Anklam

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    • Däne hat geschrieben:
      Die Nikolaikirche bekommt bis auf weiteres keinen neuen Turmhelm.
      Dann bleibt auf jeden Fall die Hoffnung auf einen richtigen, historischen Turmhelm aufrecht erhalten!
      Sehr zu hoffen ist übrigens auch, daß das Kirchenschiff einmal wieder eingewölbt sein wird.
      VBI DOLOR IBI VIGILES

      The post was edited 1 time, last by Brandmauer ().

    • Lobenswerte Einsichtigkeit! :applaus:
      Anklam will Marktplatz ohne Plattenbauten
      Blöcke sollen abgerissen und durch Giebelhäuser ersetzt werden
      [...] Bereits 2013 soll der erste fünfgeschossige Plattenbau an der Marktostseite fallen. Ein Jahr später könnten die ersten Spitzdachhäuser diese Seite des Marktes säumen. Der Stadtumbau soll in kleinen Schritten bis 2035 fortgesetzt werden.
      Anklam will Marktplatz ohne Plattenbauten | WESER-KURIER

      Ansicht heute:
      achimbodewig.de/blog/wp-content/2009/09/2009-08-04-1816.jpg
      Ansicht damals:
      static0.akpool.de/images/cards/5/59311.jpg
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Schön, dass es noch Stadtverwaltungen gibt, die nicht gänzlich modernistischen Ideologien verfallen sind.

      Bei aller Freude bestätigt leider auch diese Nachricht wieder: Es steht und fällt alles mit verantwortlichen Einzelpersonen. Würde man in Dresden nur zwei Damen im Stadtplanungsamt durch reflektierte Personen ersetzen, ich bin mir sicher, das Stadtbild würde sich plötzlich ganz anders entwickeln.
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
      Jesus ist mein Herr und Retter!
    • Das einst den Marktplatz dominierende Große Giebelhaus wäre eine absolut wünschenswerte Reko:
      http://www.nordkurier.de/cmlink/nordkurier/lokales/anklam/anklam-will-giebelhauser-zuruck-1.412911

      http://www.nordkurier.de/cmlink/nordkurier/lokales/anklam/wie-alt-soll-das-neue-anklam-aussehen-1.418264

      noch besser wäre eine Reko des gesamten Ensembles rund um das Große Giebelhaus:

      an dieser Stelle (Marktnordseite) steht heute leider das architektonisch unbedeutende Rathaus aus den 50ern. :sad:


      Interessanter Link zur Neugestaltung der Marktostseite und der Steinstraße:
      http://www.competitionline.com/de/wettbewerbe/113910

      Nordkurier - Lokales - Anklam
      Plus Outre

      The post was edited 2 times, last by Lupi82 ().

    • Gut, dass du uns auf dem Laufenden hälst, Lupi.

      Die Entwürfevon Tchoban/Voss gefallen mir sehr gut - sowohl für die Steinstraße als auch die östliche Marktzeile. Allerdings würde ich mir hinsichtlich der Giebel ein wenig mehr (backstein-)gotische Bezüge wünschen und weniger Wellen- oder Rundformen, welche es so in Anklam wohl nicht gegeben haben dürfte. Aber welch ein Segen, dass die unsägliche Riegelbebauung dort endlich niedergelegt werden kann!

      Das Rathaus finde ich übrigens deutlich weniger problematisch als die triviale Bebauung der Marktsüdseite. Ist das sogar ein Nachwendebau?
      Kubische Panoramen - Panorama: Anklam - Markt

      Hier die schöne Vorkriegsansicht der NO-Seite des Marktplatzes:

      Quelle: bildindex der Kunst und Architektur

      Das Haus links mit dem breiten, backsteinernen Stufengiebel dürfte dann wohl das im verlinkten Bericht erwähnte Haus Markt 13 sein.
      Nur, wo sollte man es errichten, wenn nicht auf der Ostseite? Auf der Marktsüdseite! floet:)
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Die insgesamt stimmigen Entwürfe für neue Bürgerhäuser können dem Marktplatz in Anklam wieder Gesicht geben.
      Sicher, "unverwechselbar" wird diese Architektur nicht, aber es ist dieser Beginn ein riesiger Fortschritt und ein guter Anfang im Vergleich zu dem heutigen, unsensiblen Plattenbau, der den Platz verunziert.

      Das im typ. Stil der Nachkriegszeit errichtete, schlichte Rathaus scheint mir für Anklam durchaus angemessen, eben ein Verwaltungshaus, das sich ( einigermaßen ) einordnet.
      Also sollte es auch stehen bleiben, ist es doch in seiner Schlichtheit eine Erinnerung an entbehrungsreiche Jahre nach dem 2. WK.
      Aufwändigeres vermochte sich Anklam damals sicher nicht zu bauen.

      In den Entwürfen für die neue, alte Platzkante wurden architektonische Traditionen unspektakulär aufgegriffen.
      Wie das gemacht wurde : Kompliment.
      Die hier beabsichtigte Kleinteiligkeit wird der ebenfalls kleinen Stadt sehr gut zu Gesicht stehen.

      PS.: auf den histor. Fotos vom Marktplatz ist ein Denkmal abgebildet. Können zu diesem Werk Aussagen getroffen werden ? Danke.
    • Das Rathaus finde ich übrigens deutlich weniger problematisch als die triviale Bebauung der Marktsüdseite. Ist das sogar ein Nachwendebau?
      Jup, ein kurz nach der Wende lieblos hochgezogener Einkaufsklotz, der von der Bevölkerung nie angenommen wurde und als gelbes Elend verspottet wird (der Anstrich war zuerst gelb). Überdies steht er ständig zu gefühlten 80% leer. Ein typisches Ergebnis des Nachwende-Bauwahns. Die Bebauung wurde hier auf der Marktsüdseite freilich im Krieg zerstört, sodaß später auf diesem Quartier ein kleiner Park errichtet wurde, was im Rückblick eigentlich keine schlechte Idee war, es passte ganz gut ins Stadtbild. So ein Ding ist im Vorstadtbereich ok aber nicht mitten in der Altstadt. Da gibts nix, weg damit und auch hier zurück zur kleinteiligen Bebauung.
      PS.: auf den histor. Fotos vom Marktplatz ist ein Denkmal abgebildet. Können zu diesem Werk Aussagen getroffen werden ? Danke.
      Es handelt sich bei dem Denkmal um ein Standbild von Kaiser Wilhelm I. Dessen Anfertigung wurde von Krieger- und Vaterlandsvereinen initiiert. Erschaffen wurde es vom Bildhauer Prof. Ludwig Manzel, der hier von seiner Heimatstadt beauftragt wurde. Enthüllt wurde es am 22. März 1897 (100. Geburtstag des Kaisers). Im Ersten Weltkrieg wurde es 1917 demontiert und für die Herstellung von Munition eingeschmolzen.
      Plus Outre

      The post was edited 2 times, last by Lupi82 ().

    • Das ist ein wunderbarer Vorstoß, der da in Anklam unternommen wird - vorbildlich für andere Städte! Ich hoffe, dass die Pläne auch letztendlich so umgesetzt werden. Leider war ich noch nie in Anklam und habe gar keine Vorstellung von dem Stadtbild. Vielleicht könntest du, Lupi, uns bei Gelegenheit mal ein paar Fotos zeigen, wie das neu zu bebauende Areal, dessen zukünftige Erscheinung wir schon in den Visualisierungen gesehen haben, momentan noch aussieht.
      Die Welt muss romantisiert werden! - Novalis

    • Der Herzog hat geschrieben:

      "Man sollte den Mut haben, das Nachkriegszeitrathaus mitabzureissen "

      Ja, und an seiner Stelle die historische Häuserzeile rekonstruieren die dort einst stand, die von Lupi82 in Beitrag #45 gezeigt wurde. An den historischen Bildern zu urteilen, war davon um 1900 schon einiges verschwunden. Ausnahmsweise würde hier dann sogar eine Verbesserung gegenüber der Vorkriegszustand eintreten, und Anklam bekäme wieder etwas von seinem monumentalen hanseatischen Charakter zurück. Nachkriegsarchitektur gibt es in dieser Stadt sicherlich zur Genüge, und es wird diese auch noch auf sehr lange Zeit geben.

      Leider ist auf den Visualisierungen des Neubauprojekts die Nikolaikirche immer noch mit dem angedachten Techno-Turmhelm zu sehen, die es unbedingt zu verhindern gilt. Auf dem Bild in Beitrag #46 von Palantir sieht man, was für immer verloren wäre, wenn man den historischen Turmhelm nicht rekonstruiert.
      VBI DOLOR IBI VIGILES
    • Ein Turmhelm wie auf den Visualisierungen abgebildet wäre inakzeptabel, schließlich würden dann auch nicht die Turmgiebel zurückkehren. Wenn man hier schon die Moderne ins Spiel bringen will, dann sollte man mAn die Giebel wieder aufbauen und den Helm in alter Kubatur meinetwegen aus Glas nachbilden. Das könnte mit innerer Beleuchtung nachts tatsächtlich recht interessant aussehen. Wahrscheinlich scheitert sowas aber an den Kosten.
    • Bevor im kommenden Jahr mit der Neugestaltung der Ostseite des Marktes begonnen wird, geht es erst einmal auf der Westseite weiter



      Der aktuelle Zustand mit den 2010 fertiggestellten Gebäuden:



      und eine fixe Montage wie es dann wohl Mitte 2013 aussehen könnte wenn die Bauarbeiten beendet sein sollen.



      Die Westseite wäre dann zur Hälfte komplett. Hier scheint es mal in die richtige Richtung zu gehen. :applaus:

      Wäre wohl auch ein guter Standort nebendran für das unbedingt zu rekonstruierende Große Giebelhaus.

      Ich werde in Zukunft mal genauer auf die Baugeschichte der einzelnen Marktseiten eingehen.
      Plus Outre
    • Eine super Sache, die sich in Anklam andeutet. Nach der West- und Ostseite des Marktplatzes kann es dann meinethalben an der Südseite irgendwann weitergehen. :zwinkern:
      Jedenfalls danke für die Darstellung, Lupi.

      Kennst du dieses aufschlussreiche Fotoarchiv vom Museum im Steintor?
      museum-im-steintor.de/bank.html
      ==>
      museumnet.museum-im-steintor.de/bilder.aspx

      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Bald geht's los...

      Die Plattenbauten an der Markt-Ostseite werden in den kommenden Monaten abgerissen werden. "Im kommenden Jahr wird es in der Anklamer Innenstadt „krachen“, denn dann rücken die Abrissbagger am Markt an. Der genaue Termin für den geplanten Abriss der Wohnblöcke an der Marktostseite steht zwar noch nicht fest, aber bis Ende 2013 muss die Sache auch wegen der Fördermittelanträge erledigt sein, betonte Susanne Bluhm, Geschäftsführerin der Grundstücks- und Wohnungswirtschafts GmbH Anklam." cclap:)
      Quelle: nordkurier.de/cmlink/nordkurie…n-streich-tilgen-1.522837
    • Danke für das Update. In diesem Artikel ist neben der aktuellen Visualisierungen auch noch ein Grundriss zu sehen. Man beachte auch ganz Rechts die Sackgasse alias "Kiss and drive" ablachen:)

      Und hier erfährt man was zum Preissegment in dem die Wohnungen liegen sollen. Die Kritik des SPD Mannes kann ich auch nicht nachvollziehen. Das Problem unzähliger Kleinstädte ist es doch gerade in den neuen Ländern, dass ein eklatanter Mangel an hochwertigen Wohnungen im Zentrum besteht. Altbauten wurden dort meist früh und nicht besonders dolle renoviert was sich heute bemerkbar macht, wer etwas mehr Geld hat schaut dort gar nicht erst. Daher finde ich es genau richtig wenn in Anklam nun Wohnungen für etwas besser betuchte gebaut wird. Es kann dem Stadtzentrum neben der optischen Aufwertung nur gut tun.

      @ Lupi
      Ist der neue Turmhelm in seiner hier abgebildeten Version fest eingeplant? Gefällt mir ja nicht so dolle. Hätte mir entweder einen schlichten Wiederaufbau oder eine Vollglasversion in selber Kubatur vorstellen können (hab ich hier glaub ich auch schon mal gesagt^^). Das wäre ziemlich einzigartig und auch Nachts ein echter Blickfang.