Gotische Sakralbauten (Galerie)

  • Hier mal als sächsisches Pendant bzw als Antithese (wie s grad beliebt):

    Quelle: Erlebnisland Ezgebirge


    Südliche Clarté an Stelle von nördlichem Wildwuchs.
    Bei dieser Gelegenheit darf ein kleinwenig Statistik nicht fehlen:
    Die Scheibbser PfK ist die größte der Region ("Dom des Erlauftales").
    Wie indes nimmt sie sich im Vergleich zu den auch hier vielzitierten sächsischen Hallenkirchen aus?
    Wie kaum überraschend, ist sie eindeutig die kleinste:
    54 x 30 m(wobei die Breitenangabe infolge der wohl hinzugezählten Barockkapellen problematisch erscheint. Meiner Einschätzung nach ist die Sch PfK deutlich schmäler als ihre sächsischen Pendants, hier dürfte auch der entscheidende Größenunterschied liegen).
    Pirna: 65x 35
    Annaberg: 65x 40
    Schneeberg: 61x 28
    Marienberg: 45 (ohne Chor!)x 26
    Brüx: 60x 30
    vgl auch Amberg, den Vorbildbau: 72x 20,5
    Schw. Gmünd Münster: 'Schiff' 45x 24 + Chor 33x 28


    Im Vergleich noch der Initialbau der ASSG, Steyrer Pfarrkirche: 65x 25
    sowie die Muterpfarre der ASR, Kilb: 50x 20

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • siehe Mostviertler Sondergotik.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

    Edited once, last by ursus carpaticus ().

  • Nun ein 'klassischer' Fall von ASSG:
    Mank
    Wie immer sieht man von außen nicht viel:

    ein relativ frühes, nach einigen nicht ganz ausgegorenes Beispiel:

    eine etwas ungeschlachtete Variante von Purgstall.

    Immerhin hat der Raum typische Expressivität der ASSG.


    Das nahegelegene St. Leonhard am Forst hingegen ist äußerlich interessanter als die meisten Kirchen der Region,



    weist dafür im basikalen Inneren keinerlei Züge der ASSG auf.


    Das wär s bis auf weiteres aus der ASR. Rein zahlenmäßig haben wir nur einen Bruchteil der Kirchen abgeklappert, aber ich denke, dass wir bis auf Weistrach die bedeutendsten gesehen haben.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Wenn´s auch nicht umbedingt zum Thema "ASSG-Region" passt, so möchte ich trotzdem ein paar Bilder einer wirklich schönen gotischen Kirche in Oberösterreich zeigen, und zwar von der Wallfahrtskirche Maria Schauersberg in der Nähe von Wels.


    Eine Marienkapelle (Wallfahrtskapelle) wurde urk. erstmals 1446 erwähnt, allerdings ist das Grundstück vermutlich schon wesentlich früher besiedelt gewesen; man vermutet im Bereich der Kirche eine römische Befestigungsanlage sowie einen Burgstall (der Aiterbacher), 12. Jh. Die heutige Kirche wurde 1490 geweiht. Im letzten Drittel des 17. Jhs wurde der Sakralbau vollkommen neu (und sehr prächtig) eingerichtet. Baulich ist die Kirche aber noch fast im Originalzustand.


    Der Bau besteht aus einem Hauptschiff mit 5/8 - Schluss (Chor nicht eingezogen) und Westtürmchen sowie einem Nordschiff mit anschließender Sakristei. Der Kirchhof ist von einer Mauer mit zwei barocken Toren eingefasst.


    Von Westen:



    Treppentürmchen zur Empore





    Von Osten:





    Südseite:


    Hier ein sehr bemerkenswertes vermauertes Portal





    Nordseite:




    Das Hauptportal im Westen (in der Vorhalle)




    Inneres


    Der Innenraum ist geprägt durch die prunkvolle barocke Einrichtung. Der gotische Raumcharakter geht in der barocken Pracht zum Glück aber nicht vollkommen unter, die Raumwirkung mit den großen, Licht spendenden Fenstern, der eleganten Wandgliederung und dem engen Rippennetz ist beeindruckend.




    Das Rippennetz keineswegs wie in den von ursus vorgestellten Kirchen in NÖ, hier auf den ersten Blick etwas einfallslos, zu beachten sind aber die Rippenformationen über den Diensten und im Chorschluss und auch die Details.







    Auf die barocke Einrichtung gehe ich jetzt nicht genauer ein, nur kurz der Hochaltar (1665) und das prächtige Gitter im Westen (ca. gleichzeitig):