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Weimar

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    • Hallo, ich bin einen Däne, der viele interessante Stunden verbracht hat mit Beiträge in diesem Forum zu lesen. Es ist Zeit selbst zu beitragen, denke ich... :D Ich habe einige Rekonstruktionen in Weimar gefunden - es ist "alte Nachrichten", aber sie sind in diesem Forum nicht erwähnt worden, glaube ich.

      1945 zerstörten Bomben mehrere Häuser am Markt in Weimar. Aber später wurden 5 Häuser rekonstruiert: Das sogenannte Stadthaus und 4 Bürgerhäuser, unter anderem der Hofapotheke.

      Hofapotheke, reko rund 1990:


      Der Erker, ein originaler Bauteil:


      Quelle: Architekturbüro Wiel, http://www.sapenga.de/\r
      www.sapenga.de/

      So geriet der Markt in den Bombenhagel des Zweiten Weltkrieges, der den baulichen Verlust der Nord- und Nordostseite zur Folge hatte. Zerkratert, mit Rasenflächen und Pappeln notdürftig kaschiert, gähnte das städtebauliche Loch, nördlich mit dem 1955 restaurierten "Löschhaus" an der Marktstraße, in den vom Markt verbliebenen Restraum, bis sich schließlich städtebauliche und denkmalpflegerische Vernunft duchsetzte: Mit dem Wiederaufbau des Stadthauses als weitgehende Fassaden- und Baukörperkopie 1968/71 war der erste Schritt getan; ab 1988 folgte der zweite mit dem Wiederaufbau der gesamten Nordseite unter Einschluß von vier Fassaden- und Baukörperkopien, darunter der ehemaligen Hofapotheke mit Bauteilen, die beim Abbruch geborgen worden waren.
      Quelle: KulturStadtBauen, http://www.baunetz.de/aip/1997/108/kulturstadtbauen/10markt2.html\r
      www.baunetz.de/aip/1997/108/kult ... arkt2.html

      Markt 1929:
      http://arbeitssicherheit-groeschner.bei.t-online.de/marktold.jpg\r
      arbeitssicherheit-groeschner.bei ... rktold.jpg

      Zerstörung 9.2.1945:
      http://arbeitssicherheit-groeschner.bei.t-online.de/marktdef.jpg\r
      arbeitssicherheit-groeschner.bei ... rktdef.jpg

      Das selbe Motiv heute:
      http://members.at.infoseek.co.jp/mann/image/weimar.jpg\r
      members.at.infoseek.co.jp/mann/image/weimar.jpg

      Die rekonstruierte Nordseite:
      http://www.scrapbookpages.com/EasternGermany/Weimar/Markt02.jpg\r
      www.scrapbookpages.com/EasternGe ... arkt02.jpg
      http://arbeitssicherheit-groeschner.bei.t-online.de/markjezt.jpg\r
      arbeitssicherheit-groeschner.bei ... rkjezt.jpg

      Stadthaus, errichtet 1526-47, wiederaufbau rund 1970:
      http://www.scrapbookpages.com/EasternGermany/Weimar/Markt01.jpg\r
      www.scrapbookpages.com/EasternGe ... arkt01.jpg
    • Weimar fand ich sehr schön, weil es ist sehr guterhalten und gut gepflegt. Für mich war es eine Überraschung dass es uberhaupt im Krieg betroffen war. Die moderna Häuser im Stadt ist auch sehr geschmackvoll. Eine von die schönste Städte Deutschland. Es war ja auch auf meine Liste. Ich muss wirklich zugeben, allgemein in Deutschland sind die moderne Gebäude schöner als im Westdeutschland. Die 70iger war schon eine furchtbare Period für architektur.[/img]
    • Übrigens ist der Nachbar des Stadthauses am Markt, das Lucas-Cranach-Haus, sehr schön, finde ich:

      http://yu.ac.kr/~sociology/weimar/cranachhaus.jpg\r
      yu.ac.kr/~sociology/weimar/cranachhaus.jpg

      http://www.odysseetheater.com/weimar/bilder/weimar_cranachhaus.jpg\r
      www.odysseetheater.com/weimar/bi ... chhaus.jpg (gross)

      http://page.freett.com/mendelssohn/img0099.gif\r
      page.freett.com/mendelssohn/img0099.gif (die graue farbe wirkt nicht sehr ermutigend :zwinkern:)

      Neben dem Stadthaus befindet sich ein bedeutender Renaissancebau, der 1547/49 für den herzoglichen Kanzler Brück errichtet wurde. Dieser war der Schwiegersohn von Lucas Cranach d. Ä., der in diesem Haus sein letztes Lebensjahr verbrachte. Hier wurde das berühmte dreiflügelige Altargemälde begonnen und von Lucas Cranach d. J. vollendet. Es ist in der Stadtkirche zu besichtigen.
      Quelle: http://www.uni-weimar.de/~wis/rundgang/1a.html\r
      www.uni-weimar.de/~wis/rundgang/1a.html
    • "Henrik" wrote:

      Ich habe einige Rekonstruktionen in Weimar gefunden - es ist "alte Nachrichten", aber sie sind in diesem Forum nicht erwähnt worden, glaube ich.



      Doch Henrik, diese wunderschöne Stadt, die ich meine Heimat nennen darf, habe ich hier im Forum schon sehr ausführlich dargestellt:

      aphforum.de/forum/viewtopic.php?t=834

      aphforum.de/forum/viewtopic.php?t=1059

      Trotzdem danke für die Auflistung der genauen Daten!
    • Seit 2006 gibt es eine Initiative, die sich für ein "neues Bachhaus" an der Stelle einsetzt, wo bis 1945 das alte Bachhaus stand (neben Hotel Elephant). Heute befindet sich auf dem Grundstück ein Parkplatz, die Grundmauern des Erdgeschosses stehen jedoch noch teilweise. Ob sich diese Initiative für eine Rekonstruktion des alten Hauses oder generell nur für eine Bebauung des Grundstücks mit späterer Nutzung als Bachgedenkstätte einsetzt, konnte ich aus ihrer Seite nicht herauslesen. Vielleicht weiß ja jemand mehr?

      http://www.bachhausweimar.de/index.html\r
      www.bachhausweimar.de/index.html
      Die Welt muss romantisiert werden! - Novalis


    • Es ist wirklich zum heulen, dass ausgerechnet dieses Bachhaus im Krieg zerstört wurde. Damit gibt es nur ein Originalhaus - in Arnstadt. Allerdings sind noch Reste vorhanden, die man quasi als Alibi für eine Reko benutzen kann: Kellergewölbe und das Erdgeschoss der Fassade (Rot). Was geplant ist, weiss ich nicht, kann mir aber nicht vorstellen, dass man die letzten Reste noch zerstört.

      Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die DDR die erhaltene Hälfte des in Jeder Hinsicht hochinteressanten Baus in den sechziger Jahren einfach abgerissen hat (Gelb auf dem Photo). Ein sehr schmerzlicher Verlust, denn hier haben Musiker und Dichter en masse übernachtet :augenrollen:

      Zu den Gästen zählten u. a. Franz Liszt, Richard Wagner, Nicoló Paganini, Hector Berlioz, Felix Mendelssohn-Bartholdy und der Pianist Artur Rubinstein. Bis ca. 1960 existierte im Erdgeschoss des ansonsten im Jahre 1945 zerstörten Bach-Wohnhauses die so genannte Bachstube, ein als Gedenkstätte genutzter Speiseraum des Hotels „Zum Erbprinzen“. Heute wird die Fläche des ehemaligen Bachhauses als Parkplatz benutzt


      Quelle: bachhausweimar.de/de.bachhaus.html
      Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker
    • Habe mit der Stiftung korrespondiert - freundliche Leute.

      In der Tat engagiert sich der Verein “Bach in Weimar” e.V. , dem ich vorstehe, seit 2007 für die Wiederbelebung dieses singulären Ortes. Die Sache geht gut voran, was die Zustimmung hier in Weimar sowie internationale Förderer und “Paten” betrifft. Ich füge Ihnen im Anhang eine PR Broschüre des Vereins bei, die dieses Projekt “Neues Bachhaus Weimar” einmal unter künstlerisch/inhaltlichen Gesichtspunkten skizziert. Die Architekturfrage haben wir hier bewusst außen vor gelassen, um nicht den zweiten Schritt vor dem ersten zu machen. Problem bei der Sache ist, dass das Terrain nicht der Stadt gehört, sondern einem privaten Investor, der sich bislang nicht zum investieren entschließt, sondern statt dessen lieber den hässlichen Parkplatz dort lässt. Aber wir haben auch schon Geldgeber (siehe: Broschüre: Paten), und kommen Schritt für Schritt voran. Um unsrem Anliegen Attraktivität zu verleihen und Weimar als Bachstadt bekannter zu machen, haben wir auch ein Festival ins Leben gerufen, die BACH BIENNALE WEIMAR: Diese dient immer wieder als Plattform auch für das “Neue Bachhaus Weimar”. Ein “Glaskubus” würde wahrscheinlich allein aus städtebaulichen Erwägungen an dieser Stelle im historischen Zentrum von städtischer Seite skeptisch begutachtet werden
      .
      Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker
    • Das hört sich ja erst mal ganz gut an, obwohl ich denke, dass es dem Anliegen nicht schaden könnte, wenn man etwas mehr über die Vorstellungen des Vereins erfahren würde, wie ein "neues Bachhaus" auf diesem Grundstück aussehen soll. Es muss ja kein Glaskubus sein, mit einer hübschen Betonfassade oder ähnlichem hätten die Stadtväter wahrscheinlich schon weniger Probleme. Eine Rekonstruktion würde sich hier natürlich in jedem Fall anbieten.
      Die Welt muss romantisiert werden! - Novalis
    • Denkmaldebatte um das Schießhausgelände

      Nach dem Streit um den geplanten Abriss der Mensa am Park (siehe Weimar: Debatte um die Mensa am Park - Deutsches Architektur-Forum oder direkt unter Mensadebatte.de ) hat Weimar nun eine neue Denkmaldebatte.

      Diesmal geht es um das von Goethe initiierte und im Bau intensiv betreute Schießhaus und seiner gartendenkmalpflegerischen Anlage, die nun durch eine geplante Überbauung mit Einfamilienhäusern akut gefährdet sind. Auseinandersetzungen gibt es vor allem mit der LEG als Investor und mit dem Stadtentwicklungsamt und deren Planungshoheit, vertreten durch Amtsleiterin Frau Grigutsch (SPD) und den Beigeordneten für Bau und Denkmalpflege, Oberbürgermeister Wolf (SPD).

      Siehe zu den Hintergründen die Website: weimar-schiesshausgelaende.de/

      Weitere Medienberichte und andere Standpunkte an den verschiedensten Stellen im www, z.B. über Google
      Google

      Der ehrenamtlicher Ortskurator der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Weimar, Prof. Dr. Heinz Schwarzbach ( Heinz Schwarzbach – Wikipedia ) bittet um Unterstützung: "Bitte studieren Sie die Anhänge sorgfältig und senden Sie Ihren Protest an Frau Grigutsch <@@4d66783d4255c14d0b1d4045748030f8a56c3a19@@>. ... Es soll auch helfen dieses Gartendenkmal als Kulturgut in "Weimar-eine Stadt im Park"zu erhalten.
      Danke auch im Namen der Bürgerinitiative „Rettet das Schießhausgelände jetzt“
      .
    • Alles alt und doch erfrischend neu und sogar hochmodern: Nach zweijähriger grundhafter Sanierung wurde am Montag das Goethe- und Schiller-Archiv Weimar offiziell an seine Nutzer übergeben.
      Goethe- und Schiller-Archiv Weimar nach Sanierung übergeben - tlz.de
      In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

      Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.
    • Wie klingt das:

      KZ-Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar Unesco-Weltkulturerbe werden. Allerdings müsse das Vorhaben zunächst mit dem Stiftungsrat besprochen werden, erklärte Kultusminister Christoph Matschie am Mittwoch.


      tlz.de
      Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
      14. Buch 9. Kapitel
      Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.