Würzburg (Galerie)

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    • Lieber Zeno,

      es ist unglaublich wie schnell du Antworten aus dem Ärmel schüttelst. Bin tief beeindruckt, vielen Dank. Auch meinte ich mich so dunkel an das Haus in der Bronnbacher Gasse zu erinnern, dass es also noch stünde. War mir aber absolut nicht sicher. Umso erfreuter bin ich nach deiner Nachricht, dass das schöne Haus tatsächlich noch - oder besser gesagt - wieder steht. Bestimmt war es auch ausgerbrannt. Würzburg hatte nach dem verheerenden Bombenangriff im März 45 drei Tage (und wohl auch Nächte) lang gebrannt, wie meine heute 91-jährige Mutter immer wieder erzählte. Man sah den Feuerschein im 26 km entfernten Tauberbischofsheim, nachts war der Himmel rot.
    • Um solche wiederaufbaufähigen Gebäude wie den Sandhof ist es besonders schade. Die Innenaufnahmen der Würzburger Kirchen gehen mir aber trotzdem fast noch mehr ans Gemüt. Immerhin hat man in München da vieles rekonstruiert. Wenn St. Peter oder St. Michael in M so ausschauen würden wie in WÜ, dann würde ich wohl gar nicht mehr in die Innenstadt kommen. Tatsächlich war ich in etlichen Würzburger Kirchen vielleicht irgendwann in den 80ern 1x und bin dann wieder sehr schnell draußen gewesen. Seitdem meide ich solche kaputten, irgendwie entweihten Stätten und mach einen großen Bogen herum. Der bayernweite Tiefpunkt für mich diesbezüglich ist St. Moritz in Augsburg...
      Stoppt SEM Wahnsinn - Für Stadt, Land und Mensch
    • Naja, St. Moritz hat immerhin seit der zweiten Neugestaltung vor einigen Jahren ein mehr oder weniger einzigartig modernes Kircheninneres zu bieten. Dennoch ist beim Wiederaufbau viel schiefgelaufen, die Romanisierung, die u.a. auch in Köln erfolgte, hat vielerorts zu einer weiteren Zerstörung geführt. Vielleicht ist aber in Zukunft bei der ein- oder anderen Kirche noch eine Rekonstruktion des Innenraums möglich? Der Würzburger Dom wäre m.E. so ein Kandidat.
      Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
      Karl Kraus (1874-1936)
    • Villa1895 schrieb:


      Der barocke Innenhof des "Stachel", einer Weinstube, die noch bis ins 15. Jahrhundert zurückgeht. Wurde nach Kriegszerstörung wieder aufgebaut, nehme aber an, dass der Stuck der oberen Laube nicht wieder hergestellt wurde.



      Eine aktuelle Aufnahme dazu vom Stachel-Innenhof




      Die Reuerer- oder Karmelitenkirche in der Sanderstraße heute




      Deutschhauskirche
      Stoppt SEM Wahnsinn - Für Stadt, Land und Mensch
    • In den letzten Jahren hat man das Mittelschiff der Würzburger Franziskanerkirche vollständig rekonstruiert, mit gotischer Gewölbe. Für etwa 60 Jahre stand da innerhalb den erhaltenen Aussenmauern ein einfaches, modernes, dezentes Schiff mit flachem Dach von Stahlstangen getragen. Das Ergebnis ist äusserst erfreulich. Für Liebhaber gotischer Kirchenarchitektur ist die wiedergewonnene Kirche mit ihrem erhaltenen Kreuzgang einer Reise wert! Allerdings soll ein Feuer am ehemaligem Dach Auslöser dieser grossartigen Leistung gewesen sein, und nicht etwa eine Reko-Bürgerbewegung.
    • Bei den Wü.er Kirchen kommt noch Eines ganz erschwerend hinzu: die Umgestaltung, Verwässerung, Verschandelung, Verprotestantisierung oder partielle Profanierung durch das II VK bzw durch die diesem folgende Liturgiereform. Typisch dafür ist zB Stift Haug

      google.at/search?q=stift+haug+…5#imgrc=MIeBjYkeu9SCwM%3A

      google.at/search?q=stift+haug+…5#imgrc=YWeVb3Z_GNObpM%3A

      Der hier ins Zentrum gerückte Volksaltar hat mitsamt den ihn umschließenden Bierzeltbänken etwas etrem Götzenhaftes und Vulgäres an sich.

      Es geht hier nicht darum, Ausstattungsverluste bzw Wiederherstellungsversäumnisse zu beklagen -

      wuerzburgwiki.de/w/images/c/c3…g_Kirchenraum_vor1904.jpg


      die reine noble Barockarchitektur wird mit diesem Raum an und für sich spielend fertig:

      google.at/search?q=stift+haug+…5#imgrc=He6jBImO-XvPHM%3A

      Es ist etwas anderes, etwas tiefer Sitzendes, das den Raum entweiht, ja schändet.

      Die neue höchst unwürdige Raumgestaltung findet ein verstörendes Pendant in der Bamberger Stephanskirche:


      google.at/search?q=bamberg+ste…5#imgrc=grygakRh_5iYLM%3A

      google.at/search?q=bamberg+ste…5#imgrc=3Ywr5ZMPeKsczM%3A

      Hier kann von Kriegszerstörungen keine Rede sein, diese Situation ist hausgemacht!

      Es handelt sich natürlich nicht nur um ein ästhetisches, sondern um das weit tieferliegende theologisch-philosophische Problem des Anthropozentrismus.
      St. Stephan ist seit geraumer Zeit eine protestantische Kirche, welche Erkenntnis auch den naivsten Konzilanbetern klar machen sollte, wohin die Reise geht.

      Unter diesem Gesichtspunkt muss man Octavians Forderung nach Rekonstruktion der alten, schönen Ausstattungen keinerlei realistische Chance zubilligen. D>ie verblendete nachkonziliare Kirche würde sich dagegen so sträuben wie die Protestanten der Stephanskirche.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • ursus carpaticus schrieb:

      Bei den Wü.er Kirchen kommt noch Eines ganz erschwerend hinzu: die Umgestaltung, Verwässerung, Verschandelung, Verprotestantisierung oder partielle Profanierung durch das II VK bzw durch die diesem folgende Liturgiereform.

      Auch wenn ich, - wie Du weißt- der auf das II Vatikanische Konzil folgenden Liturgiereform nicht so kritisch gegenüberstehe wie Du, gebe ich Dir was die Kritik an den daraus folgenden Umgestaltungen von Kirchenräumen zumindest zum Teil recht.

      Die im der Kirche des Stiftes Haug gewählte Aufstellung von Altar umreiht von Kirchenbänken halte ich auch für schlecht. Eine solche Aufstellung macht auch die Liturgiereform , wonach die Messe von dem Priester nicht mehr mit dem Rücken zur Gemeinde gehalten wird, nicht zwingend notwendig. Der sog. Volksaltar (allerdings auch schlechter Begriff, da der Altar ja nicht dem "Volk" geweiht ist - UC wird dies anders sehen) kann auch unter dem Triumphbogen oder im an diesem anschließenden Bereich des Chores stehen.

      Die von UC kritisierte Gestaltung des Altarraumes betrifft von den historischen Kirchen Würzburgs allerdings wohl nur das Stift Haug In der Karmelitenkirche, dem Neumünster und St. Michael steht der Altar nicht zwischen Kirchenbänken.

      Die Gestaltung der Innenräume dieser Kirchen ist allein deswegen misslungen, weil hier versucht wird Barock bzw. Rokoko mit Modernem zu verbinden. Dies gelingt, wie ich bereit weiter oben beschrieben haben, nie gut.

      Anders ist die Stellung des Zelebrationsaltares im Dom zu bewerten. Auch auf diesen weisen von mehreren Seiten Bankreihen. Dies sehe ich allerdings als weniger problematisch an. Zum einen sind die Kirchenbänke hier in gebührendem Abstand zu Altar und bedrängen diesen nicht, wie in Stift Haug. Zum anderen befindet sich der Altar in der Mitte der Vierung und nimmt insoweit ein Tradition auf, als auch vor der Liturgiereform in der Vierung, etwa vor Lettnern, Altäre gestanden haben, an denen die Messe für das "Volk" gelesen wurde, während am Hochaltar in der Apsis Messen nur für Kleriker gerade in Stiften und Klöstern) gefeiert wurden.

      Soweit UC meint die Umgestaltung der Kirchenräume

      ursus carpaticus schrieb:

      ist etwas anderes, etwas tiefer Sitzendes, das den Raum entweiht, ja schändet.

      vermag ich mich dem so nicht anzuschließen. Es ist aber auch aus meiner Sicht so, dass durch die Aufstellung von Altar und Kirchenbänken, nicht das Abbild von Bänken, die um einen Esstisch stehen, erweckt werden sollte. In Protestantischen Kirchen, mag es solche Tendenzen geben., in der katholischen sollte dies nicht sein (und wird von dem II Vatikanum auch ganz sicher so nicht gefordert).

      Nicht richtig ist die Einschätzung, von UC dass sich die "nachkonziliare Kirche" gegen Rekonstruktionen von zerstörten Kircheninneren sträuben würde. Vielfache Gegenbeispiele, so zum Beispiel aus den letzten Jahren die Jesuitenkirche Mannheim, zeigen das Gegenteil. Sicher müssen Kirchenräume so gestaltet sein, dass dies auch heute für Gottesdienste genutzt werden könne. Dem steht aber die Rekonstruktion, zerstörter Innenräume nicht entgegen, wenn diese in kleinen Teilen der veränderten Liturgie angepasst werden. (Dass eine Rekonstruktion in Einzelheiten vom ursprünglichen Zustand abweicht, ist im Übrigen und gerade bei der von Wohnbauten auch so, auch hierin wohnt man nicht wie im vorherigen, sondern wie in unserem Jahrhundert).

      Der Umfang von Rekonstruktionen hängt aber - wie immer- von den zur Verfügung stehenden Geldmitteln und insbesondere von dem Willen der Entscheidungsträger in den Kirchengemeinden ab (und hier gibt es immer welche mit gutem und welche mit schlechtem Geschmack).
    • Ich muss sagen, dass ich es in summa weniger optimistisch sehe, nämlich was die Wiederaufbaumöglichkeiten betrifft. Ich denke, dass die Ästhetik, die den jüngsten, von Oktavian als postmodern apostrophierten Adaptierungen zugrundelag, wohl auf philosophischen Wertvorstellungen beruhte, die dem Rekogedanken nicht eben freundlich gesonnen sind. Die Kirche entfernt sich zusehends von der alten Mystik und flüchtet in eine beliebige fröhliche Buntheit, wie sie sich am deutlichsten in der Karmeliterkirche manifestiert. Glücklicherweise kamen Konzil und Liturgiereform deutlich nach der ersten entscheidenden Wiederaufbauwelle, ansonsten wir, das wage ich zu behaupten, deutlich weniger zurückerhalten hätten (insb keine Kanzeln, wie etwa die der Peterskirche). Was den heutigen Geist der Kirche anbelangt, der völlig dem One-World-Gedanken mit allen Implikationen verfallen ist, vermag ich mir ehrlich gesagt so etwas wie eine Rückbesinnung auf die eigene Geschichte und Kultur nicht einmal mehr vorzustellen. Dazu kommt auch, dass es einfach zu viele Kirche in der Würzburger Altstadt gibt, was dem Bedarf nach Ausstattungsstücken auch nicht gerade förderlich erscheinen dürfte. Die Kirchengemeinden dürften ohnedies schon sehr verschmolzen sein, simultane Gottesdienste eher selten, vor allem in benachbarten Kirchen.
      Was den Dom betrifft, so kann mich der "Zelebrationsaltar" nicht besonders überzeugen, schon allein ob er kahlen Ästhetik nicht. Sicher ist Andreas beizupflichten, dass die Lösung viel besser als im Stift Haug und ganz sicher diskutabel ist. Ich hab kurz die Christkönigsmesse besucht, die immerhin schon recht feierlich war. Wenn ich an den Vortag denke, so wird im Dom allerlei Unfug getrieben. Aber die Messe entbehrt sicher nicht einer gewissen Würde, wie zuzugeben ist. Was den Dom betrifft, so bin ich überhaupt recht gespalten. Die Idee mit dem reromanisierten Langhaus war sicher nicht ganz blöd, da die neu aufgestellten Grabdenkmäler dem Raum sehr wohl eine starke Feierlichkeit verleihen. Im Vergleich zu Vierung und Chor kommt mir die - im übrigen besonders abscheuliche Decke zu hoch vor.
      Es stellt sich natürlich die Frage, was man mit dem von Oktavian erwähnten Stuck anfangen sollte- für etwas anderes als den kompletten Wiederaufbau dürfte er nicht verwendbar sein. Und dieser Wiederaufbau dürfte dann wieder alles in Frage stellen, auch das bisher Erreichte, das nicht so schlecht Erreichte. Dann wäre die Wiederkehr aller alten ALtäre erforderlich, die was die Grabdenkmäler wieder irgendwohin in den Hintergrund verbannen würde...
      Wie gesagt, ich bin da zerrissen. Letztlich war vielleicht nicht alles schlecht.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Auf diesem Bild von 1982 sieht man rechts unten das Hertie-Gebäude in der Originalform.
      Bild
      Man sieht, daß der Bereich rechts unten, der heute mit großen, zweistöckigen "Glaswänden" durchbrochen ist, durchaus liebevoll gestaltet war, sogar mit kleinen Blindfenstern unter dem Dachansatz. Insgesamt leistete das Gebäude ein wenig Stadtreparatur und war besser als die allermeisten Neubauten in Würzburg nach 1945.
      Favorevole alla ricostruzione completa come era e dove era.
    • Zur Vertiefung der Kenntnisse über den Wiederaufbau Würzburges nach 1945 sei empfohlen:

      Jörg Paczkowski, Der Wiederaufbau der Stadt Würzburg nach 1945, Mainfränkische Studien, Band 30, Würzburg 1982.

      Das Buch enthält eine Vielzahl von Beispielen von wiederaufgebauten, aber auch abgerissenen, durchaus wiederaufbaufähigen Gebäuden. Keine sehr erbauliche aber sehr informative Lektüre, die auch beschreibt, weshalb es teils zum Wiederaufbau von Ruinen gekommen ist, teils aber eben nicht (ua. -wie in vielen Städten- aus Gründen der Verkehrsplanung).

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Andreas ()

    • Genug der Theoretisiererei, hier etwas praktisches Anschauungsmaterial. Schließlich ist das eine Galerie und kein Quatschklub hier.

      PB210328 by alexanderfranzlechner, auf Flickr

      Neubaustraße mit Festung Marienberg.


      Der heutige im ganzuen üble Zustand dieser wichtigen Achse ist dem Wiederaufbau geschuldet. An und für sich wäre es ein Leichtes gewesen, ein angenehmes Erscheinungsbild dieser von überwiegend schlichten Barockbauten gesäumten Straße, die an beiden Enden wichtige Blickpunkte aufweist, zu erzielen. Links die sogenannten Greisinghäuser, die zwar nicht von Greising stammen, aber ihm eher stilististisch zuzuordnen sind als dem tatsächlichen Architekten des Hauses NR 14, Balthasar Neumann. Neumanns Würzburger Bürgerhäuser, von denen immerhin eine Anzahl erhalten ist, sind weit schlichter und eher stereotyp.
      Einst säumten sie die Theaterstraße, die man sich gewissermaßen als Pendant zu Poppelmanns Königsstraße in der DDer Neustadt vorstellen musste - ein ehere "profaner" Stil eines Meisters des Rokoko, von vornherein als Flächendenkmal angelegt, geschmackvoll, gediegen und völlig ohne den Ehrgeiz origineller Formen.
      Die sogenannten Greising-Häuser sind mit ihrem Stuck weit aufwändiger. Sie gefallen mir besser als das tatsächliche Greisinghaus, das sozusagen um der nächsten Ecke in der Sanderstraße erhalten geblieben ist. Insgesamt bevorzuge ich jedoch den ungleich kraftvollen Dientzenhoferischen Stil Bambergs.

      Die Greisinghäuser gelten als veritable, dh nicht aus den Ruinen entstandene Reko (wenngleich Würzburg-Wiki etwas anderes suggeriert). Sie sind immer schon etwas Besonderes, dh über den Wü.er "Normalfall" Hinausgehendes angesehen worden und schafften es immerhin in das Vorkriegskompendium "Deutscher Barock" der Blauen Bücher.


      PB210324 by alexanderfranzlechner, auf Flickr


      PB210323 by alexanderfranzlechner, auf Flickr

      Hier einige Innenansichten der Neumünster-Kirche, die bekanntlich aus ursprünglich zwei Kirchen zusammengefasst worden ist. Glücklicherweise blieb die Architektur als solche und damit auch dei Kuppelfrestken erhalten, was die schlimmen Ausstattungsverluste, darunter Orginalskulpturen Riemenschneiders etwas abmildert. Der Innenraum ist im Ganzen recht zufriedenstellend gestaltet, wobei ledlglich die farblich völlig unpassenden Bilder an den olberen Längsschiffwänden empfindlich stören.
      Die Kuppel wird Greising zugeschrieben, hinsichtlich der Fassade tendieren die meisten zum wohl genialeren Johann Dientzenhofer. Interessant erscheint mir die Ähnlichkeit des Oktogons zu jenem der Prager Nikolauskirche (Altstadt), die von Johanns Neffen Kilian Ignaz stammt.

      google.at/search?q=prag+st+nik…A&imgrc=uVoEwrCix8XL_M%3A

      Neumünster ist, obschon zwei Jahrzehnte früher entstanden, noch radikaler, indem es vom barocken Rund noch stärker abweichend sich bereits dem Quadrat annähert:


      PB210322 by alexanderfranzlechner, auf Flickr
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    • 011_ShiftN by alexanderfranzlechner, auf Flickr


      Hier ein äußerst schmeichelhaftes Bild der Wü.er Innenstadt. Vom Kürschnerhof geht der Blick in Richtung Juliusspital, das im Hintergrund erkennbar ist. Obschon die schönen Monumentalbauten à la Neumünster ausgespart sind, wirkt dieser arg heimgesuchte und durch den Wiederaufbau übel entstellte Straßenzug hier sehr angenehm, erinnert eher an Ulms Neue Mitte. Links der einzige erhaltene Teil des Dietrichspitals, der die Abriss- und Wiederaufbausünden am Unteren Markt nicht vermuten lässt. Rechts eine teilerhaltene Fassade des alten Würzburgs, wohl ein wenig zu sehr auf Renaissance getrimmt, dh allzu sehr des gewachsenen historistischen Ornats beraubt. Irgendwie bemerkt man bei näherer Betrachtung, dass etwas hier nicht ganz stimmt. In der Mitte eine Adaption der letzten Jahre, die sich hier ausnehmend günstig ausnimmt. Wer den früheren schwarzen Kasten an der nämlichen Stelle gekannt hat, muss sich darüber sehr freuen. Ohne Zweifel eine wichtige Verbesserung an neuralgischer Stelle unweit des berühmten Falkenhauses. Auch schräg gegenüber wurde eine ähnliche Adaption vorgenommen.
      Anders als auf diesem Bild sind die erhaltenen Bauten in diesem Gebiet einfach zu rar, als dass derartige Substitutionen ein Allheilmittel wäre. Würzburg ist diesbezüglich - leider - nicht Ulm!



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      007 by alexanderfranzlechner, auf Flickr

      012_ShiftN by alexanderfranzlechner, auf Flickr

      Hafnergasse, Bronnbachergasse und Schmalzmarkt - die Wü.er Altstadt, wie sie es noch gerne wäre, obschon auch hier glanz- und freudlos.
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    • Von glanz- und freudlos kann hier natürlich keine Rede sein - Wü. wie es sich am liebsten präsentiert - beschränkt auf prachtvolle Einzelobjekte bzw auf das Nebeneinander weniger Bauten und auf aus der Ferne durchschimmernde Turmspitzen.


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      PB220336_ShiftN by alexanderfranzlechner, auf Flickr
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    • Jetzt kömmen wir zu noch populäreren Motiven:

      OLYMPUS DIGITAL CAMERA by alexanderfranzlechner, auf Flickr

      PB210329 by alexanderfranzlechner, auf Flickr

      Bilder wie diese bringen die Wü.-Fans regelmäßig in Wallung und werden als Beleg für den angeblich ach so guten Wiederaufbau herangezogen. Tatsächlich, die Häuser haben Dächer, die in allter Regel sogar rot sind...
      Ohne Frage lassen sich hier photographisch durch die Wahl des richtigen Bildausschnittes sehr schöne Turmansammlungen oder -ballungen erzielen. Dennoch stehen die Türme zu weit entfernt und vermögen nicht, den umliegenden Stadtraum zu beherrschen, bzw einzigartige Verschmelzungen oder Ensembles zu ergeben, wo wie es hier der Fall ist:

      google.at/search?q=Salzburg&bi…A&imgrc=0LmYsvAnT0T2aM%3A

      google.at/search?q=prag+karlsb…61fwTtlFw8t9P8cWzOdqSY%3D

      google.at/search?q=prag+karlsb…61fwTtlFw8t9P8cWzOdqSY%3D

      google.at/search?q=prag+karlsb…n&imgrc=Gl1lV5OBSpGnGM%3A

      google.at/search?q=prag+karlsb…t&imgrc=P6lQbm9Zvxy-gM%3A

      Von diesem Ideal einer beglückenden Stadtbildmomposition war Wü stets entfernt:

      google.at/search?q=Salzburg&bi…5#imgrc=4Crj-opeAvmKdM%3A

      google.at/search?q=Salzburg&bi…5#imgrc=t3nD20uVk-6t2M%3A


      Das hat nun mit dem schlechten Wiederaufbau nichts zu tun. Die schwache Mainfront allerdings schon:

      google.at/search?q=w%C3%BCrzbu…5#imgrc=EtzNXPqZbyNLOM%3A

      So eine 08-15-Scheibe wäre an dieser feierlichen Stelle doch wirklich nicht nötig gewesen!
      Wie auch dieser unsägliche Kaufhauskitsch auf der anderen Seite nie hätte bewilligt werden dürften. So wird die wirklungsvollste Stelle des Turmpanoramas empfindlich beeindrächtigt.
      Man muss sich schon ordentlich bemühen, ein gescheites Foto zustandezubringen (ich habs gar nicht erst probiert, so regt mich dieser Ramschladen auf):

      google.at/search?q=w%C3%BCrzbu…5#imgrc=WR_nBSSzAveZXM%3A


      Na ja, jetzt hat sogar Brandmauer diesen Mist gelobt...

      Man sieht, daß der Bereich rechts unten, der heute mit großen, zweistöckigen "Glaswänden" durchbrochen ist, durchaus liebevoll gestaltet war, sogar mit kleinen Blindfenstern unter dem Dachansatz. Insgesamt leistete das Gebäude ein wenig Stadtreparatur und war besser als die allermeisten Neubauten in Würzburg nach 1945.


      BRandmauer, was sagst dazu? Ist das auch durchaus liebevoll gestaltet?

      google.at/search?q=parndorf+ou…C#imgrc=X1_T8h6zuJkrhM%3A

      google.at/search?q=parndorf+ou…C#imgrc=QuNeSMLg0kMNCM%3A
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)