braucht man nicht lange nach ähnlichen Straßenzügen zu suchen.

      Es stimmt schon, dass einige Teile des Gründerzeitrings recht schlicht gehalten sind aber den gesamten Bestand verallgemeinernd als unterdurchschnittlich abzutun ist zu einfach.
      Der gesamte Südwesten bis hoch zum Steigerwald ist mit Brühler- und Löbervorstadt sehr hochwertig ebenso Gebiete wie das Mühlenviertel nördlich der Altstadt.
      Sächsische Städte sind tatsächlich kein Maßstab, Sachsen war das wohl wohlhabenste Flächenland im Deutschen Reich, da war richtig Geld und politischer Wille vorhanden um so zu bauen wie es getan wurde.

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    • Stutzen wrote:

      Städtevergleiche
      Warum nicht? Ich liebe Städtevergleiche. Lies meinen Beitrag nochmal konzentriert. Mit keinem Wort habe ich die Erfurter Raiffeisenstraße mit dem Jenaer Damenviertel verglichen. Ich bitte um Sachlichkeit. Es braucht sich auch niemand persönlich angegriffen oder in seinem Stadtstolz verletzt zu fühlen, wenn ich meine subjektiven Eindrücke schildere. Ich halte die Erfurter Gründerzeit in der Tendenz für recht eigenständig - und mag deren Charakter nicht. Das ist ne ganz persönliche Sache. Vorkriegsbilder vom Kasseler Westen dagegen überwältigen mich. Das finde ich interessant, weil beide Städte nicht weit voneinander entfernt liegen. Nicht mehr, und nicht weniger.

      Der gesamte Südwesten bis hoch zum Steigerwald ist mit Brühler- und Löbervorstadt sehr hochwertig
      Eben deshalb habe ich das in meinem Beitrag auch erwähnt. Ist aber auf die Gesamtstadt bezogen ein recht kleiner Bereich - da bin ich von z.Bsp. Freiburg andere Verhältnisse gewohnt. Vor allem, wenn man die weitläufigen "Arbeiterviertel" bedenkt, die dem in Erfurt gegenüberstehen.

      Sächsische Städte sind tatsächlich kein Maßstab
      Darum habe ich auch keine sächsische Stadt zum Vergleich herangezogen.

      Zudem warst du ja immerhin vor 5 Jahren mal in Erfurt, bis zur
      Jugendherberge bist du gekommen also ist auch an deiner Expertise nichts
      zu rütteln.
      Die üblichen unsachlichen Mutmaßungen. Lass Dir versichert sein, dass ich mir sämtliche Erfurter Stadtviertel ausführlich zu Gemüte geführt habe. Ich erlaube mir nur Vergleiche, die ich mir auch erlauben kann. ;)

      Wie gesagt, Städtevergleiche sind eigentlich eine Leidenschaft von mir. Leider ist es in diesem Bereich schwierig, konstruktiv zu diskutieren, da der jeweilige Regionalstolz sachliche Unterhaltungen erschwert (da schließe ich mich nicht aus).


      Wegen mir müssen wir das jetzt hier auch nicht weiterdiskutieren, ist ja doch ein wenig Off-Topic. Kannst mir ja ne PM schicken. :thumbup:
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      The post was edited 2 times, last by youngwoerth ().

    • Bitte nicht schon wieder diese unsachlichen Stadtvergleiche. Warum ist es so schwer, die einzelnen Städte nebeneinander stehen zu lassen und jeweils die idividuellen Qualitäten zu betrachten? Schon mal dran gedacht, die historische Entwicklung bei der Bewertung zu berücksichtigen? In Kassel kommt immer wieder durch, dass es bis 1866 eine nicht unbedeutende Residenzstadt war. Erfurt hatte seine große Zeit bis ins 17. Jh., und blieb danach lange Zeit unscheinbar irgendwo im Mittelfeld. Ironie, dass es später Landeshauptstadt wurde, dies jedoch nur mangels Alternative, weil sich drumherum lauter winzige Ländchen und kleine Hauptstädte bis in die jüngere Zeit als Freistaaten erhalten hatten.
    • Apollon wrote:

      Warum ist es so schwer, die einzelnen Städte nebeneinander stehen zu lassen und jeweils die idividuellen Qualitäten zu betrachten?
      Warum ist es so schwer, auch die individuellen Defizite zu betrachten, ohne dass irgendjemand trotzig reagieren muss? Ob Qualität oder Defizit, da ist oft ne subjektive Prägung in der Einschätzung dabei. Und ich sehe die Problematik nicht, wenn ich Äußerungen entsprechend formuliere. Objektive, belegbare Unterschiede festzustellen, sollte überdies auch erlaubt sein.

      Ich dachte eigentlich, ich hätte mich sachlich geäußert, werde meine Beiträge aber nochmal unter die Lupe nehmen.

      Schon mal dran gedacht
      Nein, weil ich (wie bereits in meiner Antwort auf Weingeist angedeutet) nur bescheidene Kenntnis von der historischen Entwicklung dieser beiden Städte habe. Da kann man jemanden doch einfach ohne unterschwelligen Vorwurf aufklären? Aber Danke.

      Und ansonsten:

      Wegen mir müssen wir das jetzt hier auch nicht weiterdiskutieren
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      The post was edited 9 times, last by youngwoerth ().

    • Auch auf die Gefahr hin das Thema zu überreizen: es geht nicht um blinden lokalpatriotischen Beissreflex sondern um undifferenzierte Vergleiche.

      Einzelnes ausgesuchtes Hochwertviertel vs. "den" Historismus in Erfurt im allgemeinen steht doch in keinem Kontext, auch nicht als "persönliche Meinung" deklariert.
      Wenn du sagst dass die damals fürs Proletariat hochgezogenen Viertel teilweise sehr schlicht geraten sind dann stimme ich dir doch voll und ganz zu, ich müsste ja blind sein wenn ich das Gegenteil behaupten würde.
      Aber genug der Worte, ich nehme an solche Diskussionen wurden hier schon zur Genüge geführt und ich will keinen langweilen.
      Falls nicht gesondert erwähnt: die Bilder sind selbst erstellt.
    • Man sollte immer auch den ganzen Kontext betrachten: Ich sprach an anderer Stelle von "den meisten Erfurter Stadtvierteln" und hatte den Südwesten eindeutig ausgenommen. Vielleicht habe ich mich tlw. unklar ausgedrückt und das Damenviertel im konkreten Zusammenhang ungeschickt gewählt, aber ich habe ja zwischenzeitlich konkretisiert, worauf ich hinauswollte. Also: Tschuldigung, wollte niemandem zu nahe treten. Und ich hoffe, wir haben es dann jetzt. :wink:
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    • Schottenhöfe

      In echter Toplage zwischen Schotten- und Gotthardtstraße, in unmittelbarer Nähe zur Krämerbrücke wird derzeit ein ganzes Karree, die Schottenhöfe, saniert bzw. neu bebaut.
      Die Website des Projekts findet ihr HIER, dort sind weitere Fotos, Webcam zu finden, sehr interessant ist auch der aktuelle Artikel aus der CAPITAL zum Erfurter Wohnungsmarkt.

      Die ersten Bilder sind im Februar entstanden, im Hintergrund sieht man die katholische Schottenkirche:





















      Falls nicht gesondert erwähnt: die Bilder sind selbst erstellt.
    • Schottenhöfe

      Derzeit ist man schon ein ganzes Stück weiter, die Neubauten und Hofseiten werden vielleicht bei einigen hier Schnappatmung verursachen :wink: , ich finde sie hätten ruhig ein wenig eleganter ausfallen dürfen.





      Hinter den Bäumen sieht man die ersten Häuser der Krämerbrücke.















      Falls nicht gesondert erwähnt: die Bilder sind selbst erstellt.
    • Wieviel Überwindung hat Dich diese Aussage gekostet? Ganz ehrlich, diese Neubauten sind eine Katastrophe, völlig konfus und sehr an viele Nachwendebauten erinnernd.
      "Ich denke an Wien, so wie Sie an Brüder, an Freunde denken, die jetzt an der Front sind. Nun sind sie fern von Ihnen und Sie wissen sie in Gefahr, ohne ihnen beistehen, ohne diese Gefahr teilen zu können" - Stefan Zweig 1940